Sozialverband VdK Deutschland e.V.
6. Mai 2014
Gesundheit

Liste zuzahlungsbefreiter Arzneimittel

Gesetzlich Krankenversicherte müssen gemäß § 61 SGB V ff. Zuzahlungen leisten. Das bedeutet, dass sie sich an den Kosten, etwa für Behandlungen, Medikamente, Verbands- oder Hilfsmittel, beteiligen müssen.

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Wird im Kalenderjahr durch die Summe aller Zuzahlungen eine sogenannte "Belastungsgrenze" überschritten, können gesetzlich Krankenversicherte sich von ihrer Krankenkasse für den Rest des Jahrs von der Zuzahlung befreien lassen. Die Belastungsgrenze wird individuell berechnet und ergibt sich aus dem Brutto-Haushaltseinkommen.

Kinder unter 18 Jahren sind übrigens von Zuzahlungen für Medikamente befreit.

Bei verschreibungspflichtigen Medikamenten beträgt die Zuzahlung zehn Prozent des Abgabepreises (minimal fünf Euro, maximal zehn Euro; die Zuzahlung darf den Abgabepreis nicht überschreiten).

Beispiele:

  • Kosten des Medikaments: 10 Euro - Zuzahlung: 5 Euro (Minimal-Betrag)
  • Kosten des Medikaments: 75 Euro - Zuzahlung: 7,50 Euro (10 Prozent des Abgabepreises)
  • Kosten des Medikaments: 500 Euro - Zuzahlung 10 Euro (Maximal-Betrag)
  • Kosten des Medikaments: 4,75 Euro - Zuzahlung: 4,75 Euro (Zuzahlung darf Abgabepreis nicht überschreiten)

Mehr Informationen zur Zuzahlungsbefreiung finden Sie hier:

VdK-Zeitung
Symbolfoto: Pillen, Geldscheine und Münzen
Für die meisten Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung müssen Patienten Zuzahlungen leisten, allerdings begrenzt. | weiter
01.02.2013 | ikl

Zuzahlungsbefreite Arzneimittel

Eine Reihe von Arzneimitteln ist auch für Erwachsene von der Zuzahlungspflicht befreit; diese werden regelmäßig vom GKV-Spitzenverband in einer Liste zusammengefasst (Link unten auf dieser Seite). Wenn Sie ein solches Medikament vom Arzt verschrieben bekommen und das Rezept in der Apotheke einlösen, müssen Sie nichts zuzahlen. Unter welchem Umständen ein Medikament von der Zuzahlung befreit werden kann, können Sie hier auf der Website des GKV-Spitzenverbands nachlesen.

Rabattverträge zwischen Krankenkassen und Herstellern

Teilweise bestehen zwischen Krankenkassen und Herstellern von Arzneimitteln Rabattverträge. Dann ist die Apotheke gesetzlich dazu verpflichtet, vorrangig das rabattierte Arzneimittel abzugeben, außer der verordnende Arzt untersagt dies ausdrücklich. Sind rabattierte Arzneimittel in der Zuzahlungsbefreiungsliste des GKV-Spitzenverbandes aufgeführt, sind diese ebenfalls von der Zuzahlung befreit.

Auch Arzneimittel, die nicht auf der Liste aufgeführt sind, können unter Umständen eine um die Hälfte ermäßigte oder gar keine Zuzahlung haben, sofern die Krankenkasse dies über Rabattverträge festgelegt hat. Auskünfte zu Rabattverträgen kann Ihnen Ihre Krankenkasse geben.


Der GKV-Spitzenverband stellt alle vierzehn Tage die jeweils aktuelle Liste der zuzahlungsbefreiten Arzneimittel online - Sie finden Sie hier:

Befreiungsliste Arzneimittel - GKV-Spitzenverband

Schlagworte Arzneimittel | Medikamente | Zuzahlung | zuzahlungsbefreit | Liste | preiswert | Krankenkasse | Krankenversicherung

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  • Medikamentenplan.pdf (812,91 KB, PDF-Datei)

    Mit dem Medikamentenplan, entwickelt vom Aktionsbündnis Patientensicherheit, vermeiden Sie Einnahmefehler bei Arzneien,indem Sie dokumentieren, welche Medikamente Sie wann einnehmen. Einfach herunterladen, direkt am Computer ausfüllen und ausdrucken

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    Den VdK-Organspendeausweis können Sie am PC ausfüllen und ausdrucken. Der ausgedruckte Ausweis ist genauso gültig wie andere Organspendeausweise.

Service
Symbolfoto: Opa und Enkelsohn gemeinsam am Notebool
Auf dieser Seite finden Sie nützliche Dokumente zum kostenlosen Herunterladen, zum Beispiel einen Medikamentenplan, ein Pflegetagebuch und den VdK-Organspendeausweis.
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Der Sozialverband VdK bietet wechselnde Publikationen an, die Sie auf dieser Seite direkt online bestellen, in vielen Fällen auch kostenlos herunterladen können. Aktuell: Neuauflage des Pflegeratgebers "Pflege geht jeden an!" - kostenlos für Sie zum Download.

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Armut ist ein wachsendes Problem in Deutschland. Besonders betroffen sind Kinder, ältere Menschen, Alleinerziehende und Langzeitarbeitslose. Der VdK setzt sich gegen Armut ein und für Maßnahmen, die Armut verhindern.