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Friedrichshain-Kreuzberg, Überblick

Der Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg besteht seit 2001 und setzt sich aus den gleichnamigen ehemals eigenständigen Stadtbezirken diesseits und jenseits der Spree zwischen Oberbaumbrücke und Schillingbrücke zusammen. Der im Osten Alt-Berlins gelegene Bezirk Friedrichshain entstand im 17. Jahrhundert östlich der alten Stadtgrenze, der heutigen S-Bahntrasse zwischen Alexanderplatz und westlich der Jannowitzbrücke, als Stralauer Viertel oder Stralauer Vorstadt in Richtung des Dorfes Stralau und dehnte sich im Laufe der nachfolgenden Jahrhunderte immer weiter nach Osten aus. Seinen Namen erhielt der 1920 gebildete Bezirk nach dem gleichnamigen, in der Mitte des 19. Jahrhunderts östlich der Friedenstraße zwischen Landsberger Allee und Straße am Friedrichshain angelegten, nach dem Preußenkönig Friedrich II., benannten Stadtpark.

Der ursprünglich nach der Gründung Groß-Berlins 1920 noch Hallesches Tor heißende, westlich der Spree an Friedrichshain angrenzende und sich nach Westen bis zum Halleschen Tor erstreckende Stadtbezirk setzte sich aus der Tempelhofer Vorstadt, der Oberen Friedrichsvorstadt, der südlichen Friedrichstadt und großen Teilen der Luisenstadt zusammen und erhielt seinen Namen nach einer 66 Meter hohen, ursprünglich Tempelhofer Berg heißenden Erhebung am Rande der Hochebene des Teltows, auf der Karl Friedrich Schinkel ein 1821 eingeweihtes Nationaldenkmal in der Grundform des Eisernen Kreuzes zu Ehren des Sieges über Frankreich in den Befreiungskriegen errichten ließ. Die auf dem Kreuzberg anlässlich des Denkmals angelegte Parkanlage hieß Viktoriapark.

Seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges gehörten wegen der Teilung der Stadt in vier Sektoren beide Stadtbezirke bis zum Herbst 1989 zu verschiedenen Weltsystemen und ab dem 13.08.1961 trennte sie eine hermetisch abgeriegelte unüberwindliche Mauer, an der mehrere Menschen bei dem Versuch umkamen, den Todesstreifen zwischen Oberbaumbrücke und Schillingbrücke zu überwinden. In den 1970er Jahren starb ein türkisches Kind am westlichen Gröbenufer nahe der Oberbaumbrücke, als es am dort ungeschützten Ufer spielend in die Spree fiel und ertrank. Die schnell herbeigeeilte Westberliner Feuerwehr durfte es nicht retten, weil die Wasserstraße an dieser Stelle in voller Breite zum Ostsektor gehörte.

Nicht zuletzt wegen dieser Jahrzehnte währenden Trennung mit all den unterschiedlichen Sozialisationen und Erfahrungen gestaltet sich das Zusammenwachsen beider Stadtbezirke und Ortsteile eines inzwischen einheitlichen Bezirks nicht immer leicht. Auch wenn viele Friedrichshainer unmittelbar nach der Maueröffnung über die Oberbaumbrücke in den Westen drängten, hat sich das inzwischen wieder gelegt. Viele, vor allem ältere Mitbürger bleiben aus Gewohnheit in ihrem Kiez, weswegen es uns als VdK-Kreisverband trotz aller Mühen und Versuche unsererseits um gemeinsame Aktivitäten auch schwerfällt, das Zusammenkommen der Menschen in den beiden Ortsteilen zu befördern. Wir werden künftig unsere Sprechstunden auch auf den Ortsteil Kreuzberg ausdehnen, bleiben aber unserer Begegnungsstätte "Lebensfreude" hinter dem südlichen Frankfurter Tor bis auf weiters treu.

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