16. März 2016
Pflege

Hilfsmittelversorgung bei Blasenschwäche soll verbessert werden

Nach anhaltender Kritik von Patienten wollen die gesetzlichen Krankenkassen (GKV) die Qualität von Windeln für Erwachsene mit Blasenschwäche verbessern. Die Qualitätsanforderungen an aufsaugende Inkontinenzhilfsmittel im Hilfsmittelverzeichnis werde "deutlich angehoben", teilte der GKV-Spitzenverband am Dienstag in Berlin mit. Etwa 1,5 Millionen gesetzlich Versicherte werden den Angaben zufolge von den Kassen regelmäßig mit Windeln versorgt.

"Eine schnelle Flüssigkeitsaufnahme und eine hohe Flüssigkeitsbindung sind wesentliche Faktoren für eine hohe Produktqualität und effektive Versorgung", hieß es beim GKV. Zudem sollen sie Gerüche besser binden und atmungsaktiver werden. Von den rund 2200 für diesen Bereich im Hilfsmittelverzeichnis gelisteten Produkten werden demnach mehr als 600 Produkte spätestens nach Ablauf von einem Jahr, also nach dem Ende der Übergangsfrist, nicht mehr abgegeben werden dürfen.

Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann (CDU), forderte, dass die besseren Produkte "umgehend bei den Versicherten ankommen". Ankündigungen alleine reichten nicht. Hilfsmittel müssten qualitativ und quantitativ dem aktuellen Stand der Medizin entsprechen.


Mehr zum Thema:

Pflege
Symbolfoto für Gesundheitskosten: Eine Geldbörse mit Münzen und Scheinen, darin steckt eine Gesundheitskarte
Patienten beklagen häufig, dass die Qualität der von den Krankenkassen bezahlten Hilfsmittel nicht ausreichend ist. Nach massiven Protesten von Patientenverbänden hat der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, nun den Spitzenverband der Krankenkassen aufgefordert, bei Inkontinenzprodukten nachzubessern und höherwertige Produkte in das Hilfsmittelverzeichnis aufzunehmen. | weiter
23.02.2016 | bsc

dpa

Schlagworte Hilfsmittel | Hilfsmittelversorgung | Blasenschwäche | Inkontinenz | Krankenkasse | Windeln | Patienten

Der VdK: Ihr starker Partner im Sozialrecht

Der Sozialverband VdK berät und vertritt seine Mitglieder im Bereich der sozialen Pflegeversicherung, zum Beispiel zu den Themen Pflegegrad, häusliche Pflege, stationäre Pflege und Hilfsmittel.

Mitgliedschaft
Symbolfoto: Viele Hände bilden gemeinsam einen Kreis
Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im VdK - dem mit bundesweit über 1,75 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands. Immer mehr Menschen schließen sich der VdK-Gemeinschaft an. | weiter

VdK-TV: Pflegeleistungen Teil 1 - Der Antrag an die Pflegekasse

Wer Leistungen der Pflegeversicherung benötigt, muss dazu erst einmal einen Antrag an die Pflegekasse stellen. Wie stelle ich so einen Antrag? Wo ist meine Pflegekasse? Und wie geht es nach der Antragstellung weiter?

VdK-TV: Pflegestärkungsgesetz 2017 – was ist neu?

Seit dem 1. Januar 2017 gilt das neue Pflegestärkungsgesetz II. Was ist neu, worauf müssen Sie 2017 achten?

VdK-TV: Von Pflegestufen zu Pflegegraden – was ändert sich ab 2017?

Mit dem Pflegestärkungsgesetz II werden Menschen mit demenziellen Erkrankungen ab 2017 stärker berücksichtigt. Die bisherigen Pflegestufen werden durch Pflegegrade abgelöst. VdK-Pflegeexperte Olaf Christen erklärt, wie sich der neue Pflegebedürftigkeitsbegriff vom alten unterscheidet.

Urteile zur Pflege

Pflege
Symbolfoto: Ein Hausnotruf-System, bestehend aus einem Empfangsgerät und einem Sender, den man wie ein Armband am Handgelenk trägt
Sind erheblich pflegebedürftige Menschen auf ein Hausnotrufsystem angewiesen, kann das Sozialamt zur Übernahme weiter anfallender Kosten nach dem Absetzen eines Notrufs verpflichtet werden. Dies hat das Sozialgericht Aachen in einem am 27. September 2016 veröffentlichten Urteil entschieden und damit einem pflegebedürftigen Rentner recht gegeben. | weiter
07.10.2016 | juragentur
Pflege
Symbolfoto: Ältere Frau sitzt vor einem Seniorenheim in der Sonne
Alten- und Pflegeheime dürfen nicht ohne Zustimmung ihrer Bewohner eine höhere Heimvergütung verlangen. Es stellt eine unangemessene Benachteiligung der Verbraucher dar, wenn Heimverträge die einseitige Entgelterhöhung vorsehen, entschied der Bundesgerichtshof. | weiter
10.06.2016 | juragentur
VdK-Stellungnahme
Stellungnahme des Sozialverbands VdK Deutschland zum Entwurf eines Dritten Gesetzes zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (Drittes Pflegestärkungsgesetz – PSG III) vom 20. Mai 2016
Rente
Symbolfoto: Buchstabenwürfel bilden das Wort "Rente", darauf sitzen kleine Figürchen von Senioren
Lesen Sie hier aktuelle Informationen rund um das Thema Rente und Alterssicherung. Informieren Sie sich über die aktuelle Rentenpolitik, über die Themen Rentenanpassung und Rentengarantie, Betriebsrente und vieles mehr.
Gesundheit
Symbolfoto: Ein Stethoskop
Wissenswertes in Form von aktuellen Informationen aus dem Bereich Gesundheit, etwa zu Arzneimitteln, Patientenrechten, zu den Themen Prävention, medizinische Rehabilitation, Kur und vieles mehr.
Pflege
Symbolfoto: Angehörige oder Pflegekraft beugt sich über einen Senior im Rollstuhl
Informieren Sie sich über Wissenswertes aus dem Bereich Pflege, zum Beispiel zu Neuerungen in der Pflegepolitik, zur Reform der Pflegeversicherung 2017 oder zu Informationen für pflegende Angehörige.
Teilhabe und Behinderung
Symbolfoto: Eine Frau im Rollstuhl an ihrem Schreibtisch im Büro
Aktuelle Informationen rund um das Thema Behinderung, zum Beispiel zu den Bereichen Barrierefreiheit, Behindertenpolitik, Nachteilsausgleiche, Teilhabe von Menschen mit Behinderung am Arbeitsleben und vieles mehr.
Armut
Plakatmotiv der VdK-Aktion gegen Armut
Armut ist ein wachsendes Problem in Deutschland. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose. Der VdK setzt sich gegen Armut ein und für Maßnahmen, die Armut verhindern.