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29.7.2011 "KWA Kuratorium Wohnen im Alter" im Albstift
Aalen
Sehr Gut besucht war das Forum im Albstift Aalen.
VdK-Kreisvorsitzender Ronald Weinschenk wurde zur
Abschlussdiskussion eingeladen. Von unseren Ortsverbänden
waren auch einige vertreten. Vom Kreisverband war Werner Bernthaler
anwesend.
Vorgestellt wurde die 5. Generation der
Senioreneinrichtungen.
Welche Dienstleistungen und Konzepte muss man anbieten, um die
Erwartungen und Bedürfnisse der Menschen zu erfüllen?
Aufgrund der steigenden Zahl von Pflegebedürftigen entstehen
eine Vielzahl neuer Einrichtungen, doch es gibt auch viele
notleidende Pflegeheime und Insolvenzen. Der Direktor des Albstift
Aalen Manfred Zwick berichtet , daß sein individuell und
altersorientiertes Haus standardisierten Häusern gegnüber
steht. Ein differenziertes Altersbild erfordert aber auch ein
radikales Umdenken im Betreuungs- und Pflegeangebot für
Senioren sowie eine stärkere Einbindung der älteren
Generation in gesellschaftliche Aufgaben", betonte Dr. Stefan
Arend, Vorstand des KWA Kuratoriums Wohnen im Alter. Das Forum
macht sich zur Aufgabe,die Zukunft der Pflegeeinrichtungen und
deren Konzepte mit Experten zu durchleuchten.

v.links Ronald Weinschenk, Prof. Dr. Thomas Klie, Roderich
Kiesewetter, Alwin Pelzer© VdK KV Aalen

Ronald Weinschenk im Gespräch mit Prof. Dr. Thomas
Klie© VdK KV
Aalen
Dringender VdK-Appell:
"Geriatrische Reha-Klinik Aalen erhalten!"
Kreisvorsitzender Weinschenk spricht von falschem
Signal.
Einen dringenden Appell, die Geriatrische Reha-Klinik im
Samariterstift Aalen zu erhalten, richtete der Aalener
Kreisvorsitzende des Sozialverbands VdK, Ronald Weinschenk, an die
Verantwortlichen. Auf der sehr gut besuchten Jahreshauptversammlung
des VdK-Ortsverbands Hofherrnweiler sprach sich Weinschenk
nachhaltig für den Erhalt dieser Klinik aus.
Angesichts des demografischen Wandels, der die gesamte Bevölkerung in Deutschland verändere, sei dies dringend geboten. Bei einer wesentlich älter werdenden Bevölkerung dürfe man die Geriatrische Reha-Klinik nicht aufgeben. "Die Klinikschließung ist das völlig falsche Signal", bekräftigte Weinschenk. Der Erfolg der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dieser Klinik sei belegt, weil ein sehr hoher Prozentsatz aller Patienten nach dem Aufenthalt wieder selbstbestimmt leben könne, so der VdK-Kreisverbandsvorsitzende und Rehaexperte.
Der Chefarzt der Geriatrischen Reha-Klinik Aalen, Dr. Helmut Hapke, hatte den Vorstand des VdK-Kreisverbands bereits am 30. September 2010 zu einer individuellen Führung eingeladen. Dort habe man sich direkt vor Ort von der hervorragenden Qualität der Arbeit der Klinikmitarbeiter überzeugen können, berichtete Ronald Weinschenk. Auch deshalb komme der geriatrischen Rehabilitation in Aalen große Bedeutung zu. Zudem seien durch das Geriatriekonzept Baden-Württemberg Versorgungsstrukturen für ältere Menschen aufgebaut worden, die bundesweit Beachtung gefunden hätten. Auch die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) beurteile die Erfahrungen mit dem Geriatriekonzept insgesamt als positiv, informierte der Aalener Kreisvorsitzende die VdK-Mitglieder in Hofherrnweiler.
"Hintergrund der Krise ist das seltsame Spiel ums Geld", empörte sich Weinschenk. Nachforschungen des VdK hätten ergeben, dass es zur Verlagerung von Patienten aus der geriatrischen Rehabilitation in indikationsspezifische, beispielsweise orthopädische, Reha-Kliniken komme. Das ergebe einen erheblichen finanziellen Anreiz durch den Unterschied bei den Pflegesätzen von rund 50 Euro pro Tag, der letztendlich auch zu einer Veränderung der Lage in der geriatrischen Reha mit weniger Patienten führe, gibt der Sozialverband VdK zu bedenken. Das bedeute, dass viele Patienten nur noch orthopädisch versorgt würden, weil dies, so Weinschenk, "mal wieder billiger" sei als eine ganzheitliche Rehabilitation, die den ganzen Menschen betrachte.

Ronald Weinschenk
Ronald Weinschenk ehrenamtlicher Richter am
Bundessozialgericht in Kassel
Seit Jahrzehnten engagiert sich VdK-Obmann Ronald Weinschenk im
sozialen Bereich. Seit Juni 2010 hat der frühere
Konzernschwerbehindertenvertreter der Carl-Zeiss-Gruppe und
ehemalige Zeiss-Betriebsrat ein weiteres wichtiges Amt: Der
60-Jährige wurde von der Bundesministerin für Arbeit und
Soziales zum Ehrenamtlichen Richter beim Bundessozialgericht (BSG)
berufen.