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VdK-Kreisverband Konstanz
Berichte

Mitglieder-Rekord

Rekord beim Sozialverband VdK: Dank des anhaltenden Wachstums zählt der Verband jetzt über 1,8 Millionen Mitglieder, so viel wie nie zuvor in seiner rund 70-jährigen Geschichte.

Sozialverband VdK

© Sozialverband VdK

VdK-Präsidentin Ulrike Mascher spricht den VdK-Mitgliedern und VdK-Mitarbeitern ihren Dank aus: "Ohne Ihr Engagement wären wir nie zu Deutschlands erfolgreichstem Sozialverband geworden. Ich freue mich sehr über das Vertrauen, das wir in der Bevölkerung genießen. Die Menschen wissen, dass sie mit dem großen VdK einen starken Verbündeten für Solidarität und soziale Gerechtigkeit haben, der aktiv auf die Sozialpolitik Einfluss nimmt. Der VdK wird als soziale Schutzmacht wahrgenommen. Und offenbar ist er so notwendig wie nie, wenn so viele Menschen unsere Unterstützung benötigen."

VdK: Behinderung darf kein Nachteil sein

„Teilhabe und Selbstbestimmung sind für Menschen mit Behinderung noch längst nicht selbstverständlich. Die Behindertenpolitik in der nächsten Legislaturperiode muss endlich die Voraussetzungen für ein gleichberechtigtes Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung schaffen.“ Das fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des morgigen Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung.

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit© Sozialverband VdK

Immer noch fehlt es aus Sicht des VdK an umfangreichen Maßnahmen für eine barrierefreie Gesellschaft. „Es ist unverständlich, dass bisherige Gesetzesänderungen noch lange nicht alle Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention erfüllen. Solange etwa die privaten Anbieter von Gütern und Dienstleistungen von der Verpflichtung zur Barrierefreiheit ausgenommen bleiben, sind Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen benachteiligt“, so Mascher.

Alle Lebensbereiche müssten so gestaltet werden, dass sie auch von allen Menschen, egal ob mit oder ohne Behinderung, genutzt werden können. „Dazu gehören öffentlich zugängliche Gebäude, Wohnungen und medizinische sowie pflegerische Einrichtungen ebenso wie Bahnhöfe und Verkehrsmittel oder Informations- und Kommunikationsmedien“, erklärt die VdK-Präsidentin. Denn Barrierefreiheit komme allen zugute. „Menschen mit Behinderung profitieren davon, aber auch Ältere, Eltern mit Kindern oder Menschen, die zeitweise mobilitätseingeschränkt sind“, so Mascher.

Im Zuge seiner Aktion zur Bundestagswahl „Soziale Spaltung stoppen!“ fordert der Sozialverband VdK weitere Verbesserungen für Menschen mit Behinderung. „Für Menschen mit Behinderung muss es mehr Ausbildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten am regulären Arbeitsmarkt geben“, erklärt Mascher. Zudem müsse das gemeinsame Lernen vorangebracht werden. „Bund und Länder gemeinsam müssen Inklusion in allen Schulen und Hochschulen vor allem mit ausreichend gut qualifiziertem Personal endlich umsetzen.“ Und schließlich müsse die Politik endlich dafür sorgen, dass Behinderung nicht arm macht. „Die Eingliederungshilfe muss einkommens- und vermögensunabhängig gewährt werden“, fordert die VdK-Präsidentin.

Armutsrisiko im Südwesten am geringsten
Das Armutsrisiko ist in Baden-Württemberg im Vergleich aller Bundesländer am niedrigsten. Laut Statistischem Bundesamt sind in Baden-Württemberg 11,9 Prozent der Menschen gefährdet, in die Armut abzurutschen. Im Bundesschnitt sind es 15,7 Prozent.

Baden-Württemberg steht im Vergleich der Bundesländer gut da: das Risiko, in die Armut abzurutschen ist im Land am geringsten. Baden-Württemberg liegt mit 11,9 Prozent deutlich unter dem Bundesschnitt von 15,7 Prozent. Im Vergleich zum Tabellenschlusslicht Bremen ist das Armutsrisiko in Baden-Württemberg nur halb so hoch. Die Zahlen gehen auf eine Erhebung des Statistischen Bundesamtes zurück.

Haushalte gelten als armutsbedroht, wenn sie weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens zur Verfügung haben. Besonders gefährdet sind Erwerbslose. In Baden-Württemberg waren 2016 43,4 Prozent dieser Haushalte armutsgefährdet. Auch Alleinerziehende und ihre Kinder gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Der Erhebung des Statischen Bundesamtes liegen Daten aus dem Jahr 2016 zugrunde.
Landesregierung will Armutsgefährdung vorbeugen

"Auch wenn in Baden-Württemberg die Armutsgefährdung im Bundesvergleich gesehen gering ist, steht für mich fest: Jedes Kind, das von Armut bedroht ist, ist eines zu viel", betont Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha. Weichen, um Armutsgefährdung vorzubeugen, seien bereits gestellt. Als Beispiele nennt er bessere Standards bei der frühkindlichen Bildung, Ausbau der Kinderbetreuung und auch die Schulsozialarbeit.

Die Landesregierung geht außerdem neue Wege bei der Verhinderung und Bekämpfung von Armut. Im vergangenen Jahr stellte das Land beispielsweise mehr als 300.000 Euro für Projekte bereit, die neuartige Ansätze in der Armutsprävention und -überwindung verfolgen. Die in einem landesweiten Ideenwettbewerb durch eine Jury ausgewählten Projekte kommen hauptsächlich Familien und Kindern sowie Alleinerziehenden zugute. Weitere Projekte betreffen die Bereiche Schuldnerberatung, Wohnungslosigkeit, Altersarmut und Arbeitslosigkeit.

Auch an anderer Stelle setzt sich das Land gegen Armutsgefährdung ein. So hilft ein spezielles Programm erfolgreich dabei, Langzeitarbeitslosen den Wiedereinstieg in den Beruf zu ermöglichen. Andere Programme nehmen zum Beispiel alleinerziehende Eltern in den Fokus.

31.08.2017

Kinderbetreuung in Baden-Württemberg vorbildlich

Kinderbetreuung in Baden-Württemberg vorbildlich
Baden-Württemberg hat bei der frühkindlichen Bildung bundesweit die beste Personalausstattung. Das ist das Ergebnis einer Studie der Bertelsmann Stiftung. In Baden-Württemberg ist eine Vollzeitfachkraft im Schnitt für 3,0 Krippen- oder 7,2 Kindergartenkinder zuständig.

Laut Bertelsmann Stiftung ist Baden-Württemberg zum dritten Mal in Folge bundesweiter Spitzenreiter bei der Qualität in Krippen und Kindergärten. Gemessen am durchschnittlichen Personalschlüssel erreichen die Krippen und Kindergärten im Land sowohl für unterdreijährige als auch für überdreijährige Kinder bundesweit die besten Werte. Eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft ist im Schnitt für 3,0 Krippen- oder 7,2 Kindergartenkinder zuständig. Das zeigt das aktuelle Ländermonitoring Frühkindliche Bildungssysteme, das die Bertelsmann Stiftung heute veröffentlicht hat. Die pädagogische Personalausstattung in Baden-Württemberg sei damit als vorbildlich einzustufen.

Auf guten Ergebnissen nicht ausruhen

Landeswappen

Landeswappen Baden-Württemberg© Land BW

"Die erfreulichen Ergebnisse bestätigen die Anstrengungen von Land, Kommunen und Trägern, gemeinsam in die Qualität der frühkindlichen Bildung zu investieren", sagt Kultusministerin Dr. Susanne Eisenmann. Baden-Württemberg lege großen Wert auf eine qualitativ hochwertige frühkindliche Bildung. Auf diesen guten Ergebnissen dürfen wir uns natürlich nicht ausruhen, sondern müssen weitere Anstrengungen unternehmen. "Deswegen ist es mir ein besonderes Anliegen, ab Herbst gemeinsam mit den Kommunen konstruktiv den Pakt für gute Bildung und Betreuung zu verhandeln, um die frühkindliche Bildung und Betreuung sowohl qualitativ als auch quantitativ zu verbessern", sagt die Ministerin.

Erzieherinnen und Erzieher entscheidend für Qualität
Zur Qualität in der frühkindlichen Bildung trügen ganz entscheidend die Erzieherinnen und Erzieher bei. "Sie sind es, die täglich die Persönlichkeit und Entwicklung jedes einzelnen Kindes fördern und damit die Grundlage für einen erfolgreichen Bildungsweg legen", sagt Eisenmann. Deshalb unterstütze das Land die Träger bei der Fort- und Weiterbildung jährlich mit rund zehn Millionen Euro.

Personalzuwachs bei Fachkräften
Der enorme Personalzuwachs bei den Fachkräften in den vergangenen Jahren in Baden-Württemberg, den Bertelsmann von 2006 bis 2016 mit einer Steigerung um 83 Prozent beziffert, lässt sich auch an den kontinuierlich steigenden Absolventenzahlen der Erzieherausbildung in Baden-Württemberg ablesen (2006: 2.670; 2016: 3.850).

Zu einer Steigerung der Attraktivität der anspruchsvollen Arbeit von Erzieherinnen und Erziehern hat in Baden-Württemberg auch die praxisintegrierte Erzieherausbildung beigetragen, die bundesweit Anklang findet und mehr Männer für diesen Beruf begeistert. "Die praxisintegrierte Erzieherausbildung ist ein Erfolgsmodell. Das bestätigen auch unsere Fachschulen, die gerne noch mehr Schülerinnen und Schüler aufnehmen würden. Doch leider finden diese häufig keinen Ausbildungsplatz. Hier müssten sich die Träger noch mehr bewegen. Schließlich bietet dieses Modell gerade für die Einrichtungen große Vorteile, insbesondere bei der Personalbindung", betont Eisenmann.

Über 1,3 Milliarden Euro Landesmittel für Kinderbetreuung
Das Land unterstützt die Einrichtungen und Träger bei den Betriebsausgaben. Für die Kleinkindbetreuung in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege fördert das Land 68 Prozent der Betriebsausgaben (nach § 29 c Finanzausgleichsgesetz unter Einbeziehung von Bundesmitteln). Die Zuweisungen betrugen im Jahr 2016 circa 724 Millionen Euro und im Jahr 2017 voraussichtlich circa 824 Millionen Euro.

01.09.2017

Noch 13 000 Kriegsopfer im Südwesten

In Baden-Württemberg gibt es noch rund 13 000 Menschen, die als Kriegsopfer des Zweiten Weltkriegs laufende Rentenleistungen beziehen. An diese Kriegsbeschädigten, Kriegswitwen und gebrechliche Waisen wurden laut Jahresbericht 2016 des Landesversorgungsamts im letzten Jahr rund 80 Millionen Euro überwiesen. Aus demografischen Gründen verringert sich dieser Personenkreis. Viele der Kriegsbeschädigten und Kriegshinterbliebenen gehören seit der Nachkriegszeit zum VdK, dem heutigen Sozialverband VdK. Dort gibt es seit gut 20 Jahren wieder einen Mitgliederaufschwung. Heute sind auch Menschen mit Behinderung und chronischer Erkrankung, Rentner und Senioren, Pflegebedürftige, zudem Grundsicherungsempfänger beim VdK und schätzen dort die Gemeinschaft, die sozialpolitische Interessenvertretung, den VdK-Sozialrechtsschutz sowie weitere Mitgliederleistungen. Informationen unter www.vdk-bawue.de im Internet.
28.09.2017

VdK fordert Nationale Demenzstrategie

Zum Welt-Alzheimertag fordert der Sozialverband VdK Deutschland eine Nationale Demenzstrategie, die nicht nur Prävention, Behandlung, Pflege und Rehabilitation von Erkrankten, sondern auch die Begleitung, Schulung und soziale Sicherung von pflegenden Angehörigen umfasst. Weitere wichtige Bausteine sind die Koordinierung von Forschung, medizinischer und pflegerischer Ausbildung, Öffentlichkeitsarbeit und die Schaffung von wohnortnahen Versorgungsstrukturen. "Die Phase der Einzelmaßnahmen, der Pilot- und Leuchtturmprojekte muss endlich in eine strukturierte Gesamtstrategie zum Wohle der an Demenz erkrankten Menschen und ihren Angehörigen münden. Es darf nicht noch mehr Zeit verstreichen", sagt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des Welt-Alzheimertags am 21. September.

Sozialverband VdK

© Sozialverband VdK

Etwa 1,6 Millionen Demenzkranke leben in Deutschland, zwei Drittel von ihnen sind von der Alzheimer-Krankheit betroffen, Tendenz steigend. Trotzdem sind beispielsweise Krankenhäuser weder ärztlich noch pflegerisch angemessen auf diese Patienten eingestellt, kritisiert der Sozialverband VdK. "Wir brauchen dringend mehr geriatrisch geschultes Personal, auch in den Notaufnahmen", erklärt Ulrike Mascher.

Der Hauptgrund für die fehlende Qualität in der Versorgung von Patienten mit Alzheimer liege aber vor allem im Personalmangel, sei es in Krankenhäusern oder in Pflegeeinrichtungen. "Der Mangel an Pflegekräften ist die größte Baustelle im Gesundheitswesen", sagt Ulrike Mascher und appelliert an die zukünftige Bundesregierung: "Die Politik muss die Arbeit in Medizin und Pflege attraktiv machen und dort für gute Arbeitsbedingungen und eine gute Bezahlung sorgen."
Ziel der Pflegepolitik in der nächsten Legislaturperiode müsse es aber auch sein, pflegende Angehörige zeitlich, organisatorisch und finanziell noch besser zu unterstützen. Dazu gehören etwa weitere Anstrengungen, um die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf zu verbessern, aber auch der Ausbau von Entlastungsangeboten sowie die Schaffung eines flächendeckenden Netzes von Pflegestützpunkten.

Ein Überblick über die Änderungen ab 01.10.2017

Ehe für alle
Schwule und Lesben bekommen die gleichen Rechte wie Hetero-Paare: Sie dürfen heiraten und Kinder adoptieren. Bisher konnten seit 2001 gleichgeschlechtliche Beziehungen in Deutschland nur eine Lebenspartnerschaft amtlich eintragen lassen.

Hasskriminalität
Hasskriminalität, strafbare Falschnachrichten und andere strafbare Inhalte in sozialen Netzwerken werden künftig wirksamer bekämpft. Betreiber von sozialen Netzwerken werden dazu verpflichtet, strafbare Inhalte schnell zu löschen oder zu sperren.

Drohnenflüge
Drohnen oder Modellflugzeuge über 250 Gramm müssen laut Bundesregierung eine feuerfeste Plakette mit Namen und Anschrift des Eigentümers tragen. Der Betrieb von Drohnen oder Modellflugzeugen ab zwei Kilogramm erfordert dann auch einen Kenntnisnachweis.

Einlagensicherung
Die Reform der freiwilligen Einlagensicherung der privaten Banken schränkt den Einlagenschutz ein. Im Pleitefall können nur noch Privatkunden und Stiftungen den vollen Schutz ihrer Einlagen genießen. Für sie ändert sich nichts. Bund, Länder und Kommunen sowie Finanzprofis dagegen werden bei Schieflagen nicht mehr aus diesem Topf bedient, den die Privatbanken zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung auf freiwilliger Basis gefüllt haben. In Deutschland sind im Falle einer Bankenpleite pro Kunde Spareinlagen bis zu 100.000 Euro gesetzlich geschützt. Darüber hinaus sichern fast alle Kreditinstitute Kundengelder freiwillig ab.

Steueroasen
Bereits ab dem 30. September wird es für Steuerbetrüger noch schwieriger, Geld illegal am Fiskus vorbei ins Ausland zu schleusen. Deutschland und zunächst 49 weitere Staaten starten dann erstmals den automatischen Austausch von "Informationen über Finanzkonten in Steuersachen". Heimische Finanzbehörden bekommen Einsicht in Auslandsgeschäfte ihrer Bürger. Von September 2018 an machen dann nach bisherigem Stand insgesamt 102 Länder mit.

Patientenversorgung
Patienten sollen künftig besser versorgt werden, wenn sie nach einem Krankenhausaufenthalt nach Hause entlassen werden. Dazu sollen die Krankenhausärzte den Patienten klare Instruktionen mit auf den Weg geben, welche Medikamente und welche Nachbehandlungen nötig sind. Vom 1. Oktober an gelten neue, verbindliche Regelungen für ein "strukturiertes Entlassmanagement" nach einem Krankenhausaufenthalt, wie der Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mitteilt.

Mindestlohn
Beschäftigte von Geld- und Wertdiensten bekommen nun laut Bundesregierung rückwirkend zum 1. März 2017 Anspruch auf einen neuen Branchenmindestlohn.
Landwirtschaft

In der EU entfallen nach Angaben der Bundesregierung die Produktionsquoten sowie die Produktionsabgabe für Zucker und Isoglukose. Gleichzeitig entfalle der Mindestpreis für in der EU angebaute Zuckerrüben.

29.09.1017

Sprungrevision zum Bundesverwaltungsgericht

Das Land Baden-Württemberg wird sich mit einer gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart zum Luftreinhalteplan Stuttgart wehren.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann und sein Stellvertreter Innenminister Thomas Strobl haben am heutigen Montagvormittag das Vorgehen zum Fahrverbotsurteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart abgesprochen: Danach wird sich das Land gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart wehren. Das Verkehrsministerium wird beauftragt, beim Bundesverwaltungsgericht Leipzig Revision einzulegen. Das Verwaltungsgericht Stuttgart hatte in seinem Urteil, im Rahmen der auferlegten Fortschreibung des Luftreinhalteplans Stuttgart, auch Fahrverbote verlangt. Dieses Urteil erhält damit keine Rechtskraft und wird vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig neu verhandelt.
Schwierige Rechtsfragen und Rechtsunsicherheiten

Staatswappen

Staatswappen© Land Baden Württemberg

"Wir stehen hier vor einer Situation, die schwierige Rechtsfragen und auch Rechtsunsicherheiten aufwirft: Laut Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart müsste die Bundesregierung uns als Land das Instrument der Blauen Plakette baldmöglichst an die Hand geben, um die Schadstoffgrenzwerte in Stuttgart so schnell wie möglich einhalten zu können", erläuterte Kretschmann. "Da die Bundesregierung dies bisher nicht ermöglicht habe, bliebe dem Land nur, selbst eine ,Blaue Umweltzone in eigener Verantwortung? einzurichten, so das Urteil. Doch ob das rechtlich überhaupt möglich ist, darüber besteht in der Rechtsprechung große Ungewissheit. Wir halten das auch selbst für juristisch fragwürdig.? Nachdem das Bundesverwaltungsgericht einen vergleichbaren Rechtsstreit für den 22. Februar 2018 terminiert hat, rechne er mit einer zeitnahen Klärung der Rechtsfrage. "Wir werden parallel alles tun, um dem Gesundheitsschutz durch entsprechende Maßnahmen Rechnung zu tragen", so Kretschmann.
Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Luftqualität

Der Stellvertretende Ministerpräsident Thomas Strobl: "Wir haben immer gesagt: Wir wollen saubere Luft und keine Fahrverbote. Wir haben das Thema in der Landesregierung mutig angepackt und überhaupt erst Bewegung in die ganze Diskussion gebracht. Deshalb haben wir jetzt auch ein Rechtsmittel gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Stuttgart eingelegt. Damit wird das Urteil, das Fahrverbote verhängt, nicht rechtskräftig. Das von Minister Winfried Hermann vorgeschlagene Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Luftqualität geht jetzt in die Fraktionsabstimmung und fachpolitische Beratung der Koalitionsfraktionen."

07.10.2017

Reform des Substitutionsrechts abgeschlossen

Derzeit befinden sich deutschlandweit über 77.000 Menschen mit einer Abhängigkeit von illegalen Opioiden in einer Substitutionsbehandlung. Mit der Bekanntmachung der neuen Richtlinie der Bundesärztekammer (BÄK) zur Substitution am 2. Oktober 2017 finden auch die reformierten, von Bundesregierung und Bundesrat bereits verabschiedeten Regeln der Betäubungsmittel-Verschreibungsverordnung (BtMVV) Anwendung.
Die Drogenbeauftragte der Bundesregierung, Marlene Mortler: "Der Gesundheitsminister und ich haben uns in den letzten Jahren sehr dafür eingesetzt, die Rahmenbedingungen und Möglichkeiten bei der Versorgung suchtkranker Menschen zu verbessern. Die Reform des Substitutionsrechts ist auf diesem Weg ein Meilenstein. Ich freue mich sehr, dass die neuen Regeln mit der Bekanntgabe der BÄK-Richtlinie jetzt in die Praxis kommen. Die Ärzteschaft hat hierbei wirklich gute Arbeit geleistet. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir mit dieser Reform mehr Ärzte für die Substitutionsbehandlung gewinnen werden und einen spürbaren Beitrag leisten, die Versorgungslücken gerade auch auf dem Land zu schließen. Die Neuerungen werden vielen Menschen den Weg in ein selbstbestimmtes Leben erleichtern. Das alles ist wichtig, denn Substitution kann Leben retten."

07.10.2017

Influenza - vor allem ältere Menschen stark betroffen

Die Grippesaison 2016/2017 war eine schwere Grippewelle und hat vor allem ältere Menschen stark getroffen. Das zeigt der neue Influenza-Saisonbericht, den die Arbeitsgemeinschaft Influenza am Robert Koch-Institut (RKI) jetzt veröffentlicht hat. "Leider sind gerade bei den Senioren die Impfquoten mit rund 35 Prozent besonders niedrig", sagt Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Präsident des RKI. Auch wenn die Wirksamkeit der Grippeimpfung nicht optimal ist, können aufgrund der Häufigkeit der Influenza viele Erkrankungsfälle und schwere Verläufe verhindert werden. "Trotz der schwankenden Impfeffektivität ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Erkrankung", unterstreicht Wieler. Um das Risiko einer Influenza-Infektion zu verringern, werden zusätzlich zur Impfung regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife sowie Abstandhalten zu erkrankten Personen empfohlen.

Mit Bewegung fit bis ins hohe Alter

Die Deutschen leben immer länger: Aktuell ist jede(r) Vierte älter als 60 Jahre, im Jahr 2030 wird es voraussichtlich jede(r) Dritte sein. Was können die Menschen tun, um ihr Älterwerden fit und aktiv zu genießen?
Anlässlich des "Internationalen Tages der älteren Menschen" am 1. Oktober 2017 wies die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) auf die Informationen ihres Präventionsprogramms "Älter werden in Balance" hin, dass Menschen ab 60 Jahren zu mehr Bewegung motivieren will. Das Programm wird unterstützt vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV). Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erläutert: "Viele körperliche Funktionen sind bis ins hohe Alter trainierbar. Muskulatur, Gleichgewicht, Herz-Kreislaufsystem, Atmung und nicht zuletzt das Gehirn profitieren von Beanspruchung. Bewegungsprogramme für mehr Aktivität und Mobilität sind daher wichtig für die Aufrechterhaltung und Stärkung von körperlicher und psychischer Gesundheit sowie damit auch sozialer Teilhabe. So kann beispielsweise das Risiko für koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Schlaganfall oder Diabetes Typ 2 durch körperliche Aktivität deutlich reduziert werden. Und auch bereits erkrankte Menschen können durch mehr Bewegung ihren Gesundheitszustand und damit ihr Wohlbefinden verbessern."

07.10.2017


Opferentschädigungsgesetz - VdK berät auch hier

In Baden-Württemberg gibt es rund 9000 Menschen, die Anspruch auf Entschädigung nach dem Opferentschädigungsgesetz (OEG) haben, Tendenz steigend. Hierauf verwies unlängst das Landesversorgungsamt beim Regierungspräsidium Stuttgart. Ebenso hob die Behörde hervor, dass jeder Bürger, der Opfer einer Gewalttat wurde, beim zuständigen Landratsamt einen Antrag stellen kann. Vorsätzliche rechtswidrige Schädigungen im Sinne des OEG sind beispielsweise vorsätzlich begangene Körperverletzungsdelikte oder Sexualdelikte wie Vergewaltigungen und sexuelle Missbrauchstaten.

Sozialverband VdK

Sozialverband VdK© Sozialverband VdK

Der Sozialverband VdK kann seinen Mitgliedern bei Streitfällen um OEG-Leistungen, da Teil des Sozialen Entschädigungsrechts, Rechtsschutz gewähren. Die Geschäftsstellenadressen der hauptamtlichen VdK-Sozialrechtsreferenten und deren Sprechzeiten finden sich unter www.vdk-bawue.de im Internet oder können beim Landesverband unter (0711) 61956-0 erfragt werden.

21.10.2017


Baden-Württemberg hat so viele Einwohner wie noch nie.

Noch nie haben so viele Menschen im Südwesten gelebt. Im Jahr 2016 stieg die Einwohnerzahl auf 10,925 Millionen. Das sind fast eine halbe Millionen Menschen mehr als noch vor fünf Jahren. Ein Grund für den Bevölkerungszuwachs war die gute Konjunktur und das hohe Angebot an Arbeitsplätzen.

Staatswappen

Staatswappen© Land Baden Württemberg

Baden-Württemberg hat so viele Einwohner wie noch nie. 10,925 Millionen Menschen lebten 2016 in dem Bundesland und damit 432.000 mehr als fünf Jahre zuvor, wie das Statistische Landesamt am Freitag in Stuttgart mitteilte. Das war das ein Plus von 4,1 Prozent.

So hoch war die Bevölkerungszahl noch nie seit der Gründung des Bundeslandes 1952, aber auch davor lebten in der Region nie mehr Menschen. Der Bevölkerungszuwachs geht fast ausschließlich auf das Konto von Ausländern. Im Vergleich zu 2011 waren das 422.000 mehr. Bei Einwohnern mit deutschem Pass gab es ein Plus von 10.000.

Gute Konjunktur und hohes Arbeitsplätzangebot
Ein Grund für den Gesamtzuwachs war die gute Konjunktur und das hohe Angebot an Arbeitsplätzen.Viele Menschen aus Osteuropa, Griechenland, Spanien und Italien zogen in den vergangenen Jahren in Deutschlands Südwesten. Zudem kamen viele Flüchtlinge vor allem im Jahr 2015 nach Baden-Württemberg.

Größere Städte erwiesen sich der Statistik zufolge als Bevölkerungsmagnet, allein in Stuttgart wuchs die Bevölkerung um rund 40.000. Prozentual gesehen entwickelten sich Heidelberg und Freiburg am stärksten (plus 7,7 Prozent). Auch Pforzheim schnitt gut ab (plus 7,3 Prozent), gefolgt von Stuttgart (6,7 Prozent).

Auf dem Land war der Zuwachs zwar schwächer; Schlusslichter in dieser Skala waren der Landkreis Freudenstadt (plus 0,5 Prozent) und der Neckar-Odenwald-Kreis sowie der Zollernalbkreis (jeweils 0,8 Prozent). Immerhin kippte die Bevölkerungsentwicklung aber nirgendwo ins Negative: Alle 44 Land- und Stadtkreise verzeichneten den Angaben zufolge ein Bevölkerungswachstum.

25.10.2017


Mehr Verkehr auf den Straßen im Südwesten

Das Ergebnis der großen Straßenverkehrszählung 2015 zeigt, dass die Verkehrsbelastung auf den Straßen in Baden-Württemberg seit 2010 zugenommen hat. Auf den Autobahnen stieg das Verkehrsaufkommen um acht Prozent, auf den Bundesstraßen um ein Prozent. Insgesamt steht Baden-Württemberg mit im Mittel rund 14.000 Fahrzeuge pro Tag bundesweit an der Spitze.

Alle fünf Jahre wird der Verkehr auf den deutschen Autobahnen und Bundesstraßen flächendeckend im Rahmen der bundesweiten Großen Straßenverkehrszählung erfasst. Nun liegen die von der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) ausgewerteten Zahlen für das Jahr 2015 vor.

Acht Prozent mehr Verkehr auf Autobahnen seit 2010
Seit dem Jahr 2010 hat der Verkehr auf Autobahnen bundesweit um acht Prozent und auf Bundesstraßen um rund ein Prozent zugenommen. Die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen wächst auch in Baden-Württemberg deutlich. Bei den Bundesstraßen ist der Zuwachs wesentlich geringer. Allerdings beträgt die mittlere tägliche Verkehrsstärke in Baden-Württemberg rund 14.000 Fahrzeuge pro 24 Stunden. Damit steht Baden-Württemberg unter den Flächenländern an der Spitze. Der bundesweite Durchschnitt liegt bei 9.000 Fahrzeugen in 24 Stunden.

Verkehrsminister Winfried Hermann sagte: "Die hohe Belastung der Straßen in Baden-Württemberg spiegelt auch die Schwächen im Bahnverkehr ? insbesondere im Schienengüterverkehr ? wieder. Zugleich wird deutlich, dass es richtig ist, im Straßennetz vor allem die Hauptachsen zu stärken, weil dort die Zunahme am höchsten ist."

Im Mittel sind auf Baden-Württembergs Autobahnen rund 63.000 Fahrzeuge pro 24 Stunden unterwegs. Die Autobahn A 8 ist mit rund 154.000 Fahrzeugen pro 24 Stunde zwischen dem Autobahndreieck Leonberg und dem Autobahnkreuz Stuttgart die am stärksten befahrene Strecke in Baden-Württemberg. Den größten Schwerverkehrsanteil hat mit rund 25,5 Prozent die Autobahn A 6 zwischen Schwäbisch-Hall und Kupferzell.

Schwerpunkte rund um die Region Stuttgart
Auf den Bundesstraßen sind die beiden höchst belasteten Abschnitte mit mehr als 78.000 Fahrzeugen in 24 Stunden die B 10 zwischen Korntal/Münchingen und Zuffenhausen und die B 27 zwischen Echterdingen und dem Abzweig B 312.

Minister Hermann erklärte: "Baden-Württemberg hat eine hohe Wirtschaftskraft. Die starke Belastung ist aber auch auf die Fernverkehrsverbindungen mit großen Anteilen von Transitverkehren zurückzuführen. Im Fokus des Straßenbaus steht daher neben dem Erhalt die Stärkung der Hauptachsen. Gleichzeitig müssen wir die Alternativen wie den Schienengüterverkehr und die Schifffahrt stärken. Weniger Staus aber auch mehr Lebensqualität für Anwohnerinnen und Anwohner sind das Plus, wenn wir den Verkehr besser verteilen."

Die Straßenverkehrszählung
Im Rahmen der fünfjährlichen Großen Straßenverkehrszählung auf den Autobahnen und Bundesstraßen wird in Baden-Württemberg auch die Verkehrsbelastung an ausgewählten Stellen auf den Landes- und Kreisstraßen erfasst und auf das Netz hochgerechnet. Die mittlere tägliche Verkehrsbelastung für die Landesstraßen ohne Ortsdurchfahrten beträgt rund 5.000 Fahrzeuge pro 24 Stunden und für die Kreisstraßen rund 2.000 Fahrzeuge pro 24 Stunden.

Insgesamt wird im Straßennetz von Baden-Württemberg der Verkehr an rund 3.200 Stellen gezählt. Die Verkehrszahlen bilden einen wesentlichen Beitrag für viele Planungs- und Entscheidungsprozesse, wie zum Beispiel die Priorisierung und Ausgestaltung von Straßenbaumaßnahmen oder die Fortschreibung der Lärmaktionspläne.

26.10.2017

VdK: Ermittlung der Hartz-IV-Regelsätze reformieren

Der Bundesrat hat heute die Erhöhung der Hartz-IV-Regelsätze gebilligt. Ulrike Mascher, Präsdidentin des Sozialverbands VdK, kommentiert dies wie folgt:

"Wir brauchen eine grundlegende Reform bei der Ermittlung der Regelsätze. Die heute im Bundesrat gebilligte Erhöhung ist viel zu niedrig und nicht realitätsgerecht. Wir brauchen endlich einen Regelsatz, der das sozio-kulturelle Existenzminimum abdeckt. Dringend notwendig ist eine neue Bedarfsermittlung insbesondere für Ältere, Erwerbsgeminderte, Alleinerziehende sowie Kinder und Jugendliche. Das wäre ein echter Beitrag für die dringend notwendige Bekämpfung der Armut im reichen Deutschland.

Armut

Armut© Sozialverband VdK

Bei Kindern und Jugendlichen müssen die tatsächlichen Bedarfe der Kinder und Jugendlichen für Bildung, soziale Teilhabe und gesunde Ernährung zu Grunde gelegt werden. Bei Älteren und Erwerbsgeminderten müssen die viel höheren Ausgaben für Gesundheit und Mobilität berücksichtigt werden.
Zukünftig müssen auch zusätzliche Einmalhilfen gewährt werden, zum Beispiel wenn ein Herd, ein Kühlschrank, eine Waschmaschine oder andere teure Güter angeschafft werden müssen. Solche Extra-Leistungen muss es auch aus gesundheitlichen Gründen geben, beispielsweise für eine Brille. Diese Dinge können nicht aus dem Regelsatz angespart werden. Den Prozess zur Neugestaltung der Herleitung der Regelsätze muss die neue Bundesregierung zügig in Angriff nehmen."

05.11.2017

Sozialminister Manne Lucha begrüßt Urteil zum Personenstandsrecht

Sozial- und Integrationsminister hat das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Anerkennung eines dritten Geschlechts begrüßt. Die geschlechtliche Identität intersexueller Menschen würde gestärkt und sie erhielten künftig mehr Sichtbarkeit und Selbstbestimmung, sagte der Minister.

"Mit dem Urteil erkennt das Gericht die Realität von intersexuellen Menschen an. Ihre geschlechtliche Identität wird gestärkt und sie erhalten künftig mehr Sichtbarkeit und Selbstbestimmung. Nach der "Ehe für alle", für die wir uns auf Bundesebene seit Jahren massiv stark gemacht haben, ist dies in diesem Jahr ein weiterer wichtiger Schritt für eine bessere Anerkennung sexueller beziehungsweise geschlechtlicher Identität. Das Urteil setzt ein Zeichen für mehr Achtung und Respekt vor der menschlichen Vielfalt und unterstützt ein angst- und diskriminierungsfreies Miteinander."

Auf Landesebene unterstütze Baden-Württemberg seit zwei Jahren die psychosoziale Beratungsstelle für transsexuelle, transgender und intersexuelle Menschen in Ulm im Verbund mit dem landesweiten Beratungsnetzwerk in Baden-Württemberg. Darunter sind auch Jugendgruppen von trans- und intersexuellen Jugendlichen beispielsweise in Mannheim, Ulm und Reutlingen.

09.11.2017

Land registriert höchste Geburtenzahl seit 1999

In Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr laut Statistischem Landesamt rund 107.500 Kinder geboren, das sind rund 7.200 mehr als im Vorjahr.

In Baden-Württemberg wurden im vergangenen Jahr rund 107.500 Kinder lebend geboren, das sind rund 7.200 mehr als im Vorjahr. Das geht aus vorläufigen Zahlen des Statistischen Landesamtes hervor. 2016 war demnach das fünfte Jahr mit einer Steigerung der Geburtenzahl in Folge. Die Ursache für diesen positiven Trend sieht das Statistische Landesamt in der in den vergangenen Jahren angestiegenen Zuwanderung, die auch zu einer Zunahme der Zahl der Frauen im gebärfähigen Alter geführt habe. Auch die Geburtenrate, also die durchschnittliche Kinderzahl je Frau, sei angestiegen.

Erstmals seit elf Jahren sind damit mehr Kinder geboren als Menschen gestorben. Die Zahl der Sterbefälle sank 2016 gegenüber dem Vorjahr um etwa 1.400 auf knapp 106.700. Den Spitzenplatz beim Geburtenüberschuss nahm im Jahr 2016 die Landeshauptstadt Stuttgart ein (1.591 mehr Geborene als Todesfälle), gefolgt vom Landkreis Böblingen (Plus 743) und dem Stadtkreis Freiburg im Breisgau (Plus 730). Die größten sogenannten Geburtendefizite gab es im Zollernalbkreis, wo es 491 mehr Todesfälle als Geburten gab, gefolgt vom Rhein-Neckar-Kreis (480 mehr Todesfälle) und im Kreis Karlsruhe (415 mehr Todesfälle).

17.11.2017

Einigung für mehr Barrierefreiheit an Bahnsteigen

Das Land hat sich mit dem Bund auf eine pragmatische Lösung für die Bahnsteighöhen im Land geeinigt. Die Lösung soll für möglichst viele Fahrgäste schnell Barrierefreiheit an Bahnsteigen sicherstellen.

Bei der Frage nach den richtigen Bahnsteighöhen an Stationen in Baden-Württemberg wird es pragmatische Lösungen geben. Das ist das Ergebnis eines Telefonats vom 17. November 2017 von Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl mit dem zuständigen Unterabteilungsleiter beim Bundesverkehrsministerium. Danach gibt es von Seiten des Bundes keine strikte Vorgabe, dass alle Bahnsteige im Land auf 76 cm angehoben werden müssen. Vielmehr ist es gemeinsames Ziel aller Beteiligten, also von Bund, Land und Deutscher Bahn, möglichst viele Bahnsteige barrierefrei nutzen zu können.

Lahl hat mit dem Bund vereinbart, dass auf Linien, bei denen durchgängig Bahnsteige mit einer Höhe von 55 cm sinnvoll sind, Ausbauten in dieser Höhe weiterhin erfolgen können, wie etwa in Villingen an der Schwarzwaldbahn. Einigkeit besteht darin, dass angesichts der langfristig wirkenden Investitionen in Bahnsteigerhöhungen ein zukunftsfähiges Konzept für den Ausbau gefunden werden muss. Hierzu wird sich der Bund mit den Ländern zu Beginn des neuen Jahres zusammensetzen.

Beide Seiten waren sich einig darin, dass sogenannte Hybrid-Bahnsteige, an denen sowohl Züge die für 55 cm, als auch solche die für 76 cm ausgerichtet sind, barrierefrei halten können, in der Übergangszeit eine gute Konzeption seien. "Baden-Württemberg unterstützt langfristige Festlegungen, damit alle Investitionen in Bahnsteigerhöhungen auch in der Zukunft noch sinnvoll sind. Wichtig ist aber, dass wir zügig mit begonnenen und anstehenden Projekten fortfahren können und dass auch in Übergangszeiträumen weitestgehend Barrierefreiheit für die Fahrgäste erreicht wird", so Ministerialdirektor Lahl. "Wir haben nun für Baden-Württemberg grünes Licht, um die laufenden Projekte gemeinsam mit der Deutschen Bahn Station & Service im Land sinnvoll weiterzuführen. Der Bund hat zugesagt, direkte Absprachen zwischen dem Land und der DB zu unterstützen, damit für möglichst viele Fahrgäste schnell Barrierefreiheit erreicht werden kann."

21.11.2017

Hilfe für obdachlose Menschen im Winter

Obdachlose Menschen, die auf der Straße übernachten, sind insbesondere in den kalten und feuchten Wintermonaten besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha macht deshalb auf die im Internet abrufbare Arbeitshilfe aufmerksam, die Kommunen und Einrichtungen über Hilfsangebote für Wohnungslose informiert.

"Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht wegzuschauen, wenn Sie im Winter auf einen Menschen in Not treffen. Sie können helfen und möglicherweise sogar Leben retten. In Baden-Württemberg muss niemand auf der Straße übernachten?" sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. Ein Anruf beim Ordnungsamt oder dem örtlichen Polizeirevier genüge. An vielen Orten im Land hielten Kommunen und karitative Organisationen Aufwärmstuben und Nachtquartiere für wohnungslose Menschen bereit. "Bei hilflosen und akut gefährdeten Menschen rufen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112 an", so der Minister.

Arbeitshilfe für Kommunen und Einrichtungen
Lucha machte auf die im Internet abrufbare Arbeitshilfe aufmerksam, die Kommunen und Einrichtungen über Hilfsangebote für Wohnungslose informiert. Diese erläutert die rechtliche Situation und die Zuständigkeiten in Baden-Württemberg. Zusätzlich stehen Vorlagen für Plakate oder Informationskarten zur Verfügung, mit denen obdachlose Menschen, aber auch die Öffentlichkeit auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden können.

"Gerade in diesen Tagen wird oft der Vorwurf laut, obdachlose Menschen in Deutschland würden aufgrund der Flüchtlinge aus dem Blick geraten. Dem ist nicht so", sagt KVJS-Verbandsdirektor Senator e.h. Prof. Roland Klinger. "Notunterkünfte und Angebote der Wohnungslosenhilfe werden in Baden-Württemberg weiterhin mit großem Engagement und trotz Mangel an bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung gestellt. Die im Internet abrufbare Arbeitshilfe des Kommunalverbands für Jugend und Soziales und der Liga der freien Wohlfahrtspflege soll helfen, diese Menschen im Winter vor dem Erfrieren zu schützen."
Die Arbeitshilfe für Unterstützungsangebote für Obdachlose wurde gemeinsam von den Kommunalen Landesverbänden, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg erarbeitet.

21.11.2017

VdK fordert eine nachhaltige Rentenpolitik

Der Rentenversicherungsbericht 2017 ist heute Thema im Bundeskabinett. Die Ministerrunde will die Senkung des Rentenbeitrags um 0,1 Punkte auf 18,6 Prozent beschließen. Diese soll ab Anfang 2018 greifen. Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, kommentiert dies wie folgt:

„Wenn der Bericht zu dem Ergebnis kommt, dass die Rentenkasse mit dem Eintritt geburtenstarker Jahrgänge ins Rentenalter in den kommenden Jahren verstärkt unter Druck gerät, dann darf der Rentenbeitrag jetzt nicht gesenkt werden. Es geht um eine langfristige Sicherung der Rentenkassen, deshalb sollte vorausschauend und nicht kurzfristig geplant werden. Wir brauchen eine nachhaltige Rentenpolitik, die mit den Rücklagen der Rentenversicherung sorgfältig umgeht.

Die Finanzspielräume sollten wir für die Bekämpfung von Altersarmut, insbesondere für Verbesserungen bei der Erwerbsminderungsrente, und für das wichtige Feld der Rehabilitation eingesetzt werden. Die für 2018 prognostizierte Rentenerhöhung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass immer mehr Menschen mit sehr niedrigen Bezügen ins Rentnerleben starten. Insbesondere Erwerbsminderungsrentner leben wegen der hohen Abschläge oft an der Armutsgrenze. Viele Frauen sind ebenfalls von Altersarmut betroffen.

Wer Grundsicherung im Alter oder bei Erwerbsminderung bezieht, profitiert überhaupt nicht von den Rentenerhöhungen.
Deswegen fordert der Sozialverband VdK für diese Personengruppe einen Freibetrag von 200 Euro für Leistungen aus der Rentenversicherung. Auch bleibt die Sorge wegen des weiterhin absinkenden Rentenniveaus, das bereits jetzt unter 48 Prozent liegt.

Wir fordern, dass die Talfahrt des Rentenniveaus gestoppt und das Rentenniveau perspektivisch auf 50 Prozent angehoben wird. Die Rentnerinnen und Rentner hätten deutlich mehr Geld in der Tasche, wenn die rentenmindernden Faktoren in der Rentenanpassungsformel endlich gestrichen werden.“

22.11.2017

Gesundheitliche Gefahren für Obdachlose im Winter - Arbeitshilfe für Kommunen und Einrichtungen

Obdachlose Menschen, die auf der Straße übernachten, sind insbesondere in den kalten und feuchten Wintermonaten besonderen gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt. Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha macht deshalb auf die im Internet abrufbare Arbeitshilfe aufmerksam, die Kommunen und Einrichtungen über Hilfsangebote für Wohnungslose informiert.

"Ich appelliere an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht wegzuschauen, wenn Sie im Winter auf einen Menschen in Not treffen. Sie können helfen und möglicherweise sogar Leben retten. In Baden-Württemberg muss niemand auf der Straße übernachten", sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha. Ein Anruf beim Ordnungsamt oder dem örtlichen Polizeirevier genüge. An vielen Orten im Land hielten Kommunen und karitative Organisationen Aufwärmstuben und Nachtquartiere für wohnungslose Menschen bereit. "Bei hilflosen und akut gefährdeten Menschen rufen Sie bitte den Rettungsdienst unter 112 an", so der Minister.

Arbeitshilfe für Kommunen und Einrichtungen
Lucha machte auf die im Internet abrufbare Arbeitshilfe aufmerksam, die Kommunen und Einrichtungen über Hilfsangebote für Wohnungslose informiert. Diese erläutert die rechtliche Situation und die Zuständigkeiten in Baden-Württemberg. Zusätzlich stehen Vorlagen für Plakate oder Informationskarten zur Verfügung, mit denen obdachlose Menschen, aber auch die Öffentlichkeit auf Hilfsangebote aufmerksam gemacht werden können.

"Gerade in diesen Tagen wird oft der Vorwurf laut, obdachlose Menschen in Deutschland würden aufgrund der Flüchtlinge aus dem Blick geraten. Dem ist nicht so", sagt KVJS-Verbandsdirektor Senator e.h. Prof. Roland Klinger. ?Notunterkünfte und Angebote der Wohnungslosenhilfe werden in Baden-Württemberg weiterhin mit großem Engagement und trotz Mangel an bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung gestellt. Die im Internet abrufbare Arbeitshilfe des Kommunalverbands für Jugend und Soziales und der Liga der freien Wohlfahrtspflege soll helfen, diese Menschen im Winter vor dem Erfrieren zu schützen."

Die Arbeitshilfe für Unterstützungsangebote für Obdachlose wurde gemeinsam von den Kommunalen Landesverbänden, dem Kommunalverband für Jugend und Soziales und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Baden-Württemberg erarbeitet.

25.11.2017

Senioren-WGs für Pflegebedürftige sind im Kommen

Gemeinsam mit der Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen hat das Ministerium für Soziales und Integration drei Praxisanleitungen mit Informationen zu Konzeption, Gestaltung und Finanzierung von Senioren-WGs erarbeitet. "Wir wollen den Menschen auch im hohen Alter ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben ermöglichen. Dazu gehören auch neue Wohnformen", sagte Sozial- und Integrationsminister Lucha anlässlich des Internationalen Tages der älteren Menschen.

Die Statistik lügt nicht. Die Menschheit wird immer älter. Auf die daraus resultierenden Herausforderungen und Chancen weist der von der UN-Vollversammlung am 1. Oktober 1990 ins Leben gerufene Internationale Tag der älteren Menschen hin. Eine der Herausforderungen wird unter anderem sein, dass auch Menschen mit Pflege- und Unterstützungsbedarf ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben führen wollen.

"Darauf haben wir reagiert", sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich des Aktionstages. "Mit dem Gesetz für unterstützende Wohnformen, Teilhabe und Pflege ermöglichen wir eine bisher nie dagewesene Vielfalt an neuen Wohnformen für pflegebedürftige Menschen."

Broschüren informieren über neue Wohnform für ältere Menschen
Von der stationären Versorgung im Heim, über das Wohnen in Wohngemeinschaften, bis hin zur Versorgung zuhause in den eigenen vier Wänden ist heutzutage eine breite Palette des Wohnens mit passgenauen Unterstützungsangeboten möglich. "Es genügt nicht nur, diese Vielfalt zu ermöglichen, sie muss auch gelebt werden", betonte der Sozialminister. "Das gilt vor allem auch für die neue Wohnform der ambulant betreuten Wohngemeinschaft."

Damit sich Betroffene und ihre Angehörigen bei bevorstehender Pflegebedürftigkeit über die neue Wohnform umfassend informieren können, hat die Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen nun drei Broschüren herausgegeben, die einen guten Einblick in die Konzeption, Gestaltung und Finanzierung der Senioren-WGs geben.

Diese Praxisanleitungen wurden in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales und Integration erarbeitet und bieten nützliche Hinweise und Tipps für alle Initiatoren und Projektgruppen, die sich mit dem Gedanken tragen eine Wohngemeinschaft zu gründen. Sie können bei der Fachstelle für ambulant unterstützte Wohnformen heruntergeladen und bestellt werden.

25.11.2017

Das Testament sicher verwahren

Das beste Testament nutzt nichts, wenn es nicht gefunden wird. Und das ist ein häufiges praktisches Problem, gerade bei Alleinstehenden. Der Sozialverband VdK gibt Tipps, wie man ein Testament am besten aufbewahren sollte.

Es kommt immer wieder vor, dass Testamente erst nach Jahren und durch Zufall in den persönlichen Papieren von Erblassern gefunden werden. Nicht selten handelt es sich um Testamente von Erblassern mit viel Besitz und Vermögen. Gerade in solchen Fällen ist die Frage wichtig, wer das Testament findet und wem es als Erstes in die Hände fällt.

Denn ist zum Beispiel der einzige gesetzliche Erbe laut Testament enterbt und findet dieser das Dokument aber zuerst, könnte er es vernichten. Selbst wenn das Testament in einem Banksafe hinterlegt wäre und niemand davon weiß, würde das Nachlassgericht dem gesetzlichen Erben einen Erbschein erteilen und dieser dann Zutritt zum Safe erhalten. Deshalb sollten gerade Alleinstehende ihr Testament am besten in die amtliche Verwahrung eines Nachlassgerichtes geben. Dies ist eine Abteilung des örtlichen Amtsgerichts. Hier kann man das Testament im Hinterlegungsbüro abgeben.

Hierfür braucht man den Ausweis und eine Kopie der Geburtsurkunde. Kosten: einmalig 75 Euro Gerichtsgebühren und 15 Euro für die Registrierung in einem Zentralregister. Selbstverständlich kann man das Testament trotz amtlicher Verwahrung jederzeit aufheben oder ändern.

Rätsel um Yetis ist angeblich gelöst

Seit Jahrhunderten berichten Menschen davon, in den Schneehöhen Tibets und NepalsYetis gesichtet zu haben. Auch vermeintliche Überreste der geheimnisvollen
Schneemenschen wurden gefunden - und jetzt erstmals gründlich untersucht.

Es sieht nicht gut aus für den Yeti und für alle, die an die Existenz des mysteriösen Schneemenschen in der Himalaya-Region glauben: US-Forscher haben DNA-Proben von
angeblichen Yeti-Überbleibseln unter die Lupe genommen und sie fast ausschließlich Bären zugeordnet. Acht der neun untersuchten Proben, gewonnen aus Knochen, Zähnen, Haaren oder
Exkrementen. stammen demnach von Asiatischen Schwarzbären, Himalaya-Braunbären oder Tibetischen Braunbären, die neunte von einem Hund.

Neue Bärenart entdeckt
"Unsere Ergebnisse legen stark nahe, dass die biologische Untermauerung für die Yeti-Legende in lokalen Bärenarten gefunden werden kann", betont die Biologin Charlotte Lindqvist von der
University of Buffalo. "Und unsere Studie zeigt, dass die Genetik in der Lage sein sollte, auch andere, ähnliche Rätsel zu lösen."

Die Studie, veröffentlicht in den "Proceedings B" der britischen Royal Society, ist wohl die bisher gründlichste DNA-Analyse angeblicher Yeti-Relikte. Die Forscher gelangten über eine britische
Filmproduktionsfirma, die 2016 in einem Film die Herkunft der geheimnisvollen Yetis lüften wollte, an die jetzt untersuchten Überbleibsel. Sie stammen ursprünglich aus Museen oder Privatbesitz.

Ihrer Einschätzung nach sind die Ergebnisse nicht nur wichtig, um die Herkunft der Tiere nachzuvollziehen, sondern auch für deren Gegenwart. "Die Himalaya-Braunbären sind vom
Aussterben bedroht. Ihre Bevölkerungsstruktur und genetische Vielfalt zu klären, kann auch helfen, ihre Bestände zu schätzen und Management-Strategien zu entwerfen", hofft Lindqvist.
Auch die Untersuchung weiterer "Yeti-Relikte" könne dazu beitragen.
29.11.2017


Asbestrisiko in älteren Gebäuden

Gerade in älteren Gebäuden können noch asbesthaltige Materialien stecken. Sowohl Heimwerkerinnen und Heimwerker als auch Profis sollten daher beim Renovieren und Sanieren besondere Schutzmaßnahmen beachten.

Umweltstaatssekretär Andre Baumann hat vor dem Asbestrisiko beim Renovieren und Sanieren älterer Gebäude gewarnt: "Schätzungsweise 25 bis 30 Prozent der Gebäude im Land, die bis 1993 gebaut oder umgebaut wurden, enthalten asbesthaltige Materialien. Ob Heimwerkerinnen und Heimwerker oder professionelle Handwerkerinnen und Handwerker: Sie alle können beim Abbruch von Gebäuden sowie bei Modernisierungs- und Renovierungsarbeiten unwissentlich krebserregende Asbestfasern freisetzen."

Asbest sei früher oftmals als Spritzasbest verwendet worden sowie in Asbestzementerzeugnissen wie Dach- oder Fassadenplatten. Auch im Putz, in Spachtelmassen oder in Fliesenklebern könne Asbest stecken, sagte Andre Baumann. "Ob die genannten Baustoffe Asbest enthalten, ist dabei nur schwer zu erkennen". Sicherheit gebe meist nur eine Probenanalyse.

Asbesthaltiges Material fachgerecht entsorgen
"Wer geeignete Schutzmaßnahmen berücksichtigt, kann Arbeiten mit asbesthaltigen Materialien sicher durchführen", betonte der Staatssekretär. Hierzu gehörten beispielsweise eine geeignete Schutzausrüstung zu tragen, Stäube möglichst zu vermeiden und unvermeidbare Stäube nicht einzuatmen sowie spezialisierte Fachfirmen zu beauftragen. "Außerdem gehört asbesthaltiges Material fachgerecht entsorgt und darf nicht in die Umwelt gelangen", sagte Baumann.

Jeder, der an einem älteren Gebäude Baumaßnahmen plane, müsse sich daher vorher Gedanken über das Thema Asbest machen. "Ein verantwortungsbewusster Bauherr kann verhindern, dass sich Asbestfasern freisetzen, sich über längere Zeit in Gebäuden halten und die Bewohnerinnen und Bewohner sowie das Baupersonal und die Nachbarschaft gefährden können."

30.11.2017

Gesundheitsämter bieten HIV-Tests an

Gesundheitsminister Manne Lucha hat anlässlich des Weltaidstags am 1. Dezember darauf hingewiesen, dass alle Gesundheitsämter in Baden-Württemberg kostenlose und anonyme HIV-Tests anbieten. Wenn eine Infektion früh diagnostiziert und behandelt werde, hätten Betroffene heute eine annähernd normale Lebenserwartung, so Lucha.

"Eine HIV-Erkrankung ist nach wie vor nicht heilbar, wenn eine Infektion aber früh diagnostiziert und behandelt wird, haben Betroffene heute eine annähernd normale Lebenserwartung. Manche Menschen wissen aber auch jahrelang nichts von ihrer Infektion. Dadurch kann sich ihre Lebenserwartung erheblich reduzieren. Deshalb gilt: im Zweifel lieber testen lassen. Alle Gesundheitsämter in Baden-Württemberg bieten kostenlose und anonyme HIV-Tests an?" sagte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha anlässlich des Weltaidstags am Freitag, dem 1. Dezember 2017.

Eine aktuelle europaweite Auswertung habe ergeben, dass die Infektionsrate in Europa zwar leicht rückläufig sei, dass es im Schnitt aber drei Jahre von der Infektion bis zur Diagnose dauere ? das sei viel zu lang, so Minister Lucha. Gründe für einen späten oder immer wieder hinausgeschobenen Test könnten beispielsweise Verdrängung, fehlende Information und Angst vor Stigmatisierung auf Seiten der Betroffenen sein.
Schutz durch erfolgreiche Behandlung

"Eine erfolgreiche Therapie im Falle von HIV ist nach wie vor nicht gleichbedeutend mit der Heilung, sondern lediglich damit, dass das Virus im Blut nicht mehr nachweisbar ist?, so Lucha. Das Übertragungsrisiko bei sexuellen Kontakten mit HIV-positiven Menschen, die erfolgreich behandelt würden, sei allerdings nahe Null.

Lucha: "HIV-positive Menschen, die sich testen und behandeln lassen, sorgen also nicht nur für ihre eigene Lebensqualität, sie schützen auch ihre Sexualpartner vor der HIV-Infektion." Er erinnerte daran, dass Kondome nicht nur vor einer HIV-Infektion schützten, sondern auch das Risiko der Übertragung anderer sexuell übertragbarer Krankheiten wie Hepatitis oder Syphilis reduzierten.
Weitere Informationen

In Deutschland steckten sich nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im vergangenen Jahr etwas mehr als 3.000 Menschen mit dem HI-Virus an. Geschätzte 12.700 der 88.400 Menschen mit HIV in Deutschland wüssten nicht, dass sie infiziert seien. 460 Menschen starben nach RKI-Daten vergangenes Jahr mit oder an HIV.

Die Zahl der in Baden-Württemberg lebenden Menschen mit HIV-Infektion schätzte das RKI Ende des Jahres 2016 auf rund 10.100. Die Anzahl der Neuinfektionen im Land belief sich im Jahr 2016 demnach auf rund 300.

30.11.2017

UNESCO-Welterbe-Urkunde für Eiszeithöhlen übergeben

Das Land hat die Urkunde anlässlich der Aufnahme der "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" in die UNESCO-Welterbeliste erhalten. Mit der Verleihung gehe die Verpflichtung einher, die Welterbestätte zu schützen, zu pflegen und die Vermittlung dieser frühen Epoche der Menschheitsgeschichte zu stärken, so Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt Prof. Dr. Maria Böhmer überreichte die Urkunde anlässlich der Aufnahme der "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" in die UNESCO-Welterbeliste an Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut. "Es ist nicht zu viel gesagt, wenn man die Schwäbische Alb als Wiege der Menschheit, als Wiege von Kunst und Kultur bezeichnet. Und es ist daher nur folgerichtig, dass die Fundstätten und die sie umgebende Landschaft nun von der UNESCO zum Welterbe erklärt wurden", sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann beim Festakt in Ulm. "Mit der Verleihung geht aber auch eine Verpflichtung einher, die Welterbestätte zu schützen, zu pflegen und die Vermittlung dieser frühen Epoche der Menschheitsgeschichte zu stärken." Dieser Verpflichtung sei sich das Land gemeinsam mit der Region, dem Alb-Donau-Kreis, dem Landkreis Heidenheim und den Kommunen vor Ort bewusst. Der Titel sei auch eine besondere Auszeichnung und Würdigung der jahrzehntelangen archäologischen und paläontologischen Forschung im Land.

Höhlenlandschaften sind Erbe der ganzen Menschheit
"Ich danke dem Welterbekomitee für die Einschreibung der Höhlenlandschaften in die Welterbeliste und allen am Verfahren Beteiligten für die sehr gute Zusammenarbeit. Die Eintragung ist ein wunderbarer Erfolg für die Landesdenkmalpflege und alle unsere Kooperationspartner", sagte Ministerin Hoffmeister-Kraut. Nun gelte es, die Stätte mit Leben zu erfüllen und den Welterbegedanken in die Öffentlichkeit zu tragen. " Mit der Welterbeauszeichnung sind die Höhlenlandschaften nicht mehr allein das Erbe unseres Landes und ihrer Fundregionen, sie sind das Erbe der ganzen Menschheit."

"Am Antrag in die Liste der UNESCO-Welterbestätten aufgenommen zu werden, waren viele Institutionen und Köpfe beteiligt", so Kretschmann und Hoffmeister-Kraut. Das Auswärtige Amt, das Wirtschaftsministerium, das Wissenschaftsministerium, das Landesamt für Denkmalpflege, die Landratsämter und beteiligten Gemeinden haben sich ebenso wie die Ehrenamtlichen, Förderer und die Fachwissenschaftler der Universität Tübingen mit großem Engagement in den Antrag zum UNESCO-Welterbe eingebracht. "Sie alle haben dazu beigetragen, dass die Welt der Jäger und Sammler auf der Alb mehr und mehr erschlossen wird", so Kretschmann.

Schwäbische Alb als Wiege von Kunst und Kultur
Im Juli 2017 entschied die UNESCO, die "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" in die Welterbeliste aufzunehmen. Sie sind Fundorte der ältesten mobilen Kunstwerke der Welt. Damit werden die einzigartigen Fundstätten im Ach- und Lonetal als Wiege der Kunst und Musik gewürdigt. Hierzu zählen sechs Höhlenfundstellen und die sie umgebende Landschaft im Ach- und Lonetal, die Fundorte von über 50 aus Elfenbein oder Knochen gearbeiteten Figuren sind. Die gefundenen Objekte sind zwischen 35.000 und 43.000 Jahre alt. Dazu zählen das Elfenbein-Mammut von der Vogelherdhöhle, die Venus vom Hohle Fels und der Löwenmensch aus dem Hohlenstein-Stadel, sowie acht Flöten. Die "Höhlen und Eiszeitkunst der Schwäbischen Alb" sind damit die 42. Welterbestätte in Deutschland und die insgesamt 6. Welterbestätte in Baden-Württemberg.

02.12.2017

Sozialverband VdK Baden-Württemberg fordert sofortigen verbesserten Grippe-Impfschutz

Spätestens zu Beginn des Jahres 2018 droht, wie in den Vorjahren, eine
Grippewelle. Schon im vergangenen Winter erkrankten geschätzte 10 Millionen
Bundesbürger an Grippe, von denen zirka 30 000 in einem Krankenhaus
behandelt werden mussten. Verbunden war diese Grippewelle mit erheblichen
gesundheitlichen Risiken für ältere Patienten.

Eine Grippeschutzimpfung ist die einzig wirksame Vorbeugemaßnahme gegen die
sonst schicksalsmäßig verlaufende Grippeerkrankung. Bei der Impfung werden
Körper und Immunsystem mit abgeschwächten Krankheitserregern konfrontiert.
Die körpereigene Abwehr bildet daraufhin die passenden Antikörper. Kommt der
Körper später mit Erregern in Kontakt, kann die Krankheit nicht ausbrechen
oder tritt nur abgeschwächt auf.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Institutes gibt jährlich
bekannt, welche Virusvariante wahrscheinlicher Auslöser einer Grippewelle
sein kann. Gegen die für diesen Winter erwartete Virusvariante stehen ein
dreifach wirksamer Impfstoff und ein teurerer vierfach wirksamer Impfstoff
zur Verfügung. Entgegen ihrer ursprünglichen Auffassung empfiehlt die STIKO
jetzt den vierfach wirksamen Impfstoff, gegen die zurzeit drohende Epidemie,
da dieser den deutlich besseren Schutz bietet.

Leider verhindern gesetzliche und bürokratische Hürden weiterhin die
regelhafte Impfung mit dem aktuellen vierfach wirksamen Impfstoff zu Lasten
der gesetzlichen Krankenkassen, während Privatpatienten und schwerkranke
Menschen den vierfachen Schutz erhalten können. Der VdK fordert deshalb
umgehend die Kostenübernahme der Grippeschutzimpfung mit dem vierfach
wirksamen Impfstoff für alle Versicherten. Es ist dafür auch höchste Zeit,
denn sollte die Impfung nicht in den nächsten Wochen stattfinden, wird eine
Grippe-Epidemie im kommenden Jahr immer wahrscheinlicher.

12.12.2017


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