24. September 2015
VdK-Zeitung

Rheuma: Eine Erkrankung mit vielen Gesichtern

Je früher die Anzeichen erkannt werden, desto besser sind die Behandlungschancen

Etwa 20 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Rheuma. Hinter dem Sammelbegriff verbergen sich über 100 verschiedene rheumatische Erkrankungen. Die Ursachen der in der Regel chronischen Krankheit sind nicht abschließend erforscht. Je früher Rheuma erkannt wird, desto besser sind die Behandlungschancen. VdK-TV informiert am 5. Oktober über die Erkrankungsformen.

Bewegung im Wasser entlastet die Gelenke und kräftigt die Muskeln. | © Imago/Gerhard Leber

Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „fließender Schmerz“. Die Symptome weit verbreiteter Krankheitsformen wie Arthrose, chronische Rückenleiden, Osteoporose, Fibromyalgie oder entzündliche Formen, die Gelenke und Organe beeinträchtigen, sind für Laien schwer einzuordnen. Doch woran lässt sich erkennen, dass es sich bei Beschwerden um eine rheumatische Erkrankung handelt?

„Bei mehr als zwei geschwollenen Gelenken und einer Morgensteifigkeit von über 60 Minuten besteht zum Beispiel Verdacht auf eine rheumatoide Arthritis“, sagt Prof. Dr. Erika Gromnica-Ihle. Dann sollte ein Termin bei einem Rheumatologen angefragt beziehungsweise vom Hausarzt veranlasst werden, empfiehlt die Präsidentin der Deutschen Rheuma-Liga. Wichtig sei auch, dass Hausarzt, Rheumatologe oder Orthopäde gut zusammenarbeiten.

In Deutschland leiden etwa 440.000 Menschen an rheumatoider Arthritis, darunter dreimal mehr Frauen als Männer. Bei dieser chronischen Gelenkentzündung können zahlreiche Gelenke betroffen sein, wie Knie, Hüfte, Hand und Wirbelsäule. „Die Betroffenen fühlen sich allgemein matt und krank, meist sind Entzündungswerte im Blut nachweisbar“, sagt Erika Gromnica-Ihle. Bei etwa 20 Prozent der Erkrankten bilden sich schmerzhafte Rheumaknoten, vor allem an den Ellenbogen und den Fingern.

Bei Arthrosen wird der Knorpel im Gelenk zerstört. Das Risiko steigt mit dem Lebensalter. Typisch sind sogenannte Anlaufschmerzen, beispielsweise beim Aufstehen aus dem Sessel. Sie treten erst nur zeitweise auf und gehen dann in einen Dauerschmerz über. „Bei Arthrose sollte man sich bewegen, ohne sich allzu sehr zu belasten, beispielsweise schwimmen und Rad fahren“, empfiehlt Gromnica-Ihle. Bewegung fördere den Heilungsprozess. Entspannungsübungen, eine Ernährungsumstellung sowie Krankengymnastik und physikalische Therapien können helfen. Die Möglichkeiten der Ärzte seien vielfältig. „Sie reichen von der Massage über Medikamente bis hin zur Gelenkoperation“, so Gromnica-Ihle.

VdK-TV: Rheuma – die unbekannte Volkskrankheit

„Rheuma bewegt uns alle“ – mit diesem Slogan möchte die Deutsche Rheuma Liga am 12. Oktober 2015, dem Welt-Rheuma-Tag, auf die geschätzt rund 20 Millionen Erkrankten in Deutschland aufmerksam machen.
Aber was ist das eigentlich, dieses „Rheuma“, unter dem so viele Menschen leiden?

Info

Kostenfreie Broschüre „Früher ist besser. Rheuma rechtzeitig erkennen und handeln“, mit Checkliste zu Signalen, Warnzeichen und Symptomen. Telefon (02 28) 7 66 06-0, Fax (02 28) 7 66 06-20, www.rheuma-liga.de, bv@rheuma-liga.de

VdK INTERNET-TV

VdK-TV – Themenvorschau Oktober

Die Redaktion des Videoportals VdK-TV informiert Sie rund um die Uhr zu wichtigen sozialen und rechtlichen Themen, aber auch zu Freizeit und Sport. Unter der Internetadresse www.vdktv.de sind im Oktober folgende neue Filme abrufbar:

  • 5. Oktober - Gesundheit: Millionen Menschen leiden an Rheuma. Woran man rheumatische Erkrankungen erkennt und welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt.
  • 12. Oktober - Prävention: Herbstzeit ist Erkältungszeit. Welche Hausmittel gegen die lästigen Viren wirklich helfen.
  • 19. Oktober - Gerechtigkeit: Lebensmittel im Überfluss. Wie Tafeln diese sammeln und sie an Bedürftige weitergeben.
  • 26. Oktober - Behinderung: Traubenlese an der deutschen Weinstraße. Die Winzer des inklusiven Weinguts der Lebenshilfe Bad Dürkheim.

sko

Schlagworte Rheuma | VdK-TV | Arthritis | Behandlung | Therapie | Sport | Gelenkerkrankung

Aktuelle Artikel im Oktober 2016:

VdK-Zeitung
Symbolfoto: Rentnerfigürchen und das Wort "Flexirente" aus Buchstabenwürfeln, dahinter ein Maßband mit Zahlen
Und wieder gibt es ein gut klingendes Wort in der Rentenpolitik: die "Flexi-Rente". Nach der "Lebensleistungsrente" legt die Bundesregierung damit ein weiteres Konzept auf den Tisch, das nach Meinung des Sozialverbands VdK den realen Bedingungen des Älterwerdens in Deutschland nicht gerecht wird. Der VdK fordert Verbesserungen, damit mehr Menschen gesund und länger arbeiten können.
VdK-Zeitung
Symbolfoto: Jemand tippt auf einer PC-Tastatur auf eine Taste "Jetzt teilnehmen"
Bitte mitmachen: Zwischen dem 4. und dem 28. Oktober 2016 läuft eine Umfrage des Sozialverbands VdK. Die Umfrage soll uns helfen, das Image und die Bekanntheit des Sozialverbands VdK besser einzuschätzen. Mit den Ergebnissen wollen wir noch gezielter unsere Arbeit gestalten, sowohl in der Sozialrechtsberatung und der Ehrenamtsarbeit als auch in der sozialpolitischen Interessenvertretung und Öffentlichkeitsarbeit.

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Symbolfoto: Angehörige oder Pflegekraft beugt sich über einen Senior im Rollstuhl
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II werden Menschen mit demenziellen Erkrankungen ab 2017 stärker berücksichtigt. Die bisherigen Pflegestufen werden durch Pflegegrade abgelöst. Entscheidend bei der Beurteilung von Pflegebedürftigkeit ist, inwieweit der Betroffene in der Lage ist, seinen Alltag selbstständig zu meistern.
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Symbolfoto: Außenansicht des Bundessozialgerichts in Kassel
Die abschlagsfreie Altersrente für besonders langjährige Versicherte mit 63 Jahren gibt es seit zwei Jahren. Für Unmut sorgt eine Gerechtigkeitslücke bei der Anrechnung von Arbeitslosigkeit auf die Wartezeit von 45 Jahren. Der Sozialverband VdK hat daher ein Musterstreitverfahren beim Bundessozialgericht (BSG) in Kassel eingereicht, um in dieser Frage Klarheit zu schaffen.

Hier finden Sie die Artikel aus unserer Reihe "So hilft der VdK":

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Symbolfoto: Eine Statue der Justitia
In unserer beliebten Serie "So hilft der VdK" berichten wir in der VdK-Zeitung regelmäßig über echte Fälle aus der Sozialrechtsberatung unserer VdK-Landesverbände. | weiter
19.09.2016
VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse
Symbolfoto: Eine Kamera filmt die VdK-Präsidentin
Das VdK-Internet-TV ist das Videoportal des Sozialverbands VdK. Unter www.vdktv.de finden Sie mehr als 100 spannende und informative Filmbeiträge rund um die Themen des Verbands, zum Beispiel zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Leben im Alter, Arbeitsmarkt und viele mehr!
Presse
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
VdK-Zeitung
Eine zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Oktober 2016
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit. Die überregionalen Artikel der VdK-Zeitung können Sie jeden Monat kostenlos hier lesen.