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28. März 2012
Soziales

Zentrale Punkte der Pflegereform

VdK: Demenzkranke fallen weiter durchs Raster

Infolge der Pflegereform soll der Beitrag zum 1. Januar 2013 von 1,95 auf 2,05 Prozent steigen, bei Kinderlosen auf 2,3 Prozent. Aus Sicht des VdK fallen Demenzkranke weiter durchs Raster und bezeichnet den Gesetzentwurf als enttäuschend. "Die darin enthaltenen Maßnahmen reichen bei weitem nicht aus, um Pflegebedürftige und deren Angehörige nachhaltig zu unterstützen", sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher.

Pflegereform: Lösungen für eine alternde Gesellschaft finden. | © Foto: BilderBox.com
  • Leistungen: Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz ohne Pflegestufe erhalten ab 2013 monatlich ein Pflegegeld von 120 Euro oder Pflegesachleistungen von bis zu 225 Euro. Pflegebedürftige in Pflegestufe I erhalten 305 Euro Pflegegeld oder Pflegesachleistungen von bis zu 665 Euro. Pflegebedürftige in Pflegestufe II bekommen 525 Euro Pflegegeld oder Pflegesachleistungen von bis zu 1250 Euro.
  • Betreuung: Ambulante Pflegedienste sollen künftig neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung auch gezielt Betreuungsleistungen anbieten. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen können sich künftig auch flexibler gemeinsam mit den Pflegediensten auf die Leistungen verständigen, die sie wirklich brauchen. Sie können Zeitvolumen wählen und entscheiden, welche Leistungen darin erbracht werden sollen.
  • Angehörige: Pflegende Angehörige sollen leichter eine Auszeit nehmen können. Künftig wird das Pflegegeld zur Hälfte weitergezahlt, wenn sie eine Kurzzeit- oder Verhinderungspflege für ihren Pflegebedürftigen in Anspruch nehmen. Für eine Absicherung über die Rentenversicherung ist ein Pflegeaufwand von mindestens 14 Stunden pro Woche Voraussetzung.
  • Selbsthilfe: Für Selbsthilfegruppen in der Pflegeversicherung werden 10 Cent pro Versicherten und Jahr bereitgestellt.
  • Pflege-WGs: Wohnformen zwischen der ambulanten und stationären Betreuung werden zusätzlich gefördert. Je Bewohner soll es 200 Euro zusätzlich geben können, um dem höheren Organisationsaufwand gerecht werden zu können. Darüber hinaus ist ein befristetes Programm zur Gründung von Wohngruppen vorgesehen mit einer Förderung von 2500 Euro pro Person, maximal 10 000 Euro je Gruppe. Davon sollen Umbaumaßnahmen in der Wohnung bezahlt werden können. Mit einer Fördersumme von 30 Millionen Euro sollen 3000 neue WGs gefördert werden können.
  • Begutachtung: Der Medizinische Dienst der Kassen soll auf einen respektvollen Umgang mit den Pflegebedürftigen verpflichtet werden. Pflegekassen müssen Antragstellern einen Beratungstermin innerhalb von zwei Wochen anbieten. Wenn die Pflegekassen Leistungsentscheidungen nicht fristgerecht treffen, müssen sie dem Antragsteller pro Tag 10 Euro zahlen.
  • Ärzte in Heimen: Finanzielle Anreize sollen dafür sorgen, dass es mehr Haus- und Heimbesuche durch Ärzte und Zahnärzte gibt.
  • Private Pflege-Zusatzversicherungen: Sie sollen mit einem eigenen Gesetz durch 100 Millionen Euro vom Bund gefördert werden. Wie das Programm ausgestaltet wird, ist offen.

(dpa, cd)



Pressemitteilung:

Schlagworte Pflege | Pflegereform

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