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Bei einer Feierstunde am 11. Oktober 2005 im Schloss Apolda
zeichnete der Landrat des Kreises Weimarer Land 20 Senioren und
Seniorinnen für ihr ehrenamtliches Engagement aus. Für
den Kreisverband Weimar sehr erfreulich, dass mit unserem
Kreisvorstandsvorsitzenden Peter Dockhorn ein würdiger
Vertreter des Sozialverbandes VdK geehrt wurde, der sich seit
vielen Jahren mit viel Ehrgeiz sehr aktiv für die Interessen
sozialschwacher Menschen einsetzt.
Alle Mitglieder des VdK-Kreisverbandes Weimar schließen sich
den Glückwünschen herzlich an.
ERFURT.
Gegen die Sparpläne der Landesregierung beim Blindengeld
sprach sich der Sozialverband VdK aus. Von seiner Thüringer
Regionalkonferenz am Wochenende in Erfurt erklärte er sich im
Namen seiner 15 730 Mitglieder im Freistaat solidarisch mit den
5000 Teilnehmern der Demonstration am Samstag in der
Landeshauptsstadt. Der stellvertretende Landesvorsitzende Dr. Claus
Dieter Junker forderte, die vorgesehene gravierende Kürzung
des Blindengeldes wegen der drastischen Auswirkungen für die
Betroffenen neu zu prüfen und zu korrigieren.
Mehr als ein Drittel der VdK-Mitglieder in Thüringen sind
Behinderte. Für deren Interessen sowie "für alle
Menschen, die Schutz und Hilfe brauchen, setzen wir uns aktiv ein",
sagte Udo Schlitt, Landesvorsitzender des VdK
Hessen-Thüringen. Durch den Rechtsschutz in den drei Bezirks-
und 19 Kreisgeschäftsstellen des Freistaats wurden im
vergangenen Jahr 13 371 Mitglieder beraten. In Klageverfahren vor
Sozialgerichten konnten 6,1 Millionen Nachzahlungen für
Schwerbehinderte, Rentner und Hartz IV-Betroffene erstritten
werden.
Im Gegensatz zu Parteien und Gewerkschaften verzeichnet der
Sozialverband in Thüringen in den letzten fünf Jahren
deutlichen Mitgliederzuwachs. Durch sein soziales Engagement hat
der VdK in dieser Zeit insgesamt 1257 Mitglieder neu gewonnen. Der
seit 2002 bestehende gemeinsame Landesverband Hessen-Thüringen
ist mit mehr als 193 000 Mitgliedern nach Bayern der
zweitstärkste in Deutschland.
Auf der Regionalkonferenz Thüringen berieten in Erfurt 120
Kreis- und Ortsvorstandsmitglieder die nächsten Ziele und
Aufgaben. Verstärken will der VdK besonders die ehrenamtliche
Tätigkeit und die Betriebsarbeit
Text und Foto: Jochen Thiele

Unsere traditionelle Fahrt für Ehrenämtler führte uns zur Runneburg in Weißensee und ins Kloster Werningshausen.
Sehr gut besucht war der VdK-Infobus am 15.August 2005 auf dem
Goetheplatz in Weimar. Viele Interessierte nutzten die Gelegenheit
und informierten sich über das Leistungsangebot des
Sozialverbandes VdK. Am meisten gefragt waren Informationen zu
Schwerbehinderung, Berufsunfähigkeit, ALG II und Reisen
für Behinderte. Einige Rollstuhlfahrer probierten gleich den
Lift des Reisebusses aus und waren beeindruckt von den
Reisemöglichkeiten auch für sie. Bis zu 11
Rollstuhlfahrer können in diesem Bus des VdK-Reisedienstes
mitreisen – übrigens ohne Aufpreis!

Wie sieht die im Grundgesetz festgeschriebene Gleichheit von Mann
und Frau in unserer heutigen Gesellschaft aus? Über diese
Frage diskutierten die von der stellvertretenden
Landesfrauenvertreterin des Sozialverbandes VdK
Hessen-Thüringen, Christa Urschaow, eingeladenen
Frauenvertreterinnen der 10 Ortsverbände des
VdK-Kreisverbandes Weimar auf ihrem 1. Frauenforum am 31.05.2005 in
der "Sozialen Stadt" in Weimar-West. Dazu hatten sie sich
kompetente Gäste eingeladen. Andrea Klawonn,
Geschäftsführerin des Frauenzentrum Weimar e.V.,
berichtete eindrucksvoll über die Projekte ihrer Einrichtung
und zeigte dabei die Benachteiligungen der Frauen durch die
Arbeitsmarktreformen auf. So betreffen 2/3 aller ablehnenden
Bescheide zum ALG II die Frauen in den Bedarfsgemeinschaften, 84
Prozent aller geringfügig bezahlten und Teilzeit-
Arbeitsstellen werden von Frauen besetzt. Als Auswirkung der
sozialen Unsicherheit nannte sie zunehmend Depressionen und
psychische Probleme bei Frauen. Kerstin Nordhaus stellte das
Frauenhaus Weimar vor, in dem Frauen als Opfer häuslicher
Gewalt nicht nur eine sichere Zuflucht erhalten, sondern ihnen auch
umfassende Hilfe zur Bewältigung ihre Probleme gewährt
wird. Christa Urschanow verwies auf die Benachteiligung der Frauen
durch die Kindererziehung – von den beruflichen Chancen bis
hin zur Rente. Zwar ist die Gleichstellung von Mann und Frau im
Grundgesetz festgeschrieben, die Praxis sieht aber leider anders
aus.
Der Sozialverband VdK setzt sich vehement für die
Gleichstellung ein. Erst kürzlich wurde auf der
Landesfrauenkonferenz eine Resolution zur Gleichstellung von Mann
und Frau im Gesundheitswesen verabschiedet. Der VdK-Kreisverband
Weimar wird den mit dieser Veranstaltung begonnenen
Erfahrungsaustausch weiter fortsetzen und sich zukünftig noch
mehr für die Interessen der Frauen einsetzen.
Frauenzentrum Weimar
e.V.
Zu einem Erfahrungsaustausch in Sachen Öffentlichkeitsarbeit
kamen am 3. Mai in Erfurt Verantwortliche für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit aus den Kreis- und Ortsverbänden
Thüringens zusammen. Unseren Kreisverband vertrat Hartmut
Steckert als Verantwortlicher im Kreisvorstand Weimar.
Ausgangspunkt der Gesprächsrunde, der ersten dieser Art in
Thüringen, war die Beschreibung der Situation in den
Thüringer Verbandsstufen. Dabei konnten die 12
"Ehrenamts-Journalisten" von guten Ausgangspunkten berichten. Die
Öffentlichkeitsarbeit kann natürlich nur so gut und stark
sein, wie die Verbandarbeit vor Ort, brachten sie
übereinstimmend zum Ausdruck. So gab es neben den Hinweisen
zur Gestaltung der Öffentlichkeitsarbeit auch viele praktische
Tipps zur Verbandarbeit.
Annette Nierhaus (unser Foto oben) konnte dann noch viele wertvolle
Tipps vermitteln und einige Zusammenhänge bei der Gestaltung
der VdK-Zeitung erläutern.
Man war sich
am Schluss einig, und dem stimmten auch Dorothea Reuß und
Birgit Seidler von der Thüringer Geschäftsstelle des VdK
zu, dass der Tag sehr nutzbringend war und sicherlich allen
Beteiligten viele Impulse gegeben hat. Es wurde der Wusch
geäußert, diese Gesprächsrunde gelegentlich
fortzusetzen