Sozialverband VdK Deutschland e.V.
26. April 2012
VdK-Zeitung

116 117 – der neue Arztnotruf

Doch in lebensbedrohlichen Fällen auch weiterhin die Nummer 112 wählen

Plötzlich hohes Fieber? Wer nachts, am Wochenende oder an Feiertagen dringend einen Arzt benötigt, hat meist mehrere Notfallnummern neben dem Telefon liegen. Damit ist jetzt Schluss. Ab sofort gilt die bundesweite zentrale Telefonnummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst. Bei Lebensgefahr muss allerdings weiterhin der Notruf 112 gewählt werden.

Der ärztliche Bereitschaftsdienst behandelt jährlich 3,9 Millionen Patienten. Unter der 116 117 wird der Anrufer entweder mit dem diensthabenden Notarzt verbunden oder mit einer Bereitschaftsdienst-Leitstelle. Gedacht ist die Telefonnummer für dringende Fälle. In den Bundesländern Baden-Württemberg und Saarland sowie in Teilen von Rheinland-Pfalz wird die 116 117 erst in einigen Wochen freigeschaltet. Dort wird der Bereitschaftsdienst zurzeit neu organisiert. Bislang existierten für den Notfalldienst mehr als 1000 unterschiedliche Nummern. Sie sollen allerdings parallel weiter erreichbar bleiben, teilte die Kassenärztliche Bundesvereinigung mit.

Bei Lebensbedrohung wie Schlaganfall, Herzinfarkt und schweren Unfällen muss jedoch nach wie vor über den Notruf 112 der Rettungsdienst alarmiert werden. Die neue Nummer 116 117 soll auch dazu dienen, den stark überlaufenen Notruf 112 von unnötigen Anrufen zu entlasten.

"Die Nummer, die hilft", hat keine Vorwahl und ist kostenfrei. Deutschland ist europaweit das erste Land, das mit der 116 117 eine einheitliche Rufnummer für den ärztlichen Bereitschaftsdienst schaltet. Die Bundesrepublik setzt damit eine Vorgabe der Europäischen Kommission um. Die anderen EU-Länder wollen nachziehen.

dpa/sko

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