12. Dezember 2017

VdK bei Inklusionskonferenz - Positive Zwischenbilanz

Als Mitglied des Landesbehindertenbeirates hat der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen mit Geschäftsführer Holger Grond an der Inklusionskonferenz in Hannover teilgenommen.

Bei der Inklusion in Niedersachsen gibt es Fortschritte! Zahlreiche Maßnahmen wurden bereits in die Tat umgesetzt bzw. in die Wege geleitet. Diese positive Zwischenbilanz zur Umsetzung des Aktionsplans Inklusion 2017/2018 hat Niedersachsens Sozialministerin Dr. Carola Reimann bei der Inklusionskonferenz „Ich bin dabei! Wie können wir Inklusion in Niedersachsen noch besser umsetzen?“ gezogen: Von den 211 im Aktionsplan 2017/2018 enthaltenen Einzelmaßnahmen waren zum 31.10.2017 bereits 96 Maßnahmen, also 46 Prozent umgesetzt. Mehr als 100 Maßnahmen sind zurzeit in der Umsetzung und in Planung.
„Die Ergebnisse zeigen: Wir sind in Niedersachsen auf einem guten Weg zu mehr Teilhabe für Menschen mit Behinderungen. Das motiviert uns, in unseren Bemühungen nicht nachzulassen“, unterstrich Ministerin Carola Reimann auf der Inklusionskonferenz. „Auf unserem gemeinsamen Weg zu gleichberechtigter Teilhabe für alle darf es keinen Stillstand geben, Barrierefreiheit muss selbstverständlich werden. Wir werden die erarbeiteten Ziele in einem gesamtgesellschaftlichen Prozess umsetzen und die Inklusion von Menschen mit Behinderungen konsequent fortsetzen. Dazu gehört auch die Erarbeitung von Folgeplänen, natürlich mit Beteiligung der betroffenen Menschen“, so Reimann.

© VdK

Hans-Werner Lange, Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Niedersachsen e.V., betonte: „Der Aktionsplan bringt für Menschen mit Behinderung ein hohes Maß an Verbindlichkeit. Das Land verpflichtet sich darin, gemeinsam mit den betroffenen Menschen, alle staatlichen Angebote in den kommenden Jahren barrierefrei und damit zugänglich zu gestalten. Dadurch wird Teilhabe sichergestellt und das Land Niedersachsen ein Stückchen inklusiver.“

Die neue Landesregierung will im Rhythmus von zwei Jahren Aktionspläne erarbeiten und umsetzen, bereits jetzt soll mit der Erstellung des Aktionsplanes 2019/2020 begonnen werden. Wie bei der Erarbeitung des ersten Aktionsplans werden sich daran auch wieder Menschen mit Behinderungen beteiligen. Themenfelder sind z.B. Inklusion in der Schule, im Familienleben, im Studium und in der Ausbildung, selbstbestimmtes Leben und Wohnen oder Gesundheit und Pflege.
An der Inklusionskonferenz nahmen mit kommunalen Beauftragten für Menschen mit Behinderungen, Mitgliedern des Landesbehindertenbeirates, Werkstatträten, Heimbeiräten, Vertreterinnen und Vertretern von Verbänden sowie im Bereich der Inklusion Engagierte knapp 200 Menschen teil.

Hintergrundinformationen

Um Maßnahmen für Niedersachsen zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) zu erarbeiten, hat im Juni 2013 eine Fachkommission Inklusion (FKI) ihre Arbeit aufgenommen – unter Beteiligung von 28 Verbänden und Selbstvertretungsorganisationen von Menschen mit Behinderungen. Als Mitglied im Landesbehindertenbeirat ist auch der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen dabei. Es wurde ein Maßnahmenkatalog für die Umsetzung der Inklusion erarbeitet, der sogenannte Aktionsplan. Er ist in 12 Handlungsfelder gegliedert und enthält 211 Einzelmaßnahmen.

Den Aktionsplan 2017/2018 finden Sie hier.

Schlagworte Sozialverband | VdK | Niedersachsen | Bremen | Inklusion | Inklusionskonferenz | Carola Reimann | Teilhabe | Behinderung | Aktionsplan Inklusion

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