Sozialverband VdK Deutschland e.V.
23. Februar 2016
Pflege

Hilfsmittelkatalog soll überarbeitet werden

Patienten beklagen häufig, dass die Qualität der von den Krankenkassen bezahlten Hilfsmittel nicht ausreichend ist. Nach massiven Protesten von Patientenverbänden hat der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Karl-Josef Laumann, nun den Spitzenverband der Krankenkassen aufgefordert, bei Inkontinenzprodukten nachzubessern und höherwertige Produkte in das Hilfsmittelverzeichnis aufzunehmen.

Bisher bekommt in der Regel der günstigste Anbieter den Zuschlag.
12,50 Euro dürfen Inkontinenzprodukte nach Angaben der Krankenkasse DAK pro Monat und Patient im Pflegeheim kosten. Das ergibt bei einem Durchschnittsverbrauch einen Betrag von zehn Cent pro Vorlage.

Betroffenenverbände berichten, es komme häufig vor, dass zur Kostensenkung die Vorlagen nicht mehr so oft wie nötig gewechselt werden, was Wundliegen und Infektionen begünstigt. Zudem sei die Qualität selbst bei vorschriftsmäßigem Gebrauch mangelhaft. Nicht alle Pflegebedürftigen können sich aber 50 bis 100 Euro pro Monat leisten, die aus eigener Tasche fällig werden, um höherwertige Produkte zu kaufen.

„Diese Preisdrückerei ist entwürdigend“, erklärt VdK-Präsidentin Ulrike Mascher. Inkontinenzprodukte seien ein Beispiel dafür, wie Patienten immer tiefer in die Tasche greifen müssten, um sich eine Standardversorgung zu sichern, die eigentlich selbstverständlich sein sollte. Das Hilfsmittelverzeichnis müsse deshalb dringend von Grund auf überarbeitet werden.


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bsc

Schlagworte Hilfsmittel | Hilfsmittelkatalog | Hilfsmittelverzeichnis | Inkontinenzprodukte | Krankenkasse

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