12. September 2019
PRESSE-STATEMENT

VdK: „Wir brauchen jetzt eine Wende in der Rentenpolitik!“

Eine neue Studie der Bertelsmann Stiftung und des DIW Berlin zur Entwicklung der Altersarmut in Deutschland prognostiziert für die Zukunft ein stark zunehmendes Risiko für Armut bei Seniorinnen und Senioren. Bis 2039 könnte mehr als jeder fünfte Rentner von Altersarmut betroffen sein, so die Autoren der Studie. Dies kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Die Studie zeichnet ein düsteres Bild von der Zukunft vieler heutiger Arbeitnehmer. 2039 könnten über 20 Prozent von ihnen von Altersarmut betroffen sein. Solche Szenarien sind für uns als Sozialverband VdK leider nur allzu realistisch – wenn wir nicht endlich die Weichen in der Rentenpolitik anders stellen. Es braucht dabei ein ganzes Bündel an Maßnahmen.

Die Regierungskoalition muss zum einen endlich ihren Streit über die Grundrente beenden. Wer jahrzehntelang gearbeitet, Kinder erzogen oder Angehörige gepflegt hat, hat eine ausreichende Rente verdient. Ohne „Wenn“ und „Aber“. Das reduziert nicht nur die Armut im Alter, sondern hat auch etwas mit Respekt vor der Lebensleistung dieser Menschen zu tun.

Zudem bestätigt die Studie, dass es auch zukünftig viele Rentnerinnen und Rentner geben wird, die auf Grundsicherung im Alter angewiesen sind. Für sie brauchen wir einen Freibetrag in der Grundsicherung von bis zu 212 Euro im Monat. Auch eine vom VdK beauftragte Studie zeigt, dass ein solcher Freibetrag ein wirksames Mittel im Kampf gegen Altersarmut ist. Rentner müssen von ihrer Rente im Geldbeutel etwas übrig haben, auch wenn sie auf Grundsicherung angewiesen sind. Das haben sie sich verdient.

Es gibt noch eine Gruppe, die in der Studie nicht im Fokus steht, aber häufig von Altersarmut betroffen ist: Und zwar Menschen, die wegen einer Krankheit nicht mehr arbeiten können. Diese müssen wir mit einer reformierten Erwerbsminderungsrente endlich zuverlässig und ausreichend absichern. Auf eine solche Absicherung warten Millionen erwerbsgeminderter Menschen. Der VdK fordert für diese Menschen endlich die Abschläge auf ihre Erwerbsminderungsrenten von bis zu 10,8 Prozent abzuschaffen.“

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07.08.2019 | Pressekontakt: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401

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Schlagworte Altersrente | #Rentefüralle | Erwerbsminderung | gesetzliche Rente

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