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So sind wir in Artern

Auf dieser Seite wollen wir Ihnen nicht nur die schon auf der Seite "Ausgezeichnet" unserer Homepage aufgeführten und mit der Vdk-Ehrennadel oder –plakette geehrten Mitglieder unseres Ortsverbandes etwas ausführlicher vorstellen, sondern Sie auch mit Mitgliedern bekannt machen, deren ehrenamtliche Tätigkeit von anderen Vereinen und Institutionen geschätzt wird, die ein Jubiläum feiern können, einem interessanten Hobbys nachgehen oder sie einfach nur bei ihrer Arbeit zeigen.

VdK OV Artern denkt an Unterstützer

Der VdK Ortsverband Artern weiß nicht nur beim Spenden sammeln wo die Betriebe sind, sondern auch bei Ihren Jubiläen.
So gratulierte Juniorenvertreterin Claudia Hegwer bei Optik Mohr zum 50-jährigen Bestehen

Claudia Hegwer Juniorenvertreterin des VdK OV Artern gratuliert David Crauspe von Optik Mohr nachträglich zum 50 jährigen Bestehen© VdK

und die Stellvertreterin Irene Höhne überbrachte bei der Schmiede Fister die Glückwünsche des Vorstandes zu 140 Jahren.

Irene Höhne vom VdK OV Artern gratuliert Steffen Baumann zum Jubiläum© VdK

Beide bedankten sich für die Unterstützung unserer Verbandsarbeit.
Die Vorsitzende vertrat den Ortsverband beim 25-jährigen Jubiläum der Stiftung Finneck, welches mit einem tollen Festgottesdienst in der Werkstatt in Artern begann.

Festgottesdienst bei der Finneck Werkstatt in Artern - 25 Jahre© VdK

Wir sind froh dort einen neuen und vor allem barrierefreien Ort für unsere Veranstaltungen gefunden zu haben. Eine interessante Führung hatten wir 2015 schon.
Zur 25 Jahrfeier des Kinder- und Jugendförderverein Artern e.V. und der gleichzeitigen Feier zum Kindertag war der OV Artern natürlich mit einem Infostand und Spielen für die Kinder dabei. Ina Römer übergab auch hier ein kleines Präsent an den Vereinsvorsitzenden Thomas Mittelstädt. Zum Kindertag besuchte die Bundestagsabgeordnete Kersten Steinke unseren Stand.

Vorsitzende des VdK OV Artern Ina Römer gratuliert Thomas Mittelstädt vom Kinder- und Jugendförderverein Artern e.V. zum 25 jährigen Bestehen© VdK

Mit der Finneck Werkstatt und dem KJFV Artern e.V. verbindet den OV Artern seit ein paar Jahren eine gute Zusammenarbeit.

Ina Römer
Vorsitzende des VdK OV Artern

Ein Arzt für Artern

Der Syrer Wasem Romeih kam als Flüchtling und möchte sich gern als Hausarzt niederlassen. Auf dem Weg dorthin bekommt er tatkräftige Unterstützung.
Hedi Bialkowski und Wasem Romeih mit dem Lehrbuch für die Fahrschulprüfung. Die Arternerin hat den Syrer bei sich aufgenommen, bringt ihm Deutsch bei und hilft ihm, damit er wieder als Arzt arbeiten kann.

© Wilhelm Slodczyk

Artern. "Wenn das klappt", sagt Wasem Romeih, "dann ist Artern für mich besser als Berlin."
Sein Deutsch ist noch gebrochen, er ist erst seit einem guten halben Jahr in Deutschland. Nach fünf Wochen in den Flüchtlingsunterkünften in Eisenberg und Suhl kam der Syrer am 7. September in Artern an. Und anders als die meisten, die hier untergebracht sind, will er auch in Artern bleiben - und sich als Hausarzt niederlassen.
In Daraa, nahe der Grenze zum Libanon, hatte Wasem Romeih eine eigene Praxis. Doch das Haus, in dem der 54-Jährige mit seiner Familie lebte und Patienten behandelte, es ist nicht mehr bewohnbar.
Mit seiner Frau und den drei Söhnen Aram (9), Ejas (15) und Ariet (fast 18) floh Romeih zu seiner ältesten Schwester nach Damaskus. Als Christ war er nicht mehr sicher im Land. 7000 Euro hat er bezahlt, um nach Deutschland zu kommen. Für eine gemeinsame Flucht hätte das Geld nicht gereicht.
Dass er jetzt nicht in einem Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft auf dem Königstuhl sitzt, sondern mit Hedi Bialkowski auf dem Sofa im Wohnzimmer, das hat vielleicht etwas mit Schicksal zu tun. Die Sprechwissenschaftlerin, unlängst 70 geworden, lernte Wasem Romeih über das Thinka-Projekt im Wohngebiet kennen. Da ist ein Arzt aus Syrien, der will unbedingt schnell Deutsch lernen, hatte man ihr gesagt. So bekam Wasem Romeih eine Lehrerin. Und eine energische ehrenamtliche Integrationshelferin, die entschlossen ist, den Weg zur ärztlichen Niederlassung mit ihm zusammen zu bestreiten.
"Da bin ich hartnäckig", sagt sie. Und wer Hedi Bialkowski kennt, der weiß um die Energie, die in ihr steckt. Viele Menschen, die in Thüringen mit der Bearbeitung von Flüchtlingsfragen beschäftigt sind, haben sie inzwischen zumindest am Telefon kennen gelernt.
Sie ist keine, die wartet, bis ein Brief endlich ankommt oder dass jemand zurückruft und ihr einen Termin anbietet. Sie will die Dinge klären. Gleich. Und zu klären gibt es jede Menge.
Um als Arzt in Deutschland arbeiten zu dürfen, muss Wasem Romeih nachweisen, dass sein Universitätsabschluss gleichwertig mit dem in Deutschland ist. Von der Uni in Latakia muss er Nachweise seiner geleisteten Stunden in den verschiedenen Fachbereichen besorgen. Ein öffentlich bestellter Übersetzer muss sie ins Deutsche übertragen. Er braucht ein Führungszeugnis und muss mit dem Pass seine Identität nachweisen, um zunächst eine Berufserlaubnis für zwei Jahre zu bekommen. In dieser Zeit muss er eine Prüfung absolvieren, die der staatlichen Abschlussprüfung für Medizinstudenten gleichkommt.
Vor allem eines ist aber wichtig: Deutsch lernen. Für die Berufserlaubnis braucht Wasem Romeih ein Zertifikat über die Sprachniveaustufe B2 und er muss einen Patientenkommunikationstest bestehen. Auf dem Weg dorthin will er die Stufe A2 überspringen und im März in Artern gleich einen Sprachkurs beginnen, der mit dem Niveau B1 abschließt. "Wer in Deutschland bleiben will, der muss Deutsch lernen", das sagt er auch ständig den anderen Syrern, die in Artern gelandet sind und vor allem von einem träumen: Umzug in die Großstadt.
Deutsche Sprache ist der Schlüssel zu allem
Hedi Bialkowski hat für ihn ein Praktikum am Manniske-Krankenhaus in Bad Frankenhausen eingerührt. Und sie schlägt für ihn die Formular-Schlacht für den Nachzug der Familie. Die Zeit drängt. Wenn sein Ältester 18 wird, zieht ihn die syrische Armee ein.
Als Familie werden sie eine Wohnung suchen. Bis dahin hat er sein Zimmer bei Hedi Bialkowski ? Jobcenter und Aratora Wohnungsgesellschaft haben sich wegen der Miete geeinigt.
"Ich kenne schon viele Leute in Artern", sagt Wasem Romeih.
"Er ist mein Integrationsmaskottchen", sagt Hedi Bialkowski und lacht. Überall nimmt sie ihn mit hin. Ins Theater, ins Kino, in die Oper, zum Neujahrsempfang. Letztens haben sie für eine Naturschutzaktion die Vögel vorm Fenster gezählt. Als er seiner Frau am Telefon davon erzählte, sagte sie: Wir zählen hier die Flugzeuge am Himmel. Es kann ein Traum sein, im friedlichen kleinen Artern zu leben.
TA Grit Pommer / 20.02.16 /

Ehrenpreis für Claudia Hegwer

Zum 4. Mal fand am 06. November 2015 die Ehrenamtsgala der Stadt Artern im Freizeitzentrum statt.
Für die musikalische Umrahmung sorgten Hendryk und Birte Zunkel und stimmte mit dem Lied "Wenn du gehst" auf den Abend ein.
Unsere neue Bürgermeisterin Christine Zimmer begrüßte die Anwesenden recht herzlich und meinte: "ein besonderes Lied für besondere Menschen". Sie dankte dem Team des Freizeitzentrums für die Vorbereitung und Ausgestaltung der Veranstaltung.
Diesmal waren es 9 Personen, die geehrt wurden. Unter ihnen war Claudia Hegwer vom VdK Ortsverband Artern. Als Ortsverband sind wir stolz darauf, das auch in diesem Jahr ein VdK Mitglied den Ehrenamtspreis der Stadt Artern bekam.

© VdK

Claudia Hegwer ist seit 2011 im VdK Ortsverband und seit 2012 ist sie Schriftführerin.
Als Ortsverband sind wir stolz darauf, das auch in diesem Jahr ein VdK Mitglied den Ehrenamtspreis der Stadt Artern bekam.
Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem: die Betreuung der Mitglieder zu verschiedenen Anlässen wie Geburtstag, Krankheit, Betreuung des Infostandes und seit kurzem hilft sie auch in der VdK Beratungsstelle aus. Zu Hause kümmert sie sich liebevoll um ihren behinderten Mann und ihren Sohn. Auch Nachbarschaftshilfe ist groß geschrieben bei ihr. Sie hilft wo sie kann und ist da wenn man sie braucht.

Drei Ehrenamtspreise für VdK-Mitglieder

Am Abend des 7. Novembers 2014 fand in Artern die 3. Ehrenamtsgala der Stadt Artern statt.
In den Räumen des Freizeitzentrum Arterns hatten sich zahlreiche ehrenamtlich tätige Bürger am Abend eingefunden. Insgesamt 10 Auszeichnungen sollten vergeben werden.

Die Gewinner des Ehrenamtspreises 2014© TA Gläser

In seiner Begrüßung wies Bürgermeister Wolfgang Koenen (Die Linke) auf die Wichtigkeit der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Stadt hin. Nicht nur in Vereinen wird ehrenamtliche Arbeit geleistet. Deshalb geht der Dank an alle ehrenamtlich tätigen Bürger auf den verschiedensten Gebieten.
Von unserem Ortsverband des Sozialverbandes VdK konnten nachfolgende Mitglieder (siehe die Montage mit Bürgermeister Koenen) die Auszeichnung entgegen nehmen:

VdK-Preistärger: Ronald Römer, Matthias Pollok, Hedi Bialkowski mit Bürgermeister Wolfgang Koenen© kn/vdk

- Ronald Römer arbeitet seit der Gründung des Ortsverbandes des VdK im Jahre 1991 mit. Dabei beschränkt sich seine Tätigkeit nicht nur auf den Ortsverband Artern, sondern erstreckt sich über Kreis-, Bezirks- bis zum Landesverband.
Seit 2003 ist er Behindertenvertreter der Stadt Artern. Dabei geht es ihm um die Barrierefreiheit und sich dazu auch als berufener Bürger in den Bauausschuss ein.
- Matthias Pollok wurde vom VdK vorgeschlagen und vertritt den VdK im Netzwerk "Trampelpfad" der bedürftige Menschen unterstützt. In Zusammenarbeit mit den Behindertenbeauftragten lenkt er seine

John Spendelow sorgte für misikalische Begleitung.© kn/k-hh

Aufmerksamkeit auf die Probleme für sehgeschädigte Menschen, den für die lauern Fallen, an die ein Normalsichtiger nicht gleich denkt.
- Hedi Bialkowski ist nicht nur in Artern eine feste Größe, wenn es um Lesungen geht. Auch in Sondershausen war sie jüngst zu hören, als es um den 1. Weltkrieg ging und bald auch in Artern im rahmen einer Lesung gegen Rechts zu hören sein wird.
In Artern ist sie bekannt mit ihren Lesungen zu Borlach, Novalis, und Willy Brandt. Eine Weihnachtslesung in den drei Pflegeheimen ist bereits wieder in Vorbereitung.
Hedi Bialkowski gehört darüber hinaus zu den Gründern des VdK im damaligen Kreis Artern.

Ronald Römer weiterhin Behindertenbauftragter

Glückwünsche für Ronald Römer zur erneuten Berufung als Behinderten-beauftragten der Stadt.© VdK

Ronald Römer wurde am 29. September vom Arterner Stadtrat mit einstimmigen Beschluss wieder zum Behindertenbeauftragten der Stadt berufen. Der Behindertenbeauftragte ist ehrenamtlich tätig und wurde in Artern auf Vorschlag des VdK-Ortsverbandes in Abstimmung mit allen Fraktionen des Stadtrates 2003 eingeführt. Seit dem ist Ronald Römer in dieser Funktion erfolgreich tätig. Er wird als sachverständiger Ratgeber u. a. bei der Planung von Bauvorhaben oder Verkehrsfragen mit einbezogen.
Mit den Kommunalwahlen im Mai 2014 war seine Amtsperiode abgelaufen. Die Stadtverwaltung hatte sich ausdrücklich gewünscht, dass es weiterhin in Artern einen Behindertenbeauftragten gibt. Die Stadträte bestätigten Ronald Römer mit der Weiterführung des Amtes.

Glückwünsche zum 60. Geburtstag für Birgit Korte

Herzliche Glückwünsche im Namen des Bezirks- und Kreisvorstandes überbrachte Kreisvorsitzender Bernd Reiber am Vormittag des 14. August 2014 unserem Mitglied Birgit Korte. Sie feierte an diesem Tag ihren 60. Geburtstag.

© VdK

Birgit Korte ist im Berzirksvorstand und im Kreisvorstand unseres Sozialverbandes VdK Nordthüringen als Beauftragte für Betriebsarbeit tätig.
Neben dieser verantwortungsvollen Aufgabe fährt sie mit ihrem Mann, dem Kreiskassenführer, aber auch gern zu Arbeitsbesuchen in die Ortsverbände um sich mit den Problemen der Vorstände vertraut zu machen und Erfahrungen zu übermitteln. So spielten an diesem Vormittag in den Gesprächen auch aktuelle Probleme der Verbandsarbeit die Hauptrolle.

Viel Glück für den weiteren gemeinsamen Weg

Seit Jahren fühlen wir uns als VdK-Ortsverband nun schon wohl im zur Kleinen Kneipe gehörigen Saal auf dem Königsstuhl zu unseren Veranstaltungen wohl. Jessica Jordanland und Rene Becker sind liebevolle Gastgeber. Dafür möchten wir ihnen im Namen unserer Mitglieder herzlichen Dank sagen.

Ina Römer und Claudia Hegwer poltern tüchtig für das Glück des jungen Paares.© Ronald Römer

Am 3. Mai 2013 hatten wir doppelten Anlass dazu, denn beide feierten ihren Polterabend und wollen künftig nicht nur geschäftlich sondern auch als Ehepaar gute Partner sein. Dafür wünschen wir ihnen natürlich alles Gute! Dazu haben Ina und Claudia natürlich auch tüchtig gepoltert. Also nochmals viel Glück und weiterhin gute Zusammenarbeit!

Glückwünsche zum 20. Geschäftsjubiläum

Am 4. Mai 2013 feierte die Firma Blumenhaus und Landschaftsbau Killat Artern ihr 20jähriges Bestehen.

Glückwünsche zum Geschäftsjubiläum für Killats. Rechts gratuliert Norbert Hegwer im Namen des VdK.© Hegwer

Unter den vielen Geburtstagsgästen war auch unser VdK-Ortsverband gratulieren. Claudia und Norbert Hegwer überbrachten die Glückwünsche des Ortsvorstandes und wünschten weiterhin gute Zusammenarbeit.

Arterner Erfahrungen zur Thüringer Regionalkonferenz

Ina Römer über ihre Erfahrungen.© VdK

"Hallo allerseits! Ich bin Ina Römer aus Artern, 43 Jahre und Vorsitzende des OV Artern.
Unser Ortsverband (OV) wurde 1991 im Dezember gegründet und seit dem bin ich im Vorstand dabei. Erst als Schriftführerin und seit 2000 als Vorsitzende. Der OV Artern gehört zum Kreisverband (KV) Nordthüringen. Dies kurz zur Einleitung".
So begann Ina Römer zur Regionalkonferenz des VdK für Thüringen 2013 ihren Erfahrungsbericht in Weimar. Sie wurde im Vorfeld gefragt, ob sie nicht etwas Informatives von ihrem OV zur Regionalkonferenz beitragen könnte und sei meinte, dass sie das auf Grund ihrer Erfahrungen könne.
Drei Gebiete, die im OV gut laufen, schnitt sie an.

  • Haus- und Straßensammlung,
  • Rubbellosverkauf und
  • die von der Aktion Mensch geförderten Aktionstage alljährlich im Mai.
Rose Braune unterstützt den Heimatverein Aratora

Es ist wohl kein Geheimnis, dass die Vereine heute wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens einer Kommune sind und deren Engagement wichtig für die Entwicklung der Gemeinde sind. Dazu gibt es eine gute Zusammenarbeit zwischen den Vereinen mit verschiedensten Aufgabengebieten. Aber oftmals sind diese Kontakte auch ganz privat zwischen den Mitgliedern der verschiedenen Vereine. Oftmals überlagern sich Interessen oder man hilft sich einfach.

Rose Braune© VdK KV NTh

Rose Braune ist eines unserer "dienstältesten" Mitglieder, trat unmittelbar nach der Wende in den Verband ein, ist aber auch wichtige Zeitzeugin der Entwicklung unserer Stadt. Sie möchte ihr Wissen und die Dokumente nicht für sich behalten. Sie meint, dass diese beim Heimatverein besser aufgehoben sind. Sie zögerte nicht lange, wie der nachfolgende Bericht von der Homepage des Heimatvereins beweist:
"Ein Anruf von Rose Braune aus Artern bescherte vor einigen Tagen dem Archiv des Heimatvereins ARATORA qualitativ und quantitativ sehr erfreulichen Zuwachs und zugleich vielfältiges hochwertiges Material zur Stadtgeschichte. Ein großer Pappkarton beinhaltete eine sehr umfangreiche historische Sammlung, bestehend aus Familienfotos und anderen Bildaufnahmen, Postkarten, Gedichten, handschriftlichen Aufzeichnungen, Tagebüchern und Aufsätzen, Postsendungen, Taufbriefen, Bierzeitungen, Feldpost usw. aus der Zeit um 1850 bis ca. 1940. Thematischer Schwerpunkt sind Unterlagen der Familie Lehrer Franz Thieme (somit viele Fotos Arterner Schüler) sowie der Familie Keßler. Insgesamt wurden unserem Vereinsarchiv weit über hundert Bilder sowie bislang ungezählte handschriftliche Seiten durch Rose Braune zuteil. Lehrer Franz Thieme war wohnhaft in der Lindenstraße, entsprechend sind etliche Aufnahmen seines Hauses bzw. der Lindenstraße vorhanden. Diese werden in unser nächstes Buch "Artern und eine Bewohner im 19. Jahrhundert" Einzug finden".

20 Jahre VdK-Ortsverband fanden Anerkennung

Bereits im Dezember 2011 hätte unser Ortsverband seinen 20. Geburtstag feiern können. Doch wir verschoben die Festlichkeit auf Ende Januar 2012, damit sie nicht in den Weihnachtsvorbereitungen und ?feiern unterging. Das stellte sich als richtig heraus, denn viele Gäste nahmen die Einladung und würdigten das Engagement unseres Ortsverbandes über die vergangenen 20 Jahre.
Das unterstreichen auch die beiden Urkunden, die wir unseren Mitgliedern nicht vorenthalten möchten. Die linke Urkunde würdigte die stabilen Leistungen unseres Ortsverbandes zur Entwicklung eines starken Kreisverbandes Nordthüringen.
Die rechte, liebevoll gestaltete Urkunde kommt von unseren Freunden des Kreisverbandes Unstrut-Hainich und wurde von dessen Vorsitzenden Christian Fliegner übergeben. Sie erinnert an das 1. Juniorenforum des Bezirksverbandes in Volkenroda im vergangenen Jahr. Der Kreisverband Unstrut-Hainich war ein ausgezeichneter Gastgeber dieses Treffens, das auch von unserem Ortsverband, speziell von Ina und Ronald Römer unterstützt wurde.

.© Repro: VdK

Matthias Pollok kämpft gegen Behinderung

Matthias Pollok feierte in diesem Jahr seinen 55. Geburtstag und hat dazu viele herzliche Glückwünsche von Freunden und Bekannten empfangen, natürlich auch von

Portrait von Matthias Pollok

Mitgliedern des Kreisvorstandes Nordthüringen unseres Verbandes und des Ortsvorstandes Artern.
Matthias Pollok ist seit 1991 Mitglied unseres Verbandes. Er ist schwerbehindert und stark sehgeschädigt, arbeitet trotz seiner schweren Behinderung noch stundenweise beim Landwirtschaftsamt in Bad Frankenhausen. Er kennt aus eigener Anschauung die Probleme Schwerbehinderter und ganz besonders Sehbehinderter. Dem schenkt er bei seinem Engagement in unserem Verband stets besonderes Augenmerk. Er gehörte aus persönlichen Gründen in den Jahren seiner Verbandszugehörigkeit dem Ortsverband Ringleben sowie dem Ortsverband Donndorf-Wiehe-Bottendorf und heute dem Ortsverband Artern an. Stets brachte er sich in die Arbeit des Ortsverbandes ein und gehört auch in Artern dem Ortsvorstand an. Seit 1998 ist er Mitglied des Kreisvorstandes, erst Kyffhäuserkreis und dann Nordthüringen.
Neben seinem Engagement für Barrierefreiheit trifft man Matthias Pollok öfters hinter dem Informationsstand unseres Verbandes. Er sucht das Gespräch mit den Bürgern, erläutert ihnen Anliegen und Leistungen des Sozialverbandes VdK und versucht ihnen zu verdeutlichen, dass unser Verband gute Möglichkeiten bietet sich im sozialen Bereich zu engagieren.
(2009)

Zwei VdK-Mitglieder tragen Verantwortung im Stadtrat

Viele unserer VdK-Mitglieder sind nicht nur in unserem Verband, sondern auch in anderen Bereichen ehrenamtlich tätig, sei es in anderen Verbänden, Gewerkschaften, Parteien oder in kommunalen Volksvertretungen.

Sie wurden am 7. Juli 2009 zu Stadträten gewählt: Hans-Jürgen Schmidt, Ronald Römer, Bernd Reiber. Bernd Reiber erhielt darüber hinaus wieder einen Sitz im Kreistag des Kyffhäuserkreises. Fotos: Archiv

Besonders letzteres Ehrenamt bietet vielfältige Anknüpfungspunkte für die Umsetzung der von unserem Sozialverband abgesteckten Ziele und Aufgabenstellungen.
Aus unserem Ortsverband erhielten drei Mitglieder zur Kommunalwahl am 7. Juni 2009 das Mandat, im Arterner Stadtparlament Verantwortung zu übernehmen: Hans-Jürgen Schmidt und Ronald Römer, beide für die Linke sowie Bernd Reiber für die SPD (Fotos oben von links nach rechts).
Hans-Jürgen Schmidt (61) ist seit April 2000 Mitglied unseres Verbandes, hat aber auch vorher bereits mit seinen Ideen und sozialem Engagement unseren Ortsverband Artern unterstützt. Erinnert sei nur an den Besuch des Ortsverbandes in der Altenburger Brauerei, der sicherlich vielen in der Erinnerung geblieben ist. Als zeitweiliger Wirt der "Kleinen Kneipe" unterstützte er unseren Ortsverband darüber hinaus bei der Durchführung seiner Verbandsnachmittage im Saal seiner Gaststätte. Übrigens wurde dem Team der Gaststätte im Mai 2006 die Ehrenurkunde des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen verliehen.
Hans-Jürgen Schmidt ist Fraktionsvorsitzender der Linken und wir hoffen, damit auch ein starkes Pfand unseres Verbandes im Arterner Stadtparlament. Er wurde im Mai 2014 wieder gewählt.
Ronald Römer (42) gehörte bereits in der vergangenen Legislaturperiode dem Stadtrat für die Linke an und war zugleich Behindertenbeauftragter der Stadt. Am 25. Mai 2014 wurde sein Mandat durch die Kommunalwwahlen beendet. Er gehört zu den Gründungsmitgliedern unseres Ortsverbandes, ist Kassenbuchführer von Anfang an bis heute. Es erübrigt sich wohl eine ausführliche Vorstellung an dieser Stelle. Er wird sicherlich auch ohne Stadtratsmandat für soziale Gerechtigkeit streiten.
Bernd Reiber (58) ist Mitbegründer unseres Kreis- und Ortsverbandes und seit 1994 Kreisvorsitzender. Im Stadtrat ist er seit Jahren Fraktionsvorsitzender der SPD und wurde auch in diesem Jahr in diese Aufgabe wieder gewählt. Auch über ihn ist es wohl nicht erforderlich, an dieser Stelle mehr zu schreiben. Bei den Kommunalwahlen im Mai 2014 wurde sein Kreistagsmandat erneuert.
Der VdK-Ortsverband hat also im Arterner Stadtrat noch immer "zwei Aktivposten" und im Kreistag einen Abgeordneten, die hoffentlich immer einen gemeinsamen Weg finden, wenn es um die Lösung sozialler Probleme dieser Stadt und des Kreises geht.
(2014)

Helmut Simon hat VdK-Geschichte mitgeschrieben

Ich war wohl 13 Jahre, als ich Helmut Simon erstmals begegnete. Er war damals Lehrmeister in der Lehrdreherei der Kyffhäuserhütte und mein Lehrer im Polytechnischen Unterricht. Er zeigte mir und meinen Klassenkameraden die grundlegenden Handgriffe für die Bedienung einer Drehbank. Dabei brachte er viel Geduld auf, wenn wir immer wieder um Hilfe riefen, weil die Maschine nicht so wollte wie wir. Diese Geduld und seine Sachlichkeit schätzte ich auch später an ihm, als wir uns bei unserem ehrenamtlichen Engagement dann öfter begegneten, so auch in unserem Sozialverband VdK.

Portrait von Helmut Simon

Helmut Simon gehört zu den Gründungsmitgliedern unseres Kreisverbandes. Seine Mitgliedskarte des VdK trägt das Datum vom 1. Januar 1991, also noch vor der Gründung des Kreisverbandes und des Ortsverbandes Artern. Waren es nach 1945 vor allem Kriegsbeschädigte und Hinterbliebene, die den Verband im Westen Deutschlands gegründet hatten, um ihre besser Rechte vertreten zu können, so stand das nun nach der Wende auch im ehemaligen Gebiet der DDR an.
Helmut Simon wartete nicht bis andere den Boden bereiteten, sondern war von Anfang an dabei. Er hatte Anteil am Aufbau des Arterner Ortsverbandes, der am 5. Dezember 1991 gegründet wurde und gehörte dem Vorstand an. 1994 wurde er dann in den Kreisvorstand des Kyffhäuserkreises gewählt, erst als Vertreter für Kriegsbeschädigte und übernahm dann bald die verantwortungsvolle Funktion des Schatzmeisters. Über Jahre übte der diese Aufgabe gewissenhaft aus und half auch den Kassenbuchführern in den Ortsverbänden, wenn Not am Manne war. Als Schatzmeister gehörte er über Jahre zugleich zu dem Kern des Kreisvorstandes, der endscheitend die Entwicklung des Kreisverbandes beeinflusste. Er nahm also nicht nur auf die stabile finanzielle Entwicklung des Kreisverbandes Einfluss, sonder fühlte sich auch mitverantwortlich für inhaltliche Fragen, die organisatorische Stärkung des Kreisverbandes.
Als er durch einen Schlaganfall und dessen Folgen nicht mehr in der Lage war, die Aufgaben eines Schatzmeisters zu realisieren, kümmerte er sich um die Gewinnung eines würdigen Nachfolgers bei dem er sein Amt in guten Händen wusste. Er selbst stellte seinen Erfahrungsschatz aber auch die nächste Wahlperiode noch zur Verfügung und übernahm die Aufgabe eines Kreisrevisors.
Auch als inzwischen 85jähriger nimmt Helmut Simon mit seiner Frau Adelheid, sie ist seit 1997 Mitglied unseres Verbandes, aktiv am Leben ihres Ortsverbandes teil. Das taten sie gemeinsam bis zu seinem Lebensende. Leider verstarb Helmut Simon kurz nach seinem 86. Geburtstag, am 26. Juli 2010. Wir werden sein Andenken stets in Ehren halten und drücken seiner Gattin und Familie unser Mitgefühl aus.(2010)

Klaus Henze engagierte sich 14 Jahre im Kreisvorstand
Am 18. Oktober 2008 mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet

Zu sehr hat sich Klaus Henze aus Artern in den 14 Jahren von 1994 bis 2008 im Kreisvorstand des VdK Nordthüringen engagiert, um von heut auf morgen los zu lassen. Die Chronik des Kreisverbandes führt er vorläufig weiter. Und vor allem die Aktualisierung der Internetseiten behält er vorerst noch in seinen Händen. Denn seit Jahren sind Peter Schwerdt aus Roßleben, Dietmar Buchardt aus Bleicherode und Klaus Henze ein eingespieltes Team, überarbeiten die Internetseite fast

Portrait von Klaus Henze, die Chronik des VdK-Kreisverbandes Nordthüringen in Händen haltend

täglich, um über aktuelle Entwicklungen informieren zu können. "Es gibt nichts Schlimmeres als eine Internetseite, die nicht aktuell ist", meint er dazu.
Doch für den Kreisvorstand ist er im Oktober 2008 nicht noch einmal angetreten, wollte das Feld Jüngeren überlassen. Auf eigenen Wunsch schied er zum Kreisverbandstag, der Mitte Oktober in Bad Frankenhausen stattfand, aus dem Kreisvorstand aus. Sein Herz aber schlug nicht nur für die Öffentlichkeitsarbeit des VdK Nordthüringen. Er engagierte sich auch in anderen Bereichen, lange Jahre in der Beratung von VdK-Mitgliedern, war maßgeblich beteiligt, als die Interessengemeinschaft Rollstuhlfahrer des Ortsverbandes Artern gegründet wurde. Denn die Arbeit mit Behinderten hat ihn schon immer sehr interessiert. Intensiv ist er für deren Belange in den letzten Jahren eingetreten. War dabei, als für Artern Ronald Römer und Bad Frankenhausen Goldi Morcinek als Behindertenbeauftragte berufen wurden.
Jetzt will er kürzer treten, mehr für die Familie da sein. Langweilig wird's nicht. Da ist er sich sicher. Jetzt hat er die Zeit, um die langen Spaziergänge mit seiner Frau Ingrid so richtig zu genießen. Und auch mit den Enkeln möchte er gern mehr Zeit verbringen als bisher. Vier Enkelkinder hat er, das jüngste ist gerade mal ein Jahr alt. Die hat er nicht allzu oft gesehen, denn die Tochter wohnt in Glückstadt, der Sohn in Mühlheim/M. Das soll sich jetzt ändern. Auch der Heimatgeschichte möchte er sich jetzt wieder intensiver widmen. Die war von jeher sein Hobby, geriet bei der Arbeit für den VdK aber etwas ins Hintertreffen. Mehr Zeit bleibt jetzt auch für die Fotografie, sein zweites Steckenpferd. Besonders die Bearbeitung von digitalen Bildern hat es ihm angetan.
Für sein Engagement wurde er beim Kreisverbandstag am 18. Oktober 2008 mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Gold ausgezeichnet.
Anke ROEDER-ECKERT in der KA vom 25.11.2008 (leicht überarbeitet) (2009)

Steffen Küttner mit vielseitigem Engagement
Am 15. März 2008 mit der Ehrenplakette in Bronze ausgezeichnet

Steffen Küttner gehört nicht nur zu den Gründern des Ortsverbandes Artern am 14. Dezember 1991, sondern war dessen erster Vorsitzender. Mit damals 39 Jahren gehörte er wohl auch nicht nur zu den recht jungen Ortsvorsitzenden, sondern Verbandsfunktionären in Thüringen überhaupt. Auch sein Vorstand hatte ein für damalige Zeit wohl recht junges Durchschnittsalter. Das lag vor allem daran, dass in Artern vor allem Menschen mit Behinderungen und nicht wie sonst üblich,

Portrait von Steffen Küttner

Kriegsbeschädigte das Ruder bei der Gründung des Verbandes übernahmen, ohne dass dabei die Interessen der Kriegsopfer ins Hintertreffen gerieten. Das war sicherlich ein Vorteil, der sich bis in die heutigen Tage auszahlt.
Der Arterner Ortsverband erfüllte aber auch die damit verbundenen Erwartungen und ging bei vielen Aktionen im Kreisverband voran. Steffen Küttner wurde kurz nach seiner Wahl zum Ortsvorsitzenden in den Kreisvorstand kooptiert und gehört ihm seit dem ununterbrochen an. Neben dem Kreisvorsitzenden ist er wohl heute "dienstältestes" Kreisvorstandsmitglied. Im Jahr 2000 wurde dann Ina Römer als Vorsitzende des Ortsverbandes gewählt und Steffen trat in die zweite Reihe als Stellvertreter.
Steffen Küttners Hobby ist, sich als Diskjockey zu betätigen. So war der Umgang mit der Technik bald nicht nur im Orts- sondern auch Kreisverband eine Aufgabe, die man ihm bereits stillschweigend zuordnete, ob Lautsprechertechnik für größere Versammlungen oder gar die Beschallung der Sommerfeste. Steffen Küttner war dabei, als sich die Interessengemeinschaft "Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte" in Artern bildete, er war unzählige Male an den Infoständen des Orts- und Kreisverbandes anzutreffen und ist das auch heute noch. Oftmals sieht man ihn zu Veranstaltungen mit Fotoapparat oder jetzt auch Videokamera. So unterstützt er die Öffentlichkeitsarbeit des Verbandes mit Bildern für Presse, Internet und Chronik. Im Auftrage des Kreisverbandes unterstützt er gerade dabei umliegende Ortsverbände und gehört im Ortsverband Oldisleben schon fast dazu.
Steffen Küttner war dabei als der Bezirksverband Thüringen Nord gegründet wurde und gehört dessen Vorstand ebenfalls seit der Gründung an. Seit dem Bezirksverbandstag 2008 ist er Juniorenvertreter des Bezirksverbandes.
Steffen und seine Frau Dörthe sind beide seit Jahren Erwerbsunfähigkeitsrenter. Zu ihrer kleinen Rente verdienen sie sich mit dem Austragen der Thüringer Allgemeine ein paar Euro dazu. Das heißt täglich früh aus den Betten. Zuverlässigkeit ist hier wie im Ehrenamt gefragt.
Aus dem Vorstand des Ortsverbandes schied er mit Ablauf der Wahlperiode am 15. März 2008 aus. Man sagte ihm ein herzliches Dankeschön mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Bronze.
Steffen und seine Gattin Dörthe Küttner gehören seit dem 1. Januar 2010 dem Ortsverband Reinsdorf an.
(2010)

Jochen Buerke an der Seite der Tochter
Am 15. März 2008 mit der Ehrenplakette in Bronze ausgezeichnet

Am 18. Dezember 2008 feierte Joachim Buerke seinen 70. Geburtstag. Natürlich waren die Tochter Ina und ihr Mann Ronald Römer unter den Gratulanten. Damit sind nicht

Portrait von Jochen Buerke

nur die Kinder gekommen, sondern zugleich auch als Vorsitzende und Kassenbuchführer die Vertreter des Ortsverbandes. Joachim Buerkes Leben ist eng verbunden mit unserem Sozialverband VdK. Sicherlich, nicht zuletzt, weil die Kinder zu den Gründern gehören und unseren Sozialverband zu ihrem Lebensmittpunkt gemacht haben. So verwunderte es nicht, dass Jochen Mitte 1999 ebenfalls Mitglied unseres Verbandes wurde, nicht nur Mitglied, sondern sich über Jahre im Ortsvorstand engagierte und mit seiner Gattin Silvia u. a. in der Kulturgruppe aktiv mitarbeitete. Sie gehören einfach dazu, zur VdK-Familie!
Jochen Buerke war darüber hinaus über Jahre Mitglied des Beschwerde- und Schlichtungsauschusses des Kreisverbandes. Für dieses Engagement gilt ihm ein herzliches Dankeschön. So wurde er für seine Verdienste um die Entwicklung des VdK zur Jahreshauptversammlung des Ortsverbandes am 15. März 2008 mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Bronze geehrt.
Joachim Buerke verstarb Anfang 2014. Wir werden sein Andenken in Ehren bewahren.
(2014)

Irene Höhne ist die Mutter des Ortsverbandes
Am 15. März 2008 mit der Ehrenplakette in Silber ausgezeichnet

Es gibt wohl in Artern kaum eine VdK-Veranstaltung zu der nicht Irene Höhne herumwirbelt. Obwohl 1938 geboren, und damit die 70 bereits überschritten, kann sie nicht stillsitzen. Sie ist seit April 1991 Mitglied des Sozialverbandes VdK. Mitglied wurde sie durch ihren inzwischen leider verstorbenen Ehemann. Er war schwerstbehindert und auf den Rollstuhl angewiesen. Er fand damals beim VdK

Portrait von Irene Höhne

Hilfe und sie wollte nicht nur als Begleitung ihres Mannes, sondern richtig dabei sein und wurde auch Mitglied. Bereut hat sie diesen Schritt nie, erzählt sie heute jedem, der es wissen möchte.
Im Dezember 1991 wurde der Arterner Ortsverband gegründet und von Anfang an mischt Irene Höhne tüchtig mit und seit Jahren schon als Stellvertreterin der Vorsitzenden. Trotz eigener gesundheitlicher Probleme gibt es wohl nichts, was sie nicht macht, wenn der Verband ruft. Sie hält mit ihren Ideen nicht hinter dem Berg, wenn es ums Pläneschmieden geht, sie fasst aber auch zu, wenn es diese in die Tat umzusetzen gilt. Sie organisiert, scheut sich nicht, jemand um Hilfe zu bitten, wenn Not am Mann ist. Sie geht alljährlich mit den Sammellisten los, um den finanzielle Rückhalt zu schaffen. Zu den Verbandsnachmittagen deckt sie mit die Tische ein. Sie bäckt auch Kuchen, um Kosten zu sparen. Wenn der Ortsverband auf Reisen ist, findet man sie bei den Rollstuhlfahrern und Gehbehinderten, um zu helfen, wenn es erforderlich ist. Sie macht Hausbesuche zu erfreulichen und weniger erfreulichen Anlässen, redet oder hört auch zu, wie es gerade erforderlich ist. Sie ist einfach Mädchen für alles und die Mitglieder haben zu ihr Vertrauen, halten sich mit ihren Problemen nicht zurück. Das freut wiederum Irene, so fühlt sie sich wohl. "Wir sind doch eine richtige Familie" sagt sie und da fällt natürlich auch mal ein kritisches Wort, wenn jemand aus der Reihe tanzt.
Wenn Irene einmal nicht für den VdK auf Achse ist, so ist sie es für ihre Selbsthilfe- und Sportgruppe. Ihr Terminkalender ist jedenfalls recht voll. So fühlt sie sich jedoch wohl und dafür sagte ihr der Verband zur Jahreshauptversammlung am 15. März 2008 mit der Ehrenplakette des Landesverbandes in Silber ein herzliches Dankeschön.
(2009)

Ronald Römer steht für Barrierefreiheit
Am 16. Dezember 2006 mit der Ehrenplakette in Bronze ausgezeichnet

Das Datum 1. Dezember 1991 trägt die Mitgliedskarte des Sozialverbandes VdK von Ronald Römer aus Artern, damals noch Landesverband Thüringen. Seit diesem Datum hat sich für Ronald Römer viel getan, besser gesagt, seit diesem Tage hat er viel getan. Er hätte sich wohl kaum träumen lassen, was der Unterschrift auf dem Mitgliedsantrag folgen sollte.
Bei der Gründung des Ortsverbandes Artern am 14. Dezember 1991 wurde er als Kassenbuchführer umgangssprachlich Schatzmeiser - in den Vorstand gewählt und

Portrait von Ronald Römer

übt diese Funktion heute noch zuverlässig aus. Doch das ist nur ein Teil seines Engagements im Sozialverband VdK. Selbst schwerbehindert und EU-Rentner fand er im Verband gleichgesinnte, wenn es um Fragen der Integration behinderter Menschen und den Abbau von Barrieren ging. Insbesondere im Rahmen der Interessengemeinschaft Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte (seine Frau Ina ist teilweise auch auf den Rollstuhl angewiesen) wurde die Stadt unter die Lupe genommen auf Barrieren für Menschen mit Behinderungen. Fallen dabei die Barrieren für Gehbehinderte zu erst ins Auge, so geht es Ronald um den Gesamtkomplex der Behinderungen, also u. a. auch die Probleme der Seh- und Hörbehinderten. Es wurden öffentliche Einrichtungen analysiert, ihrer Zugänglichkeit im Amtsblatt und dann im Gewerbeführer veröffentlicht. Es gab ein Projekt der Arbeits- Bildungs- und Strukturgesellschaft (ABS) zu Erarbeitung eines Maßnahmeplanes zur barrierefreien Gestaltung der Stadt. Ronald Römer unterstützte es ganz wesentlich. Er beteiligte sich maßgeblich an der Bildung eines Behindertenbeirates, wurde dessen Vorsitzender und wenig später vom Stadtrat als Behindertenbeauftragter berufen. Inzwischen ist sein Rat bereits in Vorbereitung des Baus neuer Einrichtungen, von Sanierungen oder Anlegung von Behindertenparkplätzen, um nur einiges zu nennen, gefragt und er freut sich, wenn er darauf Einfluss nehmen kann, dass neue Barrieren gar nicht erst entstehen.
Nicht erst seit er selbst Mitglied des Stadtrates ist, (in diesem Jahr wurde er erneut als Stadtrat auf der Liste Die Linke gewählt) hat Ronald Römer ein gutes Verhältnis zur Stadtverwaltung, insbesondere dem Bau- und Ordnungsamt. Das zahlt sich aus, auch wenn er kein Geheimnis daraus macht, dass Artern auf absehbare Zeit nicht barrierefrei werden wird, aber jeder kleine Schritt auf diesem Wege ist wichtig – und dafür engagiert er sich.
Seit der Kreisdelegiertenkonferenz 2008 gehört er dem Kreisvorstand als Kreisjuniorenvertreter. Er war 2007 Teilnehmer des Landesverbandstages und gehört mit seiner Frau Ina dem Fachausschuss des Landesverbandes für Juniorenarbeit an.
Zum 15jährigen Bestehen des Ortsverbandes Artern fand dieses Engagement seine verdiente Würdigung mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Bronze.
(2009)

Ina Römer fand beizeiten ihr Zuhause im VdK
Am 16. Dezember 2006 mit der Ehrenplakette in Silber ausgezeichnet

Wer kennt sie nicht – die kleine quirlige Frau mit ihren beiden Krücken. Seltener sieht man sie im Rollstuhl. Darin fühlt sie sich offensichtlich zu unbeweglich. Für größere Strecken hat sie ja das Auto und das braucht sie, denn Ina Römer aus Artern ist eine lebenslustige und engagierte junge Frau. Sie passt absolut nicht in die Ecke, in die manche Leute Menschen mit Behinderungen stecken möchten und das lässt sie sich auch nicht gefallen.

Portrait von Ina Römer

Mit dem Ende der Kyffhäuserhütte kam für die Ökonomin auch das berufliche Aus. Inzwischen hat sie eine Erwerbsunfähigkeitsrente, wie übrigens ihr ebenfalls schwerbehinderter Mann Ronald. Doch sie sitzen keineswegs in der Sofaecke und lassen den lieben Gott einen guten Mann sein, sondern sind engagiert, dass sich mancher ein Beispiel nehmen könnte. Noch in der Kyffhäuserhütte war sie ehrenamtlich als Behindertenvertreterin tätig. Als es dann 1991 im Kreis Artern zur Gründung des VdK kam, war sie dabei. Sicherlich ahnte sie damals nicht, auf was sie sich eingelassen hatte.
So gehörte sie im Dezember 1991 gemeinsam mit ihrem damaligen Freund und heutigen Ehemann Ronald zu den Gründern des Ortsverbandes Artern und zu den ersten Vorstandsmitgliedern. Sie kam aus dem Büro, da wird man Schriftführerin. So wird es wohl gewesen sein. Ihr Freund, der Schuhmacher wurde Schatzmeister. Doch nur Einladungen und Protokolle schreiben, das war nicht ihr Ding. Sie brachte sich mit ihren Ideen und Vorschlägen ein und was noch wichtiger war, sie packte es auch an, sie umzusetzen. So kam es, dass im Jahr 2000 die Mitglieder fragten, warum machst Du eigentlich nicht unsere Vorsitzende? Und ehe sie sich versah, war sie gewählt. So steht sie nun bereits sechs Jahre an der Spitze des größten Ortsverbandes des VdK im Kyffhäuserkreis. Seit 2004 gehört sie überdies dem Kreisvorstand an.
Sie war mit 31 Jahren wohl nicht nur die jüngste Vorsitzende im Kreisverband Nordthüringen. und sicherlich gibt es auch im Landesverband Hessen-Thüringen wohl nur wenige, die ihr evt. diesen Rang streitig machen. Ich weiß es nicht. Doch ich weiß, dass sie sich weit über den Kreis hinaus einen Namen mit ihrem Engagement für den Verband gemacht hat. Mit der Interessengemeinschaft Rollstuhlfahrer, aber auch mit der ortsverbandseigenen Kulturgruppe, mit dem Einsatz für behinderte Menschen hat sie Zeichen gesetzt. An der Ehrenamtsakademie des Landesverbandes in Bad Salzhausen holte sie sich notwendiges Wissen, u. a. zu sozialrechtlichen Fragen, um andere beraten zu können. Das konnte sie inzwischen ergiebig anwenden, u. a. bei der Vertretung in der Kreisgeschäftsstelle. Ina Römer war Teilnehmerin am Landesverbandstag im Juni 2007 in Neu Isenburg und vertrat unseren Kreisverband auch September 2008 zur zentralen Konferenz in Berlin aus Anlass des 10-jähriges Bestehens der Initiative der Aktion Mensch zum 5. Mai – dem Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Sie arbeitet mit ihrem Mann im Jugendausschuss des Landesverbandes mit, ist also inzwischen eine gefragte Person.
Aus den Händen des stv. Landesvorsitzenden des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen Dr. Claus Dieter Junker, wurde sie für dieses Engagement zur Jubiläumsveranstaltung des Ortsverbandes anlässlich dessen 15-jährigen Bestehens am 16. Dezember 2006 mit der Ehrenplakette des Landesverbandes Hessen-Thüringen in Silber ausgezeichnet.
(2009)

Richard Funke verwaltet umsichtig das Geld
Am 25. November 2005 mit der Ehrenplakette in Silber geehrt

Als Schatzmeister (oder offiziell Kreiskassenführer) gibt es nun schon seit Jahren wohl keine Entscheidung im Kreisvorstand, schon gar nicht wenn Geld dabei im Spiel ist, die ohne Richard Funke gefällt wird. Umsichtig verwaltet er die Finanzen des Kreisverbandes und das ist auch für ihn nicht einfach in Zeiten, in denen es kaum noch Zuschüsse oder gar Fördermittel gibt. Da heißt es haushalten

Portrait von Richard Funke

ohne dass die Verbandsarbeit darunter leidet. Da sind Ideen gefragt und die hat Richard Funke. Mit seiner ruhigen und kameradschaftlichen Art hat er das Vertrauen der Mitglieder. Gibt es in Ortsverbänden mal Probleme mit dem Kassenbuch, dem Jahresabschlussbericht oder bei der Einführung des neuen Kassenbuchführers, ist er stets helfend zu Stelle. Überhaupt gehört Richard Funke zu jenen Kreisvorstandsmitgliedern, die gern an Ort und Stelle sind, öfters die Ortsverbände aufsuchen, mit den Mitgliedern reden, den Vorständen helfen, wenn es gewünscht wird.
Dabei war das für ihn nicht immer einfach, da zu Hause seine schwerbehinderte und an den Rollstuhl gebundene Gattin auf ihn wartete, seine Hilfe brauchte. Sie war selbst Mitglied im VdK und nahm aktiv am Leben im Arterner Ortsverband teil, soweit das ihre Gesundheit zuließ. Sie ist leider 2010 verstorben, ein harter Verlust für Richard.
Das Soziale macht wohl einen wichtigen Teil des Lebens des einstigen Eisenbahners aus. So betreut er seit Jahren die Eisenbahnveteranen, arbeitete zeitweilig im Ortsvorstand der CDU mit und engagiert sich auch in der katholischen Kirche. Dabei macht er kein Aufheben von allem. Er sagt immer: "So lange ich es gesundheitlich kann und so lange es mir Spaß macht, tue ich das gerne." Wir wünschen ihm dazu noch lange die Gesundheit und auch viel Spaß am Ehrenamt.
Richard Funke 1940 geboren ist seit 1996 Mitglied unseres Verbandes, seine Frau Agnes war es bereits seit 1992. Gemeinsam nahmen sie nicht nur am Verbandsleben in Artern teil, sondern kamen auch gern im Rahmen ihrer Möglichkeiten den Einladungen anderer Ortsverbände nach, so waren sie und ist er auch heute bicg im Ortsverband Donndorf-Wiehe-Bottendorf gern gesehenener Gast.
Besonders erfreulich war es, dass Richard Funke wenige Tage vor seinem 65. Geburtstag zur Ehrenamtsgala des VdK-Kreisverbandes Nordthüringen am 25. November 2005 mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Silber, einer der höchsten im VdK zu vergebenden Auszeichnungen, geehrt wurde.
Aus persönlichen Gründen wechselte Richard Funke im Mai 2012 zum Ortsverband Reinsdorf.
(2012)

Hedi Bialkowski bleibt mit VdK verbunden
Am 8. Oktober 2004 mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet

Hedi Bialkowski gehört zu den Gründungsmitgliedern des VdK-Kreisverbandes Artern und seit der ersten Stunde dem Kreisvorstand an. Als Schriftführerin hat sie alle Etappen der Entwicklung vom Kreisverband Artern über den Kyffhäuserkreisverband bis zur Gründung des Kreisverbandes Nordthüringen mitgestaltet und dokumentiert. Gewissenhaft hat sie diese Aufgabe wahrgenommen, wovon man sich jederzeit in der Kreisgeschäftsstelle überzeugen kann. Die Protokolle liegen hier vor.

Portrait von Hedi Bialkowski

Doch das ist nur ein Teil ihres Engagements. Mit ihrer Sachkenntnis im Bereich des Sozialpolitik und des Sozialrechtes stand und steht sie noch heute manchem Mitglied und Hilfe suchenden mit Rat und Tat zur Seite. Sie unterstützte vor allem in den ersten Jahren die Beratungsstelle Artern bei der Beratungstätigkeit und übernahm oftmals die Vertretung für die Beratungsstellenleiterin.
Ganz stark bringt sie sich, selbst schwer behindert, von jeher in den Abbau von Barrieren für behinderte Menschen ein. Viele Vorschläge dazu kamen von ihr für Veränderungen in Artern, aber auch in Sondershausen, auf dem Kyffhäuser, ja sogar in Weimar, weil sie meint, dass die Schönheiten und Kulturschätze unserer Heimat allen Menschen, ohne Ausnahme ob mit oder ohne Behinderungen, zugänglich sein sollten.
Hat Hedi Bialkowski etwas in Angriff genommen, bleibt sie auch dran, bis das Problem gelöst ist.
Im Oktober 2004 schied sie auf Grund persönlicher Probleme aus dem Kreisvorstand aus. Sie hat einen stark pflegebedürftigen Ehemann zu Hause und selbst immer wieder gesundheitliche Probleme. Doch der Kontakt zum Sozialverband VdK, insbesondere der Geschäftsstelle sowie dem Ortsverband, hier wiederum besonders der Interessengemeinschaft "Rollstuhlfahrer und Gehbehinderte" riss nie ab. Sie engagiert sich weiter vor allem auf kulturellem Gebiet. Als Sprechwissenschaftlerin gestaltet sie interessante kulturelle Programme zu den verschiedensten Anlässen, darunter war auch eine Lesung gegen rechte Gewalt. Sie engagiert sich für die Ehrung der zeitweilig in Artern wirkenden Saliner Johann Gottfried Borlach sowie Friedrich von Hardenberg (Novalis) und sorgte dafür, dass ihnen in der Saline Gedenksteine gesetzt wurden. Diese Palette lässt sich weiter fortsetzen.
Für außergewöhnliche Verdienste und unermüdliches ehrenamtliches Engagement im Interesse der behinderten, alten, kranken und sozial schwachen Menschen wurde sie 2004 mit der Ehrenplakette des VdK-Landesverbandes Hessen-Thüringen in Silber ausgezeichnet.
(2009)

Der VdK ist Bernd Reibers zweite Heimat
Am 8. Oktober 2004 mit der Ehrenplakette in Gold ausgezeichnet

Ein vormittäglicher Anruf bei Bernd Reiber. Am Apparat meldet sich eine freundliche Frauenstimme: "Nein, Bernd ist nicht da. Er ist unterwegs, gegen Mittag dürfte er wieder hier zuhause sein." So oder ähnlich hätte auch ein nachmittäglicher Anruf ausgehen können. Nicht etwa, weil Bernd Reiber so reiselustig ist oder großem beruflichen Stress ausgesetzt wäre.

Portrait von Bernd Reiber

Vielmehr fordert ihn das so genannte Ehrenamt rund um die Uhr. Wobei das Ehrenamt eigentlich eine Untertreibung ist. Schließlich hat der gelernte Kfz-Schlosser deren viele inne. Dank all dieser Ehrenämter kann er sich engagiert in die Gesellschaft einbringen. Und man spürt, das Ehrenamt stellt für den schwerbehinderten Mann einen wahren Gesundbrunnen dar. Es lässt ihn nicht wehklagen.
"Ohne meine krebsbedingte Bein-Amputation im Jahre 1977 wäre mein Leben wohl ganz anders verlaufen", sagte Bernd Reiber "Ich bin froh, dass ich seit den 90-er Jahren an etlichen Veränderungen auf sozialem Gebiet mitwirken durfte."
Dass die Arterner Kindertagesstätten in freie Trägerschaft überführt werden, dass die Poststraße als Haupterschließungsstraße eingestuft wurde oder dass die rollstuhlgerecht Zugänglichkeit vieler Einrichtungen erreicht werden konnte, das schreibt Bernd Reiber zwar seiner SPD-Fraktion oder seinem VdK-Kreisverband auf die Fahnen. Doch all das trägt für Eingeweihte unverkennbar seine Handschrift.
Für Bernd Reiber gibt es ein Leben vor und nach der Amputation und das Leben vor und nach der Wende. Vor beidem verlief sein Leben in unscheinbaren Bahnen: Abschluss der 10. Klasse, Lehre, Wehrdienst, SED-Mitgliedschaft, Tätigkeit als Kraftfahrer bei der Bezirksdirektion für Straßenwesen Halle. Nach der Amputation kam er in die Verwaltung der neu geschaffenen Straßenmeisterei in Artern. Mit der Wende entschied er sich im Dezember 1990 für die Sozialdemokratie, deren Mitbegründer er im Kreis Artern wurde. Die ersten freien demokratischen Wahlen sahen ihn als Leiter der Kreiswahlkommission. Danach wurde die Politik sein berufliches Betätigungsgebiet, zunächst als SPD-Regionalgeschäftsführer in Artern, dann bis 1999 als persönlicher Mitarbeiter des Landtagsabgeordneten Klaus Mehle (SPD).
Heute engagiert sich Bernd Reiber ehrenamtlich: Zeitweilig als Ortsvorsitzender der SPD, als deren Kreisvorstandsmitglied und Kreistagsabgeordneter, seit 1994 als Stadtrat und ab 1996 als Fraktionschef. Von Anfang an und ganz besonders in den letzten Jahren spielt für ihn der Sozialverband VdK eine große Rolle. Hier findet er als Schwerbehinderter aber nicht nur den nötigen persönlichen Beistand. Fast wie selbstverständlich gehörte Bernd Reiber im Jahr 1991 neben Martin Begrich zu den Gründern dieses Verbandes im Kreis und ganz besonders der Stadt Artern mit und fungiert seit 1994 als Kreisverbandsvorsitzender. Dabei dachte er nie im engen örtlichen Rahmen, sondern sah schon bald den Landesverband als Ganzes. Er unterstrich bei seinen Auftritten stets die Wechselwirkung von gut funktionierenden und starken Orts-, Kreis- und Landesverbänden. So brachte er sich in den Zusammenschluss der Kreisverbände Artern und Sondershausen im Jahre 1994 zum Kyffhäuserkreisverband und dieses Kreisverbandes dann 2000 mit Nordhausen zum Nordthüringer Kreisverband ein und wurde dessen Vorsitzender. Damit erhielt seine Stimme auch beim Landesvorstand bzw. Landesbeirat in Jena und Landesvorstand in Frankfurt/M. mehr Gewicht.
Als der Zusammenschluss der Landesverbände Thüringen und Hessen ins Gespräch kam, war er für dieses Vorhaben, weil er in einem solchen großen Verband eine starke Macht sah. In Vorbereitung des Zusammenschlusses im Jahr 2003 arbeitete er in einer Reihe Kommissionen und Arbeitsgruppen mit. In den Aufbau der neuen Strukturen bringt er sich als Vorsitzender des inzwischen gegründeten 2.300 Mitglieder starken Bezirksverbandes Nordthüringen. Im Mai 2006 wählt ihn der Bundesverbandstag des VdK als Mitglied des Bundesausschusses.
Seit 2011 gehört Bernd Reiber auch als Beisitzer dem Landesvorstand Hessen-Thüringen des VdK an.
Für sein Engagement im VdK wurde er bereits 2004 als erster im Kreisverband mit der Ehrenplakette des Landesverbandes Hessen-Thüringen in Gold ausgezeichnet.
Nach einem Porträt von Siegfried R. Krebs- aktualisiert VdK (2009/2011)

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  1. VdK OV Artern gratuliert David Crauspe von Optik Mohr | © VdK
  2. VdK OV Artern gratuliert Steffen Baumann zum Jubiläum | © VdK
  3. Festgottesdienst bei der Finneck Werkstatt | © VdK
  4. Vorsitzende des VdK OV Artern Ina Römer gratuliert Thomas Mittelstädt | © VdK
  5. Bialkowsk u. Slodczyk | © Wilhelm Slodczyk
  6. Ehrenpreis für Claudia Hegwer durch Bürgermeisterim | © VdK
  7. Foto der Preisträger | © TA Gläser
  8. VdK-Mitglieder mit Bürgermeister | © kn/vdk
  9. Musiker mit Gitarre | © kn/k-hh
  10. Porträt Ronald Römer | © VdK
  11. Mann gratuliert Frau. | © VdK
  12. Polterabend | © Ronald Römer
  13. Gratulation zu Firmenjubiläum. | © Hegwer
  14. Ina Römer am Rednerpult | © VdK
  15. Portrait von Rose Braune | © VdK KV NTh
  16. Zwei nebeneinander Urkunden | © Repro: VdK
  17. Portrait von Matthias Pollok
  18. Portraits der im Text genannten Personen nebeneinander angeordnet
  19. Portrait von Helmut Simon
  20. Portrait von Klaus Henze, die Chronik des VdK-Kreisverbandes Nordthüringen in Händen haltend
  21. Portrait von Steffen Küttner
  22. Portrait von Jochen Buerke
  23. Portrait von Irene Höhne
  24. Portrait von Ronald Römer
  25. Portrait von Ina Römer
  26. Portrait von Richard Funke
  27. Portrait von Hedi Bialkowski
  28. Portrait von Bernd Reiber
  29. Bialkowsk u. Slodczyk | © Wilhelm Slodczyk

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