Presse

"Die Menschen am Ende ihres Lebens nicht alleine lassen!"

Sozialverband VdK NRW fordert Stärkung der ambulanten Palliativversorgung

"Zu einem menschenwürdigen Leben gehört auch ein menschenwürdiges Sterben. Niemand sollte am Ende seines Lebens allein gelassen werden und Schmerzen erleiden müssen", macht Karl-Heinz Fries, Vorsitzender des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen, anlässlich der heutigen Landespressekonferenz der NRW-Gesundheitsministerin Barbara Steffens zur Hospizkultur und Palliativversorgung in Pflegeeinrichtungen deutlich.

"Bei der Versorgung Schwerstkranker und Sterbender geht es nicht mehr darum, eine Krankheit zu heilen, sondern vor allem Schmerzen zu lindern", so Karl-Heinz Fries. "Wir setzen uns dafür ein, dass jeder Mensch am Ende seines Lebens entsprechend seiner individuellen Bedürfnisse behandelt und bestmöglich unterstützt wird." Um dies flächendeckend zu gewährleisten, ist es aus Sicht des Sozialverbands VdK Nordrhein-Westfalen dringend erforderlich, die palliative Versorgung in unserem Bundesland flächendeckend auszubauen.

"Kaum jemand will am Ende des Lebens allein sein, sondern in der gewohnten Umgebung von der eigenen Familie sowie mit Unterstützung von Hausarzt, Pflege- oder Hospizdienst betreut werden. Diesen Wunsch sollten wir respektieren", fordert der VdK-Landesvorsitzende. Neben einer Stärkung von Palliativstationen in Pflegeeinrichtungen und Hospizen ist daher auch eine bessere Versorgung Schwerstkranker und Sterbender zu Hause notwendig. "Hierauf haben gesetzlich Krankenversicherte zwar bereits seit 2007 einen rechtlichen Anspruch, entsprechende Anträge, z. B. auf spezielle Pflege- und Hilfsmittel, werden jedoch häufig von den Kassen abgelehnt", kritisiert Fries. "Gerade vor dem Hintergrund des demografischen Wandels, der zunehmenden Bedeutung unheilbarer Erkrankungen, der sich ändernden gesellschaftlichen Strukturen sowie der Diskussion über den Umgang mit Sterben und Tod wird die Betreuung von Menschen in ihrer letzten Lebensphase zu einer großen Herausforderung sowohl für unser Gesundheitswesen als auch für unsere Gesellschaft. Jeder Mensch hat ein Recht auf Achtung seiner Menschenwürde bis zum Lebensende - gerade auch im eigenen Zuhause."

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Die Pressemitteilung als pdf-Datei:


Der Sozialverband VdK ist mit 1,7 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind über 295.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

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