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Pflegestammtisch 2016

Pflegestützpunkte Vulkaneifel und VdK Kreisverband Wittlich-Daun diskutierten mit Experten über das Thema Fahrtüchtigkeit bei Senioren im MGH Gerolstein.

Seitens des Deutschen Roten Kreuzes wurde vor der Veranstaltung ein Sehtest angeboten.

Britta Sarnes

v.l.n.r. Heinrich A. Haas, Manfred Wientgen, Gertrud Simonis, Dr.med. Volker Schneiders, Claudia Lenze-Bitschene, Natascha Raab-Sauer, Kathleen Kraus© Britta Sarnes

LK Vulkaneifel

Gut 20 Gäste waren am 7. April der Einladung der Pflegestützpunkte im Landkreis Vulkaneifel und des VdK Kreisverbandes Wittlich-Daun nach Gerolstein gefolgt.

Das Thema Fahrunsicherheit im Alter konnte aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden.

Eingangs schilderte Frau Lenze-Bitschene, Geschäftsstellenleiterin des Betreuungsvereins Gerolstein, die Situation eines Betreuten, der auf einem abgelegenen Bauernhof wohnt und daher auf ein Auto angewiesen ist. Da er sein Leben lang nur Traktor gefahren sei, habe er sich ein 25 km/h Fahrzeug angeschafft um weiterhin am sozialen Leben teilzunehmen.
Die Polizeioberkommissarin Raab-Sauer führte aus, dass aufgrund des demografischen Wandels der Anteil der älteren Autofahrer logischerweise ansteige, legte die rechtliche Situation dar und gab Tipps für Autofahrer, Elektroradfahrer und Fußgänger.

Einig waren sich die Teilnehmer, dass sich durch Nachbarschaftshilfe und gegenseitige Rücksichtnahme die Mobilität der Senioren, speziell in der ländlichen Region, auch ohne eigenen Führerschein aufrecht erhalten lasse.
Herr Dr. med. Schneiders, medizinischer Direktor des Gesundheitsamtes Daun betonte, dass generell Zweifel an der Kompetenz älterer Fahrer nicht angebracht sei. Es gebe zwar vermehrt gesundheitliche Einschränkungen im Alter, diese können jedoch durch die Lebenserfahrung kompensiert werden.
Wichtig sei die kritische Selbsteinschätzung. Bemerke man an sich selbst kleine Defizite, solle man sich nicht scheuen, zum Beispiel einen Seh- oder Hörtest zu machen.
Haben Angehörige Zweifel an der Fahrtüchtigkeit des Seniors, sollten sie mit Fingerspitzengefühl das Gespräch suchen und die Ängste offen ansprechen.

Heinrich Haas, Vorsitzender des Fahrlehrerverbandes Rheinland, erläuterte die Möglichkeit, dass Senioren durchaus am theoretischen Unterricht einer Fahrschule teilnehmen oder eine praktische Fahrstunde in einer Fahrschule absolvieren können, um sich zu vergewissern, ob sie fit für den Straßenverkehr sind.

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