vilmA III

Top im Job mit Handicap!

VdK NRW hat acht Menschen mit Behinderung mit Preisen im Gesamtwert von 12.000 Euro ausgezeichnet

Von Andrea Temminghoff

Mit dem „VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung ─ vilmA“ wurden heute herausragende Beispiele für die Teilhabe am Arbeitsleben gewürdigt. Im Rahmen der Messe REHACARE INTERNATIONAL in Düsseldorf erhielten acht Gewinnerinnen und Gewinner aus ganz Nordrhein-Westfalen Preise im Gesamtwert von 12.000 Euro. Die Auszeichnung, die der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen nunmehr zum vierten Mal verliehen hat, trug in diesem Jahr erstmals den Beinamen „vilmA“. Diese Abkürzung steht für „vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert in der Arbeitswelt“ und verweist auf jene Eigenschaften, die allen Kandidatinnen und Kandidaten gemein sind.

Als langjähriger Schirmherr des Preises gratulierte Guntram Schneider, Minister für Arbeit, Integration und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, den Ausgezeichneten: "Vorbildlich, individuell, leistungsstark und motiviert haben die Preisträgerinnen und Preisträger gezeigt, wie Inklusion im Arbeitsleben funktionieren kann. Sie sind der beste Beweis dafür, dass eine Behinderung kein Handicap sein muss. Das sollten noch viel mehr Unternehmen erkennen und Menschen mit Behinderung eine Chance auf Ausbildung und Arbeit geben. Ich werde mich weiter dafür stark machen, möglichst vielen Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen."

Horst Vöge, Stellvertretender Vorsitzender des Sozialverbandes VdK Nordrhein-Westfalen und Vorsitzender der Jury, schloss sich den Glückwünschen an und erläuterte: "Mit dem 'VdK Preis für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung ─ vilmA' möchten wir positive Beispiele für eine gleichberechtigte Teilhabe am Arbeitsleben vorstellen und somit Barrieren in den Köpfen abbauen. Denn auch im Jahr 2013 verzeichnen wir trotz stabiler Konjunktur eine verhältnismäßig hohe Arbeitslosigkeit von Menschen mit Behinderung. Viele können aufgrund von Vorurteilen und Berührungsängsten keiner Beschäftigung nachgehen, die ihren Neigungen und Fähigkeiten entspricht. Einmal gekündigt, sind Betroffene zudem länger arbeitslos als Menschen ohne Behinderung. Unsere Preisträgerinnen und Preisträger zeigen jedoch, dass sich körperliche, geistige oder psychische Einschränkungen und Erfolg im Beruf nicht ausschließen müssen. Mit ihren unterschiedlichen Interessen und Talenten sowie einer imponierenden Einstellung haben sie einen festen Platz im Arbeitsleben erworben ─ und sind damit auch Vorbild für andere. Ob mit oder ohne Behinderung: Solche Mitarbeiter oder Auszubildende wünscht sich jeder Arbeitgeber!"


Die Gewinner des diesjährigen "VdK Preises für Menschen mit Behinderung in Beschäftigung und Ausbildung ─ vilmA" sind:

  • Tanja Gröpper (Düsseldorf)

... ist querschnittsgelähmt und beim Statistischen Bundesamt in Bonn beschäftigt. Neben ihrer Arbeit als Bürosachbearbeiterin widmet sich die 37-jährige Schwimmerin im Rahmen einer Dualen Karriere dem Leistungssport ─ und ist damit international sehr erfolgreich.

  • Dominik Krasemann (Wesseling)

... absolviert in der elterlichen Bäckerei Frank Krasemann eine Ausbildung zum Bäckergesellen. Der 17-Jährige ist an einem Lymphkarzinom erkrankt.

  • Nadine Segbert (Ahaus)

... ist Verpackerin in den Werkstätten Haus Hall in Gescher. Die 37-Jährige hat Bewegungsstörungen sowie eine Sprachentwicklungsverzögerung.

  • Michael Merten (Nieheim)

... arbeitet als Verkaufshelfer bei der REWE Wakup OHG in seiner Heimatstadt. Bei dem 26-Jährigen besteht ein körperlicher und geistiger Entwicklungsrückstand mit Adipositas.

  • Kawai Severin (Düsseldorf)

... ist von Geburt an gehörlos und hat sich als Dozentin für die Deutsche Gebärdensprache selbständig gemacht. Mit ihrer poetischen Ausdrucksstärke begeistert die 44-Jährige ihre Mitmenschen.

  • Elisa Siepmann (Herzogenrath)

... ist Auszubildende zur Mediengestalterin Digital und Print bei der Werbeagentur Artischock Advertising in Aachen. Die 21-Jährige ist an Muskelschwund erkrankt und auf den Rollstuhl angewiesen.

  • Amer Manuel Joseph Rodrex (Bonn)

... arbeitet als Elektromaschinenmonteurhelfer bei DOTT Elektrowerkzeuge in Bornheim. Der 45-Jährige hat infolge einer Kinderlähmung eine starke Gehbehinderung.

  • Denise Frubrich (Hamm)

... ist kaufmännische Angestellte bei der Salzgitter Mannesmann Precision GmbH in Hamm. Von ihren Einschränkungen ─ unter anderem einer Sehbehinderung und Bewegungseinschränkungen ─ hat sich die 27-Jährige dabei nie aufhalten lassen.


Ausführliche Angaben zu den Preisträgerinnen und Preisträgern finden Sie anbei. Fotos stellen wir Ihnen auf Anfrage gerne zur Verfügung.

PRESSEMITTEILUNG ALS pdf-DATEI

und: Ausführliche Porträts aller Preisträger/innen