Sozialverband VdK Deutschland e.V.
24. Juni 2014
VdK-Pressemeldung

Sozialverband VdK: Altersarmut nimmt weiter zu

„Die stark gestiegene Zahl an Minijobbern unter den Rentnern ist für mich ein deutlicher Hinweis auf die wachsende Altersarmut in Deutschland.“ Mit diesen Worten kommentierte Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Demnach waren Ende Juni 2013 bundesweit 829.173 Minijobber über 65 Jahre alt.

Laut Statistiken der Bundesagentur für Arbeit waren Ende Juni 2013 bundesweit 829.173 Minijobber über 65 Jahre alt. | © Imago/Bernhard Classen

Die Zahlen spiegeln laut Mascher wider ,„dass immer mehr Menschen Probleme haben, mit ihrer Rente auszukommen und mit Hilfe von Minijobs versuchen, sich finanziell über Wasser zu halten. Die Bundesregierung darf das Problem der Altersarmut nicht länger kleinreden und die Tatsache ignorieren, dass immer mehr älteren Menschen ihre Rente nicht zum Leben reicht."

Für diesen Trend macht der VdK die Rentenentwicklung der letzten Jahre verantwortlich. „Man erkennt, dass das Absenken des Rentenniveaus nicht spurlos an der Lebenswirklichkeit der Rentner vorbei geht", erklärte Mascher. Der Sozialverband VdK fordert deshalb entscheidende Maßnahmen gegen die Altersarmut. Dazu gehört, die Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 zu stoppen: „Bei 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns muss Schluss sein!“ fordert Mascher. Außerdem müssen die Dämpfungsfaktoren, die sich negativ auf die Rentenerhöhung auswirken, abgeschafft werden und die Rentenanpassung wieder uneingeschränkt der Lohn- und Gehaltsentwicklung folgen. Der VdK fordert zudem die Abschaffung der Rentenabschläge von 10,8 Prozent für Erwerbsminderungsrentner.

Aktuelle Zahlen aus dem Bundesarbeitsministerium bestätigen leider aus Sicht des VdK die sich verschärfende Armutssituation älterer Menschen, auf die der Verband seit langem hinweist. Demnach werden die Kosten für die Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung von voraussichtlich 5,493 Milliarden Euro in diesem Jahr bis 2018 auf 7,154 Milliarden Euro steigen. „Eine Rente unterhalb der Grundsicherung – das ist schon heute für viele Neurentner Realität“, so Mascher. Der VdK fordert – auch im Hinblick der Bekämpfung künftiger Altersarmut – regulierende Maßnahmen auf dem Arbeitsmarkt: „Prekäre Beschäftigungsverhältnisse wie Minijobs sowie Leih- und Zeitarbeit müssen eingedämmt werden.“ Denn aus Einkommensarmut entstehe Altersarmut. Besonders bedrückend über die reinen Daten und Fakten hinaus sei außerdem, dass viele Rentner aus Scham oder Nichtwissen um diese Leistung gar nicht zum Amt gehen. „Daher ist die Dunkelziffer der Rentner, deren Einkommen nicht zum Leben reicht, noch viel höher“, so Mascher.

Cornelia Jurrmann

Schlagworte Altersarmut | Armut | Rente | Rentner | Einkommen | Minijobber | Ulrike Mascher | VdK-Präsidentin | Pressemeldung | Pressemitteilung

Presse-Kontakt

Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de


VdK-Pressemeldung
Symbolbild Gesundheit: Stethoskop liegt aud Geldscheinen.
16.8.2016 - „Wir warnen davor, den noch vollen Gesundheitsfonds langsam zu leeren. Die Regierung darf den Beitragszahlern in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht alleine die Last aufbürden, die eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe aller Steuerzahler ist.“ So kommentiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher die jüngsten Pläne der Bundesregierung, für die Mehrbelastungen durch den Ausbau der telemedizinischen Infrastruktur und die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds zu nehmen.
VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Rentner-Figürchen auf einer Bank, Buchstabenwürfel ergeben das Wort "Rente", im Hintergrund Euroscheine
9.8.2016 - „Der Sozialverband VdK ist die größte deutsche Rentnerorganisation. Wir setzen unsere Kräfte daran, die politischen Weichen für ein gerechteres Rentensystem zu stellen“, sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, heute in München bei der Vorstellung der rentenpolitischen VdK-Forderungen zur Bundestagswahl. „Die Rente muss zum Leben reichen und darf nicht den Charakter eines Almosens bekommen“, betonte sie.

VdK-Zeitung
Eine zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Juli/August 2016
In dieser Ausgabe unter anderem mit diesen Themen: Fast jeder Fünfte muss vorzeitig in Rente - Pflegeheimnoten gaukeln heile Welt vor - Tabu Demenz - Reportage: Wie ich an einem Tag 40 Jahre älter wurde - Interview: Barrierefreiheit als Maßstab beim Planen und Bauen - Hilfsmittel: Die Qualität muss Vorrang haben - Integrierte Versorgung - Übergriff aus dem Nichts: So können sich Menschen mit Behinderung wehren - Jeder Zweite versteht seinen Arzt nicht - und viele mehr!

VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse
Symbolfoto: Eine Kamera filmt die VdK-Präsidentin
Das VdK-Internet-TV ist das Videoportal des Sozialverbands VdK. Unter www.vdktv.de finden Sie mehr als 100 spannende und informative Filmbeiträge rund um die Themen des Verbands, zum Beispiel zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Leben im Alter, Arbeitsmarkt und viele mehr!
Presse
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
VdK-Zeitung
Foto einer VdK-Zeitung von Juli / August 2016
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit.