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70jähriges Jubiläum des VdK-Kreisverbands Lauterbach

Der VdK-Kreisverband Lauterbach feierte im Rahmen des Kreisverbandstags in der Kulturscheune „Zum Wilden Mann“ in Grebenhain-Bermuthshain sein 70-jähriges Bestehen
Als Ehrengäste waren die stellvertretende Landesvorsitzende des VdK Hessen-Thüringen
Helma Schnell-Kretschmer, Landrat Manfred Görig, Landtagsabgeordneter Michael Ruhl (CDU), sowie die Bürgermeister Sebastian Stang (Grebenhain), Bernhard Ziegler (Herbstein), und Rainer-Hans Vollmöller (Lauterbach) der Einladung gefolgt. Die Kommunen Lautertal und Ulrichstein wurden durch den Beigeordneten Erwin Roth und Stadtrat Werner Funk vertreten. Außerdem konnten Joachim Evenius als Leiter des Hessischen Amtes für Versorgung und Soziales in Gießen, der Vorsitzende des VdK-Kreisverbands Fulda Gerhard Schlitzer, die Geschäftsführerin des VdK-Bezirksverbands Fulda Dr. Monika Steinbring und die VdK-Ehrenamtskoordinatorin Ulrike Dörr-Schmidt begrüßt werden.
Ein besonderer Gruß ging an die beiden Ehrenvorsitzenden Kurt Habicht und Horst Reiss, die aus gesundheitlichen Gründen nicht an dieser Veranstaltung teilnehmen konnten und sich entschuldigt hatten.

Die Sänger des Männergesangvereins „Eintracht“ Bermuthshain unter der Leitung von Ditmar Betz umrahmten die Jubiläumsfeier mit vier Liedbeiträgen.

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MGV Bermuthshain© Stock

„Den heutigen Tag zu begehen ist nur möglich, weil mutige und entschlossene Frauen und Männer im Jahr 1949 den VdK-Kreisverband Lauterbach gründeten, sich unter oft schwierigen Bedingungen aufmachten, sich für die Belange Dritter, oft solcher, die keine Stimme und Kraft mehr hatten, mit ihrem Wissen und ihrer Kraft einsetzten, damit soziale Gerechtigkeit nicht nur ein Wort war, sondern gelebt wurde. Sie taten es oft bis an die Grenzen der eigenen Kräfte und manchmal darüber hinaus“, würdigte Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Röhr die Gründergeneration des Verbandes. Der VdK sei den Werten des ebenfalls vor 70 Jahren entstandenen Grundgesetzes verpflichtet, indem er den Menschen unabhängig von Herkunft, Geschlecht, sexueller Orientierung und Weltanschauung ein Leben in Würde ermöglichen wolle. Röhr sprach die zunehmende Bedeutung des VdK an. „Seit nunmehr 20 Jahren darf ich im Kreisvorstand mitarbeiten und diese wichtige Arbeit unterstützen. 1999, zum fünfzigjährigen Jubiläum, hatte der Kreisverband Lauterbach rund 1700 Mitglieder, heute sind es mehr als 3 700. Allein diese Steigerung zeigt, wie wichtig und wertgeschätzt unsere Arbeit auch heute ist“, so Röhr.

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Hans Jürgen Röhr© Stock

Helma Schnell-Kretschmer, stellvertretende Landesvorsitzende des VdK Hessen-Thüringen, ging in ihrer Festrede auf die Geschichte des VdK in den vergangenen 70 Jahren ein. Nach ihren Worten hat sich im Lauf der Jahre der Verband verändert und den Gegebenheiten angepasst. So wurde die Mitgliederzeitung „Fackel in VdK-Zeitung umbenannt.
Der Rechtsschutz ist von der Kriegsopferversorgung und dem Behindertenrecht auf alle sozialen Rechtsbereiche ausgeweitet worden. Der VdK hatte damit plötzlich sehr viel mehr zu bieten und immer mehr Menschen „angelockt“: Menschen mit Behinderungen, Erwerbsunfähige oder Erwerbsgeminderte, Eltern von Kindern mit Behinderungen, Menschen mit Problemen auf dem Arbeitsmarkt, Pflegebedürftige und deren Angehörige, chronisch Kranke – aber auch Menschen, die sich dem VdK ideell verbunden fühlten, wurden Mitglied im VdK.
Herausragende Bedeutung für den Verband hat, so betonte es Schnell-Kretschmer, das Ehrenamt. Mehr als 12 000 VdK-Mitglieder sind unmittelbar vor Ort in den unterschiedlichsten Bereichen ehrenamtlich aktiv – die Themenbereiche erstreckten sich von der Beratung in Sachen Sozialrecht, Barrierefreiheit über Besuchsdienste für kranke und ältere Mitglieder bis zur Flüchtlingshilfe.
Bei der Barrierefreiheit ist noch viel zu tun, wie bei einer Zugfahrt von Mücke nach Fulda mit Behinderten und Rollstuhlfahrern zu Tage kam, an der Frau Schnell-Kretschmer teilnahm.
Auch bei einer Rentenkampagne und bei der Petition zur Hessischen Bauordnung ist der VdK aktiv.

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Helma Schnell-Kretschmer© Stock

Landrat Görig hob in seinen Begrüßungsworten den VdK als „wichtigen Verband“ bei der umfangreichen Sozialgesetzgebung hervor. Der Landrat betonte noch eine weitere Komponente des VdK: „Unsere Gesellschaft geht auseinander und viele fühlen sich abgehängt und gar nicht mehr vertreten. Der VdK ist wichtiger denn je, weil er den Zusammenhalt der Gesellschaft durch seine Tätigkeiten in der Sozialberatung fördert.
Er betont auch die gute Zusammenarbeit des VdK-Kreisverbands bei den Veranstaltungen des Vogelsbergkreises.

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Landrat Manfred Görig© Stock

Michael Ruhl bestätigte die Detailarbeit des VdK, auch vor Ort, die die öffentlichen Debatten mit beeinflussen. So habe er die Barrierefreiheit zum Thema gemacht, die anders als vor 20 Jahren heute bei jedem öffentlichen Bauvorhaben mitbedacht werde. Da der VdK insgesamt mehr Mitglieder als alle Parteien in Deutschland zusammengenommen hat, kann man die Bedeutung dieses Verbandes erkennen, so Ruhl.

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Michael Ruhl© Stock

Dass man den VdK auf jeden Fall braucht, meinte Bürgermeister Vollmöller und verwies auf die sich verändernde Gesellschaft, in der soziale Bindungen immer mehr nachlassen.

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Rainer-Hans Vollmöller© Stock

Bürgermeister Stang, der auch die Grüße von den Städten Ulrichstein und Herbstein überbrachte erklärte: Die Kommunen möchten den VdK bei seiner Arbeit tatkräftig unterstützen. Bitte haben Sie Geduld, wenn hier im finanzschwachen ländlichen Raum nicht immer gleich alles geht.

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Sebastian Stang© Stock

Joachim Evenius als Leiter des Hessischen Amtes für Versorgung und Soziales in Gießen sprach in seinem Grußwort von einem guten Verhältnis zum VdK, obwohl beide vor den Sozialgerichten manchmal auf verschiedenen Seiten stehen.

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Joachim Evenius© Stock

Die Arbeit des VdK in Zahlen wurde von der Geschäftsführerin des VdK-Bezirksverbandes Fulda Dr. Monika Steinbring vorgestellt. Mit 19 Ortsverbänden und 3 707 Mitgliedern ist der VdK-Kreisverband Lauterbach der zweitkleinste in Hessen. Im aktuellen Jahr gibt es, wie im Vorjahr auch, 174 laufende Verfahren vor den Sozialgerichten im Kreisverband Lauterbach. „Der VdK wird in vielen Bereichen gebraucht, auch und gerade in der Rechtsberatung“, so das Fazit von Frau Dr.Steinbring.

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Dr. Monika Steinbring© Stock

Zum Abschluss der Jubiläumsfeier wurden die ausscheidenden Kreisvorstandsmitglieder,
die bei den Neuwahlen am Nachmittag nicht mehr als Vorstandsmitglieder zur Verfügung stehen, mit persönlichen Dankesworten des Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Röhr verabschiedet. Dabei bescheinigte er allen Ausscheidenden ihre Begeisterung für den VdK.
Dies sind die Vertreterin der Frauen Ursula Eigner, Stellvertretender Vorsitzender Willi Schaub, Kassenführer Gerhard Lipp, Beisitzer Karl-Heinz Herchenröder und Revisor Edmund Staab.

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Die Geehrten mit dem Kreisvorsitzenden.
Von links: Hans-Jürgen Röhr, Karl-Heinz Herchenröder, Gerhard Lipp, Willi Schaub, Ursula Eigner und Edmund Staab.© Carsten Eigner

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