26. September 2019
PRESSE-STATEMENT

VdK: „Höhere Gehälter in der Pflege nicht auf Kosten Pflegebedürftiger“

Der Bundestag berät heute erstmals den Entwurf des „Gesetzes für bessere Löhne in der Pflege“, abgekürzt Pflegelöhne-Verbesserungsgesetz genannt. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Den vorliegenden Gesetzentwurf begrüßen wir als Sozialverband VdK. Wir finden es richtig, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer für ihre Arbeit in der Pflege angemessen bezahlt werden. Ein angemessenes Gehalt ist eine wichtige Anerkennung für eine Leistung, die körperlich und psychisch sehr fordernd ist und vor der die Gesellschaft Respekt hat. Mit besserem Gehalt wird auch der Pflegeberuf noch attraktiver und motiviert mehr Menschen, einen Beruf in der Pflege zu ergreifen.

Aber: Die Kosten für die höheren Gehälter der Pflegekräfte dürfen den Geldbeutel der Pflegebedürftigen nicht noch mehr belasten. Gehaltsanhebungen führen direkt zu höheren Eigenanteilen in der Pflege, weil das Budget der Pflegeversicherung schon ausgereizt ist. Für Pflegebedürftige sind die Kosten für Pflege aber schon jetzt enorm hoch und steigen immer weiter an. Aktuelle Zahlen zeigen, dass Bewohner von Pflegeheimen immer mehr für ihren Platz bezahlen müssen. Auch andere Pflegebedürftige sind mit den hohen Pflegekosten völlig überfordert und finanziell am Limit. Wir dürfen Verbesserungen für die einen nicht mit Verschlechterungen für die anderen erkaufen. Das sorgt für Unfrieden und ist ungerecht. Wir brauchen dringend eine Pflegevollversicherung, in der die pflegebedingten Leistungen solidarisch getragen werden. Das Prinzip der gesetzlichen Krankenversicherung muss auf die Pflegeversicherung übertragen werden.“

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03.09.2019 | Pressekontakt: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401
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Schlagworte Altenpflege | Pflegekräfte | Pflegeversicherung | pflegevollversicherung | pflegebedürftig | Pflegekosten

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