Sozialverband VdK - Kreisverband Erding
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geschichtliche Hintergründe

Das Jahr 1947 kann zurecht als das Gründungsjahr des VdK-Kreisverbandes Erding angesehen werden. Emmeran Kloh – vermutlich erstes Mitglied des VdK in Erding – gelang es durch unermüdliche Werbetätigkeit auf den neugegründeten Sozialverband im Landkreis aufmerksam zu machen und so konnten schon im Frühjahr 1947 die Ortsverbände Erding, Grünbach, Moosinning, Wartenberg, Eitting, Pastetten (heute Forstern), Dorfen, Walpertskirchen, Taufkirchen, Hohenpolding, Lengdorf und Oberding ins Leben gerufen werden. Im Februar 1948 folgte noch der Ortsverband Finsing.

Emmeran Kloh führte die Geschäfte des neugegründeten Kreisverbandes – unterstützt von Friedrich Schüssler – von seiner Wohnung in Grünbach aus. Erst 1949 konnte ein geeigneter Raum in Erding angemietet werden.

Die Arbeit in der neuen Kreisgeschäftsstelle konnte also beginnen und der weitere Auf- und Ausbau des Kreisverbandes Erding in verstärktem Maße fortgesetzt werden. Durch die bessere Betreuungstätigkeit in der neuen Geschäftsstelle und vermehrte Versammlungstätigkeit konnten allein im Monat Juli 1949 220 Neuaufnahmen verzeichnet werden.

Die Öffentlichkeit wurde durch die am 18.05.1950 in Erding durchgeführte Großkundgebung unter Mitwirkung des damaligen Landesgeschäftsführers Karl Weishäupl noch mehr auf den VdK aufmerksam, was zur Folge hatte, dass die Mitgliederzahl des Kreisverbandes bis 1952 auf 1781 Personen anstieg.. Neuer Kreisvorsitzender wurde Anton Käser. Ebenso wie die organisatorische Tätigkeit war auch die soziale Betreuung der Mitglieder äußerst erfolgreich. Wie aus einem Rechenschaftsbericht des Jahres 1952 hervorgeht, konnten von 248 eingelegten Berufungen mehr als 50 Prozent zu Gunsten der Hilfesuchenden entschieden werden – bis 1951 sogar 77 Prozent der vor dem Sozialgericht verhandelten Fälle.

Anton Käser war auch maßgeblich beteiligt beim Bau der VdK-Siedlung in Erding. Er machte seinen ganzen Einfluss bei der Stadtverwaltung geltend, um 34 Familien Wohnungen zu verschaffen.

Kreisgeschäftsführer war in dieser Zeit Johann Blüml. Beinahe jeden Samstag hielt er in den Ortsverbänden Sprechtage ab. Mit einem Leichtmotorrad war er bei Wind und Wetter unterwegs – und das nur gegen eine Aufwandsentschädigung! 1958 sah er sich aus finanziellen Gründen gezwungen, eine andere Beschäftigung aufzunehmen.

Als Nachfolger sprang wiederum Anton Käser ein, der die Geschäftsstelle des Kreisverbandes völlig ehrenamtlich weiterführte. Um die fachliche Betreuung der Mitglieder zu gewährleisten, sah sich der Landesverband gezwungen, Geschäftsführer aus den Nachbarkreisen zu beauftragen. Betreuungsarbeit für den Kreisverband erding leisteten Franz Hohenbichler aus Wasserburg ab 1959, Dieter Scholz aus Ebersberg ab 1960 und Hans Hargasser ab 1965. da die beiden Kreisverbände Ebersberg und Erding nunmehr ohnehin von einem Kreisgeschäftsführer betreut wurden, kam vom Landesverband die Anregung auf eine Zusammenlegung beider Kreisverbände, die am 09.01.1966 vollzogen wurde. Neuer Vorsitzender des Kreisverbandes Ebersberg-Erding wurde Sepp Kraus aus Egmating.

Der VdK Kreisverband Ebersberg-Erding zählte zu diesem Zeitpunkt 4681 Mitglieder, die in 45 Ortsverbänden zusammengefasst waren. Allerdings war dem Kreisverband Ebersberg-Erding auch die Betreuung der 1800 Mitglieder des Kreisverbandes Wasserburg zugeteilt. Die Zahl der zu betreuenden Personen betrug also insgesamt 6500. Diese Betreuungsarbeit dauerte bis 1973. Der VdK-Kreisverband Wasserburg wurde im Zuge der politischen Gebietsreform zum 01.01.1972 aufgelöst, aus dem früheren Kreisverband Wasserburg wurden dem Kreisverband Ebersberg-Erding mehrere Ortsverbände zugeteilt.

Drei Hauptamtliche und vier ehrenamtliche Mitarbeiter in der Kreisgeschäftsstelle und 316 ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Ortsverbänden sowie eine große Anzahl von Hauskassierern und Sammlern für die Hilfsaktion „Helft Wunden heilen“ teilten sich die Arbeit im Kreisverband Ebersberg-Erding.

Bei den nachfolgenden Kreisverbandstagen 1971 und 1976 wurde Sepp Kraus in seinem Amt als Kreisvorsitzender bestätigt.

Nach dessen Tod im Jahr 1980 fungierte Erika Schienagl (bis 1983) und Joschi Krenn (1984 bis 1993) als Vorsitzende des vereinten Kreisverbandes.

1993 kam es zur Trennung der Kreisverbände Erding und Ebersberg und zur Zusammenlegung der Kreisverbände Freising und Erding unter dem ersten Kreisvorsitzenden Philipp Herrmann.

Der VdK-Kreisverband Erding zog 1994 in einen eigene Kreisgeschäftsstelle in der Münchner Straße ein. Kreisvorsitzende im gemeinsamen Kreisverband waren nach dem Rücktritt Philipp Herrmanns Rudolf Lehrhuber (1994 bis 1996) und Lothar-Ludwig Brunner (kommissarisch von 1996 bis 1997).

Seit der Trennung vom VdK-Kreisverband Freising am 01.01.1997 ist der Kreisverband Erding nun endlich wieder eigenständig.