Sozialverband VdK Deutschland e.V.
27. Februar 2013
VdK-Pressemeldung

VdK fordert rasche Nachbesserungen in der Pflegeversicherung

Der Sozialverband VdK fordert rasche Nachbesserungen in der Pflegeversicherung für Menschen mit Demenz.


"Immer noch werden dementiell Erkrankte vom System der Pflegeversicherung strukturell benachteiligt. Daran hat auch das zu Beginn des Jahres in Kraft getretene Pflegeneuausrichtungsgesetz nichts Wesentliches geändert. Verbesserungen für Demenzpatienten und ihre pflegenden Angehörigen greifen allenfalls punktuell", so die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, auf einer Fachtagung des VdK Bayern in der Evangelischen Akademie Tutzing.

Zu den VdK-Forderungen gehört allem voran die längst überfällige Anpassung des Pflegebedürftigkeitsbegriffs an die Bedürfnisse von Menschen mit kognitiven Einschränkungen. Mit der derzeitigen Einteilung der Pflegestufen werden dementiell Erkrankte völlig unzureichend versorgt. Der neue wissenschaftlich fundierte Pflegebedürftigkeitsbegriff ist längst ausgearbeitet, wurde jedoch von der Bundesregierung nicht umgesetzt. Damit sei die Bundesregierung ihrer im Koalitionsvertrag ausgesprochenen Selbstverpflichtung für "mehr Leistungsgerechtigkeit in der Pflegeversicherung" nicht nachgekommen, kritisierte Mascher.

Um den Mehrbedarf für dementiell Erkrankte in der Pflegeversicherung zu finanzieren, bedarf es einer grundlegenden Reform der Pflegeversicherung. Neben einer weiteren Erhöhung des Beitragssatzes um etwa 0,3 Prozent, der jedoch dem paritätischen Grundprinzip verpflichtet sein muss, könnte ein Risikostrukturausgleich zwischen privater und gesetzlicher Pflegeversicherung greifen. Die Millionen-Zuschüsse zum so genannten "Pflege-Bahr" wären nach Meinung des VdK auch besser in mehr Angeboten für Demenzkranke angelegt.

1,4 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter Altersdemenz, 70 Prozent von ihnen werden zu Hause versorgt. Um die häusliche Versorgung von Demenzkranken weiterhin zu gewährleisten, müssen pflegende Angehörige nach Meinung des VdK viel besser unterstützt werden. Die Forderungen des VdK lauten: Eine Vereinbarkeit von Pflege und Beruf müsste rechtlich ähnlich organisiert sein, wie es derzeit für die Zeiten der Kindererziehung gilt. Auch die rentenrechtlichen Ansprüche müssen vergleichbar zu Zeiten der Kindererziehung für pflegende Angehörige angehoben werden. "Sonst können wir nicht mehr lange auf die Angehörigen als größten Pflegedienst der Nation zählen", warnte Mascher.

Michael Pausder

Presse-Kontakt

Sozialverband VdK Deutschland
Linienstraße 131
10115 Berlin
Telefon 030 9210580-400
Telefax 030 9210580-410
presse@vdk.de


VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Ein Mann im Rollstuhl am Fuß einer unüberwindbaren Treppe
3.5.2016 - „Mit der Unterzeichnung der UN-BRK hat sich Deutschland zwar verpflichtet, Menschen mit Behinderung nicht zu benachteiligen. Doch bis zu einer gleichberechtigten und selbstbestimmten Teilhabe ist es noch ein langer Weg.“ Das erklärt Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, anlässlich des Europäischen Protesttags zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai.
VdK-Pressemeldung
Symbolfoto: Eine Seniorin legt wenige Geldscheine auf den Tisch vor sich
19.4.2016 - „Das sind bedenkliche Zahlen, die das Statistische Bundesamt heute vorgelegt hat. Der Trend, dass immer mehr Menschen von ihrer Rente nicht leben können und auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind, ist leider nicht neu. Traurig ist, dass diesem Trend politisch nicht wirklich etwas entgegengesetzt wird.“ So kommentiert VdK-Präsidentin Ulrike Mascher die aktuellen Zahlen zu den Empfängern von Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

VdK-Zeitung
Foto: Zusammengerollte VdK-Zeitung, Ausgabe Mai 2016
In dieser Ausgabe unter anderem mit diesen Artikeln: VdK fordert höheres Tempo für Teilhabe - Rentenplus stoppt Altersarmut nicht - Fast immer Ärger mit Hilfsmitteln - Mütter: Berufstätigkeit ist nach wie vor kein Kinderspiel - VdK setzt moderne Leselupe für Mitglied durch - Parkausweis für Darmpatientin: VdK erringt ungewöhnlichen Erfolg für Mitglied - Was tun bei Verdacht auf einen Behandlungsfehler? - Große Open-Air-Veranstaltungen barrierefrei genießen - Kräuterlimonade selbst machen - Ausflugstipps für Familien - und viele mehr!

VdK-Pressemeldung
Foto: Ulrike Mascher bei einer Pressekonferenz
Unsere Pressemitteilungen informieren bundesweit über wichtige Forderungen, Positionen, Ziele und Termine des Sozialverbands VdK.
Presse
Symbolfoto: Eine Kamera filmt die VdK-Präsidentin
Das VdK-Internet-TV ist das Videoportal des Sozialverbands VdK. Unter www.vdktv.de finden Sie mehr als 100 spannende und informative Filmbeiträge rund um die Themen des Verbands, zum Beispiel zu Rente, Pflege, Behinderung, Gesundheit, Leben im Alter, Arbeitsmarkt und viele mehr!
Presse
Symbolfoto: Eine Fotokamera
Journalisten finden hier Hintergrundinformationen und Logos zum VdK Deutschland sowie Pressefotos und eine Vita der VdK-Präsidentin.
VdK-Zeitung
Foto einer VdK-Zeitung von Juni 2016
Die VdK-Zeitung erscheint zehnmal pro Jahr. Mit einer Auflage von 1,5 Millionen Exemplaren gehört sie zu den größten Mitgliederzeitungen bundesweit.