Url dieser Seite: http://vdk.de/kv-konstanz/ID72857
Sie befinden sich hier:

VdK-Kreisverband Konstanz
Berichte

Barrierefreiheit - Nachfrage nach Wohnberatung

Ulrike Werner mag ihren Beruf als VdK-Wohnberaterin. Sie kann jeden Tag Menschen helfen, ihren Alltag besser zu bewältigen. Sie gibt Tipps, wie Wohnungen und Häuser barrierefrei und sicherer umgestaltet werden, damit die Menschen so lange wie möglich selbstständig in ihren eigenen vier Wänden leben können.

Ulrike Werner© Sozialverband VdK

Bereits Mitte der 1990er-Jahre hatte der VdK im südbadischen Radolfzell mit der Wohnberatung begonnen, zunächst für drei Jahre als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, unterstützt von der Bundesagentur für Arbeit.
Doch schon damals war die Nachfrage so groß, dass der Sozialverband VdK entschieden hat, die Beratungsstelle als Träger fortzuführen. Inzwischen leitet Ulrike Werner die Einrichtung. Unterstützt wird sie ehrenamtlich von der Architektin Cornelia Schwahn aus Konstanz.

Der VdK Baden-Württemberg hat insgesamt drei solche Kontaktstellen, auch andere Landesverbände wie der VdK Hessen-Thüringen und Berlin-Brandenburg bieten solche Anlaufpunkte an. Andere würden sie gerne aufbauen, wie zum Beispiel der VdK Saarland. Einige VdK-Landesverbände bilden ehrenamtliche Berater für Barrierefreiheit aus, wie der VdK Rheinland-Pfalz.

Oft wenden sich Bürger an VdK-Berater wie Ulrike Werner, wenn ein Notfall eingetreten ist: ein Schlaganfall, ein Verkehrsunfall. Der Betroffene kann sich auf einmal nicht mehr in seiner Wohnung allein bewegen. Er hat nur eine Treppe, die ins Haus führt, sitzt aber jetzt im Rollstuhl. Oder er kann nicht mehr duschen, weil er nur eine Badewanne hat. In solchen Fällen spricht Werner mit den Betroffenen, macht Hausbesuche und gibt Finanzierungstipps.

So sei es in solchen Fällen wichtig, nicht überstürzt Hilfsmittel zu kaufen, erklärt Werner. Vielmehr sollte man den Bedarf klären, und je nach Pflegestufe oder Einschränkung bekommen die Betroffenen entsprechende Geräte oder Umbauten auch mit Rezept von der Kranken- oder Pflegekasse.

Bewusstseinswandel
Die Nachfrage nach Wohnberatung steigt laut Werner nicht nur wegen der wachsenden Zahl von Betroffenen, sondern auch wegen eines Bewusstseinswandels in der Gesellschaft. Im Gegensatz zu früher würden barrierefreie Bäder mit ebenerdigen Duschen heutzutage auch als "komfortabel" angesehen, da sie für jedermann leichter zugänglich sind und mehr Platz bieten. Dies nützt nicht nur Menschen mit Gehbehinderung, sondern beispielsweise auch Familien mit kleinen Kindern.

Ulrike Werner kennt viele Beispiele aus ihrer täglichen Arbeit, bei denen das ähnlich ist. "Wenn keine Schwellen mehr da und die Türen leicht zu öffnen sind, profitieren wir alle", sagt sie. Genau wie von einer guten Beleuchtung, kontrastreichen Markierungen von Treppenstufen und Handläufen.
Besserer Schutz vor Stürzen ist ein wesentlicher Teil der Arbeit von VdK-Beratern. Denn es gibt viele Fallen und Hindernisse im Haushalt: Ein schlecht befestigter Teppich kann dies ebenso sein wie ein zu glatter Boden.

Der VdK Baden-Württemberg kooperiert mittlerweile auch mit der Architektenkammer. Beide Seiten wollen sich gegenseitig durch Informationsaustausch und Vorträge unterstützen. Sie setzen sich auch dafür ein, dass sich Hochschulen verstärkt mit Inklusion und Barrierefreiheit beschäftigen.

Wenn künftige Architekten so sensibilisiert werden, wird die Zahl der Hindernisse hoffentlich in Zukunft von vornherein geringer werden. Von "menschengerechtem, zukunftsorientiertem Bauen" spricht Werner.

Kluft zwischen Arm und Reich wird weltweit stetig größer

Die Kluft zwischen Arm und Reich wird weltweit stetig größer. Das haben aktuelle Studien und Erhebungen einmal mehr bestätigt. Deutschland ist da keine Ausnahme. Im Gegenteil: Laut der Einkommens- und Verbraucherstichprobe aus dem Jahr 2013, die die Grundlage des nächsten Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung bildet, besitzen die oberen zehn Prozent der Bevölkerung 52 Prozent des gesamten Volksvermögens. Zehn Jahre zuvor betrug der Anteil noch 49 Prozent.

Auch folgende Zahlen belegen die zunehmende Ungleichheit: 1998 besaß die ärmere Hälfte der Bevölkerung noch 2,6 Prozent des Gesamtvermögens, 2013 schrumpfte dieser Anteil auf ein Prozent. "Diese Ergebnisse bergen sozialen Zündstoff. Die Armut wächst nicht nur "gefühlt, wie manche Politiker behaupten, sondern ganz real, warnt VdK-Präsidentin Ulrike Mascher.

Trotz guter Konjunktur und allgemeiner Lohnsteigerungen bleibt ein großer Anteil der Bevölkerung also dauerhaft vom Wohlstand abgehängt. Hinzu kommt, dass die Einkommen der Rentnerinnen und Rentner insgesamt sinken. Da deren Bevölkerungsanteil wächst, könnte sich die Kluft zwischen Arm und Reich noch weiter vergrößern, befürchtet der Sozialverband VdK.

Diese Entwicklung muss gestoppt werden, fordert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Dafür müsse an mehreren Schrauben gedreht werden. Der Grundstein zur Armutsbekämpfung wird schon im Kindesalter gelegt. Bildungsgerechtigkeit ist ein wichtiger Schlüssel. Jeder Euro, der heute in bessere Betreuung und Förderung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher gesteckt wird, entlastet perspektivisch unser Sozialsystem. Besonders im Fokus sollten dabei Kinder mit Behinderung, mit Migrationshintergrund und mit Lernschwierigkeiten stehen. Jedes Kind hat eine Chance verdient, ist Mascher überzeugt.

Einkommensarmut ist ein weiterer Bereich, den es anzupacken gilt. Der derzeitige Mindestlohn von 8,50 Euro war ein Anfang, sagt Ulrike Mascher. Der Sozialverband VdK fordert eine Anpassung des Mindestlohns, der die Entwicklung der Lebensumstände der ärmeren Bevölkerungsgruppen berücksichtigen muss.

Explodierende Mieten in den Ballungszentren, steigende Ausgaben für die Gesundheit durch Zusatzbeiträge in der Krankenversicherung und höhere Selbstzahleranteile für Medikamente und Therapien müssten dabei ebenso einberechnet werden wie die Hochrechnung des Mindestlohns auf die spätere Rentenhöhe. Die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den unteren Einkommensgruppen müssen über die Runden kommen und sich ein kleines Polster für unvorhergesehene Ausgaben schaffen können. Außerdem muss sich aus einer einigermaßen lückenlosen Erwerbsbiografie auch mit niedrigen Einkommen eine gesetzliche Rente oberhalb der Grundsicherung erwirtschaften lassen, lauten die Forderungen der VdK-Präsidentin zu den aktuellen Debatten über die Höhe des Mindestlohns.

6,1 Millionen Menschen, davon 1,7 Millionen Kinder, erhalten derzeit Sozialleistungen "Hartz IV", hinzu kommen etwa eine Million Bezieher von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung. Die Ausweitung prekärer Arbeit und stark gebremste Rentenanpassungen der letzten Jahre hätten die Talfahrt der unteren Einkommensgruppen beschleunigt. Deshalb sei es höchste Zeit, die Weichen für mehr soziale Gerechtigkeit zu stellen, so Mascher: "Wir fordern eine Steuerpolitik, die auch die reichsten Deutschen endlich ernsthaft ins Visier nimmt."

Armut muss in allen Altersgruppen bekämpft werden

Die heute veröffentlichten Zahlen des Statistischen Bundesamts zur Armutsgefährdung im Jahr 2015 sind aus Sicht des Sozialverbands VdK Deutschland alarmierend. Demnach ist die Armutsgefährdungsquote im Vergleich zu 2014 von 15,4 auf 15,7 Prozent gestiegen. "Es ist beschämend für ein reiches Land wie Deutschland, wenn 15,7 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht sind", erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland.

Um Armut in allen Altersgruppen nachhaltig zu bekämpfen und vorzubeugen, fordert der Sozialverband VdK Maßnahmen in verschiedenen Politikfeldern. "Erst durch das Zusammenwirken von Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik, von Bildungs-, Familien-, Gesundheits- und Wohnungspolitik kann Armut in unserem Land nachhaltig bekämpft werden", so Mascher.
Wirksame Armutsbekämpfung muss aus Sicht des VdK bereits im Kindesalter beginnen. "Dazu gehört etwa ein bedarfsgerechter Hartz-IV-Regelsatz, der Armut verhindert und gute Teilhabemöglichkeiten bietet sowie vor Ausgrenzungen schützt. Die nun beschlossenen Erhöhungen fallen viel zu gering aus", so die VdK-Präsidentin.

Ebenso wichtig seien Maßnahmen in der Arbeitsmarktpolitik. "Einkommensarmut ist die wesentliche Ursache für Altersarmut. Mit einem deutlich höheren gesetzlichen Mindestlohn und einem Zurückdrängen des Niedriglohnsektors muss dafür gesorgt werden, dass Menschen wieder von ihrer Arbeit leben und eine angemessene Alterssicherung über Grundsicherungsniveau aufbauen können. Davon würden vor allem Frauen profitieren, die oft in Teilzeitarbeit, prekären Beschäftigungen und Minijobs sind", betont Mascher. Um Armut entgegenzuwirken, braucht es aus Sicht des VdK aber auch mehr Mittel für nachhaltige Programme zur Wiedereingliederung von Langzeitarbeitslosen.

Zudem müsse in der Rentenpolitik endlich nachgebessert werden, denn der Trend zur Altersarmut halte an. "Um der Zunahme von Altersarmut entgegenzuwirken, sind darüber hinaus eine Stabilisierung des Rentenniveaus, die Einführung eines Freibetrags von 100 Euro für Grundsicherungsbezieher sowie die Abschaffung der Abschläge für Erwerbsminderungsrentner erforderlich?" so Mascher.

VdK: Erwerbsminderung bleibt Armutsrisiko

"Wer aufgrund gesundheitlicher Probleme vorzeitig aus dem Beruf aussteigen muss, wird oft mit einer Armutsrente bestraft. Leider ändert sich durch die aktuell geplanten Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner kaum etwas an dieser Situation." Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen geplanten Verabschiedung des Erwerbsminderungs-Leistungsverbesserungsgesetzes im Bundeskabinett.

Wenn Menschen wegen einer schweren Krankheit oder Behinderung vorzeitig in Rente gehen müssen, sind sie im Durchschnitt erst 50 Jahre alt. Die Betroffenen müssen damit rechnen, dass ihnen jahrzehntelang ein Leben in prekären Verhältnissen und ohne finanzielle Perspektive droht. Schon heute sind 40 Prozent der Menschen, die in Haushalten von Erwerbsminderungsrentnern leben, von Armut bedroht, kritisiert Mascher.
Die Zurechnungszeiten für Erwerbsminderungsrenten sollen erst ab 2018 und dann nur schrittweise bis 2024 weiter angehoben werden. "Die Erhöhung der Zurechnungszeit muss aber wie im Jahr 2014 in einem Schritt erfolgen", fordert die VdK-Präsidentin.

Besonders enttäuschend ist aus Sicht des Sozialverbands VdK, dass die Anhebung der Zurechnungszeit nur für Neurentner gelten soll. "Über 1,7 Millionen Bestandsrentner werden damit von den Verbesserungen ausgeschlossen. Die Bundesregierung nimmt damit in Kauf, dass viele von ihnen bis ans Lebensende in der Armutsfalle sitzen und keine Chance haben, ihre Situation zu verbessern. Das darf nicht sein!", stellt Mascher klar. Auch bei der Mütterrente habe man aus guten Gründen die Bestandsrentnerinnen mit einbezogen. "Es gibt keine Veranlassung, bei der Erhöhung der Zurechnungszeiten bei Erwerbsminderung anders zu verfahren", so die VdK-Präsidentin.

Die Umsetzung der geplanten Verbesserungen wird den großen Einkommensverlust bei Erwerbsminderung nicht wettmachen. Der Sozialverband VdK fordert deshalb die Streichung der Rentenabschläge. "Die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent sind systemwidrig. Deshalb müssen sie weg", erklärt Mascher. Man dürfe nicht so tun, als ob der Rentenbeginn wie bei vorgezogenen Altersrenten freiwillig erfolge. "Wer wegen Krankheit oder Behinderung seine Arbeit nicht mehr ausüben kann, hat keinen Einfluss auf den Zeitpunkt des Rentenbeginns und darf deshalb nicht mit denselben Abschlägen belegt werden", so die VdK-Präsidentin.

Polizeiliche Kriminalstatistik 2016

Innenminister Thomas Strobl hat die Polizeiliche Kriminalstatistik 2016 vorgestellt. Erstmals seit 2012 ist wieder ein Rückgang bei den Straftaten zu verzeichnen. Im Ländervergleich belegt Baden-Württemberg den Spitzenplatz. Mit 5.599 Straftaten pro 100.000 Einwohner sank die Kriminalitätsbelastung im Vergleich zum Vorjahr und stellt insgesamt den besten Wert dar.

"Wir tun alles dafür, um den Menschen in Baden-Württemberg ein Höchstmaß an Sicherheit zu bieten. Die Anstrengungen zahlen sich aus, die Arbeit unserer Polizei hat Erfolg. In Sachen Sicherheit sind wir Spitzenreiter in Deutschland", sagte der Stellvertretende Ministerpräsident und Minister für Inneres, Digitalisierung und Migration, Thomas Strobl bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2016. Nachdem die Straftaten in den Jahren seit 2012 kontinuierlich gestiegen waren, sanken sie 2016 erstmals wieder und gingen um 1,3 Prozent auf 609.133 zurück (2015: 617.365) bei gleichzeitigem Bevölkerungszuwachs.

Staatswappen© Land Baden Württemberg

Für die Bürgerinnen und Bürger sank die Kriminalitätsbelastung im vergangenen Jahr auf 5.599 Straftaten pro 100.000 Einwohner: Das stellt im Ländervergleich insgesamt den besten Wert dar und ist ein Rückgang um 2,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Weniger Straftaten, höhere Aufklärungsquote

"Baden-Württemberg ist ein sehr sicheres Land, und wir arbeiten jeden Tag daran, dass es noch sicherer wird", erklärte Innenminister Strobl. "Die Entwicklung geht doppelt in die richtige Richtung: Bei den Straftaten verbuchen wir einen Rückgang, bei der Aufklärungsquote eine leichte Steigerung. Die Menschen in Baden-Württemberg haben einen überdurchschnittlichen Sicherheitsstandard. Sicherheitspolitik ist auch Standortpolitik das wissen wir", so Innenminister Thomas Strobl. Die Aufklärungsquote lag 2016 bei 60,2 Prozent (2015: 60,1 Prozent). Damit klärte die Polizei so viele Straftaten auf wie in den letzten zwölf Jahren nicht. Dieser großartige Ermittlungserfolg sei einer hervorragenden polizeilichen Arbeit zu verdanken.

Förderprogramm Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur

Von 2017 bis 2021 werden mit den Förderprogramm Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur mehr als 350 Maßnahmen im Land gefördert. Neu in das Programm aufgenommen wurden in diesem Jahr 84 Maßnahmen mit Gesamtkosten von rund 37 Millionen Euro.

"Das Fahrrad bietet schnelle, direkte, gesunde Mobilität ohne Stau, Lärm und Luftverschmutzung. Deshalb fördern wir den Radverkehr systematisch" sagte Verkehrsminister Winfried Hermann und ergänzte: "Im Jahr des Fahrrad-Jubiläums wollen wir bei unseren Bemühungen, Baden-Württemberg noch fahrradfreundlicher zu machen, einen besonders großen Schritt vorangehen." Vor 200 Jahren hat Karl Drais in Mannheim die "Laufmaschine", das Laufrad, als Urform des heutigen Fahrrades entwickelt. Bis heute ist das Fahrrad das meistgenutzte Individualverkehrsmittel der Welt, weil es praktisch und preiswert ist."

Förderprogramm Kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur

Radschnellverbindung© Land BW

Das Förderprogramm Kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur 2017-2021 umfasst mehr als 350 Maßnahmen. Neu in das Programm aufgenommen wurden in diesem Jahr 84 Maßnahmen mit Gesamtkosten von rund 37 Millionen Euro. Für die Umsetzung des Förderprogramms sind 2017 über 21 Millionen Euro eingeplant.

Gefördert werden unter anderem bauliche Radwege, Rad- und Fußwege, Gehwege, Schutzstreifen, Abstellanlagen, Beschilderung, Querungshilfen, Brücken, Unterführungen und Fahrradstraßen. Ein Drittel der geförderten Radverkehrsinfrastruktur dient der Umsetzung des RadNETZ-Baden-Württemberg.

Bauprogramme Radwege an Bundes- und Landesstraßen
Auch der Radwegebau an Bundes- und Landesstraßen wird 2017 kontinuierlich vorangetrieben. 2017 planen die Regierungspräsidien an Bundesstraßen 13 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 6 Millionen Euro und einer Gesamtlänge von rund 18 Kilometer neu zu beginnen. Fünf dieser neuen Maßnahmen sind Bestandteil des Rad-NETZ-Baden-Württemberg. An Landesstraßen planen die Regierungspräsidien 2017 38 Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von rund 19 Millionen Euro und einer Gesamtlänge von rund 59 Kilometer neu zu beginnen. Sieben dieser neuen Maßnahmen sind Bestandteil des RadNETZ Baden-Württemberg.
RadNETZ ausbauen und beschildern

Seit 2016 setzen Land und Kommunen gemeinsam das RadNETZ-Baden-Württemberg um. Das RadNETZ verbindet landesweit alle Ober- und Mittelzentren über definierte Hauptrouten. Insgesamt hat das RadNETZ im Zielnetz 2030 eine Länge von circa 7.000 Kilometern. Mehr als 700 Kommunen werden daran angeschlossen sein. Die Strecken des RadNETZ, die den ?Startnetz-Standard? und damit die Anforderungen an sichere Befahrbarkeit erfüllen, werden durchgehend und einheitlich nach aktuellem Stand der Technik gut sichtbar beschildert. Bisher wurden vier Stadt- und Landkreise beschildert und auf circa 600 Kilometer über 2.800 Schilder installiert. Im Jahr 2017 werden weitere 24 Kreise auf rund 2.500 Kilometer mit Schildern versehen. Über die Hälfte der Stadt- und Landkreise in Baden-Württemberg ist dann sichtbar an das RadNETZ Baden-Württemberg angeschlossen. Das Land wird bis Ende 2017 insgesamt 1,4 Millionen Euro in die Beschilderung investiert haben.

Mitglieder-Rekord

Rekord beim Sozialverband VdK: Dank des anhaltenden Wachstums zählt der Verband jetzt über 1,8 Millionen Mitglieder, so viel wie nie zuvor in seiner rund 70-jährigen Geschichte.

© Sozialverband VdK

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher spricht den VdK-Mitgliedern und VdK-Mitarbeitern ihren Dank aus: "Ohne Ihr Engagement wären wir nie zu Deutschlands erfolgreichstem Sozialverband geworden. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das wir in der Bevölkerung genießen. Die Menschen wissen, dass sie mit dem großen VdK einen starken Verbündeten für Solidarität und soziale Gerechtigkeit haben, der aktiv auf die Sozialpolitik Einfluss nimmt. Der VdK wird als soziale Schutzmacht wahrgenommen. Und offenbar ist er so notwendig wie nie, wenn so viele Menschen unsere Unterstützung benötigen."

Gefahr der Altersarmut nicht gebannt

„Auch wenn die Grundsicherungszahlen für Rentner leicht gesunken sind, ist die Gefahr der Altersarmut in Deutschland nicht gebannt. Die Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute vorgelegt hat, sind weiterhin beunruhigend, eine Trendwende zeigen sie nicht. Dass die Wohngeldreform wirkt, ist zwar positiv, ändert aber nichts an der Tatsache, dass die Rente nicht zum Leben reicht. Dieser anhaltenden Entwicklung muss politisch endlich etwas entgegengesetzt werden.“

Vorsitzende des Sozialverbandes VdK.© Sozialverband VdK

So kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin den Sozialverbands VdK Deutschland, die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamts: Demnach erhielten im Dezember 2016 insgesamt rund 1.026.000 Personen ab 18 Jahren Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung und damit rund 12.000 Personen weniger als ein Jahr zuvor.

„Das Thema Altersarmut und insbesondere das hohe Armutsrisiko bei Erwerbsminderung wird von der Politik immer noch nicht wirklich zur Kenntnis genommen“, kritisiert die VdK-Präsidentin angesichts des heute ebenfalls vom Bundeskabinett verabschiedeten Armuts- und Reichtumsberichts. Völlig unbeachtet bleibe darin die Problematik der verdeckten Armut. „Wir gehen von einer hohen Zahl an Menschen aus, die Grundsicherung aus Scham nicht beantragen, obwohl sie eigentlich ein Anrecht darauf hätten“, sagt die VdK-Präsidentin.

Mascher fordert, dass endlich effektive Maßnahmen gegen die wachsende Altersarmut auf den Weg gebracht werden müssen: „Dieses Thema treibt die Menschen um. Wer sein Leben lang gearbeitet hat, muss sich darauf verlassen können, später nicht jeden Cent umdrehen zu müssen. Die Rente muss zum Leben reichen. Das ist eine zentrale VdK-Forderung im Vorfeld der Bundestagswahl“, sagt die VdK-Präsidentin. Seit Jahren würden Rentenbezieher immer mehr abgehängt. Mascher: „Das Rentenniveau darf nicht weiter sinken. Die Kürzungsfaktoren in der Rentenformel müssen weg, damit die Renten wieder parallel zu den Löhnen steigen.“

Akuten Handlungsbedarf sieht der VdK bei den Erwerbsminderungsrentnern. Rund 15 Prozent der Erwerbsminderungsrentner sind bereits auf aufstockende Leistungen der Grundsicherung angewiesen. „Krankheit darf keine Armutsfalle sein“, sagt Mascher. Besonders enttäuschend ist aus Sicht des Sozialverbands VdK, dass geplante Verbesserungen für Erwerbsminderungsrentner bei den jetzt Betroffenen nicht ankommen. So soll die Anhebung der Zurechnungszeit nur für Neurentner gelten. „Über 1,7 Millionen Bestandsrentner werden damit ausgeschlossen.“ Doch selbst die geplanten Verbesserungen für Neurentner werden aus Sicht des VdK den großen Einkommensverlust bei Erwerbsminderung nicht wettmachen. „Die Abschläge von bis zu 10,8 Prozent sind systemwidrig. Deshalb müssen sie ersatzlos gestrichen werden“, erklärt Mascher. Man dürfe nicht so tun, als ob der Rentenbeginn wie bei vorgezogenen Altersrenten freiwillig erfolge.

Armut© Sozialverband VdK

Die VdK-Präsidentin fordert zudem einen monatlichen Freibetrag im Bereich der Grundsicherung in Höhe von 200 Euro. „Bisher wird jede kleine Rentenanpassung, aber auch die Leistung der Mütterrente mit der Grundsicherung verrechnet“, so Mascher.

.

.

Baden-Württemberg ist das sicherste Bundesland

Die Zahlen der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik zeigen, dass Baden-Württemberg das sicherste Bundesland ist. In keinem anderen Land werden " bezogen auf je 100.000 Einwohner " weniger Straftaten begangen. Entgegen dem Bundestrend ist im Südwesten die Summe der Straftaten gesunken und die Aufklärungsquote gestiegen.

Zur heutigen Vorstellung der bundesweiten Polizeilichen Kriminalstatistik erklärt Innenminister Thomas Strobl:

Staatswappen© Land Baden Württemberg

"Baden-Württemberg ist das mit Abstand sicherste Bundesland: In keinem anderen Land werden " bezogen auf je 100.000 Einwohner " weniger Straftaten begangen. Das zeigt, wie hervorragend die Polizei in unserem Land arbeitet! Für uns ist das auch eine Verpflichtung: Wir wollen weiter alles dafür tun, dass die Menschen in Baden-Württemberg sicher leben. In ganz wichtigen Kennzahlen laufen wir entgegen dem Bundestrend in eine gute Richtung: Bundesweit ist die Zahl aller Straftaten gestiegen und die Aufklärungsquote ist gesunken.
Weniger Straftaten und gestiegene Aufklärungsquote im Südwesten

Baden-Württemberg hat hingegen einen doppelten Erfolg erreichen können: Bei uns im Südwesten ist die Summe der Straftaten um 1,3 Prozent gesunken, und die Aufklärungsquote ist um 0,1 Prozent gestiegen. Das unterstreicht ganz deutlich: Wir in Baden-Württemberg leisten einen ganz starken Beitrag zur Sicherheit in Deutschland. Der Dank dafür gebührt allen Polizistinnen und Polizisten, die täglich mit hohem Engagement für die Bürgerinnen und Bürger ihren Dienst leisten. Als Landesregierung arbeiten wir weiter daran, dass die gute Entwicklung sich in den kommenden Jahren fortsetzt: Wir setzen auf mehr Personal, eine bessere Ausstattung und mehr rechtliche Möglichkeiten für die Polizei.


Bildrechte einblenden

Bildrechte auf der Seite "http://www.vdk.de/kv-konstanz/ID72857":

  1. Ulrike Werner | © Sozialverband VdK
  2. Staatswappen | © Land Baden Württemberg
  3. Radschnellverbindung | © Land BW
  4. Sozialverband VdK | © Sozialverband VdK
  5. Vorsitzende des Sozialverbandes VdK | © Sozialverband VdK
  6. Armut | © Sozialverband VdK
  7. Staatswappen | © Land Baden Württemberg

Liste der Bildrechte schließen