Sozialverband VdK Deutschland e.V.
30. Juli 2019
PRESSE-STATEMENT

VdK: Wohnen ist ein Menschenrecht für alle!

In Deutschland haben Schätzungen der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe zufolge etwa 650.000 Menschen keine eigene Wohnung. Das kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„650.000 Menschen in Deutschland haben kein Dach über dem Kopf und müssen bei Freunden, Bekannten oder in Notunterkünften unterkommen. Das ist ein unhaltbarer Zustand, der sich ändern muss.

Vor allem in Großstädten sind die Mieten in den letzten Jahren so rasant gestiegen, dass Gehälter und Löhne sowie staatliche Leistungen wie die Grundsicherung damit nicht Schritt halten konnten. Besonders betroffen sind Alleinerziehende und ihre Kinder, Rentnerinnen und Rentner, Langzeitarbeitslose und Menschen mit Behinderung. Die Angst, dass die Wohnung unbezahlbar wird, belastet mittlerweile einen Großteil der Bevölkerung. Denn Jobverlust, Scheidung, Krankheit oder Unfall können jeden treffen. Aus unserer Beratung wissen wir, dass dann auch schnell der Verlust der Wohnung drohen kann.

Bezahlbares Wohnen muss die Regel sein und darf nicht die Ausnahme werden. Wohnen ist ein Menschenrecht für alle und darf nicht zur existenziellen Frage für den Einzelnen werden. Notwendig ist in erster Linie ein Umdenken in der Wohnungspolitik. Die Politik muss endlich mehr bezahlbaren Wohnraum sichern und in sozialen Wohnungsbau investieren. Außerdem brauchen wir eine gut funktionierende Mietpreisbremse, die den rasanten Mietanstieg drosselt.

In der Grundsicherung müssen die Kosten der Unterkunft an die realen Wohnungsmarktverhältnisse angepasst werden, damit die Betroffenen nicht an den Stadtrand gedrängt werden, womit sich auch ihre Jobchancen verschlechtern. Zudem müssen die Sanktionen für die Kosten der Unterkunft und Heizung im Hartz-IV-System endlich abgeschafft werden.“


VdK-Präsidentin Verena Bentele: Wohnen ist ein Menschenrecht!

Über 650.000 Menschen in Deutschland haben keine Wohnung. Das muss sich ändern. Wohnen ist existenzielles Recht. Unsere Forderung an die Politik: mehr sozialer Wohnungsbau!

verantwortlich: Cornelia Jurrmann, Telefon: 030 / 92 10 580-401