17. März 2016
VdK-Pressemeldung

VdK: Barrierefreiheit ist kein Nischenthema

"Mit diesem Gesetz verfehlt die Bundesregierung ihr Ziel, Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen unseres Landes herzustellen, deutlich". Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der 1. Lesung des novellierten Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundestag.

© imago/McPHOTO

Kernstück des Gesetzes sollte eigentlich die Herstellung von Barrierefreiheit in allen Lebensbereichen sein. "Aber es werden nur Benachteiligungen im öffentlichen Bereich unterbunden", so die VdK-Präsidentin. Dabei verpflichte die UN-Behindertenrechtskonvention zur Herstellung von Barrierefreiheit sowohl durch öffentliche als auch durch private Akteure. "Gerade die Hürden im alltäglichen Leben sind für viele ältere und behinderte Menschen eine große Einschränkung. Es darf nicht sein, dass die Anbieter privater Güter und Dienstleistungen wie Ärzte, Gaststätten, Supermärkte, aber auch Internetportale und private Fernsehsender nicht zur Barrierefreiheit verpflichtet werden", erklärt Mascher.

Der Sozialverband VdK fordert klare gesetzliche Regelungen, damit Wohnungen, öffentliche Gebäude, Verkehrsanlagen und -mittel sowie private Güter und Dienstleistungen für alle zugänglich werden. Außerdem muss es verbindliche Fristen zur Herstellung von Barrierefreiheit mit entsprechenden Kontrollen und Sanktionen geben. Ein Investitionsprogramm der Bundesregierung von 800 Millionen Euro pro Jahr und ergänzende Programme in den Bundesländern und Kommunen können eine barrierefreie Gesellschaft ermöglichen. "Das rechnet sich für die Gesellschaft. Investitionen kurbeln die Wirtschaft an und sparen, allein durch die Vermeidung von Heimpflege, Sozialausgaben in Milliardenhöhe", betont Mascher.

Wie sehr das Thema "Barrierefreiheit" die Menschen berührt, zeigt die "Landkarte der Barrieren", die Herzstück der VdK-Kampagne "Weg mit den Barrieren!" ist. "Seit Kampagnenstart im Januar 2016 haben uns bereits mehr als 700 Meldungen über Bahnhöfe, Geschäfte, Arztpraxen, Behörden und öffentliche Plätze erreicht, die für Menschen mit Behinderung oder Beeinträchtigungen nicht zugänglich sind. Jede Barriere ist eine zu viel", so Mascher.

Mascher weiter: "Von Barrierefreiheit profitieren alle, nicht nur diejenigen, die dauerhaft darauf angewiesen sind. Schon ein verknackster Fuß, ein schweres Gepäckstück oder ein Kinderwagen lassen jeden Weg im Alltag schnell zum Hürdenlauf werden. Es wird höchste Zeit für ein Deutschland ohne Barrieren."

Der VdK ist mit über 1,7 Millionen Mitgliedern die größte Interessenvertretung behinderter und älterer Menschen in Deutschland. Mit der Kampagne "Weg mit den Barrieren!" macht sich der Sozialverband VdK für eine barrierefreie Gesellschaft stark. Jetzt informieren: www.weg-mit-den-barrieren.de

Verantwortlich: Cornelia Jurrmann - Telefon: 030 / 92 10 580-401, Mobil: 0174 / 6 78 45 83

Schlagworte Barrierefreiheit | BGG | Behindertengleichstellungsgesetz | UN-Behindertenrechtskonvention | Pressemeldung | Pressemitteilung | VdK-Präsidentin | Behinderung

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