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VdK-Kreisverband Konstanz
Berichte

Barrierefreiheit - Nachfrage nach Wohnberatung

Ulrike Werner mag ihren Beruf als VdK-Wohnberaterin. Sie kann jeden Tag Menschen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Sie gibt Tipps, wie Wohnungen und Häuser barrierefrei und sicherer umgestaltet werden, damit die Menschen so lange wie möglich selbstständig in ihren eigenen vier Wänden leben können.

Ulrike Werner© Sozialverband VdK

Bereits Mitte der 1990er-Jahre hatte der VdK im südbadischen Radolfzell mit der Wohnberatung begonnen, zunächst für drei Jahre als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, unterstützt von der Bundesagentur für Arbeit.
Doch schon damals war die Nachfrage so groß, dass der Sozialverband VdK entschieden hat, die Beratungsstelle als Träger fortzuführen. Inzwischen leitet Ulrike Werner die Einrichtung. Unterstützt wird sie ehrenamtlich von der Architektin Cornelia Schwahn aus Konstanz.

Der VdK Baden-Württemberg hat insgesamt drei solche Kontaktstellen, auch andere Landesverbände wie der VdK Hessen-Thüringen und Berlin-Brandenburg bieten solche Anlaufpunkte an. Andere würden sie gerne aufbauen, wie zum Beispiel der VdK Saarland. Einige VdK-Landesverbände bilden ehrenamtliche Berater für Barrierefreiheit aus, wie der VdK Rheinland-Pfalz.

Oft wenden sich Bürger an VdK-Berater wie Ulrike Werner, wenn ein Notfall eingetreten ist: ein Schlaganfall, ein Verkehrsunfall. Der Betroffene kann sich auf einmal nicht mehr in seiner Wohnung allein bewegen. Er hat nur eine Treppe, die ins Haus führt, sitzt aber jetzt im Rollstuhl. Oder er kann nicht mehr duschen, weil er nur eine Badewanne hat. In solchen Fällen spricht Werner mit den Betroffenen, macht Hausbesuche und gibt Finanzierungstipps.

So sei es in solchen Fällen wichtig, nicht überstürzt Hilfsmittel zu kaufen, erklärt Werner. Vielmehr sollte man den Bedarf klären, und je nach Pflegestufe oder Einschränkung bekommen die Betroffenen entsprechende Geräte oder Umbauten auch mit Rezept von der Kranken- oder Pflegekasse.

Bewusstseinswandel
Die Nachfrage nach Wohnberatung steigt laut Werner nicht nur wegen der wachsenden Zahl von Betroffenen, sondern auch wegen eines Bewusstseinswandels in der Gesellschaft. Im Gegensatz zu früher würden barrierefreie Bäder mit ebenerdigen Duschen heutzutage auch als "komfortabel" angesehen, da sie für jedermann leichter zugänglich sind und mehr Platz bieten. Dies nützt nicht nur Menschen mit Gehbehinderung, sondern beispielsweise auch Familien mit kleinen Kindern.

Ulrike Werner kennt viele Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit, bei denen das ähnlich ist. "Wenn keine Schwellen mehr da und die Türen leicht zu öffnen sind, profitieren wir alle", sagt sie. Genau wie von einer guten Beleuchtung, kontrastreichen Markierungen von Treppenstufen und Handläufen.
Besserer Schutz vor Stürzen ist ein wesentlicher Teil der Arbeit von VdK-Beratern. Denn es gibt viele Fallen und Hindernisse im Haushalt: Ein schlecht befestigter Teppich kann dies ebenso sein wie ein zu glatter Boden.

Der VdK Baden-Württemberg kooperiert mittlerweile auch mit der Architektenkammer. Beide Seiten wollen sich gegenseitig durch Informationsaustausch und Vorträge unterstützen. Sie setzen sich auch dafür ein, dass sich Hochschulen verstärkt mit Inklusion und Barrierefreiheit beschäftigen.

Wenn künftige Architekten so sensibilisiert werden, wird die Zahl der Hindernisse hoffentlich in Zukunft von vornherein geringer werden. Von "menschengerechtem, zukunftsorientiertem Bauen" spricht Werner.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

Innenminister Thomas Strobl hat die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 vorgestellt. Erstmals seit 2012 ist wieder ein Rückgang bei den Straftaten zu verzeichnen. Im Ländervergleich belegt Baden-Württemberg den Spitzenplatz. Mit 5.599 Straftaten pro 100.000 Einwohner sank die Kriminalitätsbelastung im Vergleich zum Vorjahr und stellt insgesamt den besten Wert dar.

"Wir tun alles dafür, um den Menschen in Baden-Württemberg ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Die Anstrengungen zahlen sich aus, die Arbeit unserer Polizei hat Erfolg. In Sachen Sicherheit sind wir Spitzenreiter in Deutschland", sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016. Nachdem die Straftaten in den Jahren seit 2012 kontinuierlich gestiegen waren, sanken sie 2016 erstmals wieder und gingen um 1,3 Prozent auf 609.133 zurück (2015: 617.365) bei gleichzeitigem Bevölkerungszuwachs.

Staatswappen© Land Baden Württemberg

Für die Bürgerinnen und Bürger sank die Kriminalitätsbelastung im vergangenen Jahr auf 5.599 Straftaten pro 100.000 Einwohner: Das stellt im Ländervergleich insgesamt den besten Wert dar und ist ein Rückgang um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote

"Baden-Württemberg ist ein sehr sicheres Land, und wir arbeiten jeden Tag daran, dass es noch sicherer wird", erklärte Innenminister Strobl. "Die Entwicklung geht doppelt in die richtige Richtung: Bei den Straftaten verbuchen wir einen Rückgang, bei der Aufklärungsquote eine leichte Steigerung. Die Menschen in Baden-Württemberg haben einen überdurchschnittlichen Sicherheitsstandard. Sicherheitspolitik ist auch Standortpolitik das wissen wir", so Innenminister Thomas Strobl. Die Aufklärungsquote lag 2016 bei 60,2 Prozent (2015: 60,1 Prozent). Damit klärte die Polizei so viele Straftaten auf wie in den letzten zwölf Jahren nicht. Dieser großartige Ermittlungserfolg sei einer hervorragenden polizeilichen Arbeit zu verdanken.

Mitglieder-Rekord

Rekord beim Sozialverband VdK: Dank des anhaltenden Wachstums zählt der Verband jetzt über 1,8 Millionen Mitglieder, so viel wie nie zuvor in seiner rund 70-jährigen Geschichte.

© Sozialverband VdK

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher spricht den VdK-Mitgliedern und VdK-Mitarbeitern ihren Dank aus: "Ohne Ihr Engagement wären wir nie zu Deutschlands erfolgreichstem Sozialverband geworden. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das wir in der Bevölkerung genießen. Die Menschen wissen, dass sie mit dem großen VdK einen starken Verbündeten für Solidarität und soziale Gerechtigkeit haben, der aktiv auf die Sozialpolitik Einfluss nimmt. Der VdK wird als soziale Schutzmacht wahrgenommen. Und offenbar ist er so notwendig wie nie, wenn so viele Menschen unsere Unterstützung benötigen."

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Baden-Württemberg ist das sicherste Bundesland

Die Zahlen der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen, dass Baden-Württemberg das sicherste Bundesland ist. In keinem anderen Land werden " bezogen auf je 100.000 Einwohner " weniger Straftaten begangen. Entgegen dem Bundestrend ist im Südwesten die Summe der Straftaten gesunken und die Aufklärungsquote gestiegen.

Zur heutigen Vorstellung der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik erklärt Innenminister Thomas Strobl:

Staatswappen© Land Baden Württemberg

"Baden-Württemberg ist das mit Abstand sicherste Bundesland: In keinem anderen Land werden " bezogen auf je 100.000 Einwohner " weniger Straftaten begangen. Das zeigt, wie hervorragend die Polizei in unserem Land arbeitet! Für uns ist das auch eine Verpflichtung: Wir wollen weiter alles dafür tun, dass die Menschen in Baden-Württemberg sicher leben. In ganz wichtigen Kennzahlen laufen wir entgegen dem Bundestrend in eine gute Richtung: Bundesweit ist die Zahl aller Straftaten gestiegen und die Aufklärungsquote ist gesunken.
Weniger Straftaten und gestiegene Aufklärungsquote im Südwesten

Baden-Württemberg hat hingegen einen doppelten Erfolg erreichen können: Bei uns im Südwesten ist die Summe der Straftaten um 1,3 Prozent gesunken, und die Aufklärungsquote ist um 0,1 Prozent gestiegen. Das unterstreicht ganz deutlich: Wir in Baden-Württemberg leisten einen ganz starken Beitrag zur Sicherheit in Deutschland. Der Dank dafür gebührt allen Polizistinnen und Polizisten, die täglich mit hohem Engagement für die Bürgerinnen und Bürger ihren Dienst leisten. Als Landesregierung arbeiten wir weiter daran, dass die gute Entwicklung sich in den kommenden Jahren fortsetzt: Wir setzen auf mehr Personal, eine bessere Ausstattung und mehr rechtliche Möglichkeiten für die Polizei.

VdK im Bündnis gegen Altersarmut

Im April 2017 gründete sich in Stuttgart das "Bündnis gegen Altersarmut in Baden-Württemberg". Zu den bislang mitwirkenden 31 Sozialverbänden, Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen und kirchlichen Organisationen gehört auch der Sozialverband VdK Baden-Württemberg. Alle Partner wollen die Rente insbesondere für die Kinder- und Enkelgeneration wieder stärken. Sie eint die Sorge, dass mit dem sinkenden Rentenniveau ab 2030 Millionen ältere Mitbürger aufs Sozialamt angewiesen sein werden. Daher plädieren sie in ihrem Bündnispapier für einen Wechsel in der Rentenpolitik, halten ein Rentenniveau von wenigstens 50 Prozent für erforderlich.

VdK-Sozialverband© Sozialverband VdK

Die gesetzliche Rente solle wieder ohne Abstriche den Löhnen folgen und die Wahrung des Lebensstandards im Alter ermöglichen. Sie müsse Armut im Alter verhindern, so die Bündnispartner. Sonst würden Menschen nach ihrem Arbeitsleben zu Bittstellern gemacht.

VdK: Behinderung darf kein Nachteil sein

„Teilhabe und Selbstbestimmung sind für Menschen mit Behinderung noch längst nicht selbstverständlich. Die Behindertenpolitik in der nächsten Legislaturperiode muss endlich die Voraussetzungen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung schaffen.“ Das fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des morgigen Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Barrierefreiheit© Sozialverband VdK

Immer noch fehlt es aus Sicht des VdK an umfangreichen Maßnahmen für eine barrierefreie Gesellschaft. „Es ist unverständlich, dass bisherige Gesetzesänderungen noch lange nicht alle Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen. Solange etwa die privaten Anbieter von Gütern und Dienstleistungen von der Verpflichtung zur Barrierefreiheit ausgenommen bleiben, sind Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen benachteiligt“, so Mascher.

Alle Lebensbereiche müssten so gestaltet werden, dass sie auch von allen Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, genutzt werden können. „Dazu gehören öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungen und medizinische sowie pflegerische Einrichtungen ebenso wie Bahnhöfe und Verkehrsmittel oder Informations- und Kommunikationsmedien“, erklärt die VdK-Präsidentin. Denn Barrierefreiheit komme allen zugute. „Menschen mit Behinderung profitieren davon, aber auch Ältere, Eltern mit Kindern oder Menschen, die zeitweise mobilitätseingeschränkt sind“, so Mascher.

Im Zuge seiner Aktion zur Bundestagswahl „Soziale Spaltung stoppen!“ fordert der Sozialverband VdK weitere Verbesserungen für Menschen mit Behinderung. „Für Menschen mit Behinderung muss es mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am regulären Arbeitsmarkt geben“, erklärt Mascher. Zudem müsse das gemeinsame Lernen vorangebracht werden. „Bund und Länder gemeinsam müssen Inklusion in allen Schulen und Hochschulen vor allem mit ausreichend gut qualifiziertem Personal endlich umsetzen.“ Und schließlich müsse die Politik endlich dafür sorgen, dass Behinderung nicht arm macht. „Die Eingliederungshilfe muss einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden“, fordert die VdK-Präsidentin.

Arbeitslosenquote im Land erreicht mit 3,6 Prozent einen niedrigen Wert

Die Beschäftigung in Baden-Württemberg erreicht neue Bestwerte. Im April waren so wenig Menschen arbeitslos wie seit 25 Jahren nicht mehr. Die Arbeitslosenquote im Land erreicht mit 3,6 Prozent einen frühsommerlich niedrigen Wert. Die Zahl der offenen Stellen nähert sich der 100.000-Marke.

"Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg bricht derzeit einen Rekord nach dem anderen: Die Beschäftigung erreicht neue Bestwerte, die Zahl der offenen Stellen nähert sich im April der 100.000-Marke. Im April waren mit 215.000 so wenig Menschen arbeitslos wie seit 25 Jahren nicht mehr. Aufgrund der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt haben im April alle Personengruppen von der hohen Arbeitskräftenachfrage profitiert", erklärte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der aktuellen Arbeitsmarktzahlen.
Frühsommerlich niedrige Arbeitslosenquote

Im April 2017 waren in Baden-Württemberg mit 215.699 Arbeitslosen 12.491 Personen beziehungsweise 5,5 Prozent weniger arbeitslos gemeldet als im April 2016. Die Arbeitslosenquote hat mit 3,6 Prozent bereits frühsommerlich niedrige Werte erreicht. Aktuell gehen Arbeitsmarktforscher für Baden-Württemberg von einem Plus von 110.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten im Jahr 2017 aus. Insgesamt würde die Zahl im laufenden Jahr damit um weitere 2,5 Prozent beziehungsweise absolut auf rund 4.578.000 steigen. Aus Sicht der Ministerin besonders erfreulich sei, dass die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten stärker steige als die Zahl der Beschäftigten Erwerbstätigen insgesamt, und zwar anteilig von 68,5 auf jetzt 72,5 Prozent in den letzten sechs Jahren. Der Aufschwung zahlt sich für die Beschäftigten also auch in guter und sicherer Arbeit aus.

Die gute Arbeitsmarktentwicklung im Land führt in manchen Bereichen zu Engpässen bei der Besetzung offener Stellen mit Fachkräften. "Leider wird es für die Betriebe in manchen Bereichen immer schwieriger, die richtigen Fachkräfte zu finden. Deshalb ist es erforderlich, dass arbeitslose Fachkräfte auch überregionale Mobilitätsbereitschaft aufbringen", so die Ministerin weiter.

Wandel in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung
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Gleichzeitig müsse man gerade jetzt alle Kräfte bündeln, um die Qualifizierung nicht zuletzt vor dem Hintergrund des Wandels in der Arbeitswelt durch die Digitalisierung zu fokussieren. Dies werde auch ein Handlungsfeld der neu ins Leben gerufenen Initiative Wirtschaft 4.0 sein, die am kommenden Freitag gestartet werde. Daneben gelte es weiterhin, ein besonderes Augenmerk auf die Gruppen am Arbeitsmarkt zu haben, die sich schwertun beim Arbeitsmarktzugang. Zu denken sei hier an junge Leute, die Unterstützung beim Einstieg in Ausbildung und Beruf benötigen oder auch Langzeitarbeitslose mit Vermittlungshemmnissen. "Die Landesregierung engagiert sich mit großem Erfolg in unterschiedlichen Projekten bei dieser Herausforderung und wird dieses Engagement mit dem neuen Landesarbeitsmarktprogramm, das noch diesen Monat beschlossen wird, verfestigen", erklärte Hoffmeister-Kraut.


Händewaschen hilft, gesund zu bleiben!

Infektionskrankheiten vorbeugen - Händewaschen schützt! Anlässlich des Welthändehygienetages am 5. Mai 2017 erinnert die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) an die Bedeutung des Händewaschens als Schutz vor Infektionskrankheiten. "Mit einfachen Hygienemaßnahmen hat es jeder im wahrsten Sinne selbst in der Hand, das Risiko einer Ansteckung zu reduzieren und Infektionskrankheiten vorzubeugen", betont Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. "Regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Wasser und Seife kann die Verbreitung krankmachender Keime verringern - auch von solchen Erregern, die gegen Antibiotika zunehmend resistent sind. Damit kann jeder mit effektiver Händehygiene einen wertvollen Beitrag zum Schutz vor ansteckenden Krankheiten leisten, für sich und andere."

Europäische Impfwoche 2017

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten vorbeugenden Maßnahmen in der Medizin. Zur Europäischen Impfwoche vom 24. bis 30. April informierten das Bundesgesundheitsministerium, die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und das Robert Koch-Institut (RKI) mit Erklärvideos, einer interaktiven Karte und wissenschaftlichen Informationen auf verschiedenen Kanälen. Impfungen schützen in jeder Lebensphase ? vom Säuglingsalter bis ins hohe Erwachsenenalter. Indirekt werden auch diejenigen geschützt, die zum Beispiel wegen einer Grunderkrankung oder zu jungen Alters nicht selbst geimpft werden können. Doch es gibt noch immer Impflücken in allen Altersstufen und Regionen. Eine neue interaktive Karte des Robert Koch-Instituts am Beispiel der Masern-Impfung macht lokale Unterschiede und Lücken im ganzen Bundesgebiet deutlich.
Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Impfungen gehören zu den wirksamsten Mitteln, um gefährlichen Infektionskrankheiten vorzubeugen und unsere Gesundheit und die unserer Mitmenschen zu schützen. Die aktuellen Zahlen und die Masernausbrüche zeigen, dass wir immer noch zu große Impflücken haben. Deshalb haben wir die Regelungen zum Impfschutz deutlich gestärkt. Egal ob jung oder alt - in jeder Lebensphase sollen Gesundheitsuntersuchungen beim Arzt genutzt werden, den eigenen Impfschutz zu überprüfen. Wir brauchen eine gemeinsame Kraftanstrengung der Ärzteschaft, Schulen, Kitas, der Betriebe und natürlich auch der Familien, damit Masern in Deutschland der Vergangenheit angehören. Denn alle tragen gemeinsam Verantwortung dafür, die Masern auszurotten."

Sozialverband VdK: Pflegende Angehörige müssen besser unterstützt werden

"Pflegende Angehörige sind die wichtigste Säule im deutschen Pflegesystem. Sie müssen daher bei der oft kräftezehrenden Pflege eines Angehörigen noch stärker entlastet werden." Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, zum morgigen internationalen Tag der Pflege.

Pflege© Sozuialverband VdK

Ziel der Pflegepolitik in der nächsten Legislaturperiode müsse es sein, pflegende Angehörige vor allem finanziell, zeitlich und organisatorisch zu unterstützen. Notwendig sei etwa die rentenrechtliche Gleichstellung von Familienpflege- und Kindererziehungszeiten. "Menschen, die Angehörige pflegen, müssen rentenrechtlich besser abgesichert werden. Sie sollten keine Angst haben, später in Altersarmut zu geraten", so Mascher. Auch seien weitere Anstrengungen nötig, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern. "Fehlende Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist für Angehörige eine große Belastung. Stress wegen Zeitmangels und die Sorge, wegen der Pflege die restliche Familie, Freunde und den Job zu vernachlässigen, sind große Belastungsfaktoren", erklärt die VdK-Präsidentin. Der Sozialverband VdK fordert die Einführung einer aus Steuermitteln finanzierten Lohnersatzleistung in Anlehnung an das Elterngeld. "Das ist der richtige Weg, um den Angehörigen Teilzeittätigkeit und Pflege parallel zu ermöglichen. An der fehlenden finanziellen Abfederung ist die Familienpflegezeit bisher gescheiter"?, so Mascher.

Im Zuge seiner Aktion zur Bundestagswahl "Soziale Spaltung stoppen!" fordert der Sozialverband VdK weitere Verbesserungen im Bereich Pflege. Dazu gehört etwa die Anpassung der Pflegeleistungen. "Eine jährliche automatische Anpassung der Pflegeversicherungsleistungen an die Kostensteigerungen in der Pflege ist notwendig, damit nicht immer mehr Pflegebedürftige auf Sozialhilfe angewiesen sind?, erklärt die VdK-Präsidentin. Zudem müssten Entlastungsangebote weiter ausgebaut und ein flächendeckendes Netz von Pflegestützpunkten geschaffen werden. "Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass sich viele pflegende Angehörige nicht ausreichend informiert fühlen. Sie brauchen wohnortnahe Anlaufstellen, die schnell Auskunft über Unterstützungsangebote, Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten geben."

VdK fordert: Soziale Spaltung stoppen!

„Obwohl die Bundesregierung in ihrem Armuts- und Reichtumsbericht eine verfestigte Ungleichheit feststellt, bleibt sie konkrete Handlungsempfehlungen zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut schuldig. Dies ist ein völlig falsches Signal.“ Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen Debatte über den Bericht im Deutschen Bundestag.
Der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung bestätigt die soziale Spaltung der Gesellschaft, auf die der Sozialverband VdK seit Jahren hinweist. „Immer mehr zeigen sich wachsende Einkommensungleichheit und Vermögenskonzentration auf der einen Seite. Auf der anderen Seite steigt der Anteil der Menschen, die von Armut bedroht sind. Immer mehr Kinder, Jugendliche, Ältere und Niedriglohnbezieher sind auf soziale Sicherungsleistungen angewiesen, die kaum das Existenzminimum abdecken“, so die VdK-Präsidentin.
Nicht von der Hand zu weisen sei auch der Anstieg der Armutsgefährdungs- und der Überschuldungsquote bei den Älteren. „Es ist daher völlig unverständlich, dass im Bericht behauptet wird, Altersarmut stelle kein drängendes Problem dar“, so Mascher.
Es ist zwar begrüßenswert, dass im Bericht stärker die strukturellen Rahmenbedingungen zur Einkommens- und Vermögensverteilung, wie zum Beispiel prekäre Beschäftigungsverhältnisse, beleuchtet werden. „Wir haben allerdings kein Erkenntnisproblem mehr, sondern ein Umsetzungsproblem. Wenn wir die soziale Spaltung nicht entschlossen bekämpfen, gefährden wir unsere Demokratie und langfristig auch unseren Wohlstand“, erklärt Mascher.
Um eine soziale Balance zu schaffen, sind gezielte Investitionen für den ärmeren Teil der Bevölkerung notwendig – für gute Bildung, die Bekämpfung von Armut, eine barrierefreie Infrastruktur und Renten, die zum Leben reichen. Statt die Steuern für Wohlhabende zu senken, müssen höhere Einkommen und Vermögen stärker in die Pflicht genommen werden. Im Zuge seiner Aktion zur Bundestagswahl „Soziale Spaltung stoppen!“ fordert der VdK deshalb:

- Spitzensteuersatz für Spitzenverdiener anheben
- Börsenumsatzsteuer und Vermögensteuer in zeitgemäßer Form wieder einführen
- Pauschale Abgeltungssteuer bei Kapitalerträgen abschaffen
- Steuerflucht und Steuerhinterziehung verhindern

Erfindung des Fahrrads

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann haben im Mannheimer Trafowerk gemeinsam mit 300 Gästen aus Politik, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft den 200. Geburtstag der Erfindung des Fahrrads gefeiert. Die Jungfernfahrt vor 200 Jahren markiere den Urknall der individuellen Mobilität, so Kretschmann.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Verkehrsminister Winfried Hermann feierten im Mannheimer Trafowerk gemeinsam mit 300 Gästen aus Politik, Gesellschaft, Sport und Wirtschaft den Geburtstag der Erfindung des Fahrrads.

Auf den Tag genau vor 200 Jahren, am 12. Juni 1817 hatte sich der Karlsruher Karl Drais mit der Laufmaschine, einer Urform des heutigen Fahrrads, auf eine Tour von seinem Wohnhaus in den Mannheimer Quadraten zum etwa sieben Kilometer entfernten Schwetzinger Relaishaus gewagt. "Diese Jungfernfahrt markiert den Urknall der individuellen Mobilität", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

"Heute ist das Fahrrad ein Lifestyle-Produkt. Radfahren wird als Tätigkeit betrachtet, die nicht nur gesund, sondern auch klimaschonend ist und richtig viel Spaß macht. Über Kurzstrecken ist es konkurrenzlos schnell und konkurrenzlos praktisch", sagte der Ministerpräsident. "Das Rad birgt ein großes Potential Luftschadstoffe, Staus, und Lärm deutlich zu reduzieren und die allgemeine Lebensqualität zu verbessern. Das Ziel ist klar: Der Radverkehrsanteil soll steigen, bis 2020 auf 16 Prozent und bis 2030 auf 20 Prozent. Auf dem Weg zu diesen Ziel ist der heutige Tag, der 200. Geburtstag des Fahrrads, natürlich eine besondere Wegmarke."

Land investiert verstärkt in Radschnellverbindungen

Radschnellverbindung© Land BW

Weshalb der gesellschaftliche Trend zu mehr Radverkehr und Entwicklungen wie die Elektrifizierung und Digitalisierung dazu beitrage, dass das Fahrrad in Zukunft eine noch größere Rolle spielen werde, erläuterte Verkehrsminister Winfried Hermann: "Das Land investiert beispielweise verstärkt in Radschnellverbindungen, um unter anderem das große Potenzial der Elektrofahrräder für Pendlerinnen und Pendler besser nutzen zu können. Überdachte Abstellplätze an Bahnhöfen oder BikeSharing-Angebote in Kommunen rücken das Fahrrad als selbstverständliches Fortbewegungsmittel in den Vordergrund." Zudem stellte der Verkehrsminister ein Fahrrad und ein E-Bike aus heimischer Produktion vor: "Die Komponenten wurden weitgehend von Lieferanten bezogen, die ihren Sitz in Baden-Württemberg haben. Der kreative Geist des Fahrraderfinders Karl Drais ist in den zahlreichen Unternehmen der Fahrradwirtschaft auch heute noch in Baden-Württemberg sehr lebendig."

Das Fahrrad-Jubiläum
Bereits seit Beginn des Jahres hatten das Land und viele weitere Partner mit zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen das Jubiläumsjahr 2017 genutzt, um das Fahrrad ins Rampenlicht zu rücken. Die Jubiläumsfeier und das am Wochenende zuvor stattfindende Bürgerfest "Monnem Bike " DAS FESTIVAL der Stadt Mannheim bilden den Höhepunkt im Rahmen der landes- und auch bundesweiten Feierlichkeiten zum Fahrrad-Jubiläum 2017. In den nächsten Wochen und Monaten finden weitere Veranstaltungen statt.

Bei Handynutzung im EU-Ausland künftig keine zusätzlichen Roaming-Gebühren mehr

Für die Handynutzung im EU-Ausland soll es ab 15. Juni 2017 keine zusätzlichen Roaming-Gebühren mehr geben. Bei Reisen außerhalb der EU sei weiterhin Vorsicht geboten, so Verbraucherminister Peter Hauk.

"Auch im Urlaub wollen viele Menschen nicht auf ihr Handy verzichten. Den Freunden daheim mal kurz berichten, wie schön der Urlaub ist, am Strand im Internet surfen oder Bilder posten und versenden. Diese Freude schlug bisher oft um, wenn man am Ende die Telefonrechnung gesehen hat. Nun können Verbraucherinnen und Verbraucher auch in der Urlaubszeit oder auf Geschäftsreisen innerhalb der EU ihr Smartphone oder Tablet nutzen, ohne im Hinterkopf haben zu müssen, dass sie sich in einem anderen Land befinden und dies Mehrkosten verursachen könnte. So rückt Europa ein Stück näher zusammen. Allerdings greift diese Regelung erst, wenn die Pfingstferien in Baden-Württemberg fast vorbei sind. Und vor allem bei Reisen außerhalb der EU ist weiterhin Vorsicht geboten, da hier die größten Kostenfallen lauern", sagte Verbraucherminister Peter Hauk.

Für die Handynutzung im EU-Ausland soll es ab 15. Juni 2017 keine zusätzlichen Roaming-Gebühren mehr geben. Nachdem auch für die Großhandelspreise, die sich die Telekommunikationsanbieter gegenseitig in Rechnung stellen, für die nächsten Jahre eine Absenkung festgelegt wurde, steht der Abschaffung der Roaming-Gebühren innerhalb der Europäischen Union für Handy-Telefonate, Internet-Surfen und SMS-Versand nichts mehr im Wege.

Missbräuchliche Nutzung von preisgünstigem Roaming
Die Abschaffung der Extra-Aufschläge auf den heimischen Tarif bei Roaming im EU-Ausland werde zwar ohne zeitliche Begrenzung des Aufenthalts eingeführt. Somit sollten Beschäftigte, die in einen anderen Mitgliedsstaat pendeln, Reisende auf längeren Geschäftsreisen oder auch Erasmus-Studenten die SIM-Karten ihres Gastlandes wie eine "Heimatkarte" auf ihren Auslandsreisen benutzen dürfen.

"Für Mobilfunkkunden, die vorhandene Preisunterschiede ausnutzen wollen und sich gezielt eine günstige SIM-Karte aus einem anderen Mitgliedstaat besorgen, um damit ständig nach Hause zu telefonieren, ist das kostenlose Roaming jedoch nicht gedacht. Dazu wurden Regeln beschlossen, die die Mobilfunkanbieter vor Missbrauch schützen sollen. Anbieter, die eine auffällige Nutzung feststellen, dürfen eine Begründung von den Kunden verlangen", betonte Hauk.

Bemerke ein Anbieter etwa einen geringen inländischen Datenverkehr im Vergleich zur Roaming-Nutzung oder eine lange Inaktivität einer SIM-Karte, die hauptsächlich oder ausschließlich beim Roaming eingesetzt werde, oder den Einsatz mehrerer SIM-Karten, die von einem Kunden nacheinander beim Roaming benutzt werden, sollte der Kunde eine zufriedenstellende Begründung abgeben können. Andernfalls dürfe der Mobilfunkanbieter Aufschläge verlangen.

Vorsicht außerhalb der EU
Während Reisende auch in Island, Liechtenstein und Norwegen in den Genuss des Wegfalls der Roaming-Gebühren kommen, gelte dies nach wie vor nicht bei Reisen in die Schweiz oder in die Türkei. Hier könne die Nutzung von Smartphone oder Tablet teuer werden.

"Generell empfehle ich den Verbraucherinnen und Verbrauchern bei Reisen in beliebte Urlaubsländer außerhalb Europas dringend zu prüfen, ob Anbieter besondere Tarife oder spezielle SIM-Karten für das Reiseland anbieten. Hier gibt es Untersuchungen die zeigen, dass speziell auf ein Land zugeschnittene SIM-Karten bestimmter Anbieter günstiger zu haben sind, als sogenannte World-SIMs, die für mehrere Länder gelten können. Besuchern außereuropäischer Länder kann ich nur raten, sich vor der Reise genau über mögliche Tarife zu informieren und bestenfalls schon vor dem Urlaub eine solche Karte zu bestellen. Andernfalls droht eine teure Überraschung nach der Rückkehr", warnte Verbraucherminister Hauk.

Dasselbe gelte für die Nutzung mobiler Endgeräte in Flugzeugen oder auf Schiffsreisen, wie etwa Mittelmeerkreuzfahrten. Fahre das Schiff auf hoher See, sei das Handy schnell außerhalb der Reichweiten der Mobilfunknetze der Küste. Wer sich dann in das Mobilfunknetz des Kreuzfahrtschiffs einlogge, bekomme in der Regel eine teure Satelliten-Verbindung. Alternativen, wie zum Beispiel Skype über die WLAN-Internetverbindung an Bord können günstiger sein, hängen aber auch von der Störungsfreiheit und Leistungsfähigkeit der Verbindung ab. Grundsätzlich aber sollten Schiffsreisende das Daten-Roaming auf ihrem Smartphone vorab deaktivieren, um hohe Rechnungen allein schon durch automatische Updates oder Synchronisieren von Kalender oder E-Mail zu vermeiden.

Sommerhitze und hohe UV- und Ozon-Werte

Angesichts der anhaltenden Sommerhitze und der hohen UV- und Ozon-Werte in Baden-Württemberg warnt Gesundheitsminister Manne Lucha vor möglichen gesundheitlichen Risiken. Hitze kann zu Flüssigkeitsmangel und im schlimmsten Fall zu einem lebensgefährlichen Hitzschlag führen.
"Ältere, kranke und pflegebedürftige Menschen sind durch die hohen Temperaturen ganz besonders gefährdet", sagte Gesundheitsminister Manne Lucha und verwies auf spezielle Informationsbroschüren seines Ministeriums für Pflegekräfte, Heimleitungen und Hausärzte.

Für gesunde Erwachsene bestehen bei ausreichender Flüssigkeits- und Nahrungsaufnahme auch bei längeren Hitzeperioden keine gesundheitlichen Gefahren. Einem erhöhten Risiko ausgesetzt seien jedoch Säuglinge und kleine Kinder, Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen und vor allem ältere, pflegebedürftige Menschen, sagte der Minister.

Was bei großer Hitze beachtet werden muss
Im Alter und bei Pflegebedürftigkeit lässt das Durstgefühl oft nach. Ältere Menschen trinken dann weniger. Dadurch verringert sich die Schweißmenge und vermindert eine Möglichkeit der Wärmeabgabe. Bestimmte Medikamente können dies noch verstärken. "Im schlimmsten Fall kann Hitze zu einer Hitzeerschöpfung oder bis hin zu einem tödlichen Hitzschlag führen", so Lucha. Warnzeichen seien Kreislaufbeschwerden, Kopfschmerzen, Muskel- und Bauchkrämpfe, Erschöpfungs- oder Schwächegefühl sowie ungewohnte Unruhe, Verwirrtheit und eine Eintrübung des Bewusstseins bis hin zur Bewusstlosigkeit. Lucha betonte, dass Kinder oder gesundheitlich geschwächte Personen niemals " auch nicht für kurze Zeit " in einem geparkten Fahrzeug zurückgelassen werden dürfen.

Der Minister rief die Bevölkerung dazu auf, genau auf die Hitzewarnungen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in den Medien zu achten. "Nehmen Sie die Warnungen ernst und richten Sie Ihren Alltag danach aus", so der Minister. Die Mittagshitze und körperliche Belastungen sollten vermieden und Tätigkeiten im Freien auf die Morgen- oder Abendstunden beschränkt werden. Wichtig sei sehr viel Wasser zu trinken und mehrere leichte Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen.

UV-Strahlung und Ozon
Momentan warnt der DWD auch vor erhöhter UV-Belastung in Baden-Württemberg. Minister Lucha wies in diesem Zusammenhang auf die Gefahren für Haut und Augen hin, die von ultravioletter Strahlung (UV-Strahlung) ausgehen. Davor schütze das Tragen eines Sonnenhutes und einer Sonnenbrille sowie das Auftragen eines Sonnenschutzmittels mit Lichtschutzfaktor 15 oder höher. Dies gelte auch für den Aufenthalt im Schatten, beim Baden oder beim Autofahren.

Die hohen Temperaturen führten auch zu einem Anstieg der Ozonbelastung. Die Ozonschicht absorbiere die UV-Strahlung, die Hautkrebs auslösen kann, doch in Bodennähe könne das giftige, unsichtbare Gas die Gesundheit gefährden. Deshalb werde ozon- und hitzeempfindlichen Menschen geraten, derzeit auf körperliche Anstrengungen im Freien zu verzichten, so Minister Lucha abschließend.

Auf der Seite des Deutschen Wetterdienstes (DWD) werden neben einer interaktiven Karte, die Warnungen unter anderem zu Hitze und UV-Belastung grafisch und nach Orten bzw. Regionen anzeigt, auch eine Wetter-Warn-App sowie Newsletter zu verschiedenen Wettergeschehen (unter anderem Hitzewar-nungen für Pflegeeinrichtungen) angeboten.

Gemeinsam gegen Diabetes

26. Juni 2017
Zur Auftaktveranstaltung der Geschäftsstelle ?Nationale Aufklärungs- und Kommunikationsstrategie zu Diabetes mellitus? der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) kamen am 26. Juni in Köln Vertreterinnen und Vertreter der Wissenschaft, Fachgesellschaften, Verbände, Ärzteschaft und des Öffentlichen Gesundheitsdienstes zusammen. Lutz Stroppe, Staatssekretär im Bundesministerium für Gesundheit: "Die Bekämpfung der Volkskrankheit Diabetes ist eine gesundheitspolitische Herausforderung ersten Ranges. Mit dem Präventionsgesetz stärken wir die Gesundheitsförderung in allen Lebensbereichen, um lebensstilbedingte Krankheiten wie Diabetes zu vermeiden, bevor sie entstehen. Um Diabetes und seinen schweren Folgeerkrankungen wirksam vorzubeugen, müssen wir gemeinsam gesundheitsbewusstes Verhalten fördern ? dazu gehören Lust auf Bewegung und eine gesunde Ernährung, aber auch eine gute Früherkennung und rechtzeitige Behandlung der Krankheit. Wichtig ist, frühzeitig über Diabetes zu
informieren, um die Diabetes-Prävention in Deutschland einen entscheidenden Schritt voranzubringen."

Finanz-Reserven der Krankenkassen steigen auf 16,7 Milliarden Euro

26. Juni 2017
Die gesetzlichen Krankenkassen haben im 1. Quartal des Jahres 2017 einen Überschuss von rund 612 Millionen Euro erzielt. Damit steigen die Finanz-Reserven der Krankenkassen auf rund 16,7 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe: "Die gesetzliche Krankenversicherung steht auch weiterhin gut da. Das ist Ergebnis einer sorgfältig abwägenden Gesundheitspolitik, die Einnahmen und Ausgaben gleichermaßen im Blick behält und einer ausgezeichneten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland. Die Politik ist gefordert, diese Entwicklung weiter zu befördern. Was mich besonders freut: Die Kassenzahlen zeigen, dass die deutlichen Verbesserungen, die wir bei der Gesundheitsförderung und in der Hospiz- und Palliativversorgung auf den Weg gebracht haben, bei den Versicherten ankommen."

Warnung for dem Konsum sogenannter Legal Highs

21.06.2017
An den Folgen des Konsums illegaler Drogen sind im Jahr 2016 nach Angaben des Bundeskriminalamtes zur Rauschgiftkriminalität insgesamt 1.333 Menschen gestorben. Dabei ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von als Legal Highs bezeichneten neuen psychoaktiven Stoffen (NPS) weiter gestiegen: Im Jahr 2015 wurden 39 Todesfälle in Folge des Konsums neuer psychoaktiver Stoffe registriert, 2016 waren es mit 98 Todesfällen mehr als doppelt so viele. Vor dem Hintergrund der unabsehbaren Risiken dieser Substanzen warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Internationalen Tages gegen den Missbrauch von Drogen vor dem Konsum der Designerdrogen.

Landesregierung unterstützt Städte und Gemeinden bei den Herausforderungen durch den demografischen Wandel

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha will den sozialen Lebensraum in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden in Baden-Württemberg stärken. Um dieses Ziel zu erreichen, haben der Minister und Staatssekretärin Bärbl Mielich den Startschuss für die landesweite Strategie "Quartier 2020 Gemeinsam.Gestalten." gegeben. Zum Auftakt stehen insgesamt 2,5 Millionen Euro für einen Ideenwettbewerb zur Verfügung, der Kommunen bei der Quartiersentwicklung unterstützt.

Insbesondere ältere Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf sollen so lange und selbständig wie möglich in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können, in Ballungsgebieten genauso wie im ländlichen Raum. Zum Auftakt hat das Ministerium einen Ideenwettbewerb auf den Weg gebracht, bei dem Kommunen bis zu 100.000 Euro für die Umsetzung ihrer Quartierskonzepte gewinnen können. Insgesamt stehen für den Wettbewerb 2,5 Millionen Euro zur Verfügung.

Minister Lucha: "Wie kann es gelingen, eine Nachbarschaft, ein Stadtviertel oder ein ganzes Dorf vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und des Rückgangs traditioneller Familienmodelle so zu gestalten, dass die dort lebenden Menschen sich mit ihrem Lebensraum identifizieren, gerne dort wohnen bleiben und diesen Ort aktiv und selbstbestimmt mitgestalten können? Mit dieser Frage beschäftigt sich die alters- und generationengerechte Quartiersentwicklung. Dazu gehören ein bedarfsgerechtes Wohnangebot genauso wie offene Begegnungsangebote, eine gesicherte Nahversorgung, eine wohnortnahe Beratung und Begleitung, eine tragende soziale Infrastruktur, bedarfsgerechte Dienstleis-tungen und ein wertschätzendes gesellschaftliches Umfeld. Dreh- und Angelpunkt aller Quartierskonzepte sind die Kommunen. Hier werden gemeinsam mit allen Akteuren alters- und generationenübergreifende Konzepte für die Dorf- und Stadtquartiere der Zukunft entwickelt. Deshalb beziehen wir die Kommunen von Anfang an in die Erarbeitung der Landesstrategie ein und unterstützen sie mit einem Ideenwettbewerb."

Dem Minister zufolge ist die Erarbeitung der Landesstrategie als fortlaufender, auf mehrere Jahre angelegter Prozess geplant. Wesentlicher Bestandteil sei der Aufbau von qualifizierten Beratungs- und Prozessbegleitungsangeboten für Kommunen. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen die Möglichkeit für Schulungs- und Qualifizierungsangebote im Bereich Quartierskoordination erhalten. Vorgesehen seien zudem Vernetzungsangebote wie Netzwerktreffen und Workshops sowie vorbehaltlich der in den nächsten Jahren zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel die Förderung von Quartiersprojekten im Land.
Regionale Impulsveranstaltungen stoßen auf breite Resonanz

Um das Vorhaben des Ministeriums und den Wettbewerb landesweit bekannt zu machen, hat das Sozial- und Integrationsministerium im April und Mai fünf regionale Impulsveranstaltungen durchgeführt. Insgesamt besuchten mehr als 400 Interessierte aus der Kommunalverwaltung, Politik, Praxis und Zivilgesellschaft eine der Veranstaltungen in Schwäbisch Hall, Riegel, Ravensburg, Bruchsal und Schwäbisch Gmünd.

Staatssekretärin Mielich: "Die große Resonanz hat uns gezeigt, dass wir mit der Quartiersentwicklung ein wichtiges Thema zur richtigen Zeit aufgegriffen haben. Viele Kommunen wünschen sich mehr Unterstützung bei der Entwicklung eigener Quartiersentwicklungskonzepte. Sie spüren bereits die Auswirkungen des demografischen Wandels und wollen die Entscheidung darüber, wie wir in der Zukunft zusammen leben wollen, frühzeitig angehen. Viele, gerade auch kleine Kommunen im ländlichen Raum nähmen den Ideenwettbewerb zum Anlass, sich erstmals mit dem Thema Quartiersentwicklung auseinanderzusetzen. Das ist uns wichtig, denn wir wollen insbesondere auch den ländlichen Raum fit für die Zukunft machen", so Mielich.

"Wir wollen diese Beispiele im ganzen Land bekannt machen und möglichst viele weitere Kommunen dabei unterstützen, alters- und generationengerechte Strukturen auf den Weg zu bringen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass das gute nachbarschaftliche Miteinander und der starke gesellschaftliche Zusammenhalt in Baden-Württemberg auch in Zukunft bestehen bleiben können", sagte Minister Lucha abschließend.
29.06.2017

Schwäbischen Alb in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen

Das Welterbekomitee hat die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen. Die Auszeichnung sei eine große Ehre und zugleich Verpflichtung für Baden-Württemberg, dieses kulturelle Erbe der Menschheit zu erhalten und sich weiterhin mit ihm zu beschäftigen, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

"Die einzigartigen Fundstätten auf der Schwäbischen Alb zeigen, dass die Wiege der Kunst und der Musik im Ach- und Lonetal zu finden ist. Von dort stammen Nachweise der ersten menschlichen Versuche, Tiere und Menschen figürlich darzustellen und sogar Musikinstrumente zu erschaffen. Dies stellte einen kulturellen Durchbruch und Fortschritt sondergleichen dar", so Ministerpräsident Winfried Kretschmann anlässlich der Entscheidung des Welterbekomitees, die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb in die Welterbeliste der UNESCO aufzunehmen. "Die Auszeichnung ist eine große Ehre und zugleich Verpflichtung für Baden-Württemberg, dieses kulturelle Erbe der Menschheit zu erhalten und sich weiterhin mit ihm zu beschäftigen."

Einzigartig, faszinierend und von überragender Bedeutung

Weltkulturerbe Schwäbische Alb© Land BW

"Unsere nunmehr sechste Welterbestätte, die Höhlen der ältesten Eiszeitkunst auf der Schwäbischen Alb, repräsentiert die kulturelle Vielfalt und Geschichte Baden-Württembergs. Sie ist einzigartig, faszinierend und von überragender Bedeutung. Dieses Erbe gilt es zu schützen und für nachfolgende Generationen zu bewahren", zeigte sich Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut nach der Bekanntgabe der Entscheidung des Welterbekomitees hoch erfreut. Es sei beeindruckend, dass Menschen auf der Schwäbischen Alb vor etwa 40.000 Jahren erste Kunstwerke und Musikinstrumente schufen, die auch heute noch die Menschen in ihren Bann ziehen, so die Ministerin weiter. Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau hat als Oberste Denkmalschutzbehörde des Landes das Antragverfahren über mehrere Jahre hinweg begleitet.

"Baden-Württemberg bekommt mit den Höhlen nicht nur seine dritte archäologische Welterbestätte. Es ist auch die erste aus einer Zeit, als noch Jäger und Sammler durch das Land zogen und Rentiere auf der Schwäbischen Alb gejagt wurden", so der Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart Professor Dr. Claus Wolf.

Kultureller Durchbruch und Fortschritt sondergleichen
Lone- und Achtal stellen wegen ihrer einzigartigen Konzentration von altstein-zeitlichen Fundplätzen außergewöhnliche Fundlandschaften eiszeitlicher Jäger und Sammler dar. Die Region war nachweislich ein zentrales Siedlungsareal der frühesten modernen Menschen in Europa. In Höhlen, die in den beiden Tälern liegen, wurden die bislang ältesten figürlichen Kunstobjekte und Musikinstrumente der Menschheit entdeckt. Es handelt sich um wenige Zentimeter große Elfenbeinschnitzereien, die Menschen und Tiere der Eiszeit sowie Mischwesen aus Mensch und Tier darstellen. Die ältesten Musikinstrumente der Welt liegen in Form von Flöten aus Vogelknochen und Mammutelfenbein vor. Zudem stammen aus den Höhlen Schmuckgegenstände wie Elfenbeinperlen und durchlochte Tierzahnanhänger. Die etwa 40.000 Jahre alten Funde wurden in den Fundstellen Geißenklösterle, Hohle Fels und Sirgenstein im Achtal sowie Vogelherdhöhle, Hohlenstein Stadel-Höhle und Bocksteinhöhle im Lonetal entdeckt.

Aufgrund ihres außergewöhnlichen universellen Wertes für die Menschheitsgeschichte hatte sich das Land Baden-Württemberg bereits 2009 entschieden, eine Eintragung der Tallandschaften mit den Höhlenfundstellen in die UNESCO-Welterbeliste zu verfolgen. Nach umfangreichen Vorarbeiten wurden sie 2014 im Rahmen eines Evaluierungsverfahrens durch ein internationales Expertengremium auf Platz 1 der deutschen Tentativliste gesetzt. Auf dieser Liste sind die Anträge verzeichnet, die von der Bundesrepublik Deutschland für die Eintragung in die Welterbeliste zur Nominierung vorgesehen sind.

Das 900 Seiten umfassende Antragsdossier wurde vom Landesamt für Denkmalpflege im Regierungspräsidium Stuttgart in enger Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg erstellt. Anfang 2016 hat die Bundesrepublik Deutschland den Antrag offiziell bei der UNESCO eingereicht. Die Entscheidung über die Einschreibung der Höhlen und ihrer Umgebungslandschaft in die Welterbeliste erfolgte auf der 41. Sitzung des Welterbekomitees der UNESCO, die vom 2. bis 12. Juli 2017 in Krakau stattfindet. Das Welterbekomitee, dem insgesamt 21 Staaten angehören, behandelt in der aktuellen Sitzung 33 Nominierungen aus der ganzen Welt.

Welterbestätten in Baden-Württemberg
Die sechs Welterbestätten in Baden-Württemberg sind die Klosteranlage Maulbronn (aufgenommen 1993), die Klosterinsel Reichenau im Bodensee (aufgenommen 2000), der Obergermanisch-Raetische Limes (aufgenommen 2005), die Prähistorischen Pfahlbauten am Bodensee und in Oberschwaben (aufgenommen 2011), die beiden Le Corbusier-Häuser der Stuttgarter Weissenhofsiedlung (aufgenommen 2016) sowie nun die Höhlen mit Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb.


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