22. November 2017

VdK informierte über Schwerbehinderung

Zum Thema „Schwerbehinderung“ referierte Holger Grond, Geschäftsführer des VdK-Landesverbands vor über 50 interessierten Zuhörern in der VdK-Geschäftsstelle.

Wann gelte ich als schwerbehindert? Wo beantrage ich einen Schwerbehindertenausweis? Welche Hilfen und Nachteilsausgleiche stehen mir zu, wenn ich schwerbehindert bin? Und wie kann der Sozialverband VdK weiterhelfen? Diese und weitere Fragen der Interessierten beantwortete Holger Grond kompetent. Er konnte dabei auf seine langjährige Beratungserfahrung im Sozialrecht zurückgreifen.

Gab viele Informationen und stellte sich den Fragen der interessierten Zuhörer: Landesverbandsgeschäftsführer Holger Grond beim Vortrag in Oldenburg. | © VdK

Als schwerbehindert gilt man ab einem Grad der Behinderung (GdB) von 50 oder mehr. Dann gelten Nachteilsausgleiche wie ein besonderer Kündigungsschutz, Steuervorteile und ein früherer Rentenbeginn. Die unentgeltliche Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs bezieht sich auf gehbehinderte, außergewöhnlich gehbehinderte, hilflose, gehörlose und blinde Menschen (Merkzeichen G, aG, H, Gl und Bl im Schwerbehindertenausweis).

Schwerbehindertenausweis

Der einmal festgesetzte GdB gilt in der Regel dauerhaft. Ausnahmen gibt es jedoch bei sich verändernden Krankheitsbildern, etwa einer Krebserkrankung, oder neuen, Erfolg versprechenden Behandlungsmethoden. Dann kann die Schwerbehinderung noch einmal überprüft werden. Der Schwerbehindertenausweis hingegen ist – wie jeder andere Ausweis auch – nur befristet gültig und muss in der Regel nach fünf Jahren verlängert werden.

Zusätzliche Erkrankungen

Entscheidend für die Einstufung der Schwerbehinderung seien die vorliegenden Berichte von Fachärzten, erklärte der Experte. Und noch einen weiteren Tipp hatte Grond für die Zuhörer: Körperliche und psychische Beeinträchtigungen zusammen ergeben häufig einen höheren Grad der Behinderung. Deshalb sollte man zusätzliche Erkrankungen unbedingt angeben.

VdK kann helfen

Eingereicht wird der Antrag auf Schwerbehinderung beim Versorgungsamt der jeweiligen Stadt. Wer Schwierigkeiten beim Ausfüllen hat oder Erklärungen benötigt, dem helfen die Sozialrechtsberater des VdK weiter. „Machen Sie Ihr Recht geltend“, ermutigte Holger Grond. Auch das Vorurteil, Schwerbehinderung bringe Nachteile etwa am Arbeitsplatz mit sich, stimme so nicht. Denn es gebe keine Auskunftspflicht, so der Experte. „Jeder kann bewusst entscheiden, ob er den Arbeitsgeber über die Schwerbehinderung informiert oder nicht.“

Organisiert und zur Veranstaltung eingeladen hatte der Kreisverband Oldenburg Stadt.

Noch mehr Informationen bekommen Sie im Video

VdK-TV: Rund um den Schwerbehindertenausweis

Rund um den Schwerbehindertenausweis

Christina Diekmann

Schlagworte VdK | Sozialverband | Niedersachsen-Bremen | Oldenburg | Kreisverband | Vortrag | Information | Schwerbehinderung | Grad der Behinderung | behindert | Schwerbehindertenausweis

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