Presse

Armut darf nicht zur Normalität werden!

VdK NRW: Gute Arbeit und faire Löhne schützen vor dem sozialen Absturz

Angesichts der heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW zur Armutsgefährdung warnt der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen davor, dass Armut in unserem Bundesland zur Normalität werden könnte. Um das zu verhindern, müssen dringend Maßnahmen ergriffen werden, die die vielfältigen Ursachen bekämpfen - von Arbeitslosigkeit und prekären Beschäftigungsverhältnissen über nicht bedarfsgerechte Grundsicherungsleistungen bis hin zu Renten, die kaum zum Leben reichen.

Neben wirksamen, regionalspezifischen Maßnahmen zur Eindämmung und Vermeidung von Armut fordert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen vor allem eine stärkere Regulierung des Arbeitsmarkts. Schließlich werden all diejenigen, die sich schon in jungen Jahren mit befristeten Anstellungen, Leih- und Zeitarbeit oder Teilzeit- und Minijobs mühsam über Wasser halten müssen, auch später im Alter kaum von ihrer Rente leben können. Gleiches gilt für die rund 335.000 Langzeitarbeitslosen in NRW, die selbst bei einer guten wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmendem Fachkräftebedarf so gut wie keine Chancen auf eine Rückkehr ins Berufsleben haben.

So laufen hierzulande nicht nur Geringqualifizierte, sondern auch Ältere und Menschen mit Behinderung Gefahr, in die Armutsspirale zu geraten: Bei den 55- bis 64-Jährigen ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Jahren beispielsweise massiv gestiegen - auf zuletzt mehr als 180.000. Im Gegensatz zur positiven Entwicklung der allgemeinen Beschäftigungssituation in NRW hat außerdem die Arbeitslosigkeit von schwerbehinderten Menschen weiter zugenommen - allein zwischen Juni 2007 und Juni 2013 um 4,4 Prozent auf rund 47.000 Betroffene. Gerade ihnen würde ein öffentlich geförderter Arbeitsmarkt mit tariflich entlohnten, sozialversicherungspflichtigen und arbeitsrechtlich abgesicherten Arbeitsplätzen für besonders benachteiligte Personengruppen endlich wieder echte Perspektiven bieten.

verantwortlich: Andrea Temminghoff


Hier geht es zu den Zahlen des Statistischen Landesamts IT.NRW zur Armutsgefährdung


Der Pressedienst als PDF-Datei:


Der Sozialverband VdK ist mit 1,7 Millionen Mitgliedern der größte Sozialverband Deutschlands. Im Sozialverband VdK NRW e. V. sind über 290.000 Mitglieder organisiert, die in 43 Kreisgeschäftsstellen und acht Rechtsabteilungen in sozialrechtlichen Fragen beraten und vertreten werden. Der Sozialverband VdK setzt sich ein für die Rechte von Rentnern, Menschen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten, Sozialversicherten, Pflegebedürftigen, Kriegs-, Wehrdienst- und Zivildienstopfern, Hinterbliebenen, Empfängern von Arbeitslosengeld II sowie Opfern von Unfällen, Gewalt und Umweltschäden.

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