27. November 2015
VdK-Zeitung

Erhöhung stoppt den Rentensinkflug nicht

Niedriges Rentenniveau gefährdet Alterssicherung von Durchschnittsverdienern

Zum 1. Juli 2016 sollen die Altersbezüge der 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner deutlicher als in den vergangenen Jahren steigen. Eine Erhöhung zwischen vier und fünf Prozent gab die Deutsche Rentenversicherung bekannt.

© Imago/Eibner

Jahrelang mussten sich die Rentnerinnen und Rentner mit mageren Erhöhungen oder gar Nullrunden zufrieden geben. So blieben sie gerade in den letzten Jahren vom allgemeinen wirtschaftlichen Aufschwung abgehängt.

„Deshalb ist die aktuelle Prognose ausnahmsweise eine gute Botschaft“, sagt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland. Gleichzeitig warnte sie vor zu viel Euphorie. Zum einen habe sich schon häufig die Prognose deutlich von der realen Rentenanpassung unterschieden, zum anderen könne auch ein solches Rentenplus die realen Einkommenseinbußen der letzten Jahre nicht auffangen.

Außerdem wird eine Rentenanpassung in dieser Höhe wohl einmalig bleiben, so der aktuelle Rentenversicherungsbericht der Bundesregierung. Dieser geht für die Jahre 2017 bis 2019 von einer Erhöhung von nur noch 2,5 Prozent aus. Ohnehin befinden sich die Neurenten seit Jahren im rasanten Sinkflug. Schuld daran ist das schwindende Rentenniveau. Schon heute liegt es bei rund 47,5 Prozent, bis zum Jahr 2030 soll es auf 43 Prozent fallen. Mascher warnt: „Wenn das Rentenniveau nicht mindestens auf 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns angehoben und dort eingefroren wird, drohen auch Durchschnittsverdienern massive finanzielle Einschränkungen im Alter.“

bsc

Schlagworte Rente | Rentenanpassung | Rentenerhöhung | Altersarmut | Armut | Rentenniveau | Alter

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