27. August 2015
VdK-Zeitung

Erst Stille, dann Lärm: Hören lernen mit einem Cochlea-Implantat

Gehörlose, deren Hörnerv nicht geschädigt ist, haben die Möglichkeit, durch eine spezielle Hörprothese, dem sogenannten Cochlea-Implantat (CI), in die Welt der Hörenden einzutauchen. Nach dem Eingriff ist viel Geduld und Übung nötig, bis Betroffene ein gutes Sprachverständnis entwickeln. Spezialisten stehen ihnen beratend zur Seite.

In Deutschland gibt es laut dem Deutschen Gehörlosenbund rund 80.000 Gehörlose, also Menschen, die bereits seit ihrer Geburt oder dem Kleinkindalter taub sind, das heißt, mit einem absoluten Hörverlust leben. Meistens helfen selbst leistungsstarke Hörgeräte nicht weiter. Viele Betroffene lernen die Gebärdensprache, um sich verständigen zu können. Die Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V. (DCIG) schätzt, dass unter den Gehörlosen rund 30.000 ein Cochlea-Implantat tragen. Das CI ist als Hilfsmittel anerkannt, weshalb die Gesetzlichen Krankenkassen in der Regel die Kosten für den operativen Eingriff und die anschließende Reha übernehmen.

180-Grad-Wende

Für taube Menschen sind die ersten Jahre mit dem CI mit viel Anstrengung verbunden. Denn CI-Träger vollziehen im Alltag eine 180-Grad-Wende. Sie müssen sich an Lautsprache und Umweltgeräusche erst gewöhnen und Gesagtes verstehen lernen. Umso wichtiger ist es, dass sie in ihrer Entscheidung nicht allein gelassen werden. Die DCIG betreut Kinder, Erwachsene und ihre Familien und bietet ein bundesweites Netzwerk mit Experten und mehr als 120 Selbsthilfegruppen.

Bevor man den Schritt zum CI wagt, sollte man einen Hals-Nasen-Ohren-Spezialisten aufsuchen und testen lassen, ob der Hörnerv intakt ist, rät die DCIG. Wichtig sei auch, sich vor der Operation bei anderen CI-Trägern zu erkundigen, welche Erfahrungen sie mit der Hörprothese gemacht haben.

Nachdem das CI eingesetzt wurde, dauert es sechs bis acht Wochen, bis der CI-Prozessor erstmals aktiviert und angepasst wird. Diesem Moment blicken viele Betroffene mit Spannung entgegen. Wie fühlt es sich an, plötzlich hören zu können? Erwachsene CI-Träger erzählen in Reportagen, dass sie anfangs vom „Lärm“ der Umgebung überfordert waren. Doch mit Geduld und intensivem Hör- und Sprachtraining kann ein CI für taube Menschen ein großer Gewinn sein.

Interessierte können sich ab 1. September an die Deutsche Cochlear Implant Gesellschaft e.V. wenden, Hauptstraße 43, 89250 Senden, Telefon (0 73 07) 9 25 74 74, Fax (0 73 07) 9 25 74 75, E-Mail dcig@dcig.de , oder auf der Webseite unter www.dcig.de informieren.


VdK-TV: Gebärdensprache als Muttersprache (UT)

Das VdK-TV hat Familie Albrecht besucht, um herauszufinden, wie der Alltag eines hörenden Kindes ist, dessen Muttersprache die Gebärdensprache ist - denn die Eltern sind gehörlos.

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Aktuelle Artikel im Dezember 2016:

VdK-Zeitung
Motiv der Kampagne "Weg mit den Barrieren!". Bildbeschreibung: Auf der linken Seite ein Foto vom Mount Everest und der Text "1953 - Der Mensch bezwingt den höchsten Berg der Welt." Auf der rechten Seite der Text: "2016 - Gehbehinderte Menschen träumen vom Wohnen ohne Stufen. Wir sollten weiter sein. Weg mit den Barrieren! Unterstützen Sie uns. www.weg-mit-den-barrieren.de"
Zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung am 3. Dezember veröffentlicht ein Bündnis aus BAGSO (Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen), vzbv (Verbraucherzentrale Bundesverband), Sozialverband VdK und weiterer Verbände eine Erklärung zur Barrierefreiheit.
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VdK-Präsidentin Ulrike Mascher
Dieser Fall machte Schlagzeilen: Ein 82-Jähriger bricht vor einem Bankautomaten zusammen. Mindestens vier Menschen steigen achtlos über ihn hinweg. Eine Überwachungskamera hält fest, dass es 20 Minuten dauert, bis ein fünfter Kunde kommt, den Notruf wählt und Hilfe holt – für diesen Rentner aber leider zu spät.

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Symbolfoto: Ein Schulmädchen in der Klasse, sie hat den Kopf auf die Hände gestützt.
Die geplanten neuen Regelsätze der Grundsicherung leisten keinen Beitrag für die dringend notwendige Bekämpfung der Armut im reichen Deutschland. Trotz erheblich höherer Bedarfe sollen die Regelsätze zum Jahreswechsel nur geringfügig steigen. Armut wird so nicht überwunden, sondern zementiert, sagt der Sozialverband VdK und fordert eine grundlegend neue Berechnung der Regelsätze.
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Symbolfoto: Drei Wegweiser mit den Aufschriften Inklusion, Integration und Teilhabe
Das Bundesteilhabegesetz soll Schluss machen mit Benachteiligungen für Menschen mit Behinderung. Doch hält der Gesetzentwurf der Bundesregierung, was er verspricht? Der Sozialverband VdK sagt: nein. Die Lebenssituation von Menschen mit Behinderung kann sich damit sogar verschlechtern.

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Symbolfoto: Eine Frau schiebt ältere Frau im Rollstuhl
Mit dem Pflegestärkungsgesetz II, das ab Januar 2017 umgesetzt wird, wird die häusliche Pflege neu geordnet. Waren es bisher mindestens 14 Stunden pro Woche, die pflegende Angehörige aufbringen mussten, um Rentenansprüche für die Pflege zu erwerben, so sind es ab 1. Januar nur noch zehn. Das heißt: Mehr Menschen als bisher erhalten Rentenpunkte für häusliche Pflege.
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Symbolfoto: Fassage der Agentur für Arbeit, davor ein Schild, das einen Behindertenparkplatz ausweist
Menschen mit Behinderung haben es oft schwer, eine Arbeitsstelle zu finden. Denn es grassieren immer noch viele Vorurteile und Bedenken in den Köpfen der Arbeitgeber. Doch wie sollte man eigentlich mit einer Beeinträchtigung oder Behinderung im Bewerbungsschreiben und Vorstellungsgespräch umgehen? Der Sozialverband VdK gibt Antworten auf Fragen wie diese.

Hier finden Sie die Artikel aus unserer Reihe "So hilft der VdK":

VdK-Zeitung
Symbolfoto: Eine Statue der Justitia
In unserer beliebten Serie "So hilft der VdK" berichten wir in der VdK-Zeitung regelmäßig über echte Fälle aus der Sozialrechtsberatung unserer VdK-Landesverbände. | weiter
01.11.2016
VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse-Kontakt
Symbolfoto: eine PC-Tastatur mit Symbolen für E-Mail, Telefon und Brief
Ihre Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Sozialverbands VdK Deutschland.
Für Medienvertreter
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
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Eine zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Dezember 2016/Januar 2017
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit. Die überregionalen Artikel der VdK-Zeitung können Sie jeden Monat kostenlos hier lesen.