VdK fordert schnelle Umsetzung von Maßnahmen für gleichwertige Lebensverhältnisse

Die Regierungskommission «Gleichwertige Lebensverhältnisse» hat am 10. Juli 2019 ihre Ergebnisse vorgestellt. Die Ergebnisse kommentiert Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, wie folgt:

„Wir begrüßen die geplanten 12 Maßnahmen der Kommission, die die Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse in allen Regionen des Landes zum Ziel haben. Die Stärkung von Dörfern und ländlichen Räumen, die Verwirklichung der Barrierefreiheit in der Fläche, der Ausbau des sozialen Wohnungsbaus sowie die Verbesserung von Mobilität und Verkehrsinfrastruktur: das alles klingt gut. Diese Themen bewegen unsere 2 Millionen Mitglieder ganz besonders. Denn es ist ganz wichtig, dass in den ländlichen Strukturen die Gesundheit, Selbstständigkeit, Mobilität und Lebensqualität bis ins hohe Alter erhalten bleiben. Dafür braucht es eine barrierefreie gesundheitliche und pflegerische Infrastruktur mit Haus- und Fachärzten und anderen Gesundheits- und Pflegeangeboten, die Erhaltung beziehungsweise den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, die Unterstützung von Nachbarschaftshilfen und Mehr-Generationen-Projekten.

Ein weiteres Thema ist für den VdK von zentraler Bedeutung. Damit die prekäre Lage auf dem Wohnungsmarkt ein Ende hat, braucht es deutlich mehr Sozialwohnungen. Der Erfolg der Kommission wird sich auch daran messen lassen, ob sie ihr selbstgestecktes Ziel erreicht: eine konsequente Bau- und Wohnungspolitik für bezahlbaren Wohnraum als Beitrag zur Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse umzusetzen.

Alle geplanten 12 Maßnahmen der Kommission dürfen nicht nur unverbindliche Absichtserklärungen bleiben, sondern sie müssen rasch in ganz konkrete Gesetzesvorhaben gefasst werden. Wir werden die weitere Umsetzung kritisch im Sinne unserer Mitglieder begleiten, damit Worte zu Taten werden.“

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