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Sozialverband VdK - Kreisverband Nordthüringen

Aktuelles




Internationaler Frauentag am 8. März –
Für gleiche Rechte und Chancen
"Kurs halten! Gleichstellung" - so lautet das diesjährige Motto des Internationalen Frauentags am 8. März. Weltweit machen an diesem Tag Frauen auf ihre Forderungen nach mehr Gleichberechtigung und Chancengleichheit aufmerksam.
Wenn man heute auf die über 100-jährige Geschichte des Frauentags zurückblickt, scheinen viele der ursprünglichen Ziele in Deutschland erreicht.

Portrait von Carin Hinsinger vor einem VdK-Logo
Carin E. Hinsinger, Foto Peter Himsel
Denn formal sind im 20. Jahrhundert mit dem Frauenwahlrecht, dem Gleichstellungsartikel im Grundgesetz und dem Gleichberechtigungsgesetz wichtige Meilensteine auf dem Weg zur Gleichberechtigung der Frau gelegt worden. Dennoch gibt es bis heute zahlreiche gesellschaftliche Bereiche, in denen Frauen weiterhin benachteiligt und diskriminiert werden. Das gilt besonders für den Arbeitsmarkt. So ist etwa die 100 Jahre alte Forderung "Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" bis heute nicht eingelöst und noch immer eine große Einkommensschere vorhanden. Frauen bekommen für die gleiche Arbeit durchschnittlich 23 Prozent weniger Lohn als Männer. Diese Lohnlücke trifft insbesondere Frauen, die Jobunterbrechungen aufgrund von Babypausen oder der Pflege von Angehörigen hinter sich haben. Teilzeitbeschäftigung, geringe Bezahlung oder Arbeitslosigkeit prägen ihre Erwerbsbiografie.
Die Chancen, für ein würdevolles Leben im Alter vorzusorgen, sind gering - Altersarmut programmiert. Dabei ist die Lage für Alleinerziehende und deren Kinder besonders prekär. Nicht vorhandene Kinderbetreuungsplätze und unzureichende Beschäftigungsmöglichkeiten in existenzsichernden und sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen führen sie in die Hartz-IV-Abhängigkeit und später in eine Rente, die sich auf Grundsicherungsniveau bewegt.
"Kurs halten" muss die Politik auch auf dem Weg zu einer uneingeschränkten Teilhabe von Frauen mit Behinderung. Als wichtigen Schritt in diese Richtung beurteilt der VdK das Inkrafttreten der UN-Behindertenkonvention, die die mehrfache Diskriminierung von Frauen mit Behinderungen anerkennt und Deutschland nunmehr verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, damit sie völlig gleichberechtigt und selbstbestimmt leben können.
Frauen sind im Sozialverband VdK Deutschland in unterschiedlichen Positionen und in allen Verbandsstufen stark vertreten. Sie tragen maßgeblich zur Entwicklung des Verbands bei, machen auf sozialpolitische Problemfelder aufmerksam und setzen sich insbesondere für die Belange von benachteiligten Frauen ein.

Carin E. Hinsinger, VdK-Vizepräsidentin und Vorsitzende der VdK-Bundesfrauenkonferenz


Frauen sind stark im Kreisverband

Bunter Blumenstrauß 
Die Frauen in unserem Kreisverband unterstreichen Carin Hinsingers Worte und beweisen mit ihrem Engagement, dass es ohne sie nicht ginge. Der VdK hat sich vom männerdominierten Verband der Kriegsgeschädigten zum Sozialverband gewandelt, der ohne das Engagement unserer Frauen nicht leben kann. Das zeigt sich auch in unserem Kreisverband Nordthüringen recht deutlich.
Namen wie Ina Römer aus Artern, Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen, Käte Preuße aus Bendeleben, Erika Missner aus Sondershausen, Margot Schüchner aus Bottendorf, Ruth Schmidt aus Reinsdorf, Gisela Fischer aus Ellrich, Ingrid Müller aus Ilfeld, Monika Goldacker aus Gorsleben, Heidrun Tschee aus Bleicherode und Christine Barkminn aus Nordhausen sind längst ein Begriff über ihre Heimatorte und unseren Sozialverband VdK hinaus. Viele Namen müsste man noch hinzufügen. Ihnen gilt an diesem Internationalen Ehren- und wenn es mancher auch nicht gern hört – Kampftag für wirkliche Gleichberechtigung ein herzliches Dankeschön und aufmunterndes Weiterso!

Gute Bilanz und klare Ziele
Unser Kreisverband zum Parlamentarischen Abend gut vertreten
Zum 6. Mal hatte der Landesverband Hessen-Thüringen des Sozialverbandes VdK am 25. Februar 2010 zum Parlamentarischen Abend in den Thüringer Landtag nach Erfurt eingeladen. Zum Sinn dieses Treffens sagte der Landesvorsitzende des VdK Udo Schmidt "Ein parlamentarischer Abend lebt von der Begegnung und dem Gespräch. Wir wollen daher diesen Abend nutzen, die bestehenden Kontakte zu intensivieren und uns über aktuelle sozial- und gesellschaftspolitische Themen austauschen."

Die im Bildtext genannten Personen miteinander im Gespräch
Goldi Morcinek (stehend), Vorsitzende des Ortsverbandes Bad Frankenhausen hielt mit ihrer Meinung im persönlichen Gespräch mit der Landtagspräsidentin Birgit Diezel und Sozialministerin Heike Taubert sowie dem Landesvorsitzenden Udo Schlitt und seinem Stellvertreter Claus-Dieter Junker (jeweils von links ) nicht hinter dem Berge

Udo Schlitt nutzte die Gelegenheit die Teilnehmer des Abends über die erfolgreiche Entwicklung des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen zu informieren und dabei besonders auf Thüringen einzugehen. So stellte er fest, dass der Landesverband aktuell 213.600 Mitglieder habe und in beiden Bundesländern Hessen wie Thüringen eine "fest verankerte Interessenvertretung von behinderten und älteren Menschen" sei. Seit der Verschmelzung der beiden Landesverbände zum großen Verband Hessen-Thüringen im Jahr 2003 konnte im Freistaat Thüringen ein Zuwachs von 2.300 Mitgliedern verzeichnet werden. Mit weit mehr als 17.000 Mitgliedern hat der Verband in Thüringen nunmehr eine Organisationsgrad (VdK-Mitglieder/Einwohner) von 0,75 Prozent. So habe sich der Verband auch in Thüringen zu einem umfassenden sozialen Dienstleister mit attraktivem Angebot für die Mitglieder entwickelt.

Die im Bildtext genannten Personen nebeneinander an einem Tisch sitzend miteinander im Gespräch
Teilnehmer des Abends aus dem VdK-Kreisverband Nordthüringen von links: Manfred und Ingrid Müller (Ilfeld), Goldi Morcinek und Birgit Zörkler (Bad Frankenhausen)

Aus der Erfolgsstatistik führte er an, dass die hauptamtlichen Juristen und Juristinnen der drei Thüringer Bezirksgeschäftsstellen in Nordhausen, Jena und Meiningen im vergangenen Jahr 884 Verfahren vor den Thüringer Sozialgerichten und dem Landessozialgericht erledigten. Wie sehr der Schutz des VdK gebraucht werde, belegte er mit der Aussage, dass im vergangenen Jahr 23.000 Beratungsgespräche geführt und fast 5.000 Anträge und Widersprüche erledigt wurden. Insgesamt konnten für die Thüringer Mitglieder Nachzahlungen von fast 4,7 Millionen Euro durch den Verband erstritten werden.
Als Anregung für die folgenden Gespräche ging er auf einige Probleme der Sozialgerichtsbarkeit, darunter Hartz-IV-Verfahren, die Armutsbekämpfung – und auch hier wieder speziell zu den vom Verfassungsgericht aufgeworfenen Fragen zu den Sätzen der Hartz-IV-Empfänger und hier besonders der Kinder, ein. Als nächsten Schwerpunkt nannte er die Gesundheitsreform. "Gesundheit muss für alle bezahlbar bleiben", forderte Schlitt und kündigte an, dass der Sozialverband VdK mit seinen 1,5 Millionen Mitgliedern alles tun wird, um eine einkommensunabhängige Kopfpauschale zu verhindern.

Die im Bildtext genannten Personen und andere nebeneinander an einem Tisch sitzend
Landtagsabgeordnete Gudrun Holbe (CDU) mit VdK-Kreisvorsitzenden Nordthüringen Bernd Reiber. Fotos: Bernd Reiber

Landtagspräsidentin Birgit Diezel würdigte das sozialpolitische Engagement und der wichtigen ehrenamtlichen Beitrag der Mitglieder des Sozialverbandes VdK. Im folgenden gab es eine Reihe interessanter Gespräche mit den Vertretern der Landesregierung wie Sozialministerin Heike Taubert und den Abgeordneten des Landtages. Den VdK Nordthüringen vertraten in Erfurt die Kreisvorsitzenden Bernd Reiber ( KV Nordthüringen), Christian Fliegner (KV Unstrut-Hainich), Hans-Peter Lippert (KV Sömmerda); die Bezirksgeschäftsführerin Birgit Zörkler, sowie Ingrid und Manfred Müller vom Ortsverband Ilfeld und Goldi Morcinek vom Ortsverband Bad Frankenhausen.

Immer mehr Menschen droht Altersarmut
Zum nationalen Auftakt
des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Anlässlich nationalen Auftakts des Europäischen Jahres gegen Armut und soziale Ausgrenzung am 25. Februar 2010 hat Ulrike Mascher (Foto rechts), Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, einen rentenpolitischen Kurswechsel für
Portrait von Ulrike Mascher 
mehr Sicherheit im Alter gefordert.
"Von Altersarmut sind in Deutschland immer mehr Menschen bedroht, die vorzeitig erwerbsunfähig werden, die aufgrund von Arbeitslosigkeit oder der Pflege von Angehörigen nur brüchige Erwerbsbiografien vorweisen können oder von Billigjobs ohne Altersabsicherung leben müssen", sagte Mascher im Rahmen einer VdK-Fachkonferenz, die sich mit den Ursachen und Folgen von Altersarmut beschäftigte.
Nach Auffassung des Sozialverbands VdK Deutschland sagen die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung bereits viel über die wachsende Altersarmut in Deutschland aus. Demnach erhielten Ende 2008 rund 768.000 Menschen Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Gegenüber Ende 2003 erhöhte sich damit die Zahl der Hilfebezieher um rund 329.000 Personen oder 75 Prozent. "Unter den gegenwärtigen Bedingungen werden die Armutsrisiken weiter drastisch zunehmen und immer mehr Rentner auf Grundsicherung im Alter angewiesen sein", warnte Ulrike Mascher.
Der VdK fordert seit langem, die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen und Erwerbsgeminderte anzuheben und jährlich bedarfsgerecht anzupassen. Mascher mahnte die Bundesregierung an, Maßnahmen in Angriff nehmen, um zu verhindern, dass immer mehr Menschen im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind. Die gesetzliche Rente und die Erwerbsminderungsrente müssten armutsfest gemacht werden. Dazu gehöre die Abschaffung der Rentenabschläge für Erwerbsminderungsrentner, die aus Krankheitsgründen nicht bis zum 65. Lebensjahr arbeiten können. Zudem sollte die gesetzliche Rente nach langjähriger vollzeitnaher Erwerbstätigkeit deutlich über dem Grundsicherungsniveau liegen. Im Jahr 2030 muss ein Durchschnittsverdiener bereits 34 Jahre lang (statt 28 Jahre heute) einen entsprechenden Beitrag zahlen, um eine Rente auf Grundsicherungsniveau zu erhalten.
Logo der "VdK Aktion gegen Armut" 
Die Rentengarantie sei laut Mascher zwar ein Schritt in die richtige Richtung. Die VdK-Präsidentin hob jedoch hervor, dass weitere Nullrunden bei der Rente nur verhindert werden könnten, indem die Rentenkürzungsfaktoren wie der Riester- oder der Nachholfaktor abgeschafft würden. "Es muss wieder sichergestellt werden, dass nach langjähriger vollzeitnaher Erwerbstätigkeit die gesetzliche Rente deutlich über dem Grundsicherungsniveau liegt und das allgemeine Rentenniveau durch Rückkehr zur dynamischen Rente, insbesondere durch Streichung der Dämpfungsfaktoren in der Rentenanpassungsformel wieder angehoben wird", betonte Mascher. Auch die jüngere Generation könne kein Interesse an einer ständigen Absenkung des Rentenniveaus haben. Was man den heutigen Rentnern wegnehme, würde auch den künftigen Rentnern fehlen.
Auch sozialpolitische Entscheidungen wie die Rente mit 67 haben für Ältere, insbesondere für Frauen, gravierende Folgen und führen zu einer akuten Armutsgefährdung im Alter. "Solange nicht Maßnahmen getroffen werden, die die Beschäftigungsfähigkeit und -chancen älterer Arbeitnehmer verbessern, ist die Rente mit 67 nichts weiter als eine Rentenkürzung - und ein Weg in die Altersarmut", betonte Mascher.
Dringend verbessert werden muss aus Sicht des VdK auch die rentenrechtliche Absicherung von Langzeitarbeitslosen. Derzeit erwirbt ein Hartz IV-Empfänger, der von 359 Euro Regelsatz leben muss, einen monatlichen Rentenanspruch von 2,09 Euro. "Wenn der Betrag nicht deutlich erhöht wird, ist Altersarmut auch für diese Menschen vorprogrammiert", prognostiziert die VdK-Präsidentin.
Der VdK hatte bereits im Jahr 2008 mit seiner "Aktion gegen Armut" auf die alarmierenden Zahlen und Entwicklungen aufmerksam gemacht. "Arbeitslosigkeit, Niedriglöhne und Rentenkürzungen führen in den kommenden Jahren zu einer steigenden Altersarmut - wenn nicht die gesetzliche Rentenversicherung gestärkt wird. Es ist höchste Zeit zu handeln. Die im Koalitionsvertrag angekündigte Regierungskommission muss daher zügig ihre Arbeit aufnehmen und nachhaltige Lösungen gegen die Armut entwickeln", so Mascher.
(Michael Pausder)

Listensammlung des VdK vom 25. Februar bis 11. März
Mitglieder der Nordthüringer Ortsverbände des Sozialverbandes VdK beteiligen sich auch in diesem Jahr wieder an der genehmigten Haus- und Listensammlung des Verbandes, welche im Zeitraum vom 25. Februar bis zum 11. März stattfindet. Das gesammelte Geld bleibt in den Ortsverbänden und dient der Unterstützung derer sozialen Arbeit. Es kommt vor allem der Betreuung älterer und behinderten Menschen zugute. Dabei nehmen die persönlichen Kontakte, Besuche bei erkrankten Mitgliedern und die Durchführung von Verbandsnachmittagen mit interessanten Vorträgen einen großen Platz ein. Weiter engagieren sich die Ortsverbände für den stetigen Abbau von Barrieren sowohl baulicher Art aber auch zwischen den Menschen. Jede Spende – auch kleine – hilft uns dabei. Die Sammellisten sind gestempelt und abgezeichnet. Auf Wunsch werden vom Verband auch Zuwendungsbestätigungen zur Vorlage beim Finanzamt ausgestellt.
VdK-Kreisvorstand Nordthüringen

Der VdK Hessen-Thüringen zum BVG-Urteil
Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen begrüßt das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes vom 9. Februar und sieht darin wesentliche Forderungen und Kritikpunkte des Verbandes zu Hartz IV bestätigt. Als Folge des Urteils erwartet der Sozialverband VdK jetzt eine Generalüberholung von Hartz IV.
Insbesondere die Regelleistungen für Kinder müssen so schnell wie möglich unter Berücksichtigung des individuellen Bedarfs neu bestimmt werden. Dazu gehören eine sofortige Wiedereinführung der Einmalleistungen sowie eine realitätsgerechte, transparente und nachvollziehbare Anpassung an die Lebensverhältnisse von Kindern. Wichtige Aspekte, wie Bildung und Gesundheit, Kinderbetreuung, Musik und Hilfe bei Schulproblemen sowie die umfangreiche Teilnahme an Vereins- und Freizeitsport, darf nicht wie derzeit eine Frage der sozialen Herkunft sein. Im Besonderen gilt dies für medizinische Leistungen, zum Beispiel bei Medikamenten.
Eine Generalüberholung von Hartz IV, wie vom Gericht vorgegeben, muss in den kommenden Monaten erfolgen. Die aufgrund der Faktenlage ebenso absurde wie umfangreich geführte Missbrauchsdiskussion der letzten Wochen muss jetzt endlich beendet werden. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit liegt der festgestellte Leistungsmissbrauch bei lediglich 1,9 Prozent. Nicht die pauschale Diffamierung von Leistungsempfängern, sondern die Verbesserung der Situation der 6,5 Mio. Betroffenen, insbesondere der 2,4 Mio. von Armut bedrohten Kindern, muss jetzt im Focus der sozialpolitischen Debatte stehen.

Arme Kinder können nicht länger warten!
Der VdK fordert Sofortmaßnahmen bei besonderem Bedarf
Der Sozialverband VdK Deutschland begrüßt das heutige (09.02.2010) Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichts zur Höhe der Hartz-IV-Regelsätze. "Jetzt gibt es einen klaren Auftrag an die Bundesregierung, die Regelleistungen transparent und sachgerecht bis zum 31. Dezember 2010 neu zu berechnen", erklärte die VdK-Präsidentin Ulrike Mascher (Foto rechts).
"Wir fordern Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen auf, in den nächsten Wochen eine gesetzliche Regelung auf den Weg zu bringen, die bedarfsgerechte Regelsätze für Kinder vorsieht. Kinder aus Hartz-IV-Familien dürfen nicht länger in ihren Entwicklungs- und Teilhabechancen gegenüber anderen Kindern benachteiligt werden", sagte die VdK-Chefin. Denn jetzt würden bei ihnen die Weichen für das weitere Leben gestellt, die nachträglich nicht mehr korrigiert werden können.
"Bei der Förderung von Kindern spielt selbst ein halbes Jahr eine große Rolle", betonte Mascher. Deshalb müsse bei besonderen Bedarfen von Kindern schnell Hilfe möglich sein. Hier habe das Gericht jetzt einen Rechtsanspruch eröffnet. "Fahrtkosten bei getrennt lebenden Eltern, Teilnahme an Klassenfahrten, Nachhilfestunden, das brauchen Kinder zum Beispiel, um nicht ausgegrenzt zu werden. Vom Hartz-IV-Regelsatz
lassen sich dafür keine Rücklagen bilden. Das hat die Praxis gezeigt. Hier brauchen wir ganz schnell eine Verfahrensregelung", betonte die VdK-Präsidentin.
Voller Wortlaut der Erklärung mit einem Klick auf das Logo.

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Aufklärung soll weiter aufhorchen lassen
Vom Regionalverband hörgeschädigter und tinnitusbetroffener Menschen
Der Regionalverband hörgeschädigter und tinnitusbetroffener Menschen im Kyffhäuserkreis ist ein überaus aktiver Verband, und hat für das Jahr 2010 schon wieder einiges vor. Aber erst blickte man nun auf das
Weiße Schrift auf grünem Grund "Unsere Partner" 
Vorjahr mit positiver Bilanz zurück.
Zur Jahresversammlung für 2009 hatte der Vorsitzende des Regionalverbandes hörgeschädigter und tinnitusbetroffener Menschen im Kyffhäuserkreis, Fritz Apel, in diesen Tagen alle Interessierten und Vereinsmitglieder in das Handwerkstübchen in Sondershausen eingeladen. Von den 48 Vereinsmitgliedern konnten 39 kommen. Einigen Mitgliedern aus Erfurt und Keula machten die heftigen winterlichen Witterungsverhältnisse das persönliche Erscheinen allerdings unmöglich.
Erst im Dezember 2009 feierte der Regionalverband sein 15-jähliges Bestehen. Die Jahresversammlung nahm man nun zum schönen Anlass, acht der Gründungsmitglieder mit einem Blumenstrauß für ihre Vereinstreue zu ehren.

An einem gedeckten Tisch sitzende Mitglieder des Regionalverbandes, neben ihnen stehend Fritz Apel bei seinen Ausführungen
Eine gute Bilanz konnte Fritz Apel für seinen Regionalverband für das vergangene Jahr ziehen. Dabei zeigt man sich interessiert an der Zusammenarbeit mit anderen Behindertenverbänden. TA-Foto

Der Regionalverband und ganz besonders sein Vorsitzender arbeitet seit Jahren eng mit unserem VdK-Kreisverband zusammen. Besonderes Interesse besteht beiderseits am gemeinschaftlichen Handeln, wenn es um Barrierefreiheit für Menschen mit Behinderungen geht. Als Fachverband leistet der Regionalverband eine besonders gute Arbeit, wenn es darum geht über Probleme Hörbehinderter aufzuklären und zu erläutern, wie man auch für sie Barrieren abbauen kann. So gab es in der Vergangenheit mehrfach gemeinsame Informationsveranstaltungen sowie unterstütze der Regionalverband VdK-Veranstaltungen mit transportablen Hörhilfen.
Das Hauptanliegen des Regionalverbandes ist es, Barrierefreiheit für Menschen mit Hörschädigungen zu schaffen. Aus diesem Grund organisieren die Mitglieder des Vereins um ihren Vorsitzenden Fritz Apel auch 2010 unter anderem wiederum viele Aufklärungsveranstaltungen mit den Feuerwehren, in den Schulen und auch den Verkehrsbetrieben.

Ärger und den Protest der Rentner nicht unterschätzen
Die ersten gesetzlichen Krankenkassen haben zum 1. Februar Zusatzbeiträge in Höhe von acht Euro monatlich angekündigt. Angesichts der Beitragserhöhungen für Millionen gesetzlich Versicherte hat VdK-Präsidentin Ulrike Mascher vor Protesten
der Rentner gewarnt. "Es ist einfach ungerecht, dass Geringverdiener bis zum Anschlag belastet werden, während die Gesundheitsbranche weiter die Kosten in die Höhe treibt", kritisierte sie in einem Interview. Lesen Sie mehr mit einem Klick auf das Logo des VdK-Deutschland
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Recht auf Sonderkündigung bei Zusatzbeitrag
Die Unabhängige Patientenberatung Deutschland (UPD), an der auch der Sozialverband VdK beteiligt ist, hat darauf hingewiesen, dass Versicherte, deren Krankenkasse einen Zusatzbeitrag erhebt, ein Sonderkündigungsrecht haben. Das Recht auf Sonderkündigung setzt die übliche achtzehnmonatige Mindestbindung nach Beitritt zu einer
Krankenkasse außer Kraft. Wer allerdings einen Wahltarif bei seiner Krankenkasse abgeschlossen hat, dem steht kein Sonderkündigungsrecht zu. Mehr dazu mit einem Klick auf nebenstehendes Logo
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Jeder neunte Thüringer lebt von Sozialleistung
Jeder neunte Thüringer ist zur Sicherung seines
Drei Köpfe von hinten bzw. von der Seite vor einem Logo der Agentur für Arbeit und dem Schriftzug "Bundesagentur"
Der Freistaat liegt bei seinen Sozialleistungen über dem Bundesdurchschnitt. TA-Foto: Alexander VOLKMANN
Lebensunterhalts auf Sozialleistungen des Staates angewiesen. 2008 erhielten 252.289 Menschen «Hartz IV» (Arbeitslosengeld II), Sozialhilfe, Renten-Grundsicherung, Asylbewerberleistungen oder eine Kriegsopfer-Rente, wie das Landesamt für Statistik am Mittwoch in Erfurt mitteilte. Der Anteil der Leistungsempfänger an der Gesamtbevölkerung liegt demnach bei 11,1 Prozent. In Deutschland waren es 9,3 Prozent. Somit war jeder elfte Bundesbürger auf eine der Existenz sichernden Hilfen angewiesen.

2010 -
Europäisches Jahr gegen Armut und soziale Ausgrenzung
Das öffentliche Bewusstsein für die Risiken von Armut und sozialer Ausgrenzung zu stärken und die Wahrnehmung für ihre vielfältigen Ursachen und Auswirkungen zu schärfen: Das sind die Ziele des Europäischen Jahres 2010. Das Aktionsjahr wurde von der Europäischen Kommission ausgerufen. Im Mittelpunkt stehen vor allem
die Themen "Entwicklungschancen für Kinder verbessern", "Mit Arbeit Hilfebedürftigkeit überwinden" und "Selbstbestimmte Teilhabe für alle Menschen".
Mehr mit einem Klick auf das nebenstehende VdK-Logo.

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2,8 Milliarden Euro für soziale Projekte
Das Kuratorium der Aktion Mensch feiert einen runden Geburtstag. 500-mal sind die Vertreter der Mitgliedsverbände mittlerweile zusammengekommen, um über Förderanträge zu beraten und zu entscheiden. Am 3. März 1966 fand in Frankfurt am Main
die erste Kuratoriumssitzung statt. Seitdem konnte die Aktion Mensch rund 2,8 Milliarden Euro an soziale Projekte weitergeben. Mehr dazu mit einem Klick auf nebenstehendes Logo.
Logo der "Aktion Mensch"




Neujahrsempfang von MdB Kersten Steinke
Am 14. Januar 2010 führten das Mitglied des Bundestages, Kersten Steinke; und die Linken des Kyffhäuserkreises (mit Kreisvorsitzender, Beatrice Ritzke) in Bad Frankenhausen ihren gemeinsamen Neujahrsempfang durch. Viele Gäste waren der Einladung in die Erfurter Straße von Bad Frankenhausen gefolgt. In ihrer Ansprache forderte Kersten Steinke erneut, dass Deutschland seine Bundeswehrangehörigen aus Afghanistan zurückzieht.

In einem großen Raum an Tische sitzende bzw. stehende und miteinander redende Leute
Der Empfang von MdB Kersten Steinke und der Linken Kyffhäuserkreis fand guten Zuspruch. Unter den Gästen auch Vertreter unseres Kreisverbandes. Foto: khh/kn

Steinke sprach sich klar für die Gewährung eines Mindestlohnes aus und wandte sich gegen die Praxis von Hartz IV. Sie bezeichnete später in persönlichen Gesprächen Hartz IV als doppelte Katastrophe. Einmal sei es ein Katastrophe das es erst geschaffen wurde und die zweite Katastrophe ist die Auslegung der Hartz IV- Regelungen. Sie stimmt damit mit den Erfahrungen und Forderungen unseres Sozialverbandes VdK überein, der zum Empfang die Bezirksgeschäftsführerin Birgit Zörkler, Kreisvorstandsmitglied Matthias Pollok und die Vorsitzende des Ortsverbandes Bad Frankenhausen Goldi Morcinek vertreten war.

Neujahrsempfang im Kyffhäuserkreis
Über 900 Gäste waren zum Neujahrsempfang des Kyffhäuserkreises am 15. Januar nach Sondershausen geladen worden. Ein nicht unwesentliches Teil des Abends vorweg: Mindestens 8.600 Euro sind zusammen gekommen bei der traditionellen Spendenaktion, die auch dieses Jahr wieder für das Projekt "AufTakt" vorgesehen ist.
Im Namen des Kyffhäuserkreises, der Kyffhäusersparkasse, mit den Vorstandvorsitzenden Ulrich Heilmann und Hans-Joachim Warnecke sowie unserer Bundeswehr und heutigem Hausherrn Kommandeur des Raketenartilleriebataillons 132, Oberstleutnant Klaus-Günther Glaab begrüßte Landrat Peter Hengstermann (CDU) die Teilnehmer und eröffnete die traditionelle Veranstaltung. Unter den Gästen waren auch eine ganze Reihe Mitglieder unseres Sozialverbandes VdK mit Kreisvorsitzenden Bernd Reiber an der Spitze. Natürlich war alles was Rang und Namen in der Politik und Wirtschaft unserer Region hat, erschienen.
Ganz besonders begrüßt wurden die Vertreter des Schwalm-Eder-Kreises begrüßt, mit denen den Kreis eine 20-jährige Partnerschaft verbindet.

In einem großen Raum an Tische sitzende bzw. stehende und miteinander redende Leute
Unter den Gästen, die aufmerksam der Rede des Landrates lauschten waren auch Bernd Reiber und Goldi Morcinek als Vertreter unseres Sozialverbandes. (TA-Foto Kiesel)

Für die musikalische Umrahmung sorgten das Loh-Orchester, die Big Band der Kreismusikschule und die kleinen Musiker, die nunmehr seit einem Jahr am Projekt "AufTakt" teilnehmen. Es waren Schüler der Franzbergschule Sondershausen.
Landrat Peter Hengstermann ging in seiner Ansprache auf die Erfolge des vergangenen Jahres ein und forderte dazu auf an diese anknüpfend die komplizierten Aufgaben des neuen Jahres mit viel Engagement zu packen. Zugleich sagte er ein herzliches Dankeschön für das Geleistete und würdigte besonders den Beitrag vieler ehrenamtlicher Helfer aus den Vereinen und Verbänden, ohne deren Engagement es gerade in den harten Zeiten unserer Tage nicht zu schaffen wäre.


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