13. Juni 2019
ALTER UND RENTE

Mehr Pflegende mit Rentenanspruch

Die Zahl der Menschen, die einen Angehörigen oder Nachbarn in häuslicher Umgebung pflegen, ist im Jahr 2017 deutlich gestiegen. Für Zeiten der Pflege können Angehörige einen Rentenanspruch erhalten.

Was viele nicht wissen: Pflegende Angehörige können Rentenpunkte sammeln. | © Pixabay

Nach aktuellen Daten der Deutschen Rentenversicherung bekamen mehr als 527.000 sogenannte Pflegepersonen von der Pflegekasse des Pflegebedürftigen Rentenbeiträge gezahlt. Das waren etwa 225.000 oder fast 75 Prozent mehr Pflegende als im Jahr zuvor.

Ein Jahr Pflege erhöht die monatliche Rente – je nach Pflegegrad des Gepflegten – derzeit zwischen etwa 5,80 Euro und knapp 31 Euro im Westen sowie um etwa 5,50 Euro bis zu rund 29,50 Euro im Osten. Grund für den erheblichen Anstieg ist die Neuordnung der Leistungen durch das Anfang 2017 in Kraft getretene Pflegestärkungsgesetz.

Seither sind Pflegepersonen in der Rentenversicherung bereits pflichtversichert, wenn sie einen Pflegebedürftigen ab Pflegegrad 2 wöchentlich mindestens zehn Stunden an mindestens zwei Tagen in dessen Wohnung pflegen. Zuvor musste die Pflege an mindestens 14 Stunden wöchentlich geleistet werden. Unverändert bleibt Voraussetzung der Versicherungspflicht, dass die Pflegeperson, neben der Pflege, nicht mehr als 30 Stunden berufstätig ist und die Pflege in häuslicher Umgebung erfolgt. Ein Antrag ist nicht nötig. Man muss nur einen Fragebogen ausfüllen.

Auch interessant:

Rente
Symbolfoto: Ein Stempel mit der Aufschrift "Rentenantrag"
Die meisten Arbeitnehmer sind gesetzlich rentenversichert. Wir erklären, wann und wie man den Rentenantrag stellt und worauf man dabei achten sollte. | weiter
25.04.2019 | ali
Rente
Ein Hängeregister, auf dem das Wort "Rentenversicherung" steht.
In diesem Beitrag finden Sie die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema "Rente beantragen" und weitere Informationen zur Altersvorsorge. | weiter
29.06.2018 | ime

ikl

Schlagworte Altersrente | Angehörigenpflege | Rentenanspruch | Altenpflege | Sozialverband VdK

VdK-Rechtsberatung

Der Sozialverband VdK berät und vertritt seine Mitglieder im Bereich gesetzliche Rentenversicherung, zum Beispiel zum Thema Erwerbsminderungsrente.

Mitgliedschaft
Eine Gruppe von Menschen - Männer und Frauen, Jung und Alt, mit und ohne Behinderung - bildet Arm in Arm eine Kette.
Es gibt viele gute Gründe für eine Mitgliedschaft im VdK - dem mit mehr als 2 Millionen Mitgliedern größten Sozialverband Deutschlands. | weiter

#Rentefüralle: Was fordern wir bei der Erwerbsminderungsrente?

Wer vor dem gesetzlichen Rentenalter wegen einer Krankheit oder eines Unfalls seinen Job aufgeben muss, dem droht akute Armut. Den meisten Betroffenen bleibt nur eine geringe Erwerbsminderungsrente. Daher stellen wir uns als Sozialverband VdK die Frage: „Wieso wird die Rente gekürzt, wenn man sich kaputt gearbeitet hat?“