Sozialverband VdK Deutschland e.V.
13. Januar 2016
VdK-Pressemeldung

VdK fordert: "Weg mit den Barrieren!"

„Die Bundesregierung hat es nicht geschafft, endlich gesetzliche Regelungen mit Umsetzungsfristen zu schaffen, die neben den Bundesbehörden auch die Privatwirtschaft zur Barrierefreiheit verpflichten.“ Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich der heutigen Verabschiedung des novellierten Behindertengleichstellungsgesetzes im Bundeskabinett.

www.weg-mit-den-barrieren.de | © Heidi Scherm

Seit der Unterzeichnung der UN-Behindertenrechtskonvention 2009 seien leider viele Jahre nutzlos verstrichen. Der Appell an den guten Willen und die Vernunft politisch Verantwortlicher oder der Verlass auf das Prinzip der Freiwilligkeit bei privaten Anbietern haben in Sachen Barrierefreiheit nicht gefruchtet. „Barrierefreiheit ist ein Thema von großer gesellschaftlicher Bedeutung, es geht alle an und nicht allein Menschen mit Behinderung. Alle Bürgerinnen und Bürger haben von einer barrierefreien Umwelt Vorteile“, so Mascher.

Deshalb kritisiert der VdK vor allem, dass der Wohnungs- und Städtebau völlig im Gesetz fehlt. „Barrierefreien Wohnraum zu schaffen, ist eine der dringendsten Aufgaben in einer älter werdenden Gesellschaft“, betont Mascher. Auch der Bereich des öffentlichen Verkehrs bleibt für Menschen mit Behinderung wohl noch lange ein Ärgernis, denn hier vertröstet das Gesetz auf Änderungen zum Ende der nächsten Legislaturperiode. „Bei der Bahn, bei Fluggesellschaften, Taxen und Mietwagen sind Vorgaben und Regelungen zur Barrierefreiheit kaum wirksam, die Umsetzung läuft schleppend. Die Betroffenen wollen nicht länger warten.“

Besonders gravierend ist aus Sicht des VdK, dass in der Novellierung nach wie vor der Einbezug der Privatwirtschaft fehlt. „Der Bereich der privaten Güter und Dienstleistungen einschließlich Internet und private TV-Anbieter bleiben weiter außen vor. Hierzulande ist es also auch in Zukunft oft dem Zufall überlassen, ob ein Angebot für Menschen mit Beeinträchtigung zugänglich ist oder nicht“, betont die VdK-Präsidentin.

„Verkehrsanlagen und öffentliche Verkehrsmittel, Wohnungen, Informations- und Kommunikationsmedien sowie alle privaten Güter und Dienstleistungen müssen endlich im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention für alle zugänglich und nutzbar sein“, appelliert Mascher an die Bundesregierung. Der Sozialverband VdK fordert deshalb ein Investitionsprogramm der Bundesregierung von 800 Millionen Euro pro Jahr und ergänzende Programme in den Bundesländern und Kommunen.

Der Sozialverband VdK ist mit über 1,7 Millionen Mitgliedern die größte Interessenvertretung behinderter und älterer Menschen in Deutschland. Mit der Kampagne „Weg mit den Barrieren!“ macht sich der Sozialverband VdK für eine barrierefreie Gesellschaft stark.

Jetzt informieren: www.weg-mit-den-barrieren.de

Kampagnenmotiv von "Weg mit den Barrieren!" - Ein Männchen mit Rollator scheitert an einer unüberwindbaren Treppe

Cornelia Jurrmann

Schlagworte Barrierefreiheit | BGG | Behindertengleichstellungsgesetz | VdK-Präsidentin | Weg mit den Barrieren | barrierefrei | UN-Behindertenrechtskonvention

Presse-Kontakt

Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de


VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Ein Mann im Rollstuhl am Fuß einer unüberwindbaren Treppe
3.5.2016 - „Mit der Unterzeichnung der UN-BRK hat sich Deutschland zwar verpflichtet, Menschen mit Behinderung nicht zu benachteiligen. Doch bis zu einer gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe ist es noch ein langer Weg.“ Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Eine Seniorin legt wenige Geldscheine auf den Tisch vor sich
19.4.2016 - „Das sind bedenkliche Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute vorgelegt hat. Der Trend, dass immer mehr Menschen von ihrer Rente nicht leben können und auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, ist leider nicht neu. Traurig ist, dass diesem Trend politisch nicht wirklich etwas entgegengesetzt wird.“ So kommentiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher die aktuellen Zahlen zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

VdK-Zeitung
Foto: Zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Mai 2016
In dieser Ausgabe unter anderem mit diesen Artikeln: VdK fordert höheres Tempo für Teilhabe - Rentenplus stoppt Altersarmut nicht - Fast immer Ärger mit Hilfsmitteln - Mütter: Berufstätigkeit ist nach wie vor kein Kinderspiel - VdK setzt moderne Leselupe für Mitglied durch - Parkausweis für Darmpatientin: VdK erringt ungewöhnlichen Erfolg für Mitglied - Was tun bei Verdacht auf einen Behandlungsfehler? - Große Open-Air-Veranstaltungen barrierefrei genießen - Kräuterlimonade selbst machen - Ausflugstipps für Familien - und viele mehr!

VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse
Symbolfoto: Eine Kamera filmt die VdK-Präsidentin
Das VdK-Internet-TV ist das Videoportal des Sozialverbands VdK. Unter www.vdktv.de finden Sie mehr als 100 spannende und informative Filmbeiträge rund um die Themen des Verbands, zum Beispiel zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Leben im Alter, Arbeitsmarkt und viele mehr!
Presse
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
VdK-Zeitung
Foto einer VdK-Zeitung von Juni 2016
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit.