Sozialverband VdK Deutschland e.V.
25. Juni 2019
SOZIALE GERECHTIGKEIT

VdK-Präsidentin Bentele fordert mehr Einsatz gegen Kinderarmut

Der Kampf gegen Kinderarmut darf in den aktuellen politischen Diskussionen nicht in den Hintergrund geraten. VdK-Präsidentin Verena Bentele fordert ein Maßnahmenpaket, damit alle Kinder und Jugendlichen dieselben Startchancen bekommen.

Kinder haben das Recht auf Bildung und ein Leben ohne Armut. | © Pixabay

„Deutschland ist eines der Industrieländer, in denen die soziale Herkunft am stärksten über den Berufs- und Lebensweg entscheidet. Das darf nicht sein. Jedes Kind und jeder Jugendliche hat das Recht auf gute Bildung und damit auf die Chance für einen guten Start in ein erfolgreiches und selbstbestimmtes Leben“, erklärt Bentele. „Ich vermisse flächendeckende Förderprogramme, damit mehr Kinder auf einen erfolgversprechenden Berufsweg geschickt werden“, sagt die VdK-Präsidentin. Bildung sei die beste Gewähr für einen gut bezahlten Arbeitsplatz und damit langfristig für ein von Sozialleistungen unabhängiges Leben und eine sichere Rente.

Bentele schlägt zudem einige Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarmut vor. Noch immer werden die Bedarfe von Kindern und Jugendlichen bei den Regelsätzen der Grundsicherung nicht richtig erfasst. „Da bleiben arme Kinder zwangsläufig auf der Strecke“, erklärt sie. Das „Bildungs- und Teilhabepaket“, das Teilhabe etwa durch Zuschüsse zu Sportvereinen oder Musikunterricht gewährleisten soll, ist wegen undurchsichtiger bürokratischer Strukturen bei den Betroffenen oft unbekannt. Damit alle vorhandenen Fördermaßnahmen beim Einzelnen ankommen, müssten zudem die verschiedenen Sozialleistungen, die es für Kinder und Jugendliche gibt, bei einer zuständigen Stelle gebündelt werden.

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