
****
Mit der Kampagne "Pflege geht jeden an" will der Sozialverband VdK Niedersachsen-Bremen auf die Situation der pflegenden Angehörigen aufmerksam machen, ihnen eine Stimme geben und sich dafür einsetzen, dass pflegende Angehörige mehr Anerkennung, mehr finanzielle Hilfe und mehr Unterstützung bekommen. Ute Borchers-Siebrecht, VdK-Landesverbandsvorsitzende und Präsidiumsmitglied des VdK Deutschland, erläuterte heute in Hannover vor der Landespressekonferenz die Ziele der Kampagne. Im Anhang übersende ich die Presse-Information.
Hier sind für Sie weitere Informationen:
Sozialverband fordert Pflege-Hilfe für Familien
Pflege
geht jeden an
Fragen an: j.d.paulus@vdk.de
Sozialverband VdK: Bürokratie belastet pflegende Angehörige VdK-Präsidentin Ulrike Mascher fordert bessere Beratung und mehr Transparenz
"Wir wollen mehr Transparenz und weniger Bürokratie
für pflegende Angehörige", forderte die Präsidentin
des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, anlässlich
des heutigen Pflegedialogs zwischen Bundesgesundheitsminister Dr.
Philipp Rösler und Sozial-, Patienten- und
Pflegeverbänden, darunter der Sozialverband VdK. "Sich im
Behördendschungel zurechtzufinden und die vielen komplizierten
Anträge auszufüllen, kostet die pflegebedürftigen
Menschen und ihre Angehörigen viele Nerven, Zeit und Geld.
Zeit, die für die Pflege der Angehörigen fehlt. Die
Beratung und Information der Betroffenen muss dringend verbessert
werden. Deshalb ist es ganz wichtig, dass der Aufbau der
Pflegestützpunkte flächendeckend vorankommt.
Der Bundesgesundheitsminister sollte hierzu eine Initiative bei
seinen Länderkollegen starten."
Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung wenden pflegende Angehörige allein 36,6 Millionen Stunden im Jahr auf, um ihren gesetzlichen Informationspflichten nachzukommen. Der Aufwand könnte laut Bertelsmann Stiftung um 23 Prozent gesenkt werden: durch bessere Information, länger gültige Rezepte, bessere und verständlichere Bescheide.
"Insbesondere die Kranken- und Pflegekassen sind gefordert, ihre Versicherten besser zu informieren und Fehler in den Bescheiden zu vermeiden. Gerade im Pflegefall sind die Betroffenen und ihre Angehörigen auf schnelle Hilfe angewiesen. Muss erst ein Widerspruchs- oder Klageverfahren geführt werden, um die notwendigen Leistungen zu bekommen, ist das für die Betroffenen sehr belastend und es geht wertvolle Zeit verloren" so Mascher. Um die Nachvollziehbarkeit der Bescheide zu erhöhen, müsse das zugrunde liegende Gutachten des Medizinischen Dienstes verständlich sein und den Versicherten unaufgefordert zur Verfügung gestellt werden.
Zeichen: 1.796
Verantwortlich: Michael Pausder (Pressesprecher)