16. März 2010
VdK-Pressemeldungen 2010

VdK warnt vor Renten-Nullrunden in Serie

Zusatzbeiträge und Kopfpauschale führen zu Kaufkraftverlusten bei der Rente

Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbandes VdK, bezeichnet die angekündigte Nullrunde bei den Renten als "keine gute Nachricht für die Rentnerinnen und Rentner, insbesondere für diejenigen mit geringen Altersbezügen". Durch die Zusatzbeiträge bei der Krankenversicherung und eine mögliche Kopfpauschale ab 2011 drohen den Rentnern erhebliche Einkommenseinbußen. Angesichts der bereits prognostizierten weiteren Nullrunden und Mini-Anpassungen für die nächsten Jahre müsse man trotz Rentengarantie von „schlechten Aussichten für die Rentner“ sprechen.

Die VdK-Chefin forderte die Bundesregierung auf, mittelfristig zu einer dynamischen Rentenanpassung zurückzukehren und Rentner in Zukunft an dem erwarteten wirtschaftlichen Aufschwung und den damit verbundenen steigenden Löhnen uneingeschränkt teilhaben zu lassen. Um dies zu erreichen, müssten Rentenkürzungsfaktoren wie Riester-, Nachhaltigkeits- und Ausgleichsfaktor abgeschafft werden.

Mascher: "Die Rentnerinnen und Rentner haben in den letzten sechs Jahren bereits drei Nullrunden in Folge und zusätzliche Belastungen im Gesundheitsbereich hinnehmen müssen. Rentner gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die bereits vor der Wirtschaftskrise am kräftigsten zur Kasse gebeten wurden. Deshalb muss man ihnen wenigstens für die Zukunft wieder Rentensteigerungen analog zur Lohnentwicklung garantieren." (Michael Pausder)

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