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Peter Siebert© Schipper

Immer mehr Menschen schaffen
es nicht bis zur Altersrente.

In Deutschland sind immer mehr Menschen auf eine Erwerbsminderungsrente angewiesen. Ihre Zahl ist von 1,59 Mio. im Jahr 2010 auf 1,75 Mio. zum Jahresende 2014 gestiegen. Inzwischen machen sie rund 20 Prozent aller Neurentner aus. Die Gründe für die Zunahme sind vielfältig. Neben Menschen, die in ihren Berufen körperlich hart arbeiten und oft chronische Gesundheitsschäden - meist Muskel-Skelett-Erkrankungen - davontragen, scheiden immer mehr Berufstätige, etwa in Pflegeberufen, auch wegen hoher psychischer Belastungen vorzeitig aus dem Beruf aus. Das durchschnittliche Alter der Neurentner ist inzwischen auf etwa 50 Jahre gesunken. Ein weiterer Grund für den Anstieg ist, dass die Menschen aufgrund der schrittweisen Erhöhung der Altersgrenze auf 67 Jahre immer später eine Altersrente beziehen. Wer seinen Beruf mit 55 aufgibt, muss dann 12 anstatt bisher 10 Jahre mit Hilfe einer Erwerbsminderungsrente überbrücken. Auch passiert bislang noch zu wenig, um durch Prävention und Rehabilitation Erwerbsminderungen zu verhindern

Strenge Zugangskriterien.

Die Zahl der Erwerbsminderungsrenten steigt weiter - und das, obwohl die Hürden für den Zugang zur Erwerbsminderungsrente in Deutschland sehr hoch sind und fast die Hälfte der Anträge abgelehnt wird. Das heißt, dass die Zahl der Antragsteller noch deutlich höher liegt - und dass immer mehr Menschen zwar nicht mehr arbeiten können, aber auch keine Rente erhalten, weil sie im Sinne der gesetzlichen Vorgaben nicht krank genug sind.

Weniger als 3 Stunden arbeitsfähig.

Eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch in der Lage sind, weniger als drei Stunden am Tag zu arbeiten. Wer nach Einschätzung der Gutachter zwischen drei und unter sechs Stunden arbeitsfähig ist, erhält die halbe Rente; wer mindestens sechs Stunden arbeiten kann, erhält nichts. Dabei spielt nur für die vor 1961 Geborenen der erlernte Beruf noch eine Rolle. Bei allen anderen genügt es, dass sie sich theoretisch am Arbeitsmarkt für irgendeine andere Tätigkeit bewerben könnten. In der Praxis finden die meisten jedoch keinen Job mehr und sind auf Arbeitslosengeld I bzw. II angewiesen. Diejenigen, die eine Anstellung finden, arbeiten meist im Niedriglohnsektor, erhalten aber keinerlei Ausgleich für den Einkommensverlust. Viele müssen trotz Arbeit bis zur Grundsicherung aufstocken.

Ihr Peter Siebert.

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