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der VdK Landesverband informiert

VdK fordert mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Schwerbehinderungen
VdK-Konferenz im Plenarsaal des Hessischen Landtags

Der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen fordert verstärkte Anstrengungen, um mehr Menschen mit Schwerbehinderungen in Arbeit zu bringen."Eine deutliche Senkung der Arbeitslosenquote bei Menschen mit Schwerbehinderungen, die auch dauerhaft bestehen bleibt, das ist unser Ziel", sagte der Juniorenvertreter des Sozialverbands, Paul Weimann, heute auf der Landeskonferenz für Menschen mit Behinderungen in Wiesbaden. Die zum 35. Mal vom VdK im Plenarsaal des Hessischen Landtags ausgerichtete Konferenz widmete sich in diesem Jahr dem Thema "Perspektiven für Arbeitnehmer mit Schwerbehinderungen".

In Hessen sind 13.491 Menschen mit Schwerbehinderungen arbeitslos gemeldet, in Thüringen sind es 6.139 Personen (Stand: September 2015). Die Arbeitslosenquote liegt damit rund doppelt so hoch wie bei Menschen ohne Behinderungen. Diese Zahlen sind seit Jahren nahezu konstant. "Was können wir tun, damit die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Schwerbehinderungen endlich niedriger wird?", lautete die zentrale Frage, mit denen Weimann die rund 200 Konferenzteilnehmer und das mit Vertretern aus Wissenschaft und Verwaltung, Arbeitgeber- und Sozialverbänden besetzte Podium konfrontierte.

Der VdK sieht hier sowohl die Arbeitgeber als auch die Arbeitsvermittler in der Pflicht. Arbeitgeber, die ihrer Beschäftigungspflicht nicht oder nur unzureichend mit einer Quote von unter einem Prozent nachkommen, müssten mit einer deutlich höheren Ausgleichsabgabe belastet werden. Da 2.350 Arbeitgeber in Hessen und 947 in Thüringen keinen einzigen schwerbehinderten Menschen beschäftigten, gebe es großes Potential. Die Bundesagentur für Arbeit und die Jobcenter müssten die Arbeitsvermittlung von schwerbehinderten Menschen durch spezialisierte Beratungen intensivieren und direkt mit den großen Firmen zusammenarbeiten. Um einer Verfestigung von Langzeitarbeitslosigkeit bei Menschen mit Schwerbehinderungen entgegenzuwirken, fordert der VdK den flächendeckenden Einsatz von Reha-Beratern, die eine spezialisierte Beratung und Vermittlung ermöglichen.

"Wir können noch viel mehr Menschen mit Behinderungen in Arbeit bringen", sagte Dr. Stefan Hoehl, Geschäftsführer Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände. Dazu brauche es aber nicht mehr Bürokratie und Regulierung, sondern Bewusstseinsbildung in Unternehmen und Gesellschaft.

verantwortlich: Philipp Stielow, Pressesprecher, Tel.: 069 714002-29

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