23. Februar 2018

VdK plant elektronische Akte im Rechtsschutz

Zu ihrer jährlichen Fortbildung im Sozialrecht kamen die hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen am 21. und 22. Februar 2018 in Barsinghausen zusammen.

Die Hauptamtlichen des VdK Niedersachsen-Bremen nutzten ihre Rechtsschutztagung für den Wissensaustausch untereinander. | © VdK

Während des zweitägigen Seminars stellte Landesverbandsgeschäftsführer Holger Grond die aktuelle Situation des Verbands dar, dem derzeit rund 84.000 Mitglieder angehören. Diskutiert wurde dabei auch die Finanzierbarkeit des VdK, der als gemeinnütziger Verband auf Mitgliedsbeiträge und Spenden angewiesen ist. Eine kostengünstige Mitgliedschaft biete etwa der Ehegattentarif, durch den der Partner eines Mitglieds nur den halben Beitrag zahle, gleichzeitig aber die Basis des VdK mittrage, so Grond.

Elektronische VdK-Akte

Hauptthema der Tagung war die Einführung der elektronischen Akte für die Rechtsberatung, die der VdK ab 2019 nutzen wird. Da die Zahl der Beratungen im Sozialrecht in den letzten Jahren weiter zugenommen hat, sollen die Sozialrechtsreferenten mit dem neuen System in ihrer Arbeit gezielter unterstützt werden.
Bislang müssen bei jeder Rechtsberatung mehrere Systeme parallel gepflegt werden: die Papierakte, Schriftsätze an die jeweilige Behörde sowie die Daten in der Mitgliederverwaltung. Mit dem neuen Programm werden diese Schritte verbunden, sodass der Arbeitsaufwand für die Juristen geringer gehalten wird. So sollen sie sich noch besser auf die inhaltliche Beratung ihrer Mitglieder konzentrieren können. „Digitalisierung ist die Zukunft – mit der elektronischen Akte werden auch wir diesen Schritt mitgehen und ich bin zuversichtlich, dass sie Arbeitserleichterungen für die Kolleginnen und Kollegen mit sich bringen wird“, erklärte Holger Grond.

Die Neuerungen im Rahmen der elektronischen Akte betreffen jedoch nur die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialverbands VdK. Für die Mitglieder ändere sich nichts, betonte Karl-Ernst Prankel vom VdK EDV-Service, der das neue System vorstellte. Sie würden wie gewohnt ihre Beratung im Sozialrecht erhalten. Angewandt wird das neue System ab dem kommenden Jahr.

Unterstützung im Ehrenamt

Ein weiteres Thema der Tagung war die Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamt. Denn der Sozialverband VdK könne als Gemeinschaft nur funktionieren, wenn die ehrenamtliche Unterstützung weiter erhalten bleibe, so Geschäftsführer Holger Grond. Umgekehrt solle aber auch das Hauptamt die Ehrenamtlichen unterstützen, etwa bei Veranstaltungen oder durch Vorträge zu sozialpolitischen Themen. Als Referenten stehen die Sozialrechtsberater der jeweiligen Geschäftsstelle nach Absprache zur Verfügung. Auf Wunsch organisiert auch der Landesverband externe Referenten zu bestimmten Themen.

Daran anschließend präsentierte Organisationsleiter Gordon Regener das neue Schulungskonzept für Ehrenamtliche: Ab April 2018 werden an insgesamt fünf Standorten in Niedersachsen und Bremen nacheinander alle Ortsvorsitzenden in den wichtigen Bereichen Vorstandsarbeit sowie Presse- und Öffentlichkeitsarbeit geschult. Die Seminare sollen jährlich angeboten und individuell auf die wechselnden Zielgruppen – je nach Vorstandsposition – ausgerichtet werden. Das neue Angebot ersetzt die bisherigen zweitägigen Veranstaltungen in Aurich und Barsinghausen. „Der Bedarf an Schulungen in unserem Ehrenamt ist da, deshalb ist die Neuausrichtung auf das jeweilige Amt unbedingt notwendig und sehr sinnvoll“, befürwortete Landesvorsitzender Friedrich Stubbe die Neuerungen. Außerdem könnten mit den Seminaren auf Ortsverbandsebene künftig viel mehr Ehrenamtliche erreicht werden.

Gefördert wurde das zweitägige Seminar des Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen durch die Glücksspirale.

Christina Diekmann

Schlagworte VdK | Niedersachsen | Bremen | Rechtsschutz | elektronische Akte | Beratung | Fortbildung | Ehrenamt

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