Sozialverband VdK Deutschland e.V.
14. Oktober 2013
VdK-Pressemeldung

VdK fordert Renten-Pakt - VdK-Präsidentin Ulrike Mascher: "Rentenbeitrag darf nicht gesenkt werden!"

"Die künftige Bundesregierung muss einen parteiübergreifenden Renten-Pakt schließen, um Altersarmut vorzubeugen", fordert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich aktueller Zahlen des DGB zur Rentensituation. Demnach gehen 42 Prozent der Beschäftigten in Deutschland davon aus, dass ihre gesetzliche Rente nicht zum Leben reicht. Der Sozialverband VdK Deutschland sieht sich in seinen Mahnungen zur Sicherung der Renten im Kampf gegen Altersarmut bestätigt.

© imago/steinach

Mascher: "Die Altersarmut in Deutschland nimmt seit über 10 Jahren zu und ist nicht mehr wegzudiskutieren. Der neue Bundestag muss zügig eine zukunftsfeste Rentenpolitik umsetzen. Das Übel der Altersarmut müssen wir an der Wurzel packen: Minijobber, Beschäftigte im Niedriglohnsektor, Erwerbsgeminderte durch Krankheit oder Frauen in Teilzeit – sie alle sind durch niedrige Löhne von Armut im Alter bedroht."

Der VdK fordert daher einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn zur Sicherung einer Rente über dem Grundsicherungsniveau. Er sieht darüber hinaus auch eine gesetzliche Regelung zur Einschränkung von Leih- und Zeitarbeit sowie von befristeten Jobs als notwendig an, um Lohndumping zu bekämpfen.

Laut einer Allensbach-Umfrage sprechen sich 64 Prozent der Bundesbürger gegen eine Senkung des Rentenbeitrags aus. Präsidentin Mascher hat bereits im Sommer 2012 den Kabinettsbeschluss der Bundesregierung, den Rentenbeitrag von 19,6 auf 19,0 Prozent zum 1. Januar 2013 als "kurzsichtig und wenig vorausschauend", kritisiert. Die noch vorhandenen Reserven der Rentenkassen müssten nicht nur erhalten bleiben, sondern sie sollten ausgebaut werden. "Die künftige Regierung muss auf Beitragssenkungen verzichten und die gesetzlich festgelegte Deckelung der Rücklage auf 1,5 Monatsausgaben streichen. Die Mehreinnahmen sollen für die Stabilisierung der Renten verwendet werden, insbesondere für die Erwerbsminderungsrente und das wichtige Feld der Rehabilitation", so Mascher.

Damit sich das Altersarmutsproblem nicht weiter verschärft, fordert die VdK-Präsidentin erneut, die Absenkung des Rentenniveaus von derzeit 51 Prozent auf 43 Prozent bis zum Jahr 2030 zu stoppen: "Bei 50 Prozent des durchschnittlichen Nettolohns muss Schluss sein." Außerdem müssen die Dämpfungsfaktoren, die sich negativ auf die Rentenerhöhung auswirken, abgeschafft werden und die Rentenanpassung wieder uneingeschränkt der Lohn- und Gehaltsentwicklung folgen.

"Wenn wir in der Rentenpolitik nicht umsteuern, drohen kommende Generationen dauerhaft in Altersarmut zu versinken. Das dürfen und werden wir nicht zulassen!", betont Mascher.

Cornelia Jurrmann

Schlagworte Rente | Rentenpakt | DGB | Ulrike Mascher | VdK-Präsidentin | Altersarmut | Rentner | Pressemeldung | Pressemitteilung

Presse-Kontakt

Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de


VdK-Pressemeldung
Symbolbild Gesundheit: Stethoskop liegt aud Geldscheinen.
16.8.2016 - „Wir warnen davor, den noch vollen Gesundheitsfonds langsam zu leeren. Die Regierung darf den Beitragszahlern in der gesetzlichen Krankenversicherung nicht alleine die Last aufbürden, die eigentlich eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe aller Steuerzahler ist.“ So kommentiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher die jüngsten Pläne der Bundesregierung, für die Mehrbelastungen durch den Ausbau der telemedizinischen Infrastruktur und die gesundheitliche Versorgung von Flüchtlingen 1,5 Milliarden Euro aus dem Gesundheitsfonds zu nehmen.
VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Rentner-Figürchen auf einer Bank, Buchstabenwürfel ergeben das Wort "Rente", im Hintergrund Euroscheine
9.8.2016 - „Der Sozialverband VdK ist die größte deutsche Rentnerorganisation. Wir setzen unsere Kräfte daran, die politischen Weichen für ein gerechteres Rentensystem zu stellen“, sagte die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, heute in München bei der Vorstellung der rentenpolitischen VdK-Forderungen zur Bundestagswahl. „Die Rente muss zum Leben reichen und darf nicht den Charakter eines Almosens bekommen“, betonte sie.

VdK-Zeitung
Eine zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Juli/August 2016
In dieser Ausgabe unter anderem mit diesen Themen: Fast jeder Fünfte muss vorzeitig in Rente - Pflegeheimnoten gaukeln heile Welt vor - Tabu Demenz - Reportage: Wie ich an einem Tag 40 Jahre älter wurde - Interview: Barrierefreiheit als Maßstab beim Planen und Bauen - Hilfsmittel: Die Qualität muss Vorrang haben - Integrierte Versorgung - Übergriff aus dem Nichts: So können sich Menschen mit Behinderung wehren - Jeder Zweite versteht seinen Arzt nicht - und viele mehr!

VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse
Symbolfoto: Eine Kamera filmt die VdK-Präsidentin
Das VdK-Internet-TV ist das Videoportal des Sozialverbands VdK. Unter www.vdktv.de finden Sie mehr als 100 spannende und informative Filmbeiträge rund um die Themen des Verbands, zum Beispiel zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Leben im Alter, Arbeitsmarkt und viele mehr!
Presse
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
VdK-Zeitung
Foto einer VdK-Zeitung von Juli / August 2016
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit.