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Presse–Informationen zum Projekt "Schlafapnoe - (k)ein Thema in der Pflege!"

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Presse–Informationen zum Projekt "Schlafapnoe - (k)ein Thema in der Pflege!"



Schlafapnoe – (k)ein Thema in der Pflege

Leipzig, 13.11.2009 - Der VdK Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen (Atemstillstände im Schlaf) weist anlässlich der 17. Jahrestagung der deutschen Gesellschaft für Schlafforschung (DGSM ) darauf hin, dass ca.8 Millionen Menschen in Deutschland an der Schlafapnoe erkrankt sind. In der Arbeit der Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen nimmt die von den Patienten beklagte unzureichende stationäre Betreuung einen großen Raum ein.

Die Schlafapnoeerkrankung ist immer noch ein "Stiefkind" in der medizinischen Aus- und Fortbildung der Gesundheitsberufe.

Medizinisches Personal in Kliniken und Pflegeeinrichtungen, dass in den 80er Jahren ausgebildet wurde, hat häufig von der Erkrankung noch nichts gehört und ist deshalb bei der Versorgung, Betreuung und Pflege von Schlafapnoepatienten überfordert. Auch bei den jüngst ausgebildeten Gesundheits-, Kranken- und Altenpfleger/innen ist das Wissen über die Erkrankung häufig nicht vorhanden.

Dies kann unter Umständen lebensbedrohliche Auswirkungen für den Patienten/Bewohner haben. Die Ursache liegt darin, dass es sich bei der Schlafmedizin um eine junge Wissenschaft handelt. In den letzten Jahrhunderten wurde dem Schnarchen und dem sich daraus häufig entwickelnden obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom kaum Aufmerksamkeit gewidmet – bestenfalls als ein störendes Moment für den Zuhörer.

Der VdK Fachverband teilt weiterhin mit, das die Anzahl, der in den Schlaflaboren diagnostizierten Patienten ständig zunimmt. Es ist damit zu rechnen, dass die Anzahl der Patienten/Bewohner, die ihr Atemtherapiegerät in Kliniken und Einrichtungen der Altenpflege einbringen, in den nächsten Jahren sprunghaft ansteigen wird.
In der Arbeit der Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen nimmt die von den Patienten beklagte unzureichende stationäre Betreuung einen großen Raum ein. Das medizinische Personal ist häufig, auf Grund fehlender spezifischer Aus- und Fortbildung, nicht in der Lage Patienten, die mit einem eigenen Atemtherapiegerät in die Klinik kommen, sachgerecht zu versorgen.

Häufig fehlen einfachste Grundkenntnisse über die Schlafapnoe. Viele Patienten haben in den Selbsthilfegruppen berichtet, dass das medizinische Personal die Atemtherapiegeräte (z.B. CPAP ) nicht kannte. Eine häufige Frage an den Patienten war: "Was haben sie denn da für ein Gerät auf dem Nachttisch? So etwas habe ich ja noch nie gesehen?"

In der Regel übernimmt der Patient die notwendigen Aufgaben im Zusammenhang mit dem Betrieb seines Atemtherapiegerätes selbst. Wenn er dies jedoch auf Grund seines Gesundheitszustandes nicht kann, muss das medizinische Personal diese Aufgaben übernehmen.

Hierzu ist es erforderlich, dass das für die Versorgung zuständige medizinische Personal über das Krankheitsbild "Schlafapnoe" und das Ziel der Therapie (Verhinderung der Apnoen) informiert ist. Hierzu gehört auch das Handling der Atemtherapiegeräte und Atemmasken.

Als Leiter von Schlafapnoe-Selbsthilfegruppen hören wir immer wieder von Patienten, dass die Erkrankung erst nach vielen Jahren, wenn sich bereits Folgeerkrankungen eingestellt haben, diagnostiziert wird.

Wir halten es deshalb für dringend notwendig, dass die schlafbezogene Atmungsstörung Schlafapnoe in den Aus- und Fortbildungsvorschriften der Gesundheits-,Kranken- und Altenpfleger/innen zukünftig einen sehr viel höheren Stellenwert einnimmt.

Der VdK Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen fordert außerdem:

  • Kliniken müssen verpflichtet werden, die medizinische Versorgung der Schlafapnoe-Patienten sicherzustellen.
  • Präoperativ (vor der Operation) mit CPAP therapierte Patienten sollten, so früh wie möglich, auch postoperativ (nach der Operation) wieder der CPAP -Therapie zugeführt werden.
  • Kliniken, die die medizinische Versorgung von Schlafapnoepatienten nicht sicherstellen können und wollen, dürfen keine Patienten mit der Begleiterkrankung "Schlafapnoe-Syndrom" aufnehmen.
  • Kliniken die eine Therapieunterstützung des Patienten mit seinem eigenen Atemtherapiegerät ablehnen, müssen dem Patienten klinikeigene Atemtherapiegeräte zur Verfügung stellen oder den Patienten an eine andere Klinik weiterleiten.
  • Kliniken und Pflegeheime müssen auf den in den nächsten Jahren zu erwartenden rapiden Anstieg der Patienten oder Bewohner, die mit einem Atemtherapiegerät in die Klinik bzw. das Pflegeheim kommen, vorbereitet sein. (Reinhard Wagner)

Hintergrundinformationen zum Thema:

-"Operation gelungen - Patient tot, Todesursache schlafbezogene Atmungsstörung Schlafapnoe?"
Die schlafbezogene Atmungsstörung Schlafapnoe, an der in Deutschland circa acht Millionen Menschen leiden, ist immer noch ein "Stiefkind" in der medizinischen Aus- und Fortbildung der Gesundheitsberufe.

Kontakt:

VdK-Fachverband Schlafapnoe/Chronische Schlafstörungen
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Reinhard Wagner
Weserstr. 8
26382 Wilhelmshaven
Tel.: 04421 318 52 / 0163 35 90 708
Schlafapnoe-Wilhelmshaven@ewetel.net
www.vdk.de/shg-schlafapnoe-wilhelmshaven

 

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