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Verbandsinfo 2014 aus unserem Einzugsbereich

Schulung für Ehrenamtler

Im November 2014 nutzte unser Kreisverband noch einmal die Möglichkeit der Ehrenamtsakademie des Landesverbandes Hesse-Thüringen Mitglieder für ihr Ehrenamt zu qualifizieren. Besonders Mitglieder, welche in ihrem Ehrenamt neu sind, nahmen das Angebot gern an.

Zum Erinnerungsfoto trafen sich die Lehrgangsteilnehmer mit dem Referenten Oliver Rex Funke (stehend).© VdK

So fand u. a. in Ilfeld im Gästehaus Sauermann einem Grundlehrgang zur Vorstandsarbeit für Mitglieder aus den Ortsverbänden Bleicherode, Nordhausen, Ellrich und Ilfeld statt. Dabei wurden uns von OliverRex Funke wichtige Informationen für das Ehrenamt vermittelt. Er verstand es die Informationen interessant herrüber zu bringen. Dafür gilt ihm herzlicher Dank.
Sylvia Schmidt, Ilfeld

Dramatischer Anstieg der Zahlen - Pflege bedeutet Armut

VdK fordert "Aktionsplan Pflege" von der künftigen neuen thüringischen Landesregierung

K. W. Seif© B. R.

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert von der neuen thüringischen Landesregierung einen "Aktionsplan Pflege". "Sollten in den kommenden Jahren keine entscheidenden politischen Weichenstellungen in den die Pflege betreffenden Bereichen erfolgen, droht Thüringen der Pflegekollaps", sagte der VdK-Landesvorsitzende Karl-Winfried Seif. "Alle, die im Bereich Pflege Verantwortung tragen, müssen zusammen mit der Politik an einen Tisch: die Vertreter der pflegenden Angehörigen, die Wohlfahrtsverbände, Vertreter der ambulanten Pflegedienste und der Pflegeschulen."
Die Zahlen, mit denen der VdK seine Forderungen begründet, sind alarmierend. So hat die Zahl der Menschen in Thüringen, die im Fall der Pflege auf Sozialhilfe angewiesen sind, zwischen 2005 und 2013 um fast 60 Prozent zugenommen, von 5.208 auf 8.298 Empfänger. Dramatisch ist auch die erwartete Zunahme der Demenzkranken. Hier geht der VdK bis zum Jahr 2035 von einem Anstieg um mehr als 50 Prozent aus. Bis 2030 fehlen etwa 8.000 zusätzliche Pflegekräfte und rund 90.000 barrierefreie Wohnungen.
Der VdK hat einen Forderungskatalog für einen "Aktionsplan Pflege 2035" vorgelegt und diesen im September allen im Landtag vertretenen Parteien zugesandt. "Die Zahlen liegen auf dem Tisch, der Handlungsbedarf ist unstrittig. Wir erwarten von der zukünftigen Landesregierung, dass sie tätig wird", so der VdK-Landesvorsitzende.
Philipp Stielow, Pressesprecher

Langzeitarbeitslose brauchen Perspektiven

© VdK

VdK-Präsidentin Mascher: "Wir brauchen einen dauerhaft öffentlich geförderten Arbeitsmarkt"
"Es ist gut, dass die Bundesarbeitsministerin den Fokus endlich auf die Situation der Langzeitarbeitslosen legt. Wir brauchen aber ein nachhaltiges Konzept. Befristete Programme können nur ein erster Schritt sein". So kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die heute (05.11.2014) von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles im Sozialausschuss des Bundestags vorgestellten Pläne zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Langzeitarbeitslosen.
"Wir benötigen endlich eine neue Struktur in der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik. Vorrangiges Ziel muss es sein, die Chancen der über 1,6 Millionen Langzeitarbeitslosen zu erhöhen, wieder in Beschäftigung zu kommen", so die VdK-Präsidentin. In den letzten Jahren seien viele Programme zurückgefahren worden. Der VdK fordert daher dringend mehr Mittel zur Förderung nachhaltiger Programme zur Wiedereingliederung. "Weiterbildungsprogramme, die insbesondere die individuelle Situation von gering Qualifizierten berücksichtigen, müssen ausgebaut werden. Die Menschen brauchen Perspektiven. Lange ohne Arbeit zu sein, sich in einer Sackgasse zu fühlen, grenzt aus, macht krank und ist entwürdigend", so Mascher.

© VdK Archiv

Notwendig sei auch die Schaffung eines dauerhaft öffentlich geförderten Arbeitsmarktes mit tariflich entlohnten, sozialversicherungspflichtigen und arbeitsrechtlich abgesicherten Arbeitsplätzen für besonders benachteiligte Personengruppen. Denn auch bei einer guten wirtschaftlichen Entwicklung und zunehmendem Fachkräftebedarf gäbe es eine beträchtliche Gruppe von Langzeitarbeitslosen, die so gut wie keine Chance haben, wieder eine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt zu finden. "Ein öffentlicher Beschäftigungssektor kann Langzeitarbeitslosen, die aufgrund von sozialen, psychischen oder gesundheitlichen Problemen keine Chance auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt haben, eine Perspektive bieten", erklärt die VdK-Präsidentin.
Als besorgniserregend bezeichnet Mascher die Tatsache, dass der Trend zur Langzeitarbeitslosigkeit vor allem bei Menschen mit Behinderung anhält. "Sie haben zu wenige Chancen, einen Zugang zum allgemeinen Arbeitsmarkt zu finden". Der VdK fordert deshalb, die Arbeitsförderung behinderter Menschen weiterzuentwickeln. "Um die Beschäftigungschancen dieser auf dem Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Gruppe zu verbessern, müssen sowohl die Beratung als auch die Vermittlung deutlich verstärkt werden", fordert Mascher. Es müssten in den Betrieben zudem die Ängste und Vorurteile abgebaut werden. "Menschen mit einer Behinderung sind oft gut ausgebildet, sehr motiviert und nicht häufiger krank als andere Arbeitnehmer. Auch das Vorurteil der "Unkündbarkeit" ist Unsinn", so Mascher.

Unser Engagement ging in Dokumentation ein.

Die Aktion Mensch erarbeitet jährlich aus den einzelnen Nachweisen der Mai-Aktionen eine Dokumentation, so auch in diesem Jahr wieder geschehen. Diese Dokumentation mit den besten Berichten und Bildern ging diesertage auch wieder an die Aktionsbeauftragten unseres Kreises Wolf-Jürgen und Monik Träger. Mit Freude stellten sie fest, dass sich auch die Aktion in Ilfeld hier in Wort und Bild wiederfand. Das ist eine Würdigung der vielen freiwilligen Akteure aus unserem Kreisverband.
Nachfolgend dazu der Ausschnitt der Dokumentation.

© VdK

1. August 1914 - Die Urkatastrophe

Jugendliche gestalten Eröffnung mit.© nnz

Nordhausen. Auf den Tag einhundert Jahre ist es her, das dass Deutsche Kaiserreich Russland den Krieg erklärte. Wenige Tage später befand sich der gesamte Kontinent im Kriegszustand. Die Flohburg beleuchtet seit dem Jubiläumstag 01.08.2014, wie sich die "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" auf das Leben in Nordhausen auswirkte, eine Ausstellung, welche dem traurigen Jubiläum und aktuellen Ereignissen angemessen ist. Erfreulich, dass sich auch junge Leute für diesen Abschnitt der deutschen Geschichte interessieren.

Cornelia Kraffzick leitete die Gedenkveranstaltung.© kn/k-hh

Sondershausen. Mit einer Kranzniederlegung wurde im Schlosspark von Sondershausen an den Ausbruch des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren gedacht. Zahlreiche Bürger waren zur Kranzniederlegung in den Schlosspark vor das 2012 neu restaurierte Kriegerdenkmal gekommen, das im Jahre 1924 (7. September) erstmals geweiht worden war.
Die Festreden am Denkmal leitete die erste Beigeordnete der Satdt Sondershausen Cornelia Kraffzick ein (SPD) ein. Kraffzick verurteilte das Massensterben u.a. vor Verdun und an der Somme, um nur einige Orte zu nennen. Das Denkmal sollte an die 273 Sondershäuser Opfer erinnern, die bei der "Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts" ums Leben gekommen war.

Auch in Roßleben wurde der Opfer gedacht.© TA

Roßleben/Wiehe. Die Orte nördlich und südlich der Unstrut waren am 1. Auugst im Gedenken an den Ausbruch des 1. Weltkriegs vor 100 Jahren vereint. Bereits am Morgen legten Vertreter der Stadt und ihrer Ortsteile sowie mehrerer Vereine am Kriegerdenkmal am Friedhof Kränze und Blumengebinde nieder und gedachten derer, die damals in den Schützengräben ihr Leben ließen und nie wieder nach Hause zurück kehrten. Diskutiert wurde auch darüber, dass just 100 Jahre später zwei neue Kriegsherde in der Ukraine und im Gaza die Welt in Atem halten.
Auch in vielen anderen Orten de3 Kreise Nordhausen und Kyffhäuserkreis erfolgten an diesem Tage Kranzniederlegungen sowie Gedenkveranstaltungen.

Der VdK-Kreisvorstand beriet anstehende Aufgaben

© W.-J. Trager

Am 14. Juli, wenn andere in den Sommerurlaub gehen, traf sich der VdK-Kreisvorstand Nordthüringen, um nach einem erfolgreichen 1. Halbjahr über die nächsten Aufgaben zu beraten, denn einige Höhepunkte stehen auch in der Sommerzeit an.

Neuigkeiten vom VdK-Nordthüringen

Mitte Juli hatte der VdK-Kreisvorstand Nordthüringen bei seiner turnusmäßigen Sitzung in Sondershausen einige positive Neuigkeiten zu vermelden.
Monika und Wolf-Jürgen Träger, beide im Ortsverband Roßleben organisiert, konnten als Organisatoren der alljährlichen im Mai von der Aktion Mensch unterstützten Aktionen für die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention berichten, dass diese auch im Jahr 2014 im Kreisverband erfolgreich abgeschlossen wurden. Damit wurde ein wichtiger Beitrag zur weiteren Umsetzung der Inklusion in unseren Kreisen Nordhausen und Kyffhäuser geleistet. Jetzt gilt es die dabei zu Wort gekommennen Politiker beim Wort zu nehmen.
Dass ihnen sozialpolitische Fragen am Herzen liegen, zeigt, dass ihr Ortsverband Roßleben erneute Kürzungen der schwarz-roten Regierung bei Zuzahlungen zu wichtigen Arzneimitteln per 01.07.2014 kürzte und damit vor allem chronisch Kranke stark belastet. Sie riefen angeregt durch ihren Ortsverband zu einer Protestaktion dagegen auf:
Während gegenwärtig die Ortsverbände das schöne sommerlich Wetter zu Geselligkeit, Ausflügen, vor allem aber Grillnachmittagen nutzen,

Wie in Ilfeld werden zur Zeit in vielen Ortsverbänden Sommer- und Grillfeste gestaltet.© S. Schmidt

stehen aber auch noch weitere Höhepunkte an. So wird der behindertengerechte VdK-Infobus am 3. September vormittags in Nordhausen und nachmittags in Ellrich erwartet. Wenn es klappt, kommt es am 2. September zu einem zusätzlichen Halt in Ilfeld. Genaue Informationen folgen zu gegebener Zeit.
Für den 2. September ist in Nordhausen das alljährliche Kreisfrauenforum geplant.
Kreisvorsitzender Bernd Bernd Reiber stellte Gerlinde Schilling als neues Mitglied vor. Sie möchte sich im Verband ehrenamtlich bei der der interessanten Gestaltung der Homepage betätigen.Das ehrenamtliche Team freut sich bereits auf die Verstärkung.
Um VdK-Mitglieder bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit zu unterstützen sind entsprechende Ehrenamtschulungen in den nächsten Wochen sowohl im Nordhäuserbereich als auch im Kyffhäuserkreis geplant. Spezielle zentrale Schulungen an der Ehrenamtsakademie in Schönberg zur Durchführung kommen.
Dieses Jahr sollen auch noch dezentrale Schulungen sowohl im Nordhäuser Bereich als auch im Bereich Kyffhäuserkreis stattfinden.
Dietmar Buchardt, stv. Kreisvorsitzender

Zum Sommerfest wichtige Kontakte geknüpft

Nach der der ersten Sitzung des neu gewählten Kreistages am 8. Juli 2014 hatte die Landrätin Birgit Keller die Kommunalpolitiker mit ausgewählten Vertretern aus dem Ehrenamt und der Wirtschaft zum zweiten Sommer-Empfang im Innenhof des Historischen Landratsamtes in Nordhausen eingeladen.

Landrätin Birgit Keller beim Sommer-Empfang im historischen Landratsamt Nordhausen.© Hans-Peter Blum

Darunter war auch eine Delegation unseres VdK-Kreisverbandes Nordthüringen. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung unter der Rubrik "Politik trifft Ehrenamt und Wirtschaft". Es fand ein reger Austausch statt und es wurden auch neue Kontakte geknüpft.

Landrätinnen beim VdK. Roswitha Hankel, Ramona Bräuer, Sylvia Schmidt, Doreen Berner Ose, mit Birgit Keller (auf unterem Foto Antje Hochwind statt Keller) sowie Heidrun Tschee und Katja Strohmeyer.© D. Berner-Ose

© D. Berner-Ose

"Nach der Besetzung der Gremien können wir jetzt durchstarten", sagte Keller bei der Begrüßung. Ziel sei es, in vielen Gesprächen Kontakte und Netzwerke zu knüpfen, denn "gemeinsam lässt sich mehr erreichen", so die Landrätin. Diese Aufforderung nahmen auch die Vertreter unseres Sozialverbandes VdK mit Vertretern der Bezirksgeschäftsstelle Nordhausen sowie den Ortsverbänden Nordhausen, Ilfeld und Bleicherode wahr.
Das dokumentieren auch die Fotos mit den beiden Landrätinnen Birgit Keller (Linke) Nordhausen sowie der als Gast anwesenden Landrätin Antje Hochwind (SPD) Kyffhäuserkreis. Vielleicht führen sie unsere Region einmal zu der von unserem Sozialverband bereits erprobten Struktur Nordthüringen? Wer weiß?
Anschließend sorgten Mitwirkende der Kreismusikschule Sondershausen, des Loh-Orchesters sowie der Nordhäuser Ballettkompanie für gute Unterhaltung der zahlreichen Gäste des Empfangs. Ein warmes Buffet durfte natürlich auch nicht fehlen.
Foto Doreen Berner-Ose

20.000. Mitglied in Thüringen begrüßt

Mitgliederwachstum beim Sozialverband VdK hält unvermindert an
Der seit Jahren starke Mitgliederzuwachs beim Sozialverband VdK hält unvermindert an. In Thüringen konnte Anfang Juli 2014 das 20.000 Mitglied begrüßt werden.

© VdK

"Wir sind sehr stolz, dass wir in Thüringen die Marke von 20.000 Mitgliedern überschritten haben. Hierdurch zeigt sich, dass wir in unseren 15 Kreisverbänden und rund 150 Ortsverbänden gute Arbeit leisten und für die Thüringer wichtig sind", sagte der stellvertretende Vorsitzende des Landesbeirats Thüringen und Mitglied im Landesvorstand des Sozialverbandes VdK Hessen-Thüringen, Gottfried Schugens, anlässlich der Begrüßung des Jubiläumsmitglieds, des 55-jährigen Ralf Hujer.
Seit der Verschmelzung der beiden VdK-Landesverbände Hessen und Thüringen im Jahr 2004 ist die Mitgliederzahl in Thüringen von 14.500 auf nunmehr 20.000 angewachsen, was einem Anstieg von fast 40 Prozent entspricht. Im VdK-Landesverband Hessen-Thüringen sind mehr als 240.000 Frauen und Männer organisiert, jeden Monat treten rund 1.500 neue Mitglieder bei.
Philipp Stielow

Wechsel in der Geschäftsführung - Jens Kaffenberger (43) ist ab 1. Juli 2014 neuer Bundesgeschäftsführer des Sozialverbands VdK Deutschland.

Er tritt damit die Nachfolge von Josef Müssenich an, der die Geschäfte seit 2005 geführt hat und nun in den Ruhestand geht.

© VdK

Kaffenberger begann seine Laufbahn 2002 beim VdK als Referent der Geschäftsführung im Bereich Gesundheits- und Pflegepolitik. Im Jahr 2009 wurde er zum stellvertretenden Bundesgeschäftsführer ernannt. Als Leiter des Berliner Hauptstadtbüros hat Jens Kaffenberger die Kontakte zum politischen Berlin in den vergangenen Jahren vertieft und leitet die Bundesgeschäftsstelle künftig vom neuen Standort in Berlin-Mitte.
Die gesamte Themenpalette des VdK wie Pflege, Gesundheit, Rente, Armut und Behinderung steht auch beim neuen Bundesgeschäftsführer auf der politischen Agenda. Leitgedanke ist dabei, den VdK für die kommenden Jahre weiter erfolgreich als Partner der Bürgerinnen und Bürger in allen Fragen des Sozialrechts und als modernen Sozialverband zu positionieren.
Der Sozialverband VdK versteht sich als Anwalt für Rentnerinnen und Rentner, chronisch Kranke, Menschen mit Behinderung, Pflegebedürftige und deren Angehörige, ältere Arbeitnehmer sowie Bürgerinnen und Bürger, die auf Grundsicherung angewiesen sind. Seit über 60 Jahren vertritt er die gesellschaftlichen, politischen und rechtlichen Interessen seiner Mitglieder gegenüber dem Staat und der Regierung ? parteipolitisch und konfessionell neutral sowie finanziell unabhängig. Und es sind immer mehr Menschen, die sich dem größten deutschen Sozialverband anschließen - derzeit zählt der VdK rund 1,7 Millionen Mitglieder.
Cornelia Jurrmann

Frauenvertreterinnen fordern umfassende Pflegereform

Thesenpapier auf landesweiter Konferenz verabschiedet
Die Vertreterinnen der Frauen im Sozialverband VdK Hessen-Thüringen haben auf ihrer Landeskonferenz in Grünberg am 19./20. Juni 2014 ein Thesenpapier beschlossen, in dem sie eine große Pflegereform fordern. Die 72 Delegierten, unter ihnen Ingrid Müller als Vertreterin des Kreisverbandes Nordthüringen, stimmten einstimmig für den aus acht Thesen bestehenden Forderungskatalog, mit dem sich die VdK-Frauenvertreterinnen an die Fraktionen im Hessischen und Thüringer Landtag wenden.
"Die Politik muss sich den Herausforderungen im Bereich Pflege stellen und so schnell wie möglich zukunftsfähige Perspektiven entwickeln, sonst kommt es zum Pflegekollaps", sagt die Landesvertreterin der Frauen im Sozialverband VdK Hessen-Thüringen, Karin Wagner. "Wenn heute in der Pflege nicht vorausschauend gehandelt wird, entsteht eine Gesellschaft, die die jüngeren Generationen vor eine nicht zu bewältigende soziale Herausforderung stellt."

Teilnehmerinnen der VdK Frauenkonferenz des Landesverbandes Hessen-Thüringen. Kleines Foto oben zeigt rechts Ingrid Müller.© VdK

Ganz wichtig sei die rasche Umsetzung eines neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffs, damit Menschen mit seelisch-geistigen Beeinträchtigungen, wie Demenz, endlich mehr und bedarfsgerechtere Leistungen erhielten. Zudem fordern die VdK-Frauen eine Anhebung und Differenzierung der Pflegestufen und eine stärkere Förderung der geriatrischen Rehabilitation. Als unabdingbar sehen es die Vertreterinnen der Frauen im Sozialverband VdK Hessen-Thüringen auch an, den Pflegeberuf attraktiver zu gestalten. Dies könne vor allem über höhere Löhne und eine Reduzierung der Arbeitsbelastung durch günstigere Personalschlüssel erreicht werden.
"Die einzelnen Kommunen stehen ebenfalls in der Pflicht", betont die VdK-Landesfrauenvertreterin. "Im Thesenpapier haben wir die Bereiche genannt, in denen dringender Handlungsbedarf besteht." So fordern die Frauenvertreterinnen im VdK mehr Unterstützung für pflegende Angehörige, eine bessere Vernetzung der Angebote vor Ort sowie den Ausbau der Pflegestützpunkte. "In Hessen und Thüringen wurden noch immer nicht in allen Landkreisen und kreisfreien Städten Pflegestützpunkte eingerichtet", erläutert Frau Wagner. So gebe es zum Beispiel im Lahn-Dill-Kreis, im Odenwaldkreis und im Kreis Offenbach immer noch keinen Pflegestützpunkt. Im Kyffhäuserkreis wird ein solcher am 2. Juli erröffnet und soll später noch eine Außenstelle in Artern bekommen
Laden Sie sich hier das Thesenpapier der Frauenlandeskonferenz al PDF auf den Bildschirm.

Philipp Stielow

Der VdK Deutschland meint es ernst mit der Verfassungsbeschwerde

Aus Ulrike Maschers Kommentar: "Menschenwürdig"

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher© VdK

Die Würde des Menschen ist unantastbar. So steht es in Artikel 1 des Grundgesetzes. Es ist das elementarste Recht, das wir haben. Es gilt uneingeschränkt für alle Menschen, die in Deutschland leben. Unabhängig vom Gesundheitszustand. Unabhängig vom Alter. Doch in Pflegeheimen kommt es leider viel zu oft zu Verstößen gegen dieses Grundrecht.
Alte, pflegebedürftige Menschen, die im Heim ihren letzten Lebensabschnitt verbringen, sind häufig so schutzlos wie kleine Kinder. Und weil das so ist, hat auch der Staat ihnen gegenüber eine besondere Schutzverpflichtung. Doch das bestehende System lässt es zu, dass in manchen Einrichtungen buchstäblich entwürdigende Zustände herrschen.
Auch Angehörige fühlen sich oft machtlos. Deshalb, so die Schlussfolgerung, müssen sich andere für diese Menschen einsetzen. Schon allein, weil wir irgendwann alle in dieser Lage sein könnten, weil niemand davor gefeit ist, selbst einmal pflegebedürftig zu werden. Es geht oft um einfache Ansprüche, die das überforderte Personal nicht erfüllen kann: zur Toilette gehen zu dürfen, an die frische Luft gebracht zu werden oder eine Mahlzeit im eigenen Tempo zu essen, statt künstlich ernährt zu werden. Wenn Grundrechte durch bestehende Gesetze verletzt werden, ist das ein Fall für das Bundesverfassungsgericht. Susanne Moritz hält die Pflegemisere für einen solchen Fall. Und der Sozialverband VdK hat sich nach sorgfältiger juristischer Prüfung dieser Auffassung angeschlossen.
Wir bereiten diese Verfassungsbeschwerde vor. Auch die Aufforderung der Kanzlerin an den VdK, dies lieber zu unterlassen, wird uns von unserem Entschluss nicht abbringen. Es war zu hören, dass der VdK diese Verfassungsbeschwerde nur als Drohkulisse aufbauen will. Nein, wir benutzen das Leid der Pflegebedürftigen nicht, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Wir wollen, dass sich etwas zum Besseren verändert.

Studenten der Nordhäuser Fachhochschule
beschäftigen sich mit Barrierefreiheit

Nordhausen. Dass Barrieren im täglichen Leben sehr schnell zu einer Behinderung im gesellschaftlichen Miteinander werden können, erforschen derzeit Studierende der Heilpädagogik an der Fachhochschule Nordhausen.

Studierende der FH legen den Grundstein für ein semesterübergreifendes Vorhaben für Barrierefreiheit in Nordhausen.© M.-E. Witzmann

Im Rahmen eines interdisziplinären Projektes legen hier 15 Studierende den Grundstein für ein langfristig geplantes und semesterübergreifendes Vorhaben mit dem Schwerpunkt Barrierefreiheit.
Zu klären, was Barrierefreiheit überhaupt bedeutet, war hier eine der ersten Hürden. Denn nur zu schnell kommen einem die Bilder von Treppen und Rollstühlen in den Sinn. Doch sind die Barrieren im täglichen Leben sehr vielfältig und nicht immer offensichtlich. So sind auch Behinderungen nie gleich. Es ist daher nicht immer die fehlende Rampe zu Eingängen, sondern Formulare ohne leichte Sprache, Lebensmittelverpackungen ohne Blindenschrift und vieles weitere - alles Dinge des alltäglichen Lebens.
Die von Deutschland bereits 2009 unterzeichnete UN-Behindertenrechtskonvention, welche die gleichberechtigte Teilhabe aller Menschen am Alltagsleben anstrebt, greift diesen Gedanken auf und bildet eine wissenschaftliche und politische Grundlage für die Projektidee. Diesem Grundgedanken nachgehend, haben die Studierenden sechs Kategorien gebildet und werden die Bereiche Bildung und Arbeit, Familie und Freunde, Freizeit-, Kultur- und Religionsausübung, Gesundheit, Öffentlicher Raum und Mobilität, Wohnen und Haushalt sowie Zugang zu Informationen in der Region genauer untersuchen.
Langfristiges Ziel ist hierbei die Vorarbeit für einen mit allen Partnern gemeinsam entwickelten kommunalen Aktionsplan Inklusion und somit die aktive Mitgestaltung in der Region. Kurzfristiges Ziel wird das Entfernen einer konkreten Barriere, die öffentliche Darstellung des Projektplanes in Form eines Abschlussberichtes und Aufklärungsarbeit zum Thema Inklusion in beteiligten Einrichtungen sein.

Erstrebenswertes Ziel für jede öffentliche Einrichtung.© VdK

Wichtig ist den Studierenden in der Projektdurchführung, den Perspektivwechsel von eigenen Vorstellungen, hin zu den Bedürfnissen und Lebenslagen der Betreffenden selbst nachzuzeichnen. Sie wollen im Austausch mit ihnen gemeinsam gestalten und hören, was ihnen wichtig im Leben ist, sind dankbar für Hinweise und Anregungen. "Denn was für mich eine Selbstverständlichkeit darstellt, kann für jemand anderen bereits eine große Hürde sein", sagt Jessica Bartels.
Der Austausch mit Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Verbänden der Region leistet hier einen großen Beitrag zum Gelingen, wobei insbesondere die gute Zusammenarbeit mit dem Sozialverband VdK einen Grundpfeiler der Projektrealisierung darstellt. So wurde den Beteiligten die Möglichkeit eingeräumt, die Idee des Vorhabens auf einer Veranstaltung des VdK zum Thema Inklusion Anfang Mai in Nordhausen vorzustellen. Hier wurde den Studierenden vielfach positive Resonanz und Unterstützung für ihr Projekt entgegengebracht.
Hochmotiviert und mit großem Dank an alle bisherigen Unterstützer des Vorhabens geht die Projektgruppe nun in die nächste Runde - auch mit der Hoffnung, weitere Förderer für das wichtige Projekt gewinnen zu können.
Mary-Ellen Witzmann / 02.06.14 / TA

Verdiente Ehrung für Ehrenamtler im Kyffhäuserkreis

© kn/k-hh

Nach 12 Jahren der Würdigung der Ehrenamtsarbeit im Kinder- und Jugendbereich mit dem begehrten "Blauen Kristall" erfolgt nunmehr eine große Ehrenamtsgala für alle Bereiche ehrenamtlichen Engagements. So wichtig und richtig die Ehrenamtsförderung im Bereich der Jugend und des Sports war und ist, so sehr haben alle Ehrenamtler die Anerkennung verdient.
Der neue Ehrenamtspreis. sagte Landrätin Antje Hochwind bei der ersten Vergabe am 23. Mai 2014, stelle sinnbildlich helfende Hände dar, die in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens vorkommen. Ehrenamtliche tätige Menschen bereichern unser Gemeinwesen. Es gab 43 Vorschläge für die Auszeichnung. 10 Preise wurden vergeben. Außerdem erfolgte erstmals die Vergabe von 10 Ehrenamtscards.

Gut besucht war die Veranstaltung zur Ehrung des Ehrenamts.© TA

Begonnen wurde die Ehrung im vollen Burghof auf dem Kyffhäuser im Beisein aller Prominenz mit Rang und Namen mit der Vergabe der 10 Ehrencards. Dem folgte die Vergabe des neuen Ehrenamtspreises. Die Auszeichnungen nahmen Landrätin Antje Hochwind und der Vorstandsvorsitzende der Kyffhäusersparkasse Ulrich Heilmann, sowie der jeweilige Laudator vor.
Unter den 10 Preisträgern war aus unserem Kreisverband Nordthüringen Käte Preuße aus Bendeleben.

Käte Preuße nimmt ihren wohl verdienten Ehrenamtspreis entgegen.© kn/k-hh

Käte Preuße ist Vorsitzende des Ortsverband des VdK Bendeleben. Sie erhielt den Preis in der Kategorie Alten-, Behinderten-, Kranken- und Hospizarbeit. Laudator Knut Hoffmann, Bürgermeister der Landgemeinde Kyffhäuserland würdigte die seit 23 Jahren im VdK Tätige. Im Jahre 2001 hatte sie den Vorsitz übernommen mit damals schon 71 Jahren.
Sie hat sich diese Auszeichnung redlich verdient. Herzlichen Glückwunsch!

Auch jene, für die auf Grund der begrenzten Zahl die Preise nicht reichten, wurden auf die Bühne gerufen und bekamen Beiifall.© kn/k-hh

Durch die begrenzte Zahl nicht zu den Ausgezeichneten gehört Erika Missner, Schatzmeisterin des VdK-Ortsverbandes Sondershausen Jecha. Ihr wurde wie allen anderen Vorgeschlagenen aber auch ein herzliches Dankeschön gesagt. Dazu gehört auch unser Mitglied Hedi Bialkowski vom Ortsverband Artern für ihr Engagement im kulturellen Bereich.
Besonders freuen wir uns aber auch über die Auszeichnung unseres Freundes Fritz Apel, Gründungsmitglied des Regionalverbandes Tinnitus- und Hörgeschädigter mit dem Ehrenpreis sowie die Nominierung des "Trampelpfades" Artern, Christine Domey von der Lebenshilfe Artern und Gabriele Friedlich vom Blinden- und Sehbehindertenverband Kyffhäuserkreis. Auch ihnen gehört unser Glückwunsch!

Inklusion ist gemeinsames Anliegen

Seit dem Jahr 2001 beteiligt sich der VdK-Kreisverband Nordthüringen, zu dem 13 Ortsverbände in den Kreisen Nordhausen und Kyffhäuser gehören, an den von der Aktion Mensch geförderten Initiativen zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen. Im Mittelpunkt dabei stehen Fragen der Umsetzung der UN-Menschenrechtskonvention vor Ort und damit Fragen der Barrierefreiheit und Inklusion. Neben Veranstaltungen in den einzelnen Ortsverbänden führt der Kreisverband in der Regel auch eine zentreale Veranstaltung durch, welche u. a. zum Ziel hat, die Kräfte im Territorium zu bündeln. In diesem Jahr fand diese Veranstaltung am 2. Mai in Nordhausen statt. 42 Teilnehmer aus beiden Kreisen warem der Einladung in ?Regenbogenhaus? in Stadt Nordhausen gefolgt. Sie stand aus Anlass des 50jährigen Jubiläums der Aktion Mensch unter dem Motto: "Schon viel erreicht, noch viel mehr vor".

© W.-J. Trager

VdK-Kreisvorsitzender Bernd Reiber begrüßte die Anwesenden herzlich und führte zum Thema ein. Wolf-Jürgen Träger, Vorsitzender des VdK-Ortsverbandes Roßleben und Aktionsverantwortlicher des VdK-Kreisverbandes berichtete den Anwesenden anhand seines hervorragend vorbereiteten Powerpoint-Vortrages zu den Thema des Tages. MdB Steffen Claudio Lemme, bereits seit dem vergangenen Jahr Schirmherr der Veranstaltungsreihe ging kurz auf die gesellschaftliche Bedeutung des Themas ein, dessen Umsetzung eine koninuiertliche Arbeit erfordere und erklärte seine weitere Bereitschaft zur Unterstützung.
Frau Antje Hochwind, die Landrätin des Kyffhäuserkreises, berichtete über Erfahrungen bei der Umsetzung der UN-Konvention im Kyffhäuserkreis und würdigte dabei das ehrenamtliche Engagement. Der 2. Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Herr Stefan Nüßle, ging im Detail auf das Thema Inklusion und die problematische finanzielle Umsetzung ein.

Von links: Schirmherr MdB Steffen Claudio Lemme, Landrätin Hochwind, MdL Marx und Behindertenbeauftragter Witting.© W.-J. Trager

Die beiden ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten der Landkreise Nordhausen, Frank Witting und Kyffhäuserkreis Goldi Morcinek erläuterten an Hand von Beispielen ihre ehrenamtliche Tätigkeit. Erfreulich war auch die Teilnahme des Dozenten der Fachhochschule Nordhausen, Friedrich Ederer, mit vier Studenten des Fachbereiches. Er erläuterte die Bereitschaft und Möglichkeiten der Fachschule, an der Erarbeitung bzw. Umsetzung der Aktionspläne in beiden Landkreisen mit den Studenten mitzuwirken.
Im Verlaufe der Veranstaltung gab es noch eine rege Diskussion, in deren Verlaufe die Vertreter der Einrichtungen und Verbände ihre Bereitschaft zur Mitarbeit erklärten und die Aufgaben aus ihrer Sicht absteckten. Jetzt kommt es darauf an, das alles umzusetzen.
Bernd Reiber

Ein fruchtbarer Erfahrungsaustausch

Die Landesgeschäftsstelle Thüringen des Sozialverbandes VdK hatte im Auftrage des Landesverbandes für den 26. April 2014 zur Regionalkonferenz des Bereiches Thüringen nach Weimar eingeladen. Ehrenamtler aus den Kreis- und Ortsverbänden sind der Einladung gern nachgekommen, aus unserem Kreisverband Nordthüringen: Irene Höhne, Claudia Hegwer, Birgit Zörkler, Goldi Morcinek, Bernd Reiber, Ingrid Müller, Hans Billert, Sylvia Schmidt, Ramona Bräuer, Kathrin Schlegel, Hans-Dieter Dünkel, Monika Goldacker, Horst Goldacker und Katja Strohmeyer.

Karl Winfried Seif beantwortete Fragen der Teilnehmer.© B. Reiber

Die Eröffnung und Begrüßung übernahm der amt. Landesvorsitzende Karl Winfried Seif. Über das Thema "Dem VdK vor Ort ein Gesicht geben" referierte der stv. Landesvorsitzende Dr. Claus Dieter Junker. Über Möglichkeiten des Verbandes zur Einflussnahme auf die Sozialpolitik sowie Öffentlichkeitsarbeit wurden Erfahrungsberichte gegeben.

Teilnehmer unseres Kreisverbandes verfolgten aufmerksam die Konferenz.© B. Reiber

Im weiteren Teil der Konferenz ging es um die zentrale Belegerfassung für die Verbandsstufen sowie Bestand die Möglichkeit, Erfahrungen aus der eigenen Arbeit darzulegen, Anregungen an den Landesvorstand zu geben sowie Fragen zu stellen. So wurde es ein fruchtbarer Erfahrungsaustausch.

10 Jahre Ehrenamtsakademie des VdK Hessen-Thüringen

Landesregierung zur stärkeren Unterstützung ehrenamtlichen Engagements aufgerufen

Karl-Winfried Seif© VdK

Seit jeher ist das ehrenamtliche Engagement die Basis des Sozialverbands VdK Hessen-Thüringen. Mehr als 13.000 Männer und Frauen sind im VdK ehrenamtlich aktiv. Sie stehen den Mitgliedern in allen Fragen rund um Alter und Behinderung mit Rat und Tat zur Seite und helfen zum Beispiel beim Antrag auf Feststellung einer Erwerbsminderung.
"Unser Erfolg beruht zu einem Gutteil auf der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort", betont der VdK-Landesvorsitzende Karl-Winfried Seif. "Für ihren aufopferungsvollen Einsatz gebührt den Ehrenamtlern großer Dank und Respekt, vor allem aber bestmögliche Unterstützung."
Um die ehrenamtlich Aktiven mit dem nötigen Fachwissen zu versorgen, betreibt der VdK Hessen-Thüringen seit zehn Jahren eine eigene Ehrenamtsakademie. Sie bietet den ehrenamtlichen Mitarbeitern die Möglichkeit, sich durch Seminare umfassend weiterzubilden, kostenfrei. Sei es die Ausbildung zur Fachkraft für Barrierefreiheit, die Kommunen bei der barrierefreien Gestaltung von Gebäuden und Plätzen berät, sei es das Seminar "Soziale Sicherung im Überblick", das die politischen und rechtlichen Hintergründe des Systems der sozialen Absicherung beleuchtet, oder der mehrteilige Kurs zur Verbandsorganisation - in der VdK-Ehrenamtsakademie wird praktisches Wissen vermittelt, das der Allgemeinheit zugutekommt.

Viele Ehrenamtler unseres Kreisverbandes haben in den vergangenen Jahren diese Möglichkeiten genutzt. So nutzten Ina und Ronald Römer aus Artern u. a. die Möglichkeiten zur sozialrechtlichen Ausbildung sowie zur Juniorenarbeit. Goldi Morcinek aus Bad Frankenhausen erwarb das Zertifikat als Fachfrau für Barrierefreiheit. Jürgen Korte aus Artern qualifizierte sich für seine Aufgaben als Kreiskassenführer. Bernd Reiber aus Artern und Manfred Neuhaus aus Heldrungen erwarben sogar das Zertifikat als Dozenten und betätigen sich in diesem Rahmen bei den dezentralen Schulungen. Viele unserer Verbandsfunktionäre erwarben in den Jahren wichtiges Wissen für die Verbandsarbeit.
Insgesamt haben in den vergangenen zehn Jahren rund 15.000 Mitglieder an den Seminaren der VdK-Ehrenamtsakademie teilgenommen, Tendenz steigend. Ein großer Teil der mehrtägigen Kurse fand in Bad Salzhausen und findet seit einem Jahr im Sporthotel Grünberg statt, mit dessen Betreiber, dem Hessischen Fußballverband, den VdK eine Kooperation verbindet.
Anlässlich des zehnjährigen Jubiläums seiner Ehrenamtsakademie, das am 20. März 2014 bei einem offiziellen Festakt im Sporthotel Grünberg begangen wird, fordert der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen eine stärkere Unterstützung des Ehrenamts. Diese muss mit konkreten Verbesserungen für die ehrenamtlich Aktiven verbunden sein. "Angesichts des demografischen Wandels und sich lockernder familiärer Bindungen kommt dem Ehrenamt überragende Bedeutung zu", so der VdK-Landesvorsitzende.

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  1. Lehrgangsteilnehmer | © VdK
  2. Porträt Karl-Winfried Seif | © B. R.
  3. Porträt Mascher | © VdK
  4. 2 Personen vor Arbeitsamts-Symbol | © VdK Archiv
  5. Dokumentation | © VdK
  6. Vier Frauen | © nnz
  7. Frau am Rednerpult | © kn/k-hh
  8. Personen an Gedenkstätte | © TA
  9. Blick auf Versammlungsteilenhmer | © W.-J. Trager
  10. Gesllige Gruppe | © S. Schmidt
  11. Landrätin Keller an rundem Tisch | © Hans-Peter Blum
  12. Gruppenfoto | © D. Berner-Ose
  13. Gruppenfoto | © D. Berner-Ose
  14. Zwei Hände | © VdK
  15. Porträt Jens Kaffenberger | © VdK
  16. Gruppenbild der Teilnehmerinnen | © VdK
  17. Porträt Ulrike Mascher | © VdK
  18. Gruppe Studenten | © M.-E. Witzmann
  19. Plakette "barrierefrei erbaut" | © VdK
  20. Neuer Ehrenamtspreis | © kn/k-hh
  21. Blick in den Saal | © TA
  22. Vier Personen auf Bühne. | © kn/k-hh
  23. Ehrenamtler auf Bühne | © kn/k-hh
  24. Blick in den Saal | © W.-J. Trager
  25. Persönlichkeiten unter den Teilnehmern | © W.-J. Trager
  26. Blick auf Präsidium | © B. Reiber
  27. Blick auf Teilnehmer unseres Kreisverbandes | © B. Reiber
  28. Portätfoto Winfried Seif | © VdK
  29. Ein buntes Herz mit dem Schriftzug "Unterstützen Sie das Ehrenamt im VdK" | © VdK

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