27. November 2015
VdK-Zeitung

Interview mit Stefanie Hertel: Warum Jung und Alt auf Schlager stehen

Die beliebte Volksmusiksängerin Stefanie Hertel erklärt, warum Musik die Generationen verbindet

Ob „17 Jahr blondes Haar“ aus den 1960ern von Udo Jürgens oder aktuelle Hits wie „Atemlos“ von Helene Fischer: Schlager und volkstümliche Musik sind beliebt wie eh und je. Auf den Konzerten der Stars wiegt sich ein bunt gemischtes Publikum im Takt. 20-Jährige klatschen ebenso begeistert mit wie 70-Jährige. Die erfolgreiche Sängerin Stefanie Hertel, die schon als Kinderstar auf der Bühne stand, verrät exklusiv für die VdK-Zeitung, warum Schlager nie aus der Mode kommen.

Stefanie Hertel (36) steht seit mehr als 30 Jahren erfolgreich auf der Bühne. | © Imago/STAR-MEDIA

VdK-Zeitung: Die Volksmusikszene ist jünger geworden. Woran liegt das?

Stefanie Hertel: Musik entwickelt sich ständig weiter und mit ihr natürlich auch die Menschen, die sie gern hören. Als ich angefangen habe, war die volkstümliche Musik eine komplett andere als heute. Doch eines hat sich nicht geändert: Die Musik erreicht die Menschen und weckt Gefühle in ihnen. Wenn mir ein Lied gefällt, mag ich es doch wegen des Textes oder des Sounds und nicht, weil es einem bestimmten Genre zugeordnet wird. Schlager entsprechen heute eben auch dem Lebensgefühl der jungen Generation, weil die Musik mit der Zeit gegangen ist.

VdK-Zeitung: Auch Ihr eigener Stil hat sich gewandelt. Anfangs waren Sie ausschließlich in der Volksmusik unterwegs. Später ging es mehr Richtung Schlager und Pop. Warum diese Wandlung?

Hertel: Ich mag dieses Schubladendenken nicht. Es ist doch klar, dass ein Künstler sich ausprobieren und weiterentwickeln möchte. Das Wichtigste ist doch, dass mein Publikum mitgeht und mich unterstützt. Dafür arbeite ich, und das erfüllt mich.

VdK-Zeitung: Sie haben viele Fans, die Sie über die Jahre begleitet haben. Kennen Sie einige schon namentlich?

Hertel: Ja klar. Das ist ein total schönes Gefühl, wie in einer großen Familie. Gerade die älteren Fans sind ein sehr dankbares Publikum. Viele sehe ich auf jedem Konzert wieder, ganz vorn in den ersten Reihen. Das ist dann so wie nach Hause kommen.

VdK-Zeitung: Auch immer mehr Jüngere stehen auf Schlager. Woran liegt das?
Hertel: Das spricht für den Schlager und die jeweiligen Interpreten. Menschen hören nur die Lieder, die irgendetwas in ihnen auslösen. Das kann ein Text oder auch eine Melodie sein. Bei Schlagern scheint diese Mischung aufzugehen. Das beweist doch, dass diese Musik ein Dauerbrenner war und ist.

VdK-Zeitung: Schlager zeichnen sich durch eingängige Melodien aus. Kritische Stimmen sagen, die Texte seien oberflächlich. Stimmt das?

Hertel: Ganz und gar nicht. Die Texte beschreiben Lebenswelten von Menschen. Hier kann sich jeder irgendwie wiederfinden. Manche Texte sind sogar beinahe lyrisch. Wer behauptet, Schlagertexte sind oberflächlich, der sollte sich englischsprachige Popsongs einmal genauer anhören. Hier gibt es eher Beispiele, die zur Beschreibung oberflächlich passen.

VdK-Zeitung: Wie wichtig sind für Sie die Texte?

Hertel: Text und Melodie müssen eins sein. Ich muss mich total mit dem Text identifizieren, er muss mir auf den Leib geschrieben sein. Denn jedes Lied ist ein Teil von mir. Ich mag jedes meiner Lieder, auch die, die schon älter sind.

VdK-Zeitung: Welche Musik hört Stefanie Hertel zu Hause?

Hertel: Ich mag gute handgemachte Musik, die nicht am Computer zusammengemixt wird. Zu Hause hören wir viel amerikanische Countrymusik. Aber ich mag auch die alten deutschen Schlager sehr, zum Beispiel von Peter Alexander. Und ich bin ein großer Abba-Fan.

VdK-Zeitung: Auf welche neuen Projekte können sich Ihre Fans freuen?

Hertel: Ich produziere gerade ein neues Album, das meine Wurzeln, meine Heimat einbindet. Ich mische volkstümliche Musik, zum Teil in Mundart aus dem Vogtland, mit modernen Rhythmen. Meine Fans dürfen sich also auf ein Wiedersehen mit einer alten, neuen Stefanie Hertel freuen.

ikl

Schlagworte Volksmusik | Stefanie Hertel | Musik | Interview | Schlager

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