
Gegründet am 04. September 1948
Mitgliederstand am 31.08.2007: 161
1. Vorsitzender Hans-Jürgen Schlicher (kommissarisch)
2. Vorsitzender Hans-Jürgen Schlicher
Kassier Margot Füracker
Schriftführer Heidi Schlicher
Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges gab es schon 1945 in allen Teilen des Landes beherzte Männer und Frauen, die die Not der rechtlos gewordenen Kriegsopfer beseitigen wollten und deshalb nach Wegen suchten, einen Zusammenschluß zu einer Organisation zu bewerkstelligen oder zumindest örtliche Betreuungsstellen einzurichten.
Das zuständige Staatsministerium des Innern erteilte dann am 29. November 1946 dem "Verband der Körperbehinderten, Arbeitsinvaliden und deren Hinterbliebenen in Bayern e. V." die Zulassung.
Am 4. Dezember 1946 fand dann im Hause der Landesversicherungsanstalt Oberbayern die Gründungsversammlung statt.
Die Kunde von der Gründung verbreitete sich wie ein Lauffeuer. Es begann die Aufbauarbeit im ganzen Lande. Aus dem anfänglichen Einsatz für die Kriegsopfer wurde schon recht bald der Einsatz für Körperbehinderte insgesamt.
So fanden sich auch in Lupburg 18 Frauen und Männer, die am 05.09.1948 einen eigenen Ortsverband gründeten.
Die Gründungsmitglieder waren: Bruno Bleyl, Maria Brandl, Walburga Ehrl, Josef Graf, Johann Hausner, Jakob Hierl, Fritz Meier, Maria Meier, Melchior Plank, Anna Reitner, Ludwig Rinner, Fritz Schardt, Alois Schön, Wenzel Stadtherr, Xaver Stieglmeier, Karl Tischler, Alois Winter sen. und Johann Withold.
Innerhalb des ersten Jahres sind dann unter anderem noch Fritz Ehrensberger, Xaver Ehrensberger, Michael Graser, Anna Kraus, Erna Selig und Maria Veit dem Ortsverband beigetreten.
Zum ersten Vorsitzenden wurde Melchior Plank von der Sturmmühle gewählt.
Ihm folgten 1955 Fritz Ehrensberger, 1970 Michael Graser, 1975 Jakob Hierl, 1989 wieder Michael Graser, 1990 Alois Winter und 2006 nach dessen Rücktritt Hans-Jürgen Schlicher als kommissarischer Vorsitzender.
Kassiere waren 1950 Franziska Ferstl, 1955 Xaver Stieglmeier, 1961 Barbara Ehrl, 1968 wieder Xaver Stieglmeier, 1990 Franz Pfeifer, 1998 Karl Reindl und seit 2006 Margot Füracker.
In diesem Zusammenhang darf erwähnt werden, daß Xaver Stieglmeier seit Beginn im Jahre 1948 bis zum 8. April 1990, als er krankheitsbedingt zurücktrat, ununterbrochen als Schriftführer tätig war. Ihm folgten 1990 Franz Pfeifer, 1999 Hans-Jürgen Schlicher und 2007 Heidi Schlicher.
Als Hinterbliebenenbetreuerin fungierte von 1968 bis 2000 Maria
Mader. Ihr folgten Margot Füracker und 2006 Frieda Winter.
Aufgrund Ihrer großen Verdienste wurden Xaver Stieglmeier,
Maria Mader (2000), Franz Pfeifer (1999) und Fritz Ehrensberger
(2007) zu Ehrenmitgliedern ernannt.
1957 fand das erste Großereignis des VdK Lupburg statt. Eine eigene Fahne konnte angeschafft werden und diese wurde am 14. Juli 1957 in der Johanniskapelle geweiht. Dank des Einsatzes von Alois Winter und Franz Pfeifer gelang es, so viele Spenden zu sammeln, daß wir im Jahre 1995 die Fahne restaurieren lassen konnten. 2007 wurde die Fahne von Grund auf restauriert, was wiederum nur durch viele Spenden möglich war.
Seit dem 8. April 1990 führte Alois Winter den VdK Lupburg. Unter seinem Vorsitz entwickelte sich der Ortsverband auch im gesellschaftlichen Bereich weiter. So findet seither jedes Jahr eine Weihnachtsfeier und eine Frauenbetreuungsfahrt statt. Daneben lädt der Ortsverband jedes Jahr zu einem oder zwei Vorträgen mit einem für die Mitglieder interessanten Thema ein. Dank des Engagements von Alois Winter konnte die Mitgliederzahl von 48 bei seinem Amtsantritt 1990 auf 108 bis zu seinem Rücktritt gesteigert werden. Zum Ende des Jahres 2006 trat Alois Winter dann aus gesundheitlichen Gründen auch aus dem VdK aus.
Wenn wir die Chronik des Ortsverbandes genauer durchleuchten, stellen wir fest, daß in den hinter uns liegenden 59 Jahren insgesamt 329 Mitglieder beigetreten und nur 45 wieder ausgetreten sind. 8 Mitglieder sind verzogen und 115 Mitglieder haben wir durch Tod verloren.
Interessant ist auch, daß der Ortsverband in diesen 59 Jahren nur 6 Vorsitzende, 4 Schriftführer und 6 Kassiere hatte. Ein Zeichen dafür, daß die jeweiligen Amtsträger ihre Arbeit für den VdK gewissenhaft und zur Zufriedenheit der Mitglieder ausführten.

Beim VdK-Waldfest im Wurmkeller in Lupburg gibt es u. a. selbstgebackene Kuchen
In den letzten 60 Jahren ist dem VdK der Wandel vom Kriegsopferverband zum modernen Sozialverband für behinderte Menschen und Sozialrentner gelungen. Der VdK hat seinen Ruf als glaubhafter Streiter und Wahrer der Interessen unserer älteren, behinderten und geschädigten Mitbürger gefestigt. Er hat sich dank des Einsatzes und der Aufopferungsbereitschaft seiner Verantwortlichen und vieler ehrenamtlicher Mitarbeiter zum großen sozialen Interessenverband entwickelt.
Ich wünsche dem VdK Lupburg, daß sich auch in Zukunft viele ehrenamtliche Helfer finden, die ihr Wirken mit dem gleichen Elan und Engagement entfalten werden und weitere Impulse und Initiativen im Interesse der hilfsbedürftigen Mitbürger setzen, wie dies unsere Vorgänger getan haben.
Hans-Jürgen Schlicher
Kommissarischer Vorsitzender