Sozialverband VdK Hessen-Thüringen e.V.
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Zum Internationalen Frauentag: VdK fordert Rente, die den Namen verdient

Von gleichen Lebensverhältnissen für beide Geschlechter ist unsere Gesellschaft noch weit entfernt. Das zeigt sich vor allem an der Situation älterer Frauen. Laut einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat Deutschland im europäischen Vergleich das größte Rentengefälle zwischen Frauen und Männern. Zum Internationalen Frauentag am Freitag, den 8. März 2019, fordert der Sozialverband VdK Hessen-Thüringen daher eine starke gesetzliche Altersversorgung: „Wir brauchen eine Grundrente, die den Namen verdient und es allen Menschen ermöglicht, ein Leben in Würde zu führen“, sagt Landesfrauenvertreterin Ursula König-Schneyer. Viele Frauen können nur geringe gesetzliche Rentenansprüche erwerben – und schon gar keine ausreichende Altersvorsorge aufbauen. Und das, obwohl sie ihr Leben lang arbeiten, Kinder erziehen oder Angehörige pflegen: „Diese mehrfachen Leistungen müssen bei der Rente angemessen gewürdigt werden. Wir dürfen nicht hinnehmen, dass viele Frauen in die Altersarmut abrutschen“, betont Ursula König-Schneyer.

Zahlreiche Studien und Statistiken belegen, wie schwierig es nach wie vor für Frauen ist, sich gegen Armutsrisiken zu wappnen: Nach Angaben der Nationalen Armutskonferenz verdienen zwei Drittel aller Frauen in Deutschland nicht genug, um mit ihrem Einkommen für Zeiten der Arbeitslosigkeit oder für das Alter vorzusorgen, bei einem Drittel reicht das Gehalt nicht einmal aus, um den unmittelbaren Lebensbedarf zu decken. Das liegt vor allem daran, dass die überwiegende Zahl der in Minijobs Beschäftigten weiblich ist; Arbeitsverhältnisse in Teilzeit werden zu 81 Prozent von Frauen bestritten. Außerdem leisten Frauen täglich 52 Prozent mehr unbezahlte Arbeit als Männer, indem sie es vorrangig sind, die Kinder betreuen, pflegebedürftige Angehörige versorgen und die Hausarbeit erledigen.

„Die Fakten sind hinlänglich bekannt“, so Ursula König-Schneyer. „Es ist an der Zeit, dass endlich etwas geschieht.“ Die Politik müsse dafür sorgen, dass weniger Menschen im Alter auf das Fürsorgesystem der Grundsicherung angewiesen seien. „Auch wer in Teilzeit oder für einen Niedriglohn gearbeitet hat, wer wegen Jobverlusts, Kindererziehung und Pflege eines Angehörigen zeitweise nicht erwerbstätig sein konnte, hat einen Anspruch auf eine auskömmliche Rente. Das ist keine Sozialleistung, sondern die Anerkennung der jeweiligen Lebensleistung“, erklärt die Landesfrauenvertreterin.

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