Sozialverband VdK - Kreisverband München
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19. Ordentlicher Kreisverbandstag am 17. April 2010
Der neu gewählte Kreisvorstand stellt sich vor

VdK-Präsidentin leitet weiterhin den Kreisverband München - Mitgliederzahl in den letzten vier Jahren um zehn Prozent gestiegen

Gruppenfoto des neu gewählten Kreisvorstandes

Der neu gewählte Kreisvorstand

Der VdK Kreisverband München hat seine bundesweite Spitzenposition weiter ausgebaut. Zum Ende des vergangenen Jahres zählte der VdK in der Stadt und im Landkreis 47.230 Mitglieder und ist damit weiterhin der zahlenmäßig größte Kreisverband in Deutschland. Auf dem 19. Kreisverbandstag im Hofbräuhaus wählten die Delegierten aus den Münchner Ortsverbänden erneut Urlike Mascher an die Spitze.

Die Delegierten aus den Münchner Ortsverbänden wählten erneut Ulrike Mascher an die Spitze

Die Delegierten aus den Münchner Ortsverbänden wählten erneut Ulrike Mascher an die Spitze

Auf die 71-jährige Münchnerin, die auch Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland ist und den VdK-Landesverband Bayern leitet, entfielen bei den Neuwahlen 224 von 228 abgegebenen Stimmen. Unterstützung erhält die VdK-Chefin in den nächsten vier Jahren von ihren gleichberechtigten Stellvertretern Patrick Gentner, Günter Jockisch und dem Stadtratsmitglied Dr. Reinhard Bauer, die wie Mascher in ihren Ämtern bestätigt wurden. Ebenfalls wiedergewählt wurden Ursula Weishäupl als Schriftführerin, Wolfgang Hahntow als Kassier, Tilla Meyer als Frauenvertreterin, Johanna Krimmer als Jugend- und Behindertenvertreterin, Elfriede Modest als Beisitzerin für Pflege und Vorsorge sowie die beiden Kreisrevisorinnen Bea Wernberger und Erna Markurland. Neu im Kreisvorstand sind Nicole Meyer (stellvertretende Frauenvertreterin), Elke Zucker-Gold (stellvertretende Jugend- und Behindertenvertreterin und Prof.Dr. Ute Lindauer (Beisitzerin). Als Regionalbetreuer fungieren künftig Johanna Krimmer (Region 1), Alfred Karl (Region 2), Martina Heinrich und Günter Jockisch (Region 3), Elfriede Modest und Horst Sedlmayer (Region 4) sowie Dr. Reinhard Bauer (Region 5).

Stellvertretend für alle im Berichtszeitraum verstorbenen Mitglieder erinnerte die bisherige stellvertretende Frauenvertreterin Gerda Schwertz am Franz Graßl, der zwölf Jahre lang als stellvertretender Kreisvorsitzender im Vorstand mitgearbeitet hatte und an den erst kürzlich verstorbenen Vorsitzenden des VdK-Ortsverbands Neubiberg-Putzbrunn, Franz Huber.

Die VdK Präsidentin und Kreisvorsitzende Ulrike Mascher bei Ihrem Rechenschaftsbericht für die abgeschlossene Amtsperiode

Die VdK Präsidentin und Kreisvorsitzende Ulrike Mascher bei Ihrem Rechenschaftsbericht für die abgeschlossene Amtsperiode

Ulrike Mascher zog in ihrem Bericht eine positive Bilanz. Durch das harmonische Zusammenspiel von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern sei es dem VdK gelungen, auf neue Problemfelder im Sozialbereich aufmerksam zu machen. Mit Erfolg habe sich der Kreisverband München an der bundesweiten "Aktion gegen Armut", der Unterschriftenaktion zur Mehrwertsteuersenkung auf Arzneimittel und an der VdK-Kampagne im Vorfeld der Bundestagswahl beteiligt. Auch in Zukunft werde der VdK seine Rolle als "Kitt für den Zusammenhalt der Gesellschaft" gerecht werden, versprach die VdK-Präsidentin. Mascher: "Der VdK muss weiterhin deutlich machen, dass der Sozialstaat eine entscheidende Säule in unserem Land ist"

Brigitte Meier, bisheriges Vorstandsmitglied des VdK-Kreisverbandes München, die im Juli die Nachfolge des städtischen Sozialreferenten Friedrich Graffe antreten wird, bezeichnete den VdK als "kritischen Wegbegleiter des Stadtpolitik". Der Sozialverband habe in den zurückliegenden Jahren "den Finger immer an der richtigen Stelle in die Wunde gelegt", sagte Meier in ihrem Grusswort. Als besorgniserregend wertete sie den Anstieg der Altersarmut in der bayerischen Landeshauptstadt. Immer mehr Rentner seien auf Leistungen aus der bedarfsorientierten Grundsicherung im Alter angewiesen. Diesem Problem müsse sich die Stadt stellen.

Landesgeschäftsführer Albrecht Engel bedankte sich bei den ehrenamtlichen Mitarbeitern für das Engagement. 64 Jahre nach seiner Gründung sei der VdK "so groß und lebendig wie noch nie in seiner Geschichte". Engel versprach, den Service für die Münchner Mitglieder weiter zu verbessern. Der bevorstehende Umzug der Kreisgeschäftsstelle an den Goetheplatz werde bald "die drangvolle Enge im ersten Stock der Landesgeschäftsstelle in der Schellingstraße beenden".

Beeindruckendes Zahlenmaterial legte Kreisgeschäftsführer Wolfgang Dietzel den Delegierten vor. So stieg die Zahl der Mitlgieder in den letzten vier Jahren um 4.321 auf 47.230 Personen an. Das entspricht einer Zunahme um mehr als zehn Prozent. Im Berichtszeitraum von 2006 bis 2009 führten die VdK-Mitarbeiter 51.443 Beratungsgespräche, stellten 18.076 Anträge bei Behörden, formulierten 7.931 Widersprüche gegen Verwaltungsbescheide und leiteten 2.124 Klageverfahren vor dem Sozialgericht ein. Die Rechtsschutztätigkeit des Kreisverbandes bescherte den Mitgliedern Nachzahlungen in Höhe von über 4,6 Millionen Euro.