19. November 2014
VdK-Pressemeldung

VdK: Altersarmut ist akut wie noch nie

„Die Gefahr, in Armut abzurutschen, ist im vergangenen Jahr in den meisten Bundesländern gestiegen. Das macht einmal mehr deutlich, dass Armut keine Randerscheinung mehr ist. Das Problem ist akut wie noch nie und darf nicht mehr wegdiskutiert werden“, mahnt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich aktueller Zahlen des Statistischen Bundesamtes zur Armutsgefährdung in den Bundesländern.

© Imago/Westend61

Besorgniserregend sei vor allem, dass das Armutsrisiko für Personen ab 65 Jahren angestiegen ist. „Damit bestätigen die aktuellen Zahlen einmal mehr die prekäre Lage vieler alter Menschen im Land“, so Mascher. Für diesen Trend macht der Sozialverband VdK die Rentenentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. „Man erkennt, dass das Absenken des Rentenniveaus nicht spurlos an den Rentnerinnen und Rentnern vorbeigeht“, erklärte Mascher. Damit der Trend zur Altersarmut gestoppt wird, fordert der VdK, die Regelsätze in der Grundsicherung für ältere Menschen und dauerhaft Erwerbsgeminderte anzuheben und jährlich unter Beachtung der Preisentwicklung bedarfsgerecht anzupassen. „Ältere Menschen sind von den Preissteigerungen bei Lebensmitteln, Mobilität, bei den Energie- und Stromkosten sowie für Medikamente und Hilfsmittel, die aus eigener Tasche bezahlt werden müssen, besonders betroffen“, so Mascher.

Um Altersarmut zu bekämpfen, müsse die Bundesregierung aber noch viel mehr tun, etwa bei den Erwerbsminderungsrenten. „Die Abschläge von 10,8 Prozent müssen endlich abgeschafft werden“, fordert die VdK-Präsidentin. Darüber hinaus dürfen Frauen, die in den Genuss einer höheren Mütterrente kommen, nicht benachteiligt werden, indem die Rente auf die Grundsicherung angerechnet wird. „Für Rentnerinnen, die auf Grundsicherung angewiesen sind, muss ein Freibetrag von 100 Euro geschaffen werden“, so Mascher. Die Rentnerinnen und Rentner könnten zudem deutlich mehr Geld in der Tasche haben, wenn alle Dämpfungsfaktoren in der Rentenformel endlich entfallen würden.

Cornelia Jurrmann

Schlagworte Rente | Armut | Altersarmut | Armutsrisiko | Pressemitteilung | Pressemeldung

Presse-Kontakt

Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de


VdK-Pressemeldung
VdK-Präsidentin Ulrike Mascher
25.11.2016 - Der Sozialverband VdK fordert Nachbesserungen nach dem gestrigen Rentengipfel der Koalition. Zu den aktuellen Entscheidungen der Koalition zur Rentenpolitik erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland:
VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Hände einer Seniorin halten eine Geldbörse mit wenigen Münzen
10.11.2016 - „Leider steht den Rentnerinnen und Rentnern nach dem deutlichen Plus in diesem Jahr im kommenden Jahr nur eine eher magere Erhöhung der Renten bevor“, kommentiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, die Prognose der Rentenanpassung zum 1. Juli 2017.


VdK-Zeitung
Eine zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Dezember 2016/Januar 2017
In dieser Doppelausgabe der VdK-Zeitung unter anderem: Barrierefreiheit ist ein Menschenrecht - Bundesteilhabegesetz muss nachgebessert werden - Ehrenamtliche sind die Seele der großen VdK-Familie - Behinderung muss im Bewerbungsschreiben nicht angegeben werden - Ab Januar Rente für Pflege beantragen - und viele mehr!
VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse-Kontakt
Symbolfoto: eine PC-Tastatur mit Symbolen für E-Mail, Telefon und Brief
Ihre Ansprechpartner für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Sozialverbands VdK Deutschland.
Für Medienvertreter
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
VdK-Zeitung
Eine zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Dezember 2016/Januar 2017
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit. Die überregionalen Artikel der VdK-Zeitung können Sie jeden Monat kostenlos hier lesen.