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Presseinformation Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen 11.06.2010
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+++"Die Sparbeschlüsse gefährden den sozialen
Frieden"+++
"Eine Haushaltskonsolidierung zu Lasten der Schwächsten wird
abgelehnt. Die Beschlüsse gefährden den sozialen Frieden
und verstärken die Politikverdrossenheit in weiten Kreisen der
Bevölkerung." Das hat die Landesverbandskonferenz 2010 des
Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen in einer sozialpolitischen
Resolution (am 10. Juni in Lüneburg) festgestellt.
"Eine
Haushaltskonsolidierung zu Lasten der Schwächsten wird
abgelehnt.
10.06.2010
"Die Sparbeschlüsse gefährden den sozialen
Frieden"
VdK lehnt Haushaltskonsolidierung zu Lasten der Schwächsten
ab
"Eine Haushaltskonsolidierung zu Lasten der Schwächsten wird abgelehnt. Die Beschlüsse gefährden den sozialen Frieden und verstärken die Politikverdrossenheit in weiten Kreisen der Bevölkerung." Das hat die Landesverbandskonferenz 2010 des Sozialverbands VdK Niedersachsen-Bremen in einer sozialpolitischen Resolution (am 10. Juni in Lüneburg) festgestellt.
Die Sparbeschlüsse der Bundesregierung werden in der Resolution als "verfehlt" bezeichnet, "da sie bei denjenigen Bevölkerungsgruppen den Rotstift ansetzen, die bereits in Armut leben oder von Armut bedroht sind und somit die Armutstendenzen bei Jung und Alt verstärkt werden."
Die Delegierten der VdK-Landeskonferenz fordern statt Sparmaßnahmen von den verantwortlichen Politikerinnen und Politikern in Niedersachsen, in Bremen und auf Bundesebene rasche und wirksame Maßnahmen, um drohende Armut zu verhindern und bestehende Armut wirksam zu bekämpfen. "Hierzu bedarf es eines Gesamtkonzepts auf dem Gebiet der Sozialpolitik, der Arbeitsmarktpolitik, der Gesundheitspolitik und der Bildungspolitik. Besonderes Augenmerk ist insbesondere sowohl auf die Situation der alleinerziehenden Mütter und Väter als auch der älteren Generation zu richten", heißt es weiter in der Resolution.
Die Konferenzteilnehmer - u.a. der VdK-Landesverbandsvorstand, die Vorsitzenden aller VdK-Kreisverbände aus Niedersachsen und Bremen sowie der Landesfrauenausschuss - stellen fest, dass sich das Sozialsystem an den berechtigten Bedürfnissen der Menschen orientieren muss, die auf seine Leistungen angewiesen sind: "Die soziale Verantwortung von Politik und Gesellschaft ist gefordert, um Ausgrenzung und Armut zu beseitigen und zu vermeiden." Insbesondere fordern die Delegierten eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes von 42 auf mindestens 47 Prozent: "Diejenigen, die es sich finanziell leisten können, müssen als Erste zur Sanierung des Haushalts herangezogen werden."
Die Delegierten der VdK-Landesverbandskonferenz warnen in der Resolution außerdem mit großer Besorgnis vor der zukünftigen Entwicklung der hausärztlichen Versorgung: "Schon jetzt besteht in einigen ländlichen Regionen eine Unterversorgung mit Hausärzten. In zehn Jahren werden voraussichtlich rund 1.000 Hausärzte fehlen. Dies wird insbesondere die Patientinnen und Patienten treffen, die außerhalb der Ballungszentren leben. Die Situation wird sich weiter durch die demographische Entwicklung verschlechtern; immer mehr ältere Bürgerinnen und Bürger werden einen erhöhten Versorgungsbedarf haben. Politik, Krankenkassen und Ärzteschaft sind dringend gefordert, diese zukünftige unhaltbare, unsoziale Situation zu verhindern. Vorrangig sind Maßnahmen zu treffen, die es für junge Ärztinnen und Ärzte wieder attraktiv macht, den Beruf des Hausarztes zu ergreifen."
In zwei weiteren Punkten fordert die VdK-Landeskonferenz, in Niedersachsen und Bremen die Inhalte und Ziele der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung zu verwirklichen sowie die gesetzlichen und politischen Rahmenbedingungen für ehrenamtlich Engagierte nachhaltig zu verbessern.
+++ 2010-05-18 +++
Presseinformation Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen
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+++Landesvorsitzende Borchers-Siebrecht in VdK-Präsidium
gewählt+++
Ute Borchers-Siebrecht, Landesvorsitzende des Sozialverbands VdK
Niedersachsen-Bremen, wurde vom Bundesverbandstag in Berlin als
neue Schriftführerin in das siebenköpfige Präsidium
gewählt. Ulrike Mascher wurde als Präsidentin für
weitere vier Jahre bestätigt.
Landesvorsitzende Borchers-Siebrecht in VdK-Präsidium gewählt
+++ 2010-05-12 +++
Presseinformation Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen
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+++ VdK-Aktion 12. Mai in Lüchow: 100 Schreibtische
für bedürftige Kinder in Niedersachsen +++
Christine und Tim Goldbach aus Wustrow haben vier kleine Kinder.
Tim Goldbach macht eine Umschulung zum Zweiradmechaniker und
erhält Arbeitslosengeld II. Nicole Haak aus Uelzen ist
alleinerziehend. Ihr Kind Maybrit wird im Sommer eingeschult. Sie
gehören zu den 100 Familien aus Niedersachsen, die aus der
VdK-Spendenaktion einen Schreibtisch für ihr Grundschul-Kind
erhielten.
Der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen fordert bessere Bildungschancen für Kinder aus armen Familien und vergab deshalb in Zusammenarbeit mit der Erhard Friedrich Stiftung (Seelze) 100 Schreibtische an bedürftige Kinder in Niedersachsen. Weil die meisten Schreibtischanforderungen aus Lüchow-Dannenberg kamen, wurden die Schreibtische im Kreishaus des Landkreises Lüchow-Dannenberg von der VdK-Landesvorsitzenden Ute Borchers-Siebrecht zusammen mit dem Vorsitzenden der Erhard Friedrich Stiftung, Dr. Jürgen G. Brandt, am Mittwoch (12. Mai 2010) symbolisch an die Familien übergeben. Die Auslieferung übernimmt danach die beauftragte Möbelfirma.
Ute Borchers-Siebrecht: „Der Aktion liegt die
Überlegung zu Grunde, dass Kinder aus Familien mit wenig
Einkommen häufig weitaus geringere Bildungschancen haben als
andere Kinder. Somit besteht die große Gefahr, dass die
Ärmeren - wenn überhaupt - nur sehr schwer der
Armutsspirale entrinnen können und - weiter gedacht -
letztendlich zu dem Personenkreis zählen werden, der von
Altersarmut betroffen sein wird. Um diesen Kindern eine Chance auf
ausreichende Bildung zu ermöglichen, sind insbesondere Staat
und Gesellschaft gefordert.“
Borchers-Siebrecht weiter: „Gerade der Einstieg in den
schulischen Bereich ist wichtig für die zukünftige
Entwicklung der Kinder. Hierzu ist es unter anderem notwendig, dass
die Kinder zuhause sowohl einen geeigneten als auch einen eigenen
Platz zum Lernen zur Verfügung haben. Leider haben viele
Familien nicht die dafür erforderlichen finanziellen
Möglichkeiten. Um den Kindern zu helfen, ist man sowohl an die
Erhard Friedrich Stiftung, die ihrerseits half, die Schreibtische
zu finanzieren, als auch an den Sozialverband VdK
Niedersachsen-Bremen, der für die Durchführung
zuständig war, herangetreten.“
Die Schreibtische bekamen Kinder aus Niedersachsen, die vor der Einschulung stehen oder die ersten Jahrgänge der Grundschule besuchen und deren Familien über geringes Einkommen verfügen. Dabei erhielten die ersten einhundert Familien, die sich nach dem VdK-Aufruf gemeldet haben, einen Schreibtisch.
Sendehinweise:
TV-Berichterstattung zur VdK-Aktion
SAT1: Freitag, 14. Mai, 17.30 Uhr
RTL: Freitag, 14. Mai, 18.00 Uhr