19. Mai 2017

Ehrenamtliches Engagement für bessere Lebensqualität

Corinna Schroth setzt sich für Bürgerbelange ein –
in Seniorenvertretung und Sozialausschuss

Was treibt Menschen an, sich ehrenamtlich zu betätigen? Sie möchten Gutes tun, etwas bewirken. So auch Corinna Schroth. Sie ist seit 2016 Vorsitzende des VdK Kreisverbands Oldenburg-Stadt, außerdem Vertreterin der Frauen im Ortsverband Oldenburg. Doch sie macht noch mehr: Auch im Sozialausschuss und in der Seniorenvertretung der Stadt ist sie tätig.

Frau Schroth, was versprechen Sie sich von Ihrem Sitz in den Gremien? Und wie sind Sie dort hineingelangt? Sowohl die Seniorenvertretung als auch den Sozialausschuss sehe ich als Gremien, deren Ziel es ist, die Lebensqualität der in Oldenburg lebenden Menschen zu verbessern. Hierzu möchte ich mit meinen Erfahrungen und Kenntnissen beitragen. Aufgenommen wurde ich nach einem Auswahlprozess auf Empfehlung meines VdK-Vorgängers Rainer Rieper. Durch meine Arbeit beim Sozialverband VdK komme ich in Kontakt mit vielen Menschen und kenne deren Themen. Dadurch weiß ich, was sie bewegt und was dementsprechend in der Politik geändert werden muss. Und ich möchte etwas bewirken!

Was könnte diese Beteiligung speziell für den VdK bringen? Momentan sehe ich es noch so, dass die Mitglieder im Sozialausschuss bzw. in der Seniorenvertretung mit ihrem beruflichen und ehrenamtlichen Hintergrund allgemein etwas für die Bürger der Stadt – wozu ja auch die VdK-Mitglieder gehören – erreichen können. Aber stellen Sie mir die Frage doch noch einmal in ein oder zwei Jahren.

Was genau können wir uns unter Ihrer Arbeit in der Seniorenvertretung vorstellen? Die Seniorenvertretung ist – wie der Name schon sagt – eine unabhängige Vertretung der Senioren. Sie ist Sprachrohr und Vermittler zwischen älteren Bürgerinnen und Bürgern ab 60 Jahre und der Politik bzw. Verwaltung. Dazu gibt es in den verschiedenen Stadtteilen Sprechzeiten, bei denen sie Probleme oder Anregungen vortragen können, die wir als Vertreter dann in die Ausschüsse einbringen. Ich bin zum Beispiel jeden ersten Montag im Monat von 13 bis 14 Uhr im PFL in Oldenburg und freue mich darauf, mit den Menschen zu sprechen.

Welche Ziele verfolgen Sie dabei? Unser Ziel ist es, dass ältere Einwohner stärker am sozialen, gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben teilhaben. Ein Anliegen von mir sind mehr bezahlbare Treffpunkte, also Räume in der Stadt, wo Menschen zusammenkommen und sich austauschen können. Ohne dass sie in einem Restaurant für einen Kaffee 2,50 Euro oder mehr zahlen müssen. Das können sich viele, gerade Rentner, einfach nicht leisten und bleiben deshalb zuhause – so entsteht soziale Isolation aufgrund finanzieller Einschränkungen. Dem müssen wir entgegenwirken! Ein weiterer Aspekt ist die Begleitung von mobilitätseingeschränkten Menschen zu solchen Treffen. Denn die Bezahlung einer Begleitperson können sie sich ebenfalls oft nicht leisten.

Haben Sie denn ein Thema, das Ihnen besonders am Herzen liegt? Mein Schwerpunkt ist das Thema Pflege. Darüber bin ich 2011 auch zum VdK gekommen – damals wurden ehrenamtliche Pflegelotsen gesucht. Denn was bislang beim Inklusionsprozess, gerade in Oldenburg, fehlt, ist der Fokus auf die Pflegebedürftigen. Ich bin zum Beispiel der Meinung, dass Heimbewohner die Möglichkeit bekommen sollten, mehrmals pro Woche an die frische Luft zu gelangen. Auch das ist für mich eine Form von Inklusion. Da das Pflegepersonal dafür aber keine Zeit hat, könnte ein Netzwerk zur Gewinnung von Ehrenamtlichen eine Alternative sein.

Wie lassen sich Ihre Arbeit in den Gremien und beim VdK verbinden? Der VdK vertritt die Interessen aller Sozialversicherten in sozialpolitischen Themen. Er setzt sich ein für soziale Gerechtigkeit und Gleichstellung. Insbesondere die Themenkreise Gesundheit, Pflege, Behinderung und Armut weisen Parallelen zu den Gremien auf, in denen ich nun vertreten bin. Daher ist die Arbeit gut vereinbar.

Christina Diekmann

Schlagworte Sozialverband VdK | VdK | Niedersachen | Bremen | Oldenburg | Ehrenamt | Engagement

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