25. September 2019
PRESSE-STATEMENT

VdK: „Reform der MDK braucht mehr Mut“

Der Bundestag berät heute den Entwurf des „Gesetzes für bessere und unabhängige Prüfungen“, abgekürzt MDK-Reformgesetz genannt. Die Medizinischen Dienste der gesetzlichen Krankenversicherung begutachten Patienten, die etwa lange krankgeschrieben sind oder ein Hilfsmittel brauchen. Bei Pflegebedürftigen stellen sie den Pflegegrad fest. Mit der geplanten Reform sollen die MDK unabhängiger von den Kassen werden. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die Idee war gut. Der Entwurf für ein MDK-Reformgesetz sah vor, die Medizinischen Dienste der gesetzlichen Krankenversicherung unabhängiger von der gesetzlichen Krankenversicherung zu machen. Aus unserer Sicht ist eine strukturelle Unabhängigkeit der MDK wichtig, weil viele Patienten und Pflegebedürftigen den Eindruck haben, dass die Dienste der verlängerte Arm der Krankenkassen sind und vor allem dazu da, Kosten einzusparen.

Leider werden die MDK mit dem vorliegenden Gesetzentwurf aber nicht unabhängig von den Kassen. So sitzen in den Verwaltungsräten 16 Vertreter der Krankenkassen und nur fünf Vertreter der Patienten und Pflegebedürftigen. Das finden wir als VdK skandalös: Krankenkassenvertreter und Patientenvertreter müssen das gleiche Stimmrechte in den Verwaltungsräten haben. Sonst ändert sich an der bisherigen Prüfverfahren nichts.

Wir als VdK wollen eine echte Reform! Die Patientenvertreter setzen sich schließlich für die Menschen ein, die die Entscheidungen direkt betreffen. Wir sollten also mutig sein und die MDK grundlegend reformieren. Das ist längst überfällig.“

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Pressekontakt: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

Schlagworte MDK | Medizinischer Dienst | Altenpflege | Gesundheit | Patienten | Krankenkassen

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