Presse

Wer kümmert sich um Menschen
mit Demenz?

VdK NRW warnt vor Versorgungslücken bei professioneller und häuslicher Pflege

Anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September kritisiert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen, dass die Versorgung von pflegebedürftigen und demenzkranken Menschen zunehmend gefährdet ist: Obwohl hierzulande inzwischen so viele Altenpfleger arbeiten wie nie zuvor (rund 49.000), reichen die Bemühungen der Landesregierung bei Weitem nicht aus, um dem bereits heute bestehenden und sich im Zuge des demografischen Wandels weiter verschärfenden Fachkräftemangel in diesem Bereich entgegenzuwirken.

Schließlich wird sich die Zahl der NRW-Bürger mit anerkannter Pflegestufe aktuellen Prognosen zufolge von rund 550.000 auf etwa 700.000 im Jahr 2030 erhöhen, während bei den Demenzerkrankungen im gleichen Zeitraum sogar mit einer Zunahme der Betroffenen um 50 Prozent zu rechnen ist ─ von 300.000 auf zirka 450.000. Dem gegenüber wird die Zahl der Menschen im erwerbsfähigen Alter in unserem Bundesland bis 2050 voraussichtlich um ein Fünftel auf rund 6,6 Millionen sinken. Laut Bertelsmann Stiftung könnte die Versorgungslücke im Bereich der Pflege demnach allein bis 2030 auf nahezu 100.000 Fachkräfte anwachsen.

Damit die Unterstützung von Menschen mit Pflegebedarf und Demenz zukünftig sichergestellt ist, fordert der Sozialverband VdK Nordrhein-Westfalen von der Politik dringend weitere Maßnahmen, um entsprechende Berufe für junge Menschen attraktiv zu machen. Neben der professionellen Pflege muss zudem die Versorgung durch Angehörige gestärkt werden, ohne deren tägliches Engagement bundesweit 3,2 Millionen mehr Vollzeit-Fachkräfte benötigt würden. Gerade Menschen, die sich zu Hause um demenzkranke Familienmitglieder kümmern, benötigen aufgrund der starken Beanspruchung viel mehr Entlastungsmöglichkeiten, haben einen besonders hohen Informationsbedarf und sind auf die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Pflege sowie stärkere finanzielle Förderung angewiesen.

Voraussetzung dafür ist nicht zuletzt die Ausweitung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs im Sinne von Menschen mit Demenzerkrankung, für die sich der Sozialverband VdK unter anderem mit seiner bundesweiten Kampagne "Große Pflegereform ─ jetzt!" einsetzt (www.grosse-pflegereform-jetzt.de).

verantwortlich: Andrea Temminghoff

Auf die Pressemitteilung gab es gewaltiges Echo in den Medien - hier einige Auszüge:

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