14. November 2017
Statements

VdK: Hohe Zahlen zur Wohnungslosigkeit sind erschreckend

Die aktuellen Zahlen der BAG Wohnungslosenhilfe, denen zufolge die Zahl wohnungsloser Menschen im Jahr 2016 auf 860.000 gestiegen ist - ein Anstieg um 150 Prozent seit 2014 -, kommentiert Ulrike Mascher, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die heute vorgestellten Zahlen zur Wohnungslosigkeit sind erschreckend: Immer mehr Menschen verlieren ihre Wohnungen und müssen auf der Straße leben. Die Gründe für die Wohnungslosigkeit sind vielfältig. Aus unserer Sicht belegen die Zahlen vor allem, dass immer mehr Menschen wegen Einkommensarmut oder Überschuldung ihre Monatsmiete nicht bezahlen können. Dafür sind vor allem auch die in den letzten Jahren drastisch gestiegenen Mieten verantwortlich. Für immer mehr Bevölkerungsgruppen werden hohe Mieten ein immer größeres Problem. Besonders betroffen sind Geringverdiener, Langzeitarbeitslose, Alleinerziehende und Rentner. Doch die hohen Mietkosten belasten inzwischen auch die Mittelschicht stark. Immer mehr Menschen müssen einen immer größeren Anteil ihres Einkommens für ihre Miete aufbringen.

Wir brauchen eine Wende in der Wohnungspolitik, um der steigenden Zahl von Wohnungslosen entgegenzuwirken. Die Politik muss mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen und in den sozialen Wohnungsbau investieren. Sie muss auch den Wohnungsmarkt regulieren und endlich eine effektive Mietpreisbremse umsetzen. Außerdem darf Wohnraum nicht zum Spekulationsobjekt werden wie es in Großstädten wie Berlin seit langem geschieht. Das treibt die Mietkosten weiter in die Höhe. In der Grundsicherung müssen die Unterkunftskosten an die realen Wohnungsmarktverhältnisse angepasst werden, damit die Betroffenen nicht aus ihren Wohnbezirken an den Stadtrand gedrängt werden und sich damit auch ihre Jobchancen verschlechtern.“

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte Wohnungslosigkeit | Obdachlose | Armut | Überschuldung | Wohnungspolitik | Statement | Wohnungsmarkt

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